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Kritische Würdigung des Emissionsrechtehandels

Title: Kritische Würdigung des Emissionsrechtehandels

Term Paper , 2003 , 21 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Andrea Dissel (Author)

Business economics - Economic Policy
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Seit den späten 60er Jahren hat sich - u.a. hervorgerufen durch die Studie
„Grenzen des Wachstums“ des „Club of Rome“ in den 70er Jahren - die Qualität
der Umwelt sowohl zum Gegenstand der Politik als auch zu einem Thema von
wissenschaftlichem Interesse entwickelt.1 Bevölkerungszunahme und Wirtschaftswachstum
haben mit der damit verbundenen Einführung und Verbreitung
umweltbelastender Produktionstechniken in den letzten Jahren dazu geführt,
dass das Thema Umweltbelastung immer akuter wurde. Auf der einen Seite
werden zunehmend Umweltressourcen aufgezehrt. Auf der anderen Seite wird
die Umwelt mit stetig steigenden Emissionen belastet, die von ihr allein jedoch
längst nicht mehr abgebaut werden können. Längst überfällig ist ein wirksames
umweltpolitisches Instrument, welches diesem Raubbau Einhalt gebietet. Diese
Arbeit soll die Wirksamkeit des Emissionsrechtehandels als Instrument der
Umweltpolitik untersuchen. Zur Einführung sei jedoch ein Überblick über die
ökonomische Problematik des Umweltproblems und das umweltpolitische
Instrumentarium gegeben.

1 vgl. Bartel, Rainer / Hackl, Franz (1994): Einführung in die Umweltpolitik, Geleitwort

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1. Umweltökonomie

1.1. Ökonomische Analyse des Umweltproblems

1.2. Externe Effekte in der Umweltökonomie

1.2.1. Internalisierungskonzept nach Pigou

1.2.2. Internalisierungskonzept nach Coase

2. Umweltpolitik

2.1. Prinzipien der Umweltpolitik

2.2. Hauptinstrumente der Umweltpolitik

2.2.1. Zielsetzung

2.2.2. Auflagen

2.2.3. Umweltsteuern/Abgaben

2.2.4. Zertifikate

3. Theorie handelbarer Emissionsrechte

3.1. Das Kyoto-Protokoll

3.2. Vergabe der Zertifikate

3.2.1. Grandfathering (freie Vergabe)

3.2.2. Auctioning (Versteigerungsverfahren)

3.3. Gültigkeit der Zertifikate

3.3.1. Unbefristet gültige Zertifikate

3.3.2. Zeitlich befristete Zertifikate

4. Praktische Umsetzung

4.1. Acid Rain Program

4.2. Bubble-Policy – Glockenpolitik

4.3. Offset-Policy – Ausgleichspolitik

4.4. Banking & Leasing - Umweltbanken

5. Kritische Beurteilung des Emissionsrechtehandels

5.1. Ökonomische Effizienz

5.2. Ökologische Effizienz

5.3. Innovationseffizienz

5.4. Politische Akzeptanz

6. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirksamkeit des Emissionsrechtehandels als umweltpolitisches Instrument und stellt diesen in den Kontext ökonomischer Theorien zur Internalisierung externer Effekte sowie der praktischen Anwendung in nationalen und internationalen Klimaschutzkonzepten.

  • Grundlagen der Umweltökonomie und die Problematik öffentlicher Güter.
  • Darstellung verschiedener umweltpolitischer Instrumente (Auflagen, Steuern, Zertifikate).
  • Analyse der theoretischen Ausgestaltung und praktischen Umsetzung handelbarer Emissionsrechte.
  • Kritische Würdigung des Emissionsrechtehandels hinsichtlich ökologischer, ökonomischer und innovativer Effizienz.
  • Diskussion der politischen Akzeptanz des Zertifikate-Handels bei verschiedenen Interessengruppen.

Auszug aus dem Buch

5.1. Ökonomische Effizienz

Die Schadensvermeidungskosten differieren in der Regel sowohl zwischen den einzelnen Unternehmen als auch von Anlage zu Anlage. Daher erfordert volkswirtschaftliche Kosteneffizienz eine kostenminimale Aufteilung des vorgegebenen regionalen Emissionszielwerts auf alle Verursacher. Umweltschutzmaßnahmen sind dort vorzunehmen, wo die geringsten Kosten anfallen.

Ein Unternehmen mit hohen Grenzvermeidungskosten ist bereit, einen höheren Zertifikatspreis zu zahlen. Umgekehrt wird ein Unternehmen mit niedrigen Grenzvermeidungskosten eher in umweltfreundliche Technologien investieren. Somit stellt sich für jeden Emittenten die günstigste Lösung ein. Entweder er erwirbt die für ihn günstigeren Zertifikate oder aber er vermeidet Emissionen um seine dadurch frei werdenden Emissionen am Markt gewinnbringend zu verkaufen (s. Abb. 1). Dies gilt sowohl für die freie Vergabe der Zertifikate als auch für das Versteigerungsverfahren. Somit ergibt sich die kostenminimale Aufteilung der vorgegebenen Gesamtemissionsmenge auf die einzelnen Verursacher.

Zusammenfassung der Kapitel

Umweltökonomie: Dieses Kapitel analysiert das Marktversagen durch öffentliche Güter und externe Effekte sowie die Internalisierungskonzepte nach Pigou und Coase.

Umweltpolitik: Es werden die zentralen Prinzipien und Instrumente der Umweltpolitik, wie Auflagen, Abgaben und Zertifikate, definiert und abgegrenzt.

Theorie handelbarer Emissionsrechte: Dieses Kapitel erläutert die Funktionsweise von Emissionsrechten, das Kyoto-Protokoll sowie verschiedene Verfahren zur Zertifikatsvergabe und deren Gültigkeit.

Praktische Umsetzung: Hier werden beispielhafte Mechanismen wie das Acid Rain Program, die Bubble-Policy, die Offset-Policy sowie das Banking & Leasing vorgestellt.

Kritische Beurteilung des Emissionsrechtehandels: Die Arbeit prüft das Instrument auf seine ökonomische, ökologische und innovative Effizienz sowie dessen politische Akzeptanz.

Fazit: Die Autorin resümiert, dass der Emissionsrechtehandel ein effizientes System ist, dessen praktische Umsetzung jedoch aufgrund hoher staatlicher Anforderungen und politischer Hürden noch vor Herausforderungen steht.

Schlüsselwörter

Emissionsrechtehandel, Umweltökonomie, Externe Effekte, Internalisierung, Zertifikate, Kyoto-Protokoll, Ökonomische Effizienz, Ökologische Effizienz, Innovationseffizienz, Politische Akzeptanz, Grandfathering, Auctioning, Umweltpolitik, Emissionsminderung, Nachhaltigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Würdigung des Emissionsrechtehandels als Instrument der Umweltpolitik.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder umfassen die ökonomischen Grundlagen zur Internalisierung externer Effekte, den theoretischen Rahmen für handelbare Rechte sowie die praktische Anwendung und kritische Effizienzanalyse.

Welches ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel der Arbeit ist es, die Wirksamkeit des Emissionsrechtehandels als umweltpolitisches Instrument zu evaluieren und die Vor- und Nachteile gegenüber anderen Instrumenten wie Auflagen oder Steuern aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin nutzt eine theoretische Literaturanalyse, um bestehende ökonomische Konzepte auf das System der Emissionsrechte anzuwenden und diese kritisch zu bewerten.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Theorie handelbarer Emissionsrechte, der praktischen Umsetzung (z.B. Acid Rain Program) sowie der detaillierten Beurteilung der ökonomischen, ökologischen und innovativen Effizienz.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Emissionsrechtehandel, Effizienz, Zertifikatsvergabe, Kyoto-Protokoll und externe Effekte geprägt.

Warum bevorzugt die Autorin den Emissionsrechtehandel gegenüber dem Auflagensystem?

Das Zertifikatsmodell bietet durch die Marktmechanismen eine höhere ökonomische und ökologische Treffsicherheit, da Unternehmen mit niedrigen Vermeidungs-kosten zu Innovationen angereizt werden, was bei pauschalen Auflagen oft entfällt.

Welche Rolle spielt die politische Akzeptanz bei diesem Instrument?

Die politische Akzeptanz ist laut der Arbeit eine entscheidende Hürde, da verschiedene Interessengruppen wie Politiker und Behörden das Instrument aufgrund von Image-Erwägungen oder befürchteten Kontrollverlusten skeptisch betrachten.

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Details

Title
Kritische Würdigung des Emissionsrechtehandels
College
Academy of Administration and Economy Dortmund  (VWA)
Grade
2,3
Author
Andrea Dissel (Author)
Publication Year
2003
Pages
21
Catalog Number
V15058
ISBN (eBook)
9783638202954
Language
German
Tags
Kritische Würdigung Emissionsrechtehandels
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andrea Dissel (Author), 2003, Kritische Würdigung des Emissionsrechtehandels, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/15058
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