Diese Arbeit untersucht, ob sich die Spielerinnen und Spieler der deutschen Nationalmannschaft im Fußballsimulationsspiel "EA FC 24" hinsichtlich geschlechtsspezifischer Stereotype unterscheiden. Trotz der Fortschritte im Frauenfußball und seiner zunehmenden medialen Präsenz steht die Frage im Raum, ob der führende Sportvideospielhersteller EA in seinem Spiel weiterhin auf genderbezogene Stereotype zurückgreift oder ob "EA FC 24" als ein Schritt in Richtung Inklusion gewertet werden kann. Durch eine detaillierte Analyse soll aufgezeigt werden, inwieweit das Spiel bestehende Vorurteile reflektiert oder aufbricht, und welchen Einfluss dies auf die Wahrnehmung von Frauen im Fußball hat.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Forschungskontext
2.1 Der Frauenfußballs in Deutschland
2.2 Geschlechtsspezifische Stereotype in Videospielen
2.3 Die Entwicklung von Fußballsimulaonsspielen
3. Methodik
3.1 Untersuchungsobjekt
3.2 Beschreibung der Durchführung
3.3 Hypothesen
4. Ergebnisse
4.1 Die Torhüterinnen im Vergleich zu den Torhütern
4.2 Die Abwehrspielerinnen im Vergleich zu den Abwehrspielern
4.3 Die Mielfeldspielerinnen im Vergleich zu den Mielfeldspielern
4.4 Die Stürmerinnen im Vergleich zu den Stürmern
5. Fazit
6. Quellen
6.1 Printquellen
6.2 Digitale Quellen
7. Anhang
Zielsetzung & Themen
Ziel der Arbeit ist es, zu analysieren, ob der führende Sportvideospielhersteller EA in „EA FC 24“ bei der Bewertung deutscher Nationalspielerinnen und Nationalspieler geschlechtsspezifische Stereotype anwendet oder ob das Spiel einen inklusiven Ansatz verfolgt.
- Historische Entwicklung und aktuelle Situation des Frauenfußballs in Deutschland
- Analyse geschlechtsspezifischer Stereotype und Sexismus in der Videospielkultur
- Historischer Abriss über die Entwicklung von Fußballsimulationsspielen
- Vergleichende quantitative Datenanalyse der Spielerwerte in „EA FC 24“
Auszug aus dem Buch
Die Entwicklung von Fußballsimulaonsspielen
Die Geschichte der Videospielbranche ist untrennbar mit Fußballvideospielen, da einige der ersten Videospiele Fußballsimulatoren waren. Zu einem der ersten Fußballspiele zählt der Titel „World Cup Football“ aus dem Jahr 1974. Dieses Spiel simulierte ein Fußballspiel zwischen zwei Mannschaen mit jeweils zwei Verteidigern und einem Torhüter.
In der Folgezeit unternahmen Entwickler große Anstrengungen, um die Soundeffekte zu verbessern sowie das Gameplay realisscher zu gestalten. So gab es im Spiel „Soccer“ (1978) erstmals Mannschaen mit elf Spielern und Regeln wie Abseits. Nur drei Jahre später wurde das erste Mal ein prominenter Fußballer auf dem Cover eines Fußballsimulaonsspiels abgedruckt. Der Brasilianer Pelé, der zu diesem Zeitpunkt bereits seine Karriere beendet hae, zierte das Titelbild des nach seinem Namen benannten Spiels „Pelé´s Soccer“.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Boom des Frauenfußballs in Deutschland und formuliert die Forschungsfrage, ob in „EA FC 24“ geschlechtsspezifische Stereotype in der Bewertung der Spielerinnen und Spieler vorliegen.
2. Forschungskontext: Dieses Kapitel erläutert die Historie des Frauenfußballs, die Bedeutung von Gender-Stereotypen in Videospielen und die technologische Entwicklung von Fußballsimulationen.
3. Methodik: Der Abschnitt beschreibt das gewählte Untersuchungsobjekt (deutsche Nationalmannschaften) und erläutert die methodische Vorgehensweise anhand von Mittelwert- und Medianberechnungen der Spielerfähigkeiten zur Überprüfung der Hypothesen.
4. Ergebnisse: Hier erfolgt die detaillierte Präsentation und Auswertung der Daten für Torhüterinnen und Torhüter sowie die verschiedenen Feldpositionen (Abwehr, Mittelfeld, Sturm) im direkten Geschlechtervergleich.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass der Hersteller EA sich bei der Spielerbewertung kaum geschlechtsspezifischer Stereotype bedient und als inklusiv betrachtet werden kann.
6. Quellen: Auflistung aller verwendeten Print- und Digitalquellen zur Untermauerung der Untersuchung.
7. Anhang: Detaillierte tabellarische Auflistung der Spielerwerte sowie die vollumfängliche Aufstellung aller 28 Hypothesen.
Schlüsselwörter
Fußballsimulation, EA FC 24, Frauenfußball, Geschlechterrollen, Stereotype, Videospiele, Spielerbewertung, Nationale Fußballmannschaft, Gender-Studien, Sport-Gaming, Digitale Identitäten, Inklusion, Datenanalyse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Forschungsarbeit prinzipiell?
Die Arbeit untersucht die Repräsentation von deutschen Nationalspielerinnen und Nationalspielern in der Fußballsport-Simulation „EA FC 24“ hinsichtlich potenzieller geschlechterbezogener Vorurteile bei der Spielerbewertung.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung des Frauenfußballs, den gängigen Stereotypen in der Videospielindustrie und der historischen Evolution von Fußballvideospielen.
Welches wissenschaftliche Ziel verfolgt die Arbeit?
Es soll empirisch analysiert werden, ob der Hersteller electronic Arts (EA) stereotype Muster bei der Vergabe von Spielerattributen und Gesamtwerten zugunsten männlicher Akteure verwendet oder eine gleichberechtigte Bewertung anstrebt.
Welche methodische Vorgehensweise wurde gewählt?
Die Studie nutzt einen hypothesenbasierten Ansatz, bei dem positionsspezifische Datenpunkte der Spieler aus „EA FC 24“ herangezogen und über Mittelwert- sowie Medianberechnungen verglichen werden.
Was wird im Hauptteil der Untersuchung explizit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Gegenüberstellung der Tor-, Abwehr-, Mittelfeld- und Sturmpositionen, wobei für jede Kategorie spezifische Hypothesen zur Bewertung von Tempo, Schusskraft, Passspiel und weiteren Attributen geprüft werden.
Welche Kernaussage zeichnet die Arbeit aus?
Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass keine signifikanten geschlechtsspezifischen Stereotype bei der Bewertung der Spieler in „EA FC 24“ festzustellen sind, was EA in diesem Kontext als Vorreiter für Gleichberechtigung ausweist.
Wie wurden Extremwerte bei der Datenanalyse berücksichtigt?
Um eine Verfälschung der Ergebnisse durch einzelne Ausreißer zu vermeiden, wurde ergänzend zur Mittelwertberechnung der Median als statistisches Maß herangezogen, da dieser resistent gegenüber Extremwerten ist.
Welchen Einfluss hatte der Kader-Zeitpunkt auf die Ergebnisse?
Die Autorin betont, dass die Bewertung der Spieler stets vor dem Release des Spiels erfolgt, was bedeutet, dass kurzfristige Leistungsentwicklungen von Spielern während der Saison im Datensatz möglicherweise unterrepräsentiert sein können.
- Citar trabajo
- Kilian Kreitmair (Autor), 2024, Gender-Stereotype im Fußballsimulationsspiel "EA FC 24". Eine Analyse der deutschen Nationalmannschaften, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1492380