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Homogen, heterogen oder hybrid

Singapurs kulturelle Identität im Angesicht der Globalisierung

Titre: Homogen, heterogen oder hybrid

Dossier / Travail , 2010 , 27 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Bachelor of Political Science Stefan Rodrigo Spriestersbach (Auteur)

Politique - Région: Asie du Sud
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Résumé Extrait Résumé des informations

In der Analyse wird anhand drei exemplarischer Beispiele versucht, die Fragstellung der Hausarbeit umfassend zu beantworten. Aufgrund der politischen Rahmenbedingungen in
Singapur, ist der Aushandlungsprozess eher auf den Akteur Regierung zentriert. Dennoch konnte eine Einflussnahme der Bevölkerung Singapurs, auf den Aushandlungsprozesses festgestellt werden, die umso interessanter ist. Die Ambivalenzen der Globalisierung vernachlässigen die wechselseitige Beeinflussung von Kultur(en) und in dieser Dimension, besonders den Einfluss der westlichen Kultur als vorherrschende universelle Globalkultur. Von großen Kulturen wie dem karthagischen oder mesopotamischen Imperium sind heutzutage nur Bruchstücke übrig geblieben, während sie den Kampf um ihre eigene Existenz verloren haben. Dagegen konnte San Marino, als einer der kleinsten Staaten dieser Welt, sich seine kulturelle Identität und auch seine politische Souveränität bis heute erhalten.
Ist demzufolge der Entwicklungsprozess einer kulturellen Identität im Angesicht der Globalisierung einfacher oder schwerer geworden? - Oder bewirkt Globalisierung zwangsläufig die Zerstörung der kulturellen Identität eines Landes?
Die Wahl der Postkoloniale Theorie für die Analyse lässt sich mit der langen Geschichte der Fremdherrschaft Singapurs (bzw. dem heutigen Staatsgebiet Singapurs) begründen und der damit verbundenen Dominanz von Fremdkulturen. Durch die Hinzunahmen der
Postkolonialen Theorie soll der Blickwinkel auf den Herausbildungsprozess geschärft werden, besonders unter den gegebenen historischen Rahmenbedingungen Singapurs.

In der Analyse wird eine Einteilung in zwei Phasen vorgenommen, nach der sich die Richtung des Entwicklungsprozesses der kulturellen Identität verändert hat. Die erste Phase umfasst
den Zeitraum bis ungefähr Ende der 1970er Anfang der 1980er Jahre und wird als Ideology of Survivalism Phase bezeichnet. Die zweite Phase umfasst die darauf folgende Zeit unter dem Vorzeichen: Ideology of Shared Values. Dabei stehen besonders die Top-Down Approaches, die für die PAP Regierung durch ihre gesicherte Machtposition typisch sind, im Mittelpunkt der Analyse.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Entwicklungsrichtungen der Globalisierung

2. Fragestellung, Ziel der Untersuchung und Definition

3. Konzept der Postkolonialen Theorie

4. Historische Hintergründe Singapur

4.1 Politische Hintergründe Singapurs

4.2 Kulturelle Hintergründe Singapurs

4.3 Ausgangsbedingungen nach der Unabhängigkeit

4.4 Die drei speziellen Zwänge Singapurs

5. Analyse der kulturellen Identität Singapurs

5.1 Die Ideologie der Überlebenskunst

5.1.1 Wirtschaftlicher Erfolg als Gemeinschaftswert

5.1.2 Sprache als gemeinsame Umgangsform

5.2 Die Ideologie der gemeinsamen Werte

5.2.1 Auslöser für die Formulierung von gemeinsamen Werte Singapurs

5.2.2 Entstehung der Ideologie der gemeinsamen Werte in Singapur

5.2.3 Die gemeinsame Wertebasis Singapurs

5.2.4 Das Konzept der gemeinsamen Werte

6. Fazit der Analyse

6.1 Einfluss der Globalisierung auf die Ideologie der Überlebenskunst

6.2 Einfluss der Globalisierung auf die Ideologie der gemeinsamen Werte

6.3 Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Entwicklungsprozess der kulturellen Identität Singapurs seit der Unabhängigkeit und analysiert dabei die Rolle der Globalisierung als treibenden oder beeinflussenden Faktor. Zentrale Fragestellung ist, ob dieser Identitätsbildungsprozess durch globale Einflüsse nachhaltig geformt wurde oder ob andere, staatlich gesteuerte Maßnahmen dominierten.

  • Die historisch-politische Genese Singapurs unter britischer Kolonialherrschaft und die Folgen für die Identitätsbildung.
  • Die Anwendung der Postkolonialen Theorie zur Analyse von Machtverhältnissen und kultureller Identität.
  • Die Rolle der "Ideology of Survivalism" und des wirtschaftlichen Wachstums als identitätsstiftende Elemente.
  • Die Funktion der "Shared Values" und staatlicher Eingriffe zur Steuerung gesellschaftlicher Entwicklung.
  • Der Einfluss der Globalisierung auf die Entstehung hybrider Ausdrucksformen wie "Singlisch".

Auszug aus dem Buch

4.4 Die drei speziellen Zwänge Singapurs

Raj Vasil (1995) beschriebt Three Special Compulsions, denen sich Singapur aufgrund der Multikulturalität nach der Unabhängigkeit stellen musste. Die drei Complusions (Zwänge) sind: erstens De-emphasising the Chineseness of Singapore, zweitens Giving Special Recognition to the Malays und drittens Establishing a Multi-Racial, Muli-Cultural and Multi-Lingual Singaporean Singapore (29ff., 38-52).

Durch die gegebene Bevölkerungsmehrheit der chinesisch stämmigen Einwohner Singapurs war ihre dominante Rolle in allen Bereichen der Gesellschaft zu vermeiden, um eine ethnische Spaltung des Landes zu verhindern (vgl. ebd.: 38-43). Ebenso musste dafür gesorgt werden, dass die malaiisch stämmigen Einwohner einen Special Place in der Gesellschaft Singapurs erhielten, da sie unfreiwillig zu Ausländern im eigenen Heimatland, nach ihrem Verständnis, wurden (vgl. ebd.: 43-46). Und schließlich waren da noch die anderen beiden Minderheiten, aus der CMIO Perspektive, welche befürchteten, unter den beiden großen Bevölkerungsgruppen Singapurs marginalisiert zu werden und aufgrund dessen, ihre Nichtzugehörigkeit zu einer der beiden Kulturen, durch die Wahl einer der beiden Kulturen, ersetzen zu müssen. Somit standen die PAP Rulers vor der Aufgabe, ein independent Singapore that accorded recognition to all ethnic segments as communities of equal worth, as sub-nationslities, and guaranteed them equal rights with regard to their distinctive identities, cultures, religions, and languages zu schaffen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Entwicklungsrichtungen der Globalisierung: Einleitung in den Globalisierungsbegriff als Phänomen der Koexistenz globaler und lokaler Tendenzen sowie erste Problemstellung der Identitätsbewahrung.

2. Fragestellung, Ziel der Untersuchung und Definition: Herleitung der Forschungsfrage zur Identitätsentwicklung Singapurs und theoretische Definition kultureller Identität nach Thomas Meyer.

3. Konzept der Postkolonialen Theorie: Vorstellung des postkolonialen Ansatzes als methodischer Rahmen zur Untersuchung der Folgen von Fremdherrschaft und kultureller Dominanz.

4. Historische Hintergründe Singapur: Analyse der kolonialen Geschichte, politischer Rahmenbedingungen, der Ausgangslage nach der Unabhängigkeit sowie der spezifischen staatlichen Zwänge.

5. Analyse der kulturellen Identität Singapurs: Untersuchung der zwei Phasen (Überlebenskunst vs. gemeinsame Werte) anhand von Beispielen wie wirtschaftlichem Erfolg und Sprache.

6. Fazit der Analyse: Zusammenführende Beantwortung der Fragestellung hinsichtlich der Ambivalenz zwischen staatlichem Planungswillen und globalen Einflüssen auf die kulturelle Identität.

Schlüsselwörter

Singapur, Globalisierung, kulturelle Identität, Postkoloniale Theorie, PAP, Überlebenskunst, Gemeinsame Werte, CMIO, Wirtschaftswachstum, Singlisch, Multikulturalität, Leitkultur, Identitätsbildung, Modernisierung, Kolonialismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit der Entwicklung der kulturellen Identität Singapurs vor dem Hintergrund der Globalisierung seit der staatlichen Unabhängigkeit.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Genese, den staatlich propagierten Ideologien (Survivalism und Shared Values) sowie den Auswirkungen wirtschaftlicher Globalisierung auf gesellschaftliche Strukturen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Es wird untersucht, ob der Entwicklungsprozess der kulturellen Identität Singapurs durch die Globalisierung nachhaltig beeinflusst wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt als theoretisches Fundament die Postkoloniale Theorie und analysiert den Prozess anhand von Ideologien sowie soziopolitischer Konzepte in zwei zeitlichen Phasen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Aufarbeitung, eine detaillierte Analyse der Ideologie der Überlebenskunst und eine Untersuchung der Ideologie der gemeinsamen Werte inklusive der Auswirkungen auf Sprache und soziale Kohäsion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Singapur, kulturelle Identität, Globalisierung, Postkoloniale Theorie, Überlebenskunst, Shared Values und Multikulturalität.

Was versteht man unter der "Ideologie der Überlebenskunst"?

Dies ist die erste Phase der Identitätsbildung, die nach der Unabhängigkeit primär auf ökonomisches Wachstum und die Etablierung eines Nationalbewusstseins durch staatliche Planung fokussierte.

Welche Funktion haben die "Shared Values" in Singapur?

Sie dienen als bewusste staatliche Reaktion auf die negativen Begleiterscheinungen des wirtschaftlichen Wachstums, um durch konfuzianisch geprägte Werte soziale Harmonie zu sichern.

Inwiefern hat die Globalisierung zu einer hybriden Identität geführt?

Durch den wirtschaftlichen Öffnungsprozess und die englische Amtssprache entstanden Mischformen wie "Singlisch", die als hybrider Teil der singapurischen Identität angesehen werden.

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Résumé des informations

Titre
Homogen, heterogen oder hybrid
Sous-titre
Singapurs kulturelle Identität im Angesicht der Globalisierung
Université
Technical University of Darmstadt
Cours
Globalisierung: Theorien und Konzepte
Note
1,0
Auteur
Bachelor of Political Science Stefan Rodrigo Spriestersbach (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
27
N° de catalogue
V150493
ISBN (ebook)
9783640619641
ISBN (Livre)
9783640620029
Langue
allemand
mots-clé
Identität Globalisierung Kultur Kulturen Postkolonial Ideologie Globale Kultur universelle Kultur hybride Identität
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Bachelor of Political Science Stefan Rodrigo Spriestersbach (Auteur), 2010, Homogen, heterogen oder hybrid , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150493
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Extrait de  27  pages
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