Warum Kommunikation die Basis jedes effizienten Unterrichts stellt

Eine Beobachtungsreflexion über die Bedeutung der Kommunikation im Schulalltag


Praktikumsbericht / -arbeit, 2006

12 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Tabellarische Stundenübersicht

3. Warum Kommunikation die Basis jedes effizienten Unterrichts stellt - Eine Beobachtungsreflexion über die Bedeutung der Kommunikation im Schulalltag
3.1 Einleitung
3.2 Wann funktioniert Kommunikation?
3.3 Kommunikationsstörung = Unterrichtsstörung
3.3.1. Störung auf Beziehungsebene
3.3.2. Störung auf Appellebene
3.3.3. Störung auf Sachinhalts- und Selbstoffenbarungsebene
3.3.4. Ein Gegenbeispiel

4. Persönlicher Kommentar zum Schulpraktikum

5. Literaturverzeichnis

1. Vorwort

Was ist Kommunikation?

Kommunikation ist die Grundessenz des Unterrichts. Egal ob verbale oder nonverbale, gestörte oder funktionierende Kommunikation gegeben ist, die Hauptsache ist, dass wir kommunizieren. Denn nichts ist frustrierender als ein Lehrer, der vergeblich versucht mit seinen Schülern zu kommunizieren, dabei aber den Alleinunterhalter spielt.

Um genau diese Funktion des Alleinunterhalters vor einer (pubertierenden) Klasse nicht einnehmen zu müssen, müssen wir als angehende Lehrer versuchen, eine gut funktionierende Kommunikation zwischen uns und den Schülern aufzubauen.

Doch wie erreiche ich das Ziel mit meinen Schülern zu kommunizieren? Der Rat „tut das Gegenteil dessen, was Brauch ist, und ihr werdet fast immer das Richtige tun“, von Jean-Jacques Rousseau aus dem Jahre 1762, gekoppelt mit dem Nachrichtenquadrat nach Friedemann Schulz von Thun, ist das perfekte Rezept für einen Unterricht, der zur Basis die Kommunikation zwischen Schüler und Lehrer hat und somit die größte Effizienz für beide Parteien aufweist.

Das Nachrichtenquadrat[1]:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

SELBSTOFFENBARUNG

2. Tabellarische Stundenübersicht

Am Gymnasium der Stadt K. erfolgt der Unterricht immer (außer in der 7. Stunde) in Doppelstunden, so genannten Blöcken. Zwischen zwei Stunden, also in der Mitte eines Blocks, gibt es eine fünf-Minuten-Pause. Da die Schule eine Ganztagsschule ist, haben die Klassen 5 und 6 in der 7. Stunde eine sog. Klassenfreizeit, in der sie im Klassenverband, unter Aufsicht des Klassenlehrers, lernen, Hausaufgaben erledigen, die Klasse verschönern oder auch einfach nur gemeinsam spielen können.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

3. Warum Kommunikation die Basis jedes effizienten Unterrichts stellt - Eine Beobachtungsreflexion über die Bedeutung der Kommunikation im Schulalltag

3.1 Einleitung

Kommunikation ist die Basis jedes florierenden Unterrichts. Warum dies so ist, habe ich während meines Praktikums gelernt. Da diese Erkenntnis von unschätzbarem Wert für mein angehendes Arbeitsumfeld ist, werde ich meine Ergebnisse in diesem Bericht festhalten.

Es gibt natürlich verschiedene Arten von Kommunikation, doch egal auf welche Art man die Kommunikation nun genauer unter die Lupe nimmt, in jedem Fall ist klar, dass zu einer funktionierenden Kommunikation immer mindestens zwei Seiten gehören. Ist also nun eine der beiden Seiten abgelenkt, oder hat gerade „keinen Bock mehr“ an der Kommunikation teilzuhaben, wird die Kommunikation gestört.

Leider ist dies im Schulalltag nur allzu oft der Fall, ein Schüler hat eben „keinen Bock mehr“ und steckt die anderen damit an. Und so wird Schritt für Schritt jede Bemühung des noch so motivierten Lehrers mit den Schülern zu kommunizieren, untergraben.

Diesem nicht allzu seltenen Phänomen vom Boykott eines Individuums durch das Mittel der Kommunikation sei nun also hier auf den Fuß getreten.

3.2 Wann funktioniert Kommunikation?

Kommunikation funktioniert dann, wenn der Empfänger erkennt, dass der Sender auf vier Ebenen sendet. Diese Ebenen (wie im Nachrichtenquadrat beschrieben) sind der Sachinhalt, also das worüber ich informiere, die Beziehung in der Sender und Empfänger zueinander stehen, die Selbstoffenbarung mit der der Sender etwas über sich preisgibt und der Appell, also das, wozu der Sender den Empfänger veranlassen will.[2]

Auf die Schule angewendet ist zu beachten, dass der Beziehungsaspekt sehr wichtig ist. Sowohl der Schüler als auch der Lehrer sollte sich darüber im Klaren sein, wie sie zueinander stehen. Das heißt, dass das Verhältnis im Optimalfall von gegenseitigem Respekt und Akzeptanz zeugt. Gegenseitig deshalb, weil auch der Lehrer, obwohl er ja - wie oft zitiert - am längeren Hebel sitzt, den Schüler trotzdem akzeptieren und unterstützen sollte, und auf keinen Fall in seiner Würde verletzen darf. Verdient der Schüler also den Respekt eines Lehrers, sollte er ihn auch unbedingt bekommen. Doch dem Schüler muss natürlich auch klar sein, dass bestimmte Regeln eingehalten werden müssen. So ist zum Beispiel klar, dass der Schüler den Lehrer siezt, auch wenn das Verhältnis noch so freundschaftlich-kameradschaftlich ist. Das Siezen ist ein Zeichen von Respekt und muss von dem Schüler unbedingt gezeigt werden.

Behält man also diesen Beziehungsaspekt schon mal im Hinterkopf, ist ein wichtiges Fundament für die funktionierende Kommunikation gelegt. Auf dieser Grundlage werden die übrigen Ebenen des Nachrichtenquadrats mit einem anderen Verständnis aufgefasst als ohne diesen klar gegliederten Beziehungsaspekt.

Wird der Beziehungsaspekt richtig gedeutet, lassen sich Kommunikationsstörungen zwar vermeiden, doch auszuschließen sind sie noch nicht. Der Sender sendet schließlich noch auf drei weiteren Ebenen auf denen der Empfänger eine Nachricht deuten bzw. missdeuten kann. Im Unterricht führt so eine Missdeutung dann zur Kommunikationsstörung und - je nachdem wie der Lehrer damit umgeht - häufig auch zur Unterrichtsstörung.

[...]


[1] Friedemann Schulz von Thun: Allgemeine Psychologie der Kommunikation. In: Studienbuch Pädagogische Kommunikation. Hg. von Hein Retter. 2., durchgesehene Auflage. Julius Klinkhardt, Bad Heilbrunn 2002, S. 273

[2] Vgl. Friedemann Schulz von Thun: Allgemeine Psychologie der Kommunikation. S. 272 ff.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Warum Kommunikation die Basis jedes effizienten Unterrichts stellt
Untertitel
Eine Beobachtungsreflexion über die Bedeutung der Kommunikation im Schulalltag
Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen  (Erziehungswissenschaftliches Institut der RWTH Aachen - Lehrerbildungszentrum)
Veranstaltung
Vorbereitungsseminar zum orientierenden Schulpraktikum
Autor
Jahr
2006
Seiten
12
Katalognummer
V150211
ISBN (eBook)
9783640613069
ISBN (Buch)
9783640612925
Dateigröße
560 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Praktikumsbericht, Kommunikationsmodell, Schulz von Thun, Erziehungswissenschaft, Lehramt, Schulpraktikum, Kommunikation im Unterricht, effizienter Unterricht
Arbeit zitieren
Sabrina Middeldorf (Autor:in), 2006, Warum Kommunikation die Basis jedes effizienten Unterrichts stellt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150211

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