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Selbstmord, Askese und Freiheit in Arthur Schopenhauers „Die Welt als Wille und Vorstellung“

Título: Selbstmord, Askese und Freiheit in Arthur Schopenhauers „Die Welt als Wille und Vorstellung“

Trabajo de Seminario , 2008 , 26 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Carolin Catharina Wolf (Autor)

Filosofía - Filosofía del siglo XIX
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Abseits von Gesellschaft und akademischer Welt entsteht Arthur Schopenhauers (1788-1860) philosophisches Hauptwerk Die Welt als Wille und Vorstellung in Dresden, wo es 1818 vollendet wird. Bereits dem Titel ist die Hauptaussage des Werks inhärent, welches sich in vier verschiedene Teile, beziehungsweise Bücher gliedert: Erkenntnistheorie, Metaphysik, Ästhetik und Ethik. Als Vorbilder gibt Schopenhauer die Philosophie Platons, vor allen Dingen auch diejenige Kants und der altindischen Upanischaden an.
In der vorliegenden Arbeit soll der Zusammenhang zwischen Freiheit und Selbstmord, welcher im vierten Buch der Welt als Wille und Vorstellung Ausführung findet, auseinandergesetzt werden.
Arthur Schopenhauer in eigener Person wird vielfach als Selbstmörder bezeichnet, der sich nie das Leben nahm. Doch nicht nur die persönliche Disposition des Frankfurter Philosophen macht eine solche Fragestellung interessant, handelt es sich doch hierbei um ein viel diskutiertes Thema in der Philosophie überhaupt.
Im Grunde geht es dabei um Eines: Die Selbstbestimmung des Einzelnen. Selbstmord lässt sich unter diesem Gesichtspunkt also als „Signatur der Freiheit“ verstehen. Der Selbstmörder beweist seine Freiheit, indem er über sich selbst verfügt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 DIE WELT ALS VORSTELLUNG

3 DIE WELT ALS WILLE

4 DER CHARAKTER UND DIE TÄUSCHUNG VOM FREIEN WILLEN

5 DER WILLE ZUM LEBEN

6 DER SELBSTMORD: BEJAHUNG DES WILLENS UM LEBEN

7 DIE ASKESE: VERNEINUNG DES WILLENS ZUM LEBEN

8 SCHLUSSBETRACHTUNGEN

9 BIBLIOGRAPHIE

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den philosophischen Zusammenhang zwischen Freiheit und Selbstmord im Denken Arthur Schopenhauers, insbesondere im vierten Buch seines Hauptwerkes "Die Welt als Wille und Vorstellung". Dabei wird analysiert, inwiefern Schopenhauers theoretische Differenzierung zwischen der (vergeblichen) Selbsttötung als Akt der Lebensbejahung und der asketischen Verneinung des Willens als wahrem Akt der Freiheit in der philosophischen Praxis Bestand hat.

  • Die Willensmetaphysik als Grundlage für das menschliche Leid und den Pessimismus
  • Die kritische Auseinandersetzung mit der Willensfreiheit und dem Determinismus des Charakters
  • Der Selbstmord als paradoxe, trotzige Bejahung des Lebenswillens
  • Die Askese als Weg zur tatsächlichen Freiheit durch Verneinung des Willens
  • Vergleich der Positionen Schopenhauers mit der abendländischen Philosophiegeschichte

Auszug aus dem Buch

6 Der Selbstmord: Bejahung des Willens um Leben

Schopenhauer nennt den Selbstmord eine „vergebliche und thörichte Handlung“68, wiewohl aufgezeigt wurde, dass er ihn moralisch nicht verurteilt, sondern vielmehr vor dem Staat, der Theologie und der Philosophie in Schutz nimmt. Der Mensch hat ein Recht auf Selbstmord, sagt Schopenhauer zwar – dennoch hat er gute Gründe ihn abzulehnen. Diese finden sich im vierten Buch seines Hauptwerkes Die Welt als Wille und Vorstellung.

Den Selbstmord definiert Schopenhauer als willkürliche Aufhebung einzelner Erscheinungen des Willens. Er definiert weiter den Selbstmörder als einen, der lebensmüde und lebensbegierig zur gleichen Zeit ist: Der Selbstmörder, welcher sich nach irdischem Glück zwar seht, aber doch nur Kümmernis findet, bringt sich aus unglücklicher Liebe zum Leben um. Den Willen selbst lässt er hierbei unangetastet, wie Schopenhauer eindrücklich schildert: „Weit entfernt, Verneinung des Willens zum Leben zu seyn“ sei der Selbstmord „ein Phänomen starker Bejahung des Willens.“69

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Einleitung legt den Grundstein der Untersuchung, indem sie die historische Debatte zum Suizid in der Philosophie skizziert und Schopenhauers besondere Position innerhalb dieser Tradition einordnet.

2 DIE WELT ALS VORSTELLUNG: Dieses Kapitel erläutert die erkenntnistheoretischen Grundlagen Schopenhauers, in denen die Welt als Vorstellung eines erkennenden Subjekts unter dem Satz vom Grund verstanden wird.

3 DIE WELT ALS WILLE: Hier wird das "Ding an sich" als blinder, ziel- und zweckloser Wille definiert, der als Urkraft die gesamte belebte Natur durchdringt.

4 DER CHARAKTER UND DIE TÄUSCHUNG VOM FREIEN WILLEN: Das Kapitel befasst sich mit dem Determinismus des menschlichen Handelns durch den angeborenen Charakter und entlarvt die individuelle Willensfreiheit als Täuschung.

5 DER WILLE ZUM LEBEN: Diese Analyse widmet sich dem Selbsterhaltungstrieb, in dem sich der Wille zum Leben als egoistisches Streben manifestiert und zur Quelle des Leids wird.

6 DER SELBSTMORD: BEJAHUNG DES WILLENS UM LEBEN: Schopenhauer argumentiert hier, dass der Suizid keine Verneinung, sondern eine trotzige Bejahung des Willens darstellt, da der Mensch nur die unerträglichen Umstände des Lebens ablehnt.

7 DIE ASKESE: VERNEINUNG DES WILLENS ZUM LEBEN: Dieses zentrale Kapitel beschreibt die Askese als Weg zur endgültigen Freiheit, durch den der Wille in einer bewussten Abkehr vom Leben und vom Egoismus vernichtet wird.

8 SCHLUSSBETRACHTUNGEN: Die Schlussbetrachtung resümiert die Divergenz zwischen Schopenhauers asketischem Ideal und seiner eigenen Lebensführung sowie die Grenzen seiner Systematik in Bezug auf die Plausibilität des Selbstmord-Verbots.

Schlüsselwörter

Arthur Schopenhauer, Die Welt als Wille und Vorstellung, Wille, Vorstellung, Selbstmord, Askese, Freiheit, Pessimismus, Leid, Wille zum Leben, Determinismus, Charakter, Erlösung, Vernichtung des Willens, Egoismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Verhältnis von Freiheit und Selbstmord innerhalb der Philosophie von Arthur Schopenhauer, basierend auf seinem Hauptwerk "Die Welt als Wille und Vorstellung".

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Willensmetaphysik, die moralische und ontologische Bewertung von Selbstmord, das Konzept der asketischen Weltverneinung und die Frage der menschlichen Freiheit.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu klären, wie Schopenhauer den Suizid von der asketischen Verneinung des Willens abgrenzt und ob diese theoretische Unterscheidung einer kritischen Überprüfung standhält.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine philosophische Textanalyse, die Schopenhauers Argumentation auf Basis seiner Primärtexte sowie ergänzender Forschungsliteratur rekonstruiert und kritisch hinterfragt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Welt als Vorstellung und als Wille, die Analyse des Charakters, die Problematik des Willens zum Leben sowie die detaillierte Gegenüberstellung von Selbstmord und Askese.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Wille, Vorstellung, Selbstmord, Askese, Freiheit, Pessimismus, Erlösung und der Wille zum Leben.

Warum betrachtet Schopenhauer den Selbstmord nicht als Akt der Freiheit?

Nach Schopenhauer ist der Selbstmord lediglich eine Zerstörung der Erscheinung (des Leibes), während der Wille selbst intakt bleibt; der Suizident will das Leben eigentlich, ist aber mit seinen aktuellen Bedingungen unzufrieden.

Was unterscheidet den Asketen vom Selbstmörder?

Der Asket vernichtet durch sein bewusstes Leben in Armut und Verzicht den Willen zum Leben von innen heraus, was laut Schopenhauer zur wirklichen Erlösung und Freiheit führt.

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Detalles

Título
Selbstmord, Askese und Freiheit in Arthur Schopenhauers „Die Welt als Wille und Vorstellung“
Universidad
University of Heidelberg
Calificación
2,0
Autor
Carolin Catharina Wolf (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
26
No. de catálogo
V150186
ISBN (Ebook)
9783640619436
ISBN (Libro)
9783640619740
Idioma
Alemán
Etiqueta
Selbstmord Askese Freiheit Arthur Schopenhauers Welt Wille Vorstellung“
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Carolin Catharina Wolf (Autor), 2008, Selbstmord, Askese und Freiheit in Arthur Schopenhauers „Die Welt als Wille und Vorstellung“, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150186
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