Angesichts der auslaufenden Industrie 4.0 und dem Innovations- und digitalisierungsdruck in Organisationen, wie sieht ein modernes Wissensmanagement aus?
Dieser Fragestellung soll durch eine theoretische Evaluation nachgegangen werden. Der Zweck dieser generalistischen Evaluation besteht darin, eine solide Grundlage für eine Konzeption über die Implementierung des ganzheitlichen Wissensmanagements zu liefern.
„Eine Investition in Wissen bringt immer noch die besten Zinsen.“
Diese Weisheit von Benjamin Franklin „ (…) gilt heute mehr denn je: Unsere vernetzte, wissensbasierte Gesellschaft (…)“ und postfaktische VUCA-Welt erlebt in vielen systemkritischen Bereichen ein Paradigmenwechsel – allen voran, ein Paradigmenwechsel in Bezug auf Wissen, Wissenstransfer und dadurch auch Wissensmanagement im betrieblichen Sinne.
Inhaltsverzeichnis
EINLEITUNG
Ziel
DAS MORDERNE WISSENSMANAGEMENT
Was ist Wissen?
Was ist Wissensmanagement?
Operative Betrachtung des Wissensmanagements
Ganzheitliche Betrachtung der Organisation
Strategische und strukturelle Betrachtung des Wissensmanagements
Coaching und Wissensmanagement
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, auf Basis einer theoretischen Evaluation eine solide Grundlage für die Konzeption und Implementierung eines ganzheitlichen Wissensmanagements in modernen Organisationen zu schaffen, um so den Anforderungen der postfaktischen VUCA-Welt gerecht zu werden.
- Grundlagen des Wissens und Definition der DIKW-Pyramide
- Operative Implementierung von Wissensmanagement-Systemen
- Evolution und Reifegrade von Organisationsformen
- Strategische Ansätze zur Wissens- und Struktursteuerung
- Verknüpfung von Coaching-Methoden mit Wissensmanagement
Auszug aus dem Buch
WAS IST WISSEN?
Wissen wird heute in digitaler Form schnell und nahezu während der Entstehung sogar transferiert, sodass Bildungsmärkte und Wissenschaft schneller korrespondieren und voneinander lernen als zu Zeiten der Veröffentlichungen auf Papier. Der Zugang zu Forschungsergebnissen und wissenschaftlichen Analysen hat sich ebenfalls sozusagen beinahe „kommerzialisiert“.
Wir befinden uns bereits in der Übergangsphase von Industrie 4.0 (Cyber-Revolution) zu Industrie 5.0 (Wiederintegration von Menschen und Ideen in die Technischen Strukturen) – Wirtschaftskrisen, technische Innovationen und inzwischen auch die Pandemie sind Treiber und Druckmacher für die nächste industrielle Revolutionsstufe, welche die inter- und intrasystemische und ferner die holistische Sichtweise in allen Lebens-, Bildungs- und Arbeitsbereichen mitsichbringt.
Wissen stützt sich auf Zeichen, die durch universale Ordnungs- bzw. Syntaxregeln zu Daten werden, welche wiederum basierend auf individuelle oder systemische Bedeutungskontexte auf semantischer Ebene zu Informationen verarbeitet und zuguterletzt durch Individuen, deren Erwartungen über Ursache-Wirkungs Zusammenhängen, Einstellungen und kognitiven Leistungen zu eben diesem Wissen konstruiert und repräsentiert werden. Mit Wissen ist häufig der für Personen und Organisationen (bzw. sozialen Systemen) verfügbarer Bestand an Fakten, Theorien und Regeln gemeint. Dieses zeichnet sich in der Regel durch den höchstmöglichen Grad an Gewissheit, Gültigkeit sowie Wahrheit im Sinne der Logik aus.
Im betrieblichen Umfeld bzw. im wirtschaftlichen Kontext ist Wissen ein Produktions- und Wettbewerbsfaktor. Nach dem Ansatz des Knowledge-Based-View ist betriebliches Wissen eine zentrale Ressource und ist nicht imitier- und substituierbar. Hierdurch entsteht nicht nur ein USP der Service bzw. Produktmarke sondern auch ein Kulturgut der Organisation, welche sich idealerweise und aus einer ganzheitlichen Sicht bis auf die Eigenschaften und Artefakte des Employer Brandings erstecken lässt.
Zusammenfassung der Kapitel
EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet den Paradigmenwechsel in Bezug auf Wissen und Wissensmanagement angesichts der Herausforderungen von Industrie 4.0 und einer postfaktischen VUCA-Welt.
DAS MORDERNE WISSENSMANAGEMENT: Dieses Kapitel definiert Wissen, unterscheidet zwischen implizitem und explizitem Wissen und betrachtet Wissensmanagement operativ, ganzheitlich, strategisch sowie im Kontext von Coaching.
Schlüsselwörter
Wissensmanagement, VUCA-Welt, Industrie 4.0, DIKW-Pyramide, implizites Wissen, explizites Wissen, Organisationsentwicklung, Reifegrad-Kontinuum, Business Coaching, Strategische Evolution, Wissensressourcen, Systemtheorie, Knowledge-Based-View, Selbstmanagement, Agile Führung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Bedeutung von Wissensmanagement in modernen, vernetzten Organisationen und entwickelt einen Ansatz, um dieses theoretisch fundiert in der heutigen VUCA-Welt zu implementieren.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die Definition von Wissen, die Unterscheidung zwischen Wissensmanagement und Könnensmanagement, die Evolution von Organisationsstrukturen sowie die Bedeutung von Coaching als Instrument zur Wissensentwicklung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, eine theoretische Grundlage für die erfolgreiche Konzeption und Implementierung eines ganzheitlichen Wissensmanagements in Wirtschaftsunternehmen zu schaffen.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?
Es wird eine theoretische Evaluation von Modellen und Konzepten aus der Organisationslehre, Psychologie und Managementlehre durchgeführt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die Wissensgenese, die operative und strategische Gestaltung von Wissensmanagement sowie die Verbindung zu Coaching-Prozessen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Wissensmanagement, VUCA-Welt, Organisations-Reifegrad, systemisches Coaching und Wissens-Transfer geprägt.
Wie unterscheidet die Arbeit zwischen implizitem und explizitem Wissen?
Implizites Wissen wird als erfahrungsbasiertes, schwer formulierbares Können definiert, während explizites Wissen der institutionalisierte, übertragbare Teil ist.
Welche Rolle spielt die Karlsruher Schule beim Coaching?
Sie liefert einen systemisch-lösungsorientierten Ansatz, der Coaching als Prozess zur Aktivierung von Ressourcen und zur Musterzustandsänderung vom Problem- hin zum Lösungsgefühl nutzt.
- Arbeit zitieren
- Enkhnaran Boldbaatar (Autor:in), 2023, Moderndes Wissensmanagement in der postfaktischen VUCA-Welt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1511814