Ziel dieser Hausarbeit ist es, den Leistungsprozess der Polizei NRW von der Notrufannahme bis zur Fertigung der Strafanzeige am Fallbeispiel eines Verkehrsunfalls mit Personenschaden darzustellen. Folgernd sollen Prozessverbesserungen anhand von fiktiven Daten herausgestellt werden, um die Kennzahlen der Einsatzreaktionszeiten, Bearbeitungszeiten und Durchlaufzeiten des Wach- und Wechseldienstes zu verkürzen, wodurch dem Personalansatz und weiteren Überstunden entgegengewirkt werden sollen.
Um zu dem Ziel der Hausarbeit zu gelangen, wird zuerst eine theoretische Annährung an das Prozessmanagement samt Begriffsbestimmung des Prozesses und der Prozessarten, den Aufgaben und Zielen, sowie dem Ablauf des Prozessmanagementzyklus gegeben. Folgend wird auf die aktuelle Prozesssicht der Polizei NRW eingegangen, der aktuelle Kontext erläutert, eine Prozesszieldefinition formuliert und eine Prozessmodellierung vorgenommen. Anschließend erfolgt die Prozessoptimierung in Form einer zusammengefassten Prozessanalyse und Prozessreorganisation mit kurzem Abstecher zur Prozessimplementierung, woraus sich abschließend das Fazit bildet. Die Hausarbeit wird auf Grundlage einer Literatur- und Dokumentenanalyse erfolgen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theoretische Annäherung an das Prozessmanagement
2.1 Der Prozess und die Prozessarten
2.2 Aufgaben und Ziele des Prozessmanagements
2.3 Der Prozessmanagementzyklus
2.3.1 Prozesszieldefinition
2.3.2 Prozessmodellierung
2.3.3 Prozessoptimierung
2.3.4 Prozessimplementierung
3 Aktuelle Prozesssicht der Polizei NRW
3.1 Aktueller Kontext der Polizei
3.2 Prozesszieldefinition
3.3 Prozessmodellierung
4 Prozessoptimierung
5 Fazit
Zielsetzung & Forschungsschwerpunkte
Ziel dieser Arbeit ist die detaillierte prozessuale Abbildung und Analyse des polizeilichen Einsatzgeschehens bei Verkehrsunfällen mit Personenschaden, um auf dieser Basis durch gezielte Optimierungsansätze Durchlaufzeiten und Fehlerquoten zu reduzieren sowie die Effizienz der Einsatzkräfte zu steigern.
- Analyse des Prozessmanagementzyklus im behördlichen Kontext
- Modellierung des Ist-Zustands von Notfalleinsätzen der Polizei NRW
- Identifikation von Schwachstellen in den Bereichen Reaktionszeit und Einsatzabarbeitung
- Entwicklung von Optimierungspotenzialen durch den Einsatz digitaler Unterstützungssysteme (Tablets)
Auszug aus dem Buch
3.3 Prozessmodellierung
Der Prozess beginnt mit der Entgegennahme des Notrufs auf der Polizeileitstelle der Behörde. Ein Leitstellenbeamter erfragt per Telefon alle wichtigen Unfalldaten, pflegt sie in das polizeiliche Einsatzsystem ein und veranlasst die Entsendung eines Rettungswagens. Anschließend wird der Einsatz per Einsatzsystem an den Funker der örtlich zuständigen Polizeiinspektion versendet und per Funk mit Quittung mitgeteilt. Der Polizeiinspektionsfunker entsendet mindestens einen freien Streifenwagen samt Sonder- und Wegerechten mit durchschnittlich zwei Beamten nach vorheriger Funkabfrage, bezüglich der Standortnähe der Streifenwagen zur Unfallörtlichkeit. Die freien Streifenwagen sind im Einsatzsystem hinterlegt. Wenn den Beamten die Unfallörtlichkeit unbekannt ist, müssen sie jene ins Navigationsgerät des Streifenwagens eingeben, was zu einem Zeitverlust führt. Folgend wird der Teilprozess per Flussdiagramm, samt fiktiven Ablaufzeiten dargestellt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die personelle Belastungssituation der Polizei NRW und definiert das Ziel der Arbeit, den Leistungsprozess bei Verkehrsunfällen mittels Prozessanalyse zu verschlanken.
2 Theoretische Annäherung an das Prozessmanagement: Dieses Kapitel erläutert grundlegende Begriffe des Prozessmanagements, Prozessarten sowie den Prozessmanagementzyklus mit seinen vier Phasen.
3 Aktuelle Prozesssicht der Polizei NRW: Hier erfolgt die Darstellung des Ist-Zustands der polizeilichen Abläufe, unterteilt in Teilprozesse wie Reaktionszeit, Einsatzabarbeitung und Anzeigenfertigung.
4 Prozessoptimierung: Das Kapitel entwickelt Soll-Konzepte zur Prozessverbesserung, insbesondere durch die Integration von digitalen Tablets und GPS-Technologie zur Reduzierung von Medienbrüchen.
5 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Bewertung der erzielten Einsparungspotenziale und betont die Vorteile der Digitalisierung für die operative Effizienz der Polizei.
Schlüsselwörter
Prozessmanagement, Polizei NRW, Notfalleinsatz, Verkehrsunfall, Prozessmodellierung, Prozessoptimierung, Durchlaufzeit, Einsatzreaktionszeit, Prozessmanagementzyklus, Digitalisierung, Tablets, Medienbruchfreiheit, Einsatzabarbeitung, Verwaltungscontrolling, Effizienzsteigerung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den polizeilichen Leistungsprozess bei Notfalleinsätzen, konkret bei Verkehrsunfällen mit Personenschaden, und zeigt Möglichkeiten zur prozessualen Optimierung auf.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentrale Themen sind das Prozessmanagement in der öffentlichen Verwaltung, die Modellierung polizeilicher Abläufe und die praktische Anwendung von Prozessoptimierungsmethoden.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Hauptziel ist die Senkung von Durchlaufzeiten, die Reduktion von Fehlerquoten und die Entlastung des Personals durch den Einsatz moderner digitaler Hilfsmittel.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Dokumentenanalyse, ergänzt durch die Prozessmodellierung anhand von Ist- und Soll-Flussdiagrammen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit Prozessmanagement, eine Bestandsaufnahme des aktuellen polizeilichen Handelns und die Herleitung von konkreten Verbesserungsvorschlägen.
Was sind die charakteristischen Schlüsselwörter?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Prozessoptimierung, Durchlaufzeit, Notfalleinsatz und Digitalisierung der polizeilichen Arbeit geprägt.
Wie genau trägt das Tablet zur Optimierung bei?
Das Tablet soll Medienbrüche eliminieren, indem Einsatzdaten direkt in polizeiliche Systeme übertragen und Informationen medienbruchfrei verarbeitet werden, was die manuelle Dokumentation reduziert.
Welche strategische Bedeutung hat die Arbeit für die Polizei?
Durch die beschriebenen Optimierungen kann die dauerhafte Funktionsfähigkeit der Polizei gesichert werden, indem Überstunden abgebaut und die Mitarbeiterauslastung effizienter gestaltet wird.
- Citar trabajo
- Simon Brost (Autor), 2018, Prozessdarstellung und Prozessverbesserungen im Leistungsprozess von Notfalleinsätzen mit Strafanzeige der Polizei, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1506978