Die vorliegende Arbeit versucht im Rahmen der Politischen Soziologie Frauen und Männer als unterschiedliche Wesen aufzufassen, mit einem besonderen Augemnerk darauf, woher die Unterschiede kommen, abgesehen von den körperlichen Unterschieden. Das Geschlechterverhältnis soll in modernen Industriestaaten untersucht werden, denn demokratische Grundstrukturen und und die Überwindung feudaler Systeme sind entscheidene Faktoren, die diese Staaten kennzeichnen. Es wird der Frage nachgegangen, ob es wirklich eine männliche Herrschaft in unserer Gesellschaft gibt und wie es dazu gekommen ist. Denn gibt es eine männlcihe Herrschaftsform in unseren Gesellschaften, so kann diese nur gesellschaftlich konstruiert sein. Prinzipiell gilt: Macht und Herrschaft sind grundlegende Strukturen gesellschaftlichen Zusammenlebens, die offen oder versteckt die verschiedenen Individuen prägen und gestalten. Um Gesellschaft zu verstehen und damit das Verhältnis von Mänern und Frauen, kommt man an diesen beiden Begriffen nicht vorbei.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Sinn und Aufgabe Politischer Soziologie
- Theorien der Macht
- Theorien der Herrschaft
- Bourdieus männliche Herrschaft
- Macht und Herrschaft vs. Feministische Konzepte und politische Realität
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht das Geschlechterverhältnis in modernen Staaten im Rahmen der Politischen Soziologie. Sie befasst sich mit der Frage, ob es eine männliche Herrschaft in unserer Gesellschaft gibt und wie diese entstanden ist. Die These ist, dass eine solche Herrschaftsform, falls vorhanden, gesellschaftlich konstruiert sein muss.
- Definition und Abgrenzung von Macht und Herrschaft
- Analyse der männlichen Herrschaft nach Pierre Bourdieu
- Bedeutung der feministischen Emanzipationsbewegung
- Zusammenhang zwischen Geschlechterkonstruktion und politischer Ordnung
- Relevanz der Politischen Soziologie für die Analyse des Geschlechterverhältnisses
Zusammenfassung der Kapitel
- Kapitel 1: Einleitung - Die Arbeit stellt die Forschungsfrage nach der Existenz und Entstehung einer männlichen Herrschaft in modernen Staaten und erläutert den methodischen Ansatz.
- Kapitel 2: Sinn und Aufgabe Politischer Soziologie - Es wird der Begriff der Politischen Soziologie definiert und ihre Bedeutung für die Analyse des Geschlechterverhältnisses betont.
- Kapitel 3: Theorien der Macht - Verschiedene wissenschaftliche Definitionen von Macht werden vorgestellt.
- Kapitel 4: Theorien der Herrschaft - Unterschiedliche Theorien der Herrschaft werden erläutert.
- Kapitel 5: Bourdieus männliche Herrschaft - Pierre Bourdieus Konzept der männlichen Herrschaft wird ausführlich dargestellt.
- Kapitel 6: Macht und Herrschaft vs. Feministische Konzepte und politische Realität - Die Rolle der feministischen Emanzipationsbewegung im Kontext der männlichen Herrschaft wird beleuchtet.
Schlüsselwörter
Männliche Herrschaft, Politische Soziologie, Geschlechterverhältnis, Macht, Herrschaft, Feministische Konzepte, Moderne Staaten, Pierre Bourdieu, Emanzipation, Gesellschaftliche Konstruktion.
Häufig gestellte Fragen
Existiert in modernen Gesellschaften eine "männliche Herrschaft"?
Die Arbeit untersucht diese Frage und stützt sich dabei unter anderem auf Pierre Bourdieu, der argumentiert, dass männliche Herrschaft gesellschaftlich konstruiert und tief in Strukturen verankert ist.
Was ist der Unterschied zwischen Macht und Herrschaft?
Macht bezeichnet die Chance, den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen. Herrschaft hingegen setzt eine legitime Autorität und eine gewisse Dauerhaftigkeit der Gehorsamsbeziehung voraus.
Wie erklärt Pierre Bourdieu die Beständigkeit der männlichen Dominanz?
Bourdieu sieht die Ursache in einer „symbolischen Gewalt“, bei der die Beherrschten die Denkkategorien der Herrschenden übernehmen und die bestehenden Verhältnisse somit als natürlich ansehen.
Welche Rolle spielt die feministische Bewegung in diesem Kontext?
Feministische Konzepte fordern die Dekonstruktion geschlechtsspezifischer Machtstrukturen und zielen auf eine reale politische und gesellschaftliche Gleichstellung ab.
Warum ist die Politische Soziologie für dieses Thema relevant?
Sie ermöglicht es, das Verhältnis zwischen Individuen und dem Staat sowie die sozialen Ursachen von Machtungleichgewichten zwischen den Geschlechtern wissenschaftlich zu analysieren.
- Arbeit zitieren
- Ingo Jacobs (Autor:in), 2009, Frauen und Männer in modernen Staaten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/151058