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Friedenskonsolidierung in Bosnien-Herzegowina

Título: Friedenskonsolidierung in Bosnien-Herzegowina

Trabajo , 2009 , 25 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Christian Töreki (Autor)

Política - Tema: Paz y Conflictos, Seguridad
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„Die Bilanz nach fünf Jahren ist gemischt.“
So beschreibt der freie Journalist Marcel Stroessel in einem Zeitungsartikel die Entwicklung Bosnien-Herzegowinas fünf Jahre nach dem Krieg in Süd-osteuropa; eine Ansicht, die auch heute von vielen Politikern und Fachleuten geteilt wird.
Nach dem Ende des Ost/West-Konfliktes kehrte der Krieg nach Europa zurück. Der Kontinent war darauf allerdings nicht vorbereitet und die bestehenden Sicherheitsinstitutionen haben oft zu spät reagiert. In den vier Jahren von 1989 bis 1992 hat sich das globale Gleichgewicht tief greifender gewandelt, als in den Jahrzehnten zuvor und die Staatenwelt sah sich einer völlig neuen Situation gegenüber. Die Sowjetunion zerfiel in 15 Nachfolgestaaten, der Warschauer Pakt hat sich aufgelöst, Deutschland war wieder ein geeintes Land und russische Truppen begangen sich aus Westeuropa zurückzuziehen. Das Zeitalter der Bipolarität war beendet, womit die Hoffnung auf ein friedliches Europa verbunden war.
Man könnte daher annehmen, dass die Welt im Zuge der Entwicklungen sicherer geworden wäre. Doch wurden zwischen 1989 und 1992 über 82 Konflikte an sechzig verschiedenen Orten auf der Welt gezählt. Rechnet man die Kriegsopfer zusammen, kommt man auf mehr als eine Million Menschen.
Einer der blutigsten und längsten Kriege in Europa nach 1945 war der Konflikt in Bosnien-Herzegowina, welcher sich durch erschreckende Gräueltaten auszeichnete und erst durch das Abkommen von Dayton beendet werden konnte. Dieser Friedensvertrag schuf eine neue Staats- und Friedensordnung in Südost-Europa. Anliegen dieser Hausarbeit ist es, die Friedenskonsolidierung in Bosnien-Herzegowina zu untersuchen. Dabei steht der Vertrag von Dayton im Mittelpunkt der Ausführungen. Unter der Leitfrage:

„Das Abkommen von Dayton – ein tragfähiger Frieden? – Voraussetzungen, Inhalt, Umsetzung und Folgerungen“
wird der Vertrag von Dayton in seinen Kernbestimmungen analysiert. Nach einer Einordnung in den historisch-politischen Kontext und einen Überblick über vorangehende Friedensvorschläge erfolgt daher eine Auseinandersetzung mit dem Vertragswerk. Schließlich soll eine Würdigung des Abkommens erfolgen und mögliche Schlussfolgerungen und Lehren festgestellt werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historische Einordnung – Entstehung des Konfliktes auf dem Balkan

3. Das Dayton-Abkommen

3.1 Voraussetzungen

3.2 Frühere Friedenspläne

3.3 Inhalt

3.3.1 Militärische Dimension

3.3.2 Politisch - Zivile Dimension

3.4 Umsetzung

3.4.1 Militärische Umsetzung

3.4.2 Zivile Umsetzung

3.5 Schwächen von Dayton

4. Lehren aus dem Konflikt

5. Schluss

Zielsetzung und Themenfelder

Diese Arbeit untersucht die Friedenskonsolidierung in Bosnien-Herzegowina mit einem klaren Fokus auf den Vertrag von Dayton. Die zentrale Forschungsfrage hinterfragt, ob das Abkommen von Dayton tatsächlich einen tragfähigen Frieden schaffen konnte, indem Voraussetzungen, Inhalte, die praktische Umsetzung sowie die daraus resultierenden Folgerungen kritisch analysiert werden.

  • Historische Ursachen des Balkankonflikts
  • Analyse der Bestimmungen des Dayton-Abkommens
  • Militärische und zivile Implementierungsstrategien
  • Schwachstellen des Friedensvertrages
  • Schlussfolgerungen für zukünftige Friedensprozesse

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Militärische Dimension

Der Annex 1 des Abkommens beschäftigt sich mit militärischen Fragen. Im Teil A geht es vor allem um die Fragen des Waffenstillstands und dessen Überwachung. Teil B stellt Aspekte zur dauerhaften Herstellung regionaler Sicherheit heraus. Ziel des Abkommens ist die Normalisierung der Beziehungen zwischen den einstigen Kriegsparteien. Weiterhin soll eine demilitarisierte Grenze zwischen den Entitäten geschaffen werden.

Zunächst geht es um die Einstellung aller Feindseligkeiten zwischen militärischen und nicht-militärischen Kräften und um den Rückzug der bewaffneten Kräfte aus den jeweils fremden Entitätsterritorien. Die Entwaffnung aller nicht autorisierten Gruppen wird ebenso geregelt. Auch sollen alle nicht entschärften Minen markiert, entfernt oder entschärft werden. Zu den Verpflichtungen der Parteien zählt auch die Unterstützung und Zustimmung zum Mandat und zur Stationierung der internationalen Implementierungstruppe.

Die Implementierungstruppe – IFOR – wird durch eine Resolution des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen als Organisation nach Artikel sieben der UN Charta errichtet. Das Mandat war zunächst auf ein Jahr befristet und begann mit der Übertragung der Autorität von seiner eigentlichen Vorgängerorganisation UNPROFOR. Zu den Aufgaben der IFOR gehört es alle im Annex 1-A genannten Aufgaben zu überwachen und zu implementieren. Neben diesen Kernaufgaben soll die IFOR u. a. auch bei der Durchführung freier Wahlen und Überwachung von Minenräumungsaktionen mitwirken. Sie besitzt uneingeschränkte Bewegungsfreiheit in Bosnien-Herzegowina und ihr Kommandant ist die oberste Instanz zur Kontrolle des bosnischen Luftraums. Sollte die Friedenstruppe in ihrer Arbeit behindert werden, ist IFOR berechtigt, darauf angemessen zu reagieren, so dass auch der Gewalteinsatz eingeschlossen ist. Annex 1-B enthält weiterhin ein Abkommen über regionale Stabilisierung. Die Abrüstung gilt als zentrale Voraussetzung für einen stabilen Frieden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Problematik des Bosnien-Konflikts nach dem Ende des Ost-West-Konflikts und Vorstellung der zentralen Forschungsfrage.

2. Historische Einordnung – Entstehung des Konfliktes auf dem Balkan: Darstellung der historischen Wurzeln, insbesondere die Rolle Jugoslawiens unter Tito und das Wiederaufleben ethnischer Spannungen nach dessen Tod.

3. Das Dayton-Abkommen: Detaillierte Untersuchung des Friedensvertrages, unterteilt in die Voraussetzungen, den Inhalt und die praktische Umsetzung der militärischen sowie zivilen Dimensionen.

4. Lehren aus dem Konflikt: Reflexion über das internationale Eingreifen und Ableitung von Empfehlungen für eine effektivere Krisenprävention und Friedenspolitik.

5. Schluss: Fazit zur aktuellen Lage in Bosnien-Herzegowina und Bewertung der langfristigen Tragfähigkeit des Dayton-Abkommens.

Schlüsselwörter

Bosnien-Herzegowina, Dayton-Abkommen, Friedenskonsolidierung, Jugoslawien, IFOR, SFOR, NATO, Balkan, Ethnische Spannungen, Waffenstillstand, Zivile Umsetzung, Friedensvertrag, Menschenrechte, Hoher Repräsentant, Krisenprävention

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert die Friedenskonsolidierung in Bosnien-Herzegowina unter besonderer Berücksichtigung des Dayton-Abkommens von 1995.

Welche Themenfelder werden vorrangig behandelt?

Die Arbeit deckt die historische Entstehung des Balkankonflikts, die Analyse des Vertragswerks von Dayton sowie die militärische und zivile Umsetzung der Friedensmaßnahmen ab.

Was ist die zentrale Forschungsfrage der Untersuchung?

Es wird untersucht, ob das Abkommen von Dayton als tragfähiger Frieden betrachtet werden kann, unter Berücksichtigung der Voraussetzungen, Inhalte und Folgerungen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Hausarbeit angewendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine politikwissenschaftliche Analyse historischer Entwicklungen und die Untersuchung primärer Friedensvertragsdokumente sowie deren Implementierung vor Ort.

Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung, eine detaillierte Analyse der militärischen und zivilen Annexen des Dayton-Vertrages sowie eine kritische Auseinandersetzung mit dessen Schwächen.

Welche Begriffe beschreiben die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Schlagworte sind Friedenskonsolidierung, Bosnien-Herzegowina, Dayton-Abkommen, Krisenmanagement, ethnische Konflikte und internationale Protektoratsstrukturen.

Warum war die militärische Umsetzung nach Dayton erfolgreicher als die zivile?

Die militärische Umsetzung war durch klare Befehlsstrukturen der IFOR geprägt, während die zivile Umsetzung an der mangelnden Kooperation der verfeindeten Volksgruppen und schwachen politischen Institutionen scheiterte.

Welche Rolle spielt der Hohe Repräsentant in der bosnischen Nachkriegsordnung?

Der Hohe Repräsentant ist die zentrale Koordinierungsinstanz für die zivile Implementierung, deren Rolle durch nachträgliche Schiedsrichterbefugnisse bis hin zum Gesetzeserlass faktisch die eines Protektors annahm.

Final del extracto de 25 páginas  - subir

Detalles

Título
Friedenskonsolidierung in Bosnien-Herzegowina
Universidad
Free University of Berlin  (Otto-Suhr-Institut)
Curso
Hauptseminar: Krisenprävention, Konfliktbearbeitung, Friedenskonsolidierung
Calificación
1,3
Autor
Christian Töreki (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
25
No. de catálogo
V150882
ISBN (Ebook)
9783640622382
ISBN (Libro)
9783640622627
Idioma
Alemán
Etiqueta
Friedenskonsolidierung Bosnien-Herzegowina
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Christian Töreki (Autor), 2009, Friedenskonsolidierung in Bosnien-Herzegowina, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150882
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