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Vorlesungsskript zum Neuen Testament. Erzähltechniken und didaktische Ansätze

Titre: Vorlesungsskript zum Neuen Testament. Erzähltechniken und didaktische Ansätze

Notes (de cours) , 2023 , 16 Pages

Autor:in: Anonym (Auteur)

Théologie - Théologie biblique
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Dieses Vorlesungsskript bietet eine umfassende Analyse der Erzählstrukturen im Neuen Testament, unterteilt in thematische Kapitel. Jedes Kapitel beginnt mit einer prägnanten These, die im weiteren Verlauf detailliert untersucht wird. Die Themen reichen von der Macht der Erzählung und den verschiedenen Perspektiven der Passionserzählungen bis hin zu biographischen Erzählungen, insbesondere der Berufung des Paulus. Darüber hinaus werden die didaktischen Ansätze in Bezug auf perspektiviertes Erzählen und die Analyse von Filmadaptionen behandelt. Die Arbeit schließt mit der Untersuchung der Gattung von Visionserzählungen und der Offenbarung des Johannes sowie der Didaktik historisch gebundener Erzählungen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Macht der Erzählung

2. Passion: fiktionales Erzählen/ Triumph; Perspektiven

3. Passion: synoptisch/ perspektivisch

4. Perspektiviertes Erzählen: Didaktik I

5. Perspektiviertes Erzählen: Analyse (Film)

6. Biographisches Erzählen: Berufungserzählungen

7. Berufung des Paulus

8. Biographisches Erzählen - Analyse

9. Bibel und biographisches Erzählen

10. Visionserzählungen - Gattung

11. Offenbarung des Johannes

12. Historisch gebundene Erzählungen - Didaktik

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht, wie biblische Erzählungen im Religionsunterricht didaktisch so erschlossen werden können, dass sie für Schülerinnen und Schüler anschlussfähig, spannend und identitätsstiftend wirken. Dabei steht im Zentrum, durch den Einsatz moderner Methoden eine Brücke zwischen den antiken Texten und der modernen Lebenswelt der Lernenden zu schlagen.

  • Möglichkeiten und Grenzen von Storytelling und kreativen Zugängen bei biblischen Narrativen.
  • Die Rolle biographischer Arbeit und existenzieller Krisen in der religiösen Bildung.
  • Herausforderungen der historisch-kritischen Textarbeit im schulischen Kontext.
  • Der Einsatz von Medien und performativen Methoden zur Steigerung der Involviertheit.
  • Die Bedeutung sprachsensibler Vermittlung biblischer Gattungen wie Visionen oder Offenbarungen.

Auszug aus dem Buch

1. Macht der Erzählung

These: Die Transportation und Identifikation bei Erzählungen ist abhängig von der Darstellung und den individuellen Voraussetzungen der Rezipienten und Rezipientinnen.

Die biblische Erzählung von der Kreuzigung Jesus ist nicht ohne Einfluss auf die Kunstgeschichte geblieben. So sind verschiedene Darstellungsweisen des gekreuzigten Jesu entstanden, die entweder von der Vorstellung von einem über das Leid triumphierenden Sohn Gottes oder einem von Niedergeschlagenheit und Demütigung ergriffenen, sehr menschlich wirkenden Jesus geprägt sind. Besonders letztere Darstellungsweise drückt das große Opfer desjenigen aus, der für Errettung der Menschen alle Sünden der Welt auf sich genommen hat.

Diese bedeutende Botschaft hat sich vom Storytelling auf die Kunst übertragen, indem besonders das zentrale Ereignis und die zentrale Bedeutung für die Ewigkeit betont wird. Dieser Moment bietet Identifikationspotential. Durch die Bedeutung für den Menschen selbst und seine persönliche Ergriffenheit bei der Perspektivübernahme und beim eigenen, geistigen Nachvollzug der Kreuzigung, dem Opfer für uns Menschen, können wir uns mit dem Leid und dem Schmerz seiner menschlichen Existenz identifizieren und mitleiden. Gerade diese Verbildlichung der Geschichte ist es, an die wir uns als Mensch gewöhnt haben, von der wir uns in unseren eigenen Gebrechen und Fehlern mehr verstanden fühlen als von einem selbst in größter Not erhabenen und triumphierenden Jesus. Gerade diese Aspekte der Story sind es, die uns fesseln, nicht loslassen und in ihrer Emotionalität ergreifen.

Doch diese Variante des Geschichtenerzählens findet auch gegenwärtig nicht nur Zuspruch. So wurde im Seminar das Fallbeispiel eines Jungen genannt, der den Kindergottesdienst mit seinen Geschichten gerne verfolgt, aber die "Kirche der Erwachsenen" aufgrund des gekreuzigten Jesus ungern betreten möchte. Es gibt also nicht eine Variante des Storytelling, eine Universalgeschichte, die für jeden ergreifend und ansprechend ist. Dieses Wissen ist für die Arbeit als Lehrkraft in der Schule höchst relevant.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Macht der Erzählung: Dieses Kapitel erläutert, wie durch das Identifikationspotenzial biblischer Erzählungen eine Verbindung zwischen der antiken Botschaft und der emotionalen Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler hergestellt werden kann.

2. Passion: fiktionales Erzählen/ Triumph; Perspektiven: Hier wird diskutiert, wie durch kreative Schreibaufgaben und Fokalisierung die kontextuelle Distanz zur Antike überbrückt werden kann, um den Zugang zur Markuspassion im Unterricht zu erleichtern.

3. Passion: synoptisch/ perspektivisch: Dieses Kapitel zeigt auf, dass der synoptische Vergleich im Religionsunterricht nicht nur Sachkompetenz schult, sondern eine wichtige quellenkritische Haltung gegenüber biblischen Texten fördert.

4. Perspektiviertes Erzählen: Didaktik I: Es werden didaktische Zugänge wie der Bibliolog und der Einsatz von Erzählfiguren vorgestellt, um biblische Texte durch Perspektivübernahme lebendig und greifbar zu machen.

5. Perspektiviertes Erzählen: Analyse (Film): Am Beispiel des Historienfilms „Maria Magdalena“ wird erörtert, wie visuelle Medien zur Identifikation beitragen können, während gleichzeitig die Notwendigkeit einer kritischen Auseinandersetzung mit der biblischen Vorlage betont wird.

6. Biographisches Erzählen: Berufungserzählungen: Dieses Kapitel thematisiert die performative Auseinandersetzung mit Berufungsgeschichten, um Schülerinnen und Schüler auf einer existenziellen Ebene durch deren persönliche Krisenerfahrungen anzusprechen.

7. Berufung des Paulus: Es wird untersucht, wie die radikale Umkehr des Paulus als Perturbation im Unterricht genutzt werden kann, um über Identitätsbildung und fremde Lebenswelten zu reflektieren.

8. Biographisches Erzählen - Analyse: Das Kapitel kritisiert die oft einseitige Darstellung von Berufungswegen und plädiert für eine differenzierte, mehrdimensionale unterrichtliche Auseinandersetzung mit diesen Erzählungen.

9. Bibel und biographisches Erzählen: Es wird die Bedeutung eines kulturellen Repertoires für die Lebensdeutung hervorgehoben und aufgezeigt, wie biblische Texte performativ in den Alltag von Schülerinnen und Schülern integriert werden können.

10. Visionserzählungen - Gattung: Hier wird für einen sensiblen Umgang mit der Terminologie plädiert, um biblische Visionen als „unerwartete Repräsentationen“ statt als „Fehlrepräsentationen“ zu begreifen.

11. Offenbarung des Johannes: Das Kapitel stellt die Offenbarung als Gegenwartsenthüllung und Orientierungshilfe dar, die insbesondere bei Themen wie Machtdynamik und Selbstkritik Relevanz besitzt.

12. Historisch gebundene Erzählungen - Didaktik: Abschließend wird das Prinzip der Elementarisierung genutzt, um komplexe Texte wie die Offenbarung des Johannes methodisch verantwortbar für den Unterricht aufzubereiten.

Schlüsselwörter

Religionsdidaktik, Storytelling, Identifikation, Perspektivübernahme, Bibel, Performatives Lernen, Berufungserzählungen, Offenbarung des Johannes, Elementarisierung, Visionserzählungen, Lebenswelt, Sinnstiftung, Kontextualisierung, Medienkompetenz, Schulpraxis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie biblische Erzählungen im heutigen Religionsunterricht so vermittelt werden können, dass sie für Schülerinnen und Schüler eine persönliche Bedeutung entfalten und als Gegenwartsrelevante Texte wahrgenommen werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Storytelling, der didaktischen Nutzung von Berufungs- und Visionsgeschichten, der Filmanalyse im Religionsunterricht sowie der Anwendung des Prinzips der Elementarisierung auf komplexe biblische Schriften.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Erarbeitung von methodischen Ansätzen, die eine Brücke zwischen antiken Glaubenszeugnissen und den heutigen, oft kirchenfernen Lebenswelten der Lernenden schlagen.

Welche methodischen Zugänge werden in der Arbeit besonders hervorgehoben?

Die Arbeit fokussiert auf performative Ansätze, kreative Schreibaufgaben, synoptische Textarbeit sowie den gezielten Einsatz von Medien und die Methode des Bibliologs zur Förderung der Schülerperspektive.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Kapitel zu spezifischen biblischen Gattungen und Themenbereichen, die jeweils mit einem theoretischen Impuls, einem Fallbeispiel oder einer Analyse und einem daraus abgeleiteten didaktischen Vorschlag verbunden sind.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den prägenden Fachbegriffen gehören die Identifikationsmöglichkeit, Perspektivübernahme, performative Didaktik, Elementarisierung, Fremdheitserfahrung und die Aktualisierung biblischer Identitätsangebote.

Warum wird die Offenbarung des Johannes in der Arbeit als besonders herausfordernd eingestuft?

Sie gilt aufgrund ihrer komplexen Textgattung, der mythisch-surrealen Bildsprache und der enthaltenen Polemik als Herausforderung, die ohne didaktische Filterung bei Lernenden Ängste hervorrufen könnte.

Wie unterscheidet sich laut Autor der Begriff „unerwartete Repräsentation“ von „Fehlrepräsentation“ bei Visionen?

Während „Fehlrepräsentation“ eine negative Konnotation eines Fehlers oder einer Störung trägt, ist „unerwartete Repräsentation“ wertneutral und hilft, die literarische Eigenart und den theologischen Gehalt der Visionserzählungen respektvoll zu vermitteln.

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Résumé des informations

Titre
Vorlesungsskript zum Neuen Testament. Erzähltechniken und didaktische Ansätze
Université
University of Duisburg-Essen  (Katholische Theologie)
Cours
Biblische Erzählungen erschließen
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2023
Pages
16
N° de catalogue
V1503263
ISBN (PDF)
9783389071762
ISBN (Livre)
9783389071779
Langue
allemand
mots-clé
vorlesungsskript neuen testament erzähltechniken ansätze
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Citation du texte
Anonym (Auteur), 2023, Vorlesungsskript zum Neuen Testament. Erzähltechniken und didaktische Ansätze, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1503263
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Extrait de  16  pages
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