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Der Flaneur - Kennzeichen, Entstehungszusammenhänge und Verbreitung einer Figur der städtischen Gesellschaft

Title: Der Flaneur - Kennzeichen, Entstehungszusammenhänge und Verbreitung einer Figur der städtischen Gesellschaft

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 23 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Diplom Geograph Rasso Bernhard (Author)

Geography / Earth Science - Demographics, Urban Management, Planning
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Die hier vorliegende Arbeit handelt vom Flaneur, einer Figur der städtischen Gesellschaft. Eingegangen wird auf die Anfänge im Paris des 19. Jahrhundert bis zur modernen Flanerie in der Gegenwart. Der öffentliche Raum spielt für die Flanerie eine besondere Rolle, denn wie der Leser im Laufe der Arbeit erkennen wird, ist dem Flaneur dieser Raum als „Spielfeld“ zu eigen.
Am Beginn der Arbeit wird die Figur des Flaneurs beschrieben und von anderen städtischen Figuren abgegrenzt. Danach werden das Aufkommen und das Abklingen der Flanerie in den Passagen und Boulevards von Paris im 19. Jahrhundert erörtert. Später werden zwei verschiedene Ausprägungen des Flanierens unterschieden, um daraufhin den modernen oder den Flaneur von heute bzw. den Flaneur und das Internet vorzustellen. Abschließend wird ein Fazit über die Thematik gezogen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Der Flaneur – Entstehungszusammenhänge, Kennzeichen und Verbreitung einer Figur der städtischen Gesellschaft

1. Entstehung der Flanerie im Paris des 19. Jahrhunderts

1.1 Definition des traditionellen Flaneurs

1.2 Abgrenzung des Flaneurs gegenüber dem Dedektiv, dem Passanten und dem Dandy

1.3 Die Passage: Raum für den Flaneur

1.4 Das Verschwinden des „sichtbaren Flaneurs“ aus dem Pariser Stadtbild

2. Zwei typische Ausprägungen des Flanierens

2.1 Der Flaneur als Literat

2.2 Flanieren als Freizeitaktivität

3. Der moderne Flaneur

3.1 Sigi Sommer ein Münchner Flaneur

3.2 Der Flaneur und das Internet

3.3 Der „elektronische“ Flaneur

III. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht den Flaneur als städtische Figur, von ihren historischen Ursprüngen im Paris des 19. Jahrhunderts bis hin zur digitalen Transformation in der heutigen Zeit. Ziel ist es, die Rolle des öffentlichen Raums als "Spielfeld" dieser Figur zu analysieren und aufzuzeigen, wie sich das Flanieren durch veränderte städtebauliche und technologische Rahmenbedingungen gewandelt hat.

  • Historische Entstehung und Kennzeichen des klassischen Flaneurs in Paris.
  • Abgrenzung zu anderen städtischen Figuren wie Dandy oder Passant.
  • Der Flaneur als literarischer Beobachter und Konsument.
  • Die Transformation des Flanierens durch moderne Medien und das Internet.
  • Der "elektronische" Flaneur und seine Interaktion mit virtuellen Räumen.

Auszug aus dem Buch

1.3 Die Passage: Raum für den Flaneur

„The flaneur can be born anywhere; he can only live in Paris.“ (Paris des cent-et-un. in Ferguson 1994, 22)

Wie bereits erwähnt wurde, ist die Entstehung des Flanierens, in unmittelbarem Zusammenhang mit der Hauptstadt Frankreichs - Paris zu sehen. „[In] the early 19th century in which around 30 arcades were constructed between 1800 and 1850 which provided enclosed spaces for people to stroll and look, to idle and dawdle […].” (Featherstone1998, 912/913)

Passagen (englisch: arcades) waren der Raum (im geographischen Sinn) in dem sich das Flanieren, aufgrund der damaligen verkehrsinfrastrukturellen Gegebenheiten, nur entwickeln konnte. Fuhrwerke und zu schmale Bürgersteige machten das Umherschlendern auf den schmalen Straßen gefährlich und teils sogar auch unmöglich (Benjamin 1974, 34). „Die Passagen, eine neuere Erfindung des industriellen Luxus – […] von 1852 – sind glasgedeckte, marmorgetäfelte Gänge durch ganze Häusermassen, deren Besitzer sich zu solchen Spekulationen vereinigt haben. Zu beiden Seiten dieser Gänge, die ihr Licht von oben erhalten, laufen die elegantesten Warenläden hin, so dass eine solche Passage eine Stadt, eine Welt im Kleinen ist. In dieser Welt ist der Flaneur zuhause;“ (Benjamin 1938, 129)

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Figur des Flaneurs vor und skizziert den Aufbau der Arbeit von den historischen Anfängen bis zur modernen Internet-Präsenz.

II. Der Flaneur – Entstehungszusammenhänge, Kennzeichen und Verbreitung einer Figur der städtischen Gesellschaft: Dieses Hauptkapitel analysiert die Entstehung des Flaneurs im Paris des 19. Jahrhunderts, definiert seine Eigenschaften und grenzt ihn von zeitgenössischen Figuren ab.

III. Fazit: Das Fazit fasst die Wandlung der Flanier-Kunst durch neue Medien zusammen und betont die Rolle des Flaneurs als Archiv und Identitätsstifter der modernen Stadt.

Schlüsselwörter

Flaneur, Flanerie, Paris, öffentlicher Raum, Stadtlandschaft, Walter Benjamin, Charles Baudelaire, Sigi Sommer, Internet, Passage, urbanes Leben, moderne Gesellschaft, Beobachtung, Identität, Digitale Transformation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit dem Flaneur als einer prägenden Figur der städtischen Gesellschaft und seiner Entwicklung vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Schwerpunkten zählen die historischen Bedingungen des Flanierens, die soziologische Einordnung der Figur, ihre literarische Bedeutung sowie ihre Anpassung an moderne, digitale Umgebungen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es, den Flaneur als teilnehmenden Beobachter im städtischen Raum zu verstehen und aufzuzeigen, wie sich seine Praxis durch städtebauliche Veränderungen und neue Medien gewandelt hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturanalyse und geisteswissenschaftliche Aufarbeitung, die auf Theorien von Denkern wie Walter Benjamin und modernen Beobachtungen der Stadtsoziologie basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Genese (Paris, Passagen), verschiedene Ausprägungsformen (Literat, Freizeit) und die moderne Ausformung (Internet, elektronischer Flaneur).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Flaneur, Flanerie, öffentlicher Raum, Stadtlandschaft, Passage, Beobachtung und urbane Identität.

Welche Rolle spielt Sigi Sommer in der Argumentation?

Sigi Sommer dient als spezifisches Fallbeispiel für einen "Münchner Flaneur", der durch seine journalistische Arbeit als "Blasius, der Spaziergänger" die Stadtlandschaft literarisch verarbeitete.

Was unterscheidet den "elektronischen Flaneur" vom traditionellen Vorbild?

Während der traditionelle Flaneur physisch im Raum agiert und alle Sinne nutzt, zeichnet sich der elektronische Flaneur durch höhere Mobilität und Flexibilität aus, verliert dabei jedoch die unmittelbare sinnliche Erfahrung (Flair).

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Details

Title
Der Flaneur - Kennzeichen, Entstehungszusammenhänge und Verbreitung einer Figur der städtischen Gesellschaft
College
LMU Munich  (Institut für Sozialwissenschaftliche Geographie)
Course
Hauptseminar - Perspektiven auf den öffentlichen Raum
Grade
2,0
Author
Diplom Geograph Rasso Bernhard (Author)
Publication Year
2007
Pages
23
Catalog Number
V150394
ISBN (eBook)
9783640617029
ISBN (Book)
9783640616688
Language
German
Tags
Flaneur Paris Flanerie Stadtgeschichte Paris Häussermann
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom Geograph Rasso Bernhard (Author), 2007, Der Flaneur - Kennzeichen, Entstehungszusammenhänge und Verbreitung einer Figur der städtischen Gesellschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150394
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