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Der Spracherwerb des Kindes

Title: Der Spracherwerb des Kindes

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 26 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Hanna Fedorkov (Author)

Speech Science / Linguistics
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Summary Excerpt Details

Zwei dreijährige Kinder namens Tom und Amy befinden sich im Wohnzimmer und spielen
gemeinsam mit ihrem Spielzeugpferdchen und einem kleinen Holzwagen. Im Hintergrund läuft
der Fernseher und die Mutter bereitet in der Küche das Abendessen vor. Amy steckt eine Figur in
die Kutsche und ruft: „Auf geht’s zum Supermarkt!“, Tom sagt: „Papa kommt auch mit!“ und
setzt eine zweite Figur in den Wagen. Anschließend bewegt Amy das Pferdchen und zieht die
Kutsche im Pferdegalopp zum Supermarkt während sie die Szene mit Klip-Klop Lauten
untermalt. Plötzlich ruft Tom: „Nein, sie sind noch nicht fertig, sie haben ihre Kinder zu Hause
vergessen. O nein! Sie weinen ja!“ Und er setzt die beiden anderen Figuren in den Wagen. Amy
nimmt einen Holzklotz und legt ihn zu den Figuren in den Wagen und sagt: „Das ist ihr Essen!“.
Dann zieht er das Pferdchen mit dem Wagen in Richtung Supermarkt, während er die Geräusche
eines gallopierenden Pferdes nachahmt, so wie es zuvor Amy getan hat.[...]
Welche kognitiven Prozesse haben sich bei Amy und Tom vollzogen, um eine Fahrt zum
Supermarkt zu planen und welche sprachliche Entwicklung hat stattgefunden, um
miteinander auf diese Weise zu kommunizieren?
• In welchem Stadium erwerben Kinder die Wörter für die Objekte, die sie zum Spielen
verwendet haben?
• Woher wissen beide Kinder von den Kategorien wie Pferde, Wagen und Leute? Wann
erwerben Kinder die Fähigkeit Begriffe wie Vater, Kinder oder Pferd in bestimmte
Kategorien zu ordnen?
• Ist das Gehirn bereits „vorprogrammiert“ für den Spracherwerb oder haben die Kinder die
Sprache durch ihre Umwelt erworben?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 SPRACHE UND KOGNITION

2.1 FORSCHUNGSANSÄTZE

2.2 ÜBER DAS VERHÄLTNIS UND DIE ENTWICKLUNG VON SPRACHE UND DENKEN

2.2.1 Piaget

2.2.2 Wygotski

2.2.3 Diskussion

3 ERSTSPRACHERWERB. 10DER SPRACHERWERB DES KINDES

3.1 KOMPONENTEN DER SPRACHE

3.2 DER PROZESS DES SPRACHERWERBS

3.2.1 Frühe Sprachwahrnehmung

3.2.2 Der Erwerb der Sprachlaute

3.2.3 Der Bedeutungserwerb

3.2.4 Ein- Zwei- und Mehrwortäußerungen

4 THEORIEN DES SPRACHERWERBS

4.1 DER BEHAVIORISTISCHE ANSATZ

4.2 DER KOGNITIVE ANSATZ

4.3 DER NATIVISTISCHE ANSATZ

4.4 EIN MÖGLICHER KOMPROMISS

5 SCHLUSS

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den komplexen Zusammenhang zwischen der kognitiven Entwicklung von Kindern und ihrem Erstspracherwerb. Das primäre Ziel ist es, die wechselseitige Beeinflussung von Denken und Sprechen auf Basis psychologischer und linguistischer Theorien zu analysieren und zu hinterfragen, inwieweit Spracherwerb als dynamischer Prozess verstanden werden kann, der sowohl angeborene Potenziale als auch Umwelteinflüsse erfordert.

  • Beziehung zwischen Sprache und Denken (Piaget vs. Wygotski)
  • Komponenten der Sprache und linguistische Wissenssysteme
  • Phasen des Spracherwerbs von der frühen Wahrnehmung bis zur Mehrwortäußerung
  • Theoretische Erklärungsmodelle (Behaviorismus, Kognitivismus, Nativismus)
  • Synthese und Kompromissansätze in der Spracherwerbsforschung

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Frühe Sprachwahrnehmung

Der Spracherwerb beginnt nicht erst bei der ersten produktiven Wortäußerung des Kindes, sondern bereits viel früher. Bereits im Mutterleib kann das werdende Kind die Sprachschallereignisse seiner Umwelt wahrnehmen. „Das Abenteuer des Hörens, Zuhörens und Hinhörens beginnt drei Monate vor der Geburt.“ Säuglinge verfügen unmittelbar nach ihrer Geburt über die Fähigkeit, Laute in phonologisch relevante Kategorien zu ordnen. Auf die einzelnen prosodischen Merkmale der Tonhöhe, der Betonung, der Lautheit, der Schnelligkeit und der Pausengebung reagieren Säuglinge sensitiv.

Aus diesem Grund ist es nicht verwunderlich, dass Säuglinge die Stimme der Mutter von anderen unterscheiden können. In einer Studie wurde mithilfe von entsprechend präparierten Saugern eine Saugratenmessung durchgeführt. Durch Nuckeln an den Saugern konnten die Säuglinge die Stimme der Mutter oder die Stimme einer anderen Frau von einem Band aktivieren. Sie aktivierten die mütterliche Stimme signifikant häufiger als die andere Stimme.

Des Weiteren wurde bei einer Studie beobachtet, dass bereits 32-40 Tage alte Säuglinge ihre Muttersprache von Fremdsprachen unterscheiden können. Die Säuglinge zogen bei diesem Versuch das Französische dem Russischen vor, selbst wenn es nicht die Mutter war, die sprach. Gemessen wurde dieses Interesse durch die „Messung der Saugrate im Rahmen des Habituierungs-Dishabituierungs-Paradigmas.“ Säuglinge zeigten somit durch eine erhöhte Saugaktivität an einem zu Messzwecken präparierten Schnuller ihr Interesse an der Muttersprache.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Darstellung der Ausgangssituation anhand einer Beobachtungsszene und Formulierung der grundlegenden Forschungsfragen zur kognitiven und sprachlichen Entwicklung.

2 SPRACHE UND KOGNITION: Untersuchung der engen, jedoch schwer zu trennenden Beziehung zwischen Denken und Sprache sowie Gegenüberstellung der Forschungsansätze von Piaget und Wygotski.

3 ERSTSPRACHERWERB. 10DER SPRACHERWERB DES KINDES: Erläuterung der notwendigen linguistischen Komponenten sowie detaillierte Beschreibung der Phasen des Spracherwerbs, beginnend bei der pränatalen Wahrnehmung bis hin zu komplexen Satzbildungen.

4 THEORIEN DES SPRACHERWERBS: Analyse verschiedener theoretischer Standpunkte (behavioristisch, kognitiv, nativistisch) und Vorstellung eines Konvergenzmodells als Kompromiss.

5 SCHLUSS: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Fazit, dass die Wechselwirkung zwischen Individuum und Umwelt den kindlichen Spracherwerb maßgeblich bestimmt.

Schlüsselwörter

Spracherwerb, Kognition, Erstspracherwerb, Sprachentwicklung, Denken, Piaget, Wygotski, Psycholinguistik, Phonologie, Bedeutungserwerb, Universalgrammatik, Behaviorismus, Nativismus, Symbolfunktion, Kommunikation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Prozess des Erstspracherwerbs bei Kindern und dessen enger Verknüpfung mit kognitiven Entwicklungsvorgängen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis von Sprache und Denken, die notwendigen Komponenten des Spracherwerbs sowie verschiedene Theorien zur Erklärung, wie Kinder eine Sprache erlernen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Prozesshaftigkeit des Erstspracherwerbs in Bezug zur Kognition aufzuzeigen und zu untersuchen, wie Denken und Sprechen interagieren.

Welche wissenschaftlichen Ansätze werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf die entwicklungspsychologischen Theorien von Piaget und Wygotski sowie auf behavioristische, kognitive und nativistische Ansätze der Spracherwerbsforschung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Verhältnisses von Sprache und Denken, die Analyse der Sprachkomponenten und die detaillierte Darstellung der Phasen des Spracherwerbs sowie der gängigen Theoriefamilien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Spracherwerb, Kognition, Erstspracherwerb, Piaget, Wygotski, Linguistische Kompetenz und Sprachtheorien.

Warum ist das "Spiel" der Kinder in der Einleitung so bedeutend für die Argumentation?

Das Spiel dient als Fallbeispiel, um die komplexen kognitiven Operationen, wie den Symbolgebrauch und die soziale Interaktion, zu verdeutlichen, die für den Spracherwerb grundlegend sind.

Wie unterscheidet sich der behavioristische Ansatz vom nativistischen in Bezug auf den Spracherwerb?

Der Behaviorismus sieht Spracherwerb primär als Resultat von Konditionierung und Umweltreizen (Outside-In), während der Nativismus von angeborenen, genetischen Strukturen ausgeht, die den Erwerb ermöglichen (Inside-Out).

Excerpt out of 26 pages  - scroll top

Details

Title
Der Spracherwerb des Kindes
College
RWTH Aachen University  (Romanistik)
Grade
1,3
Author
Hanna Fedorkov (Author)
Publication Year
2008
Pages
26
Catalog Number
V150453
ISBN (eBook)
9783640619559
ISBN (Book)
9783640619412
Language
German
Tags
Entwicklung des Kindes Spracherwerb Erstspracherwerb Theorien Piaget Sprache und Denken Prozess des Spracherwerbs Theorien des Spracherwerbs Kognition
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hanna Fedorkov (Author), 2008, Der Spracherwerb des Kindes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150453
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