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Die Funktion des Flötenmädchens beim Symposion von 530 bis 500 v. Chr.

Titre: Die Funktion des Flötenmädchens beim Symposion von 530 bis 500 v. Chr.

Dossier / Travail , 2009 , 16 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Martin Rybarski (Auteur)

Histoire globale - Protohistoire, Antiquité
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Résumé Extrait Résumé des informations

Das Symposion wurde im Zeitraum von 530 bis 500 v. Chr. auf viele verschiedene Weisen gefeiert. Dabei gab es keine offensichtlich zeremonielle Struktur, beispielsweise mit einem Eröffnungsakt oder spezifischen regularisierten Momenten. Im Vordergrund stand das gemeinsame Verbringen der Zeit, wobei eine solche Festlichkeit ausschließlich wohlhabenden Männern aus Athen vorbehalten war. Da für solch ein Symposion nicht nur Räumlichkeiten, Speisen, Wein, sondern auch Unterhaltungskünstler oder sogar Geschirr bezahlt werden mussten, ist davon auszugehen, dass die Gastgeber eines solchen Mahls die nötigen finanziellen Mittel besessen haben müssen und der oberen Schicht athener Bürger entstammten. Obwohl es jedoch keine quasi zeremonielle Abfolge beim Zelebrieren des Symposions gab, so gibt es immer wiederkehrende Merkmale, die zu einem Symposion dazu gehören. Betrachtet man die überlieferten Quellen des oben genannten Zeitraumes, so stellt man wie bereits erwähnt fest, dass das Symposion für wohlhabende Athener bestimmt war. Eine Ausnahme bildeten die Unterhaltungskünstler oder Sklaven, welche durchaus weiblich sein durften. Innerhalb der Forschung werden diese Tänzerinnen, Musikerinnen oder eben auch das im Folgenden zu untersuchende Flötenmädchen weitestgehend unter dem Begriff der „Hetäre“ geführt. Dies scheint jedoch vor allem für den Zeitraum vor 490 v. Chr. problematisch zu sein, da der Begriff „hetaira“ hier noch im ursprünglichen Sinne „Gefährtin“ bedeutet, „ohne das damit explizit die Gespielin eines Mannes gemeint ist,“ die durch Gaben angeworben wird.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Das Flötenmädchen beim Symposion

1. Der „formelle“ Akt

2. Sexuelle Anbahnung

III. Wandel der intimen Symposionsdarstellung

IV. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die spezifische Rolle und Funktion des Flötenmädchens bei attischen Symposien im Zeitraum von 530 bis 500 v. Chr. anhand bildlicher Darstellungen auf Keramiken, wobei insbesondere die Entwicklung von einer rein musikalischen Unterhalterin hin zur Beteiligten bei sexuellen Handlungen sowie der gesellschaftliche Wandel im Blick auf das Individuum analysiert wird.

  • Musikalische und unterhaltende Funktion des Flötenmädchens
  • Die Entwicklung erotischer Beziehungen zwischen Flötenmädchen und Symposiasten
  • Analyse ikonographischer Hinweise in der Vasenmalerei
  • Wandel des Selbstverständnisses und der Symposionsdarstellung am Ende des 6. Jahrhunderts v. Chr.
  • Abgrenzung der Rolle der Flötenspielerin zur Hetäre

Auszug aus dem Buch

2. Sexuelle Anbahnung

Im Laufe eines Symposions konnte sich eine „engere Beziehung“ zwischen Flötenmädchen und einem Symposiast entwickeln, wobei dies keinen Zwang darstellen musste. Eine solchen Verlauf stellt die Schale aus Northampton dar (Abb. 2 & 3). Zu sehen ist ein Flötenmädchen mit einem Symposiasten beim Gelage in einem fortgeschrittenen Stadium. Der Symposiast widmet sich dem Kottabosspielen, bzw. hält gerade inne, um vom Kissen gestützt, den Klängen der Flötenspielerin zu lauschen. In seiner Linken hält er ein Trinkhorn. Er ist nur durch ein Himation gekleidet, wodurch seine Schamgegend - Brust, Lende und Genitalpartie - entblößt bleiben. Sein Kopf wird von einer Binde geziert. Besonders auffallend ist am Flötenmädchen, dass für sie kein zusätzliches Kissen vorgesehen ist, wie es üblich war, wenn zwei Symposiasten auf einer Kline oder Matratze lagen, was nahelegt, dass die Flötenspielerin vom Symposiasten zu einem fortgeschrittenen Zeitpunkt im Symposion aufs Lager gerufen worden ist. Sie lehnt sich an dessen Bein und ist in einen Chiton gehüllt. Dabei wirkt es auch beim Flötenmädchen, als sei ihr Unterkörper weitestgehend unbedeckt, was eine Anspielung auf den noch folgenden Sexualakt sein könnte.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Rahmenbedingungen des athenischen Symposions und problematisiert die in der Forschung übliche, pauschale Bezeichnung der musizierenden Frauen als Hetären für den Zeitraum vor 490 v. Chr.

II. Das Flötenmädchen beim Symposion: Dieses Kapitel analysiert die duale Funktion des Flötenmädchens als musikalische Unterhalterin in der Anfangsphase und als potenzielle Partnerin für sexuelle Kontakte im späteren Verlauf des Symposions.

III. Wandel der intimen Symposionsdarstellung: Es wird aufgezeigt, wie sich das künstlerische Interesse gegen Ende des 6. Jahrhunderts v. Chr. zunehmend auf Paar- und Einzelsituationen verlagerte, was eng mit dem gesellschaftlichen Wandel und einem neuen Selbstgefühl der Athener Bürger korreliert.

IV. Resümee: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse, die den Funktionswandel des Flötenmädchens vom rein musikalischen Unterhaltungsobjekt hin zu erotisch bedeutsameren Rollen innerhalb des sich wandelnden Symposionskontextes bestätigen.

Schlüsselwörter

Symposion, Flötenmädchen, Vasenmalerei, Hetäre, Archaische Zeit, Attika, Musik, Erotik, Komos, Sozialstruktur, Ikonographie, Sexualität, Geschlechterrollen, 530 v. Chr., 500 v. Chr.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Funktion und die sich wandelnde Rolle von Flötenmädchen bei attischen Symposien im Zeitraum zwischen 530 und 500 v. Chr.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Musikpraxis beim Gelage, der soziokulturellen Rolle der Flötenspielerinnen sowie der ikonographischen Auswertung von Vasenbildern hinsichtlich erotischer Interaktionen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den Funktionswandel des Flötenmädchens innerhalb des Symposions zu dokumentieren und zu hinterfragen, ob die häufige Verwendung des Begriffs "Hetäre" für diesen frühen Zeitraum historisch präzise ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Es handelt sich um eine historische und ikonographische Analyse, bei der antike Keramikdarstellungen als Hauptquellen herangezogen und mit forschungsgeschichtlichen Erkenntnissen verknüpft werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des formellen musikalischen Aktes, die sexuelle Anbahnung zwischen Teilnehmern und Musikerinnen sowie einen übergeordneten Wandel in der Art der Symposionsdarstellungen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Zentrale Begriffe sind Symposion, Flötenmädchen, Vasenmalerei, Komos, erotische Darbietungen sowie der historische Kontext des archaischen Athen.

Warum wird der Begriff "Hetäre" für den untersuchten Zeitraum kritisch hinterfragt?

Der Autor argumentiert, dass der Begriff im untersuchten Zeitraum vor 490 v. Chr. ursprünglich eher "Gefährtin" bedeutete und die spätere explizite Konnotation als sexuelle Dienstleisterin in diesem frühen Kontext problematisch ist.

Welchen Einfluss hatte der gesellschaftliche Wandel auf die Vasenbilder?

Gegen Ende des 6. Jahrhunderts v. Chr. verschob sich das Interesse der Künstler weg von der Darstellung der Gruppe hin zu individuelleren Paar- oder Einzelszenen, was auf ein verändertes Selbstverständnis der athenischen Bürger hindeutet.

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Résumé des informations

Titre
Die Funktion des Flötenmädchens beim Symposion von 530 bis 500 v. Chr.
Université
University of Cologne  (Historisches Seminar I - Institut für Altertumskunde)
Cours
Einführungsseminar Wein, Knaben und Gesang - Der Griechische Adel
Note
1,7
Auteur
Martin Rybarski (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
16
N° de catalogue
V149646
ISBN (ebook)
9783640604838
ISBN (Livre)
9783640605057
Langue
allemand
mots-clé
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Sécurité des produits
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Citation du texte
Martin Rybarski (Auteur), 2009, Die Funktion des Flötenmädchens beim Symposion von 530 bis 500 v. Chr., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/149646
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Extrait de  16  pages
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