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„Wie wir’s machen, machen wir’s verkehrt!“ Die SED und das Volk, das nicht bleiben wollte

Titre: „Wie wir’s machen, machen wir’s verkehrt!“  Die SED und das Volk, das nicht bleiben wollte

Dossier / Travail de Séminaire , 2008 , 23 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Emanuel Goscinski (Auteur)

Histoire de l'Europe - Nouvelle Histoire, Union européenne
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Résumé Extrait Résumé des informations

Der Text behandelt die Vorgeschichte des Mauerfalls und erläutert anhand der Ausreisebewegung und der Versteinerung der SED-Politik die Hintergründe des Ereignisses. Der 9. November 1989 war sicher der Tag der friedlichen Revolution 1989/90, der die meisten
Emotionen auslöste. Tausende Menschen, die auf der Mauer stehen. Die Menschenmenge die vor
dem Grenzübergang an der Bornholmer Straße darauf wartet, in den Westen gehen zu können.
Und endlich der Moment, als die Schranke geöffnet wird, und sich die Menschen aus Ost- und
Westdeutschland im Freudentaumel begegnen. Dies sind Szenen und Bilder, die einmal gesehen,
wohl keinem mehr aus dem Kopf gehen.
Die Bedeutung dieses Ereignisses für den Verlauf der friedlichen Revolution kann nur schwer
überschätzt werden, der Mauerfall „bedeutete den vollständigen Verlust der Kontrolle über die
Grenze“. Umso erstaunlicher ist die Tatsache, dass innerhalb der herrschenden Führungsriege
der SED ganz andere Erwartungen bestanden hatten. Günther Schabowski, der in der
Pressekonferenz am Abend des 9. November die Öffnung der Grenzen angekündigt hatte, meint:
„Daß mit der Maueröffnung das Ende der Republik seinen Anfang genommen hatte, ahnten wir
nicht. Im Gegenteil, wir hatten einen Stabilisierungsprozess erwartet, der sich ja zunächst auch
einstellte.“ Einige der Oppositionsgruppen, die sich während vieler Jahre gegen das SEDRegime
gestellt hatten, reagierten geschockt auf den Mauerfall. Die Oppositionsgruppen
kannten die Bedürfnisse der DDR-Bürger weit besser als die SED. Und einige von ihnen ahnten,
dass ihre Träume von einem demokratischen Sozialismus, einem „dritten Weg“, damit
marginalisiert wurden. Heute sind wahrscheinlich mehr Bürger als damals derselben Meinung
wie Stefan Wolle: „Es begannen der D-Mark-Rummel, der Ausverkauf des Ostens und die große
Abwicklung, welche die Demokratiebewegung gleich erfaßte“. [...]

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die schwindende Macht der SED

3 Ausreisebewegung

3.1 Das Ultimatum Ungarns

3.2 Das Volk, das nicht bleiben wollte

3.3 Die Wende

4 Der Offenbarungseid der DDR-Wirtschaft

4.1 Wirtschaft versus Freizügigkeit

4.2 „Analyse der ökonomischen Lage der DDR“

5 Die Öffnung der Grenzen

5.1 Das Ultimatum der Tschechoslowakei

5.2 Beschlussfassung durch das Politbüro

5.3 Der Anfang vom Ende

6 „Wer hat uns das bloß eingebrockt?“

7 Quellennachweis

7.1 Quellenverzeichnis

7.2 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den schleichenden Machtverlust der SED im Jahr 1989 und analysiert, wie der wachsende Druck durch die Ausreisebewegung und die desolate wirtschaftliche Lage der DDR die SED-Führung zu einer unkontrollierten Grenzöffnung zwang.

  • Die zunehmende politische Isolation der SED und der Zerfall ihrer Machtbasis.
  • Die Dynamik der Ausreisebewegung und der Druck durch die eigene Bevölkerung.
  • Die wirtschaftliche Krise der DDR und deren Auswirkungen auf die Handlungsfähigkeit der Regierung.
  • Die Rolle des Politbüros und der Fehlentscheidungen im Vorfeld der Grenzöffnung.
  • Die Ereignisse und Missverständnisse rund um die Pressekonferenz vom 9. November 1989.

Auszug aus dem Buch

1 Einleitung

Der 9. November 1989 war sicher der Tag der friedlichen Revolution 1989/90, der die meisten Emotionen auslöste. Tausende Menschen, die auf der Mauer stehen. Die Menschenmenge die vor dem Grenzübergang an der Bornholmer Straße darauf wartet, in den Westen gehen zu können. Und endlich der Moment, als die Schranke geöffnet wird, und sich die Menschen aus Ost- und Westdeutschland im Freudentaumel begegnen. Dies sind Szenen und Bilder, die einmal gesehen, wohl keinem mehr aus dem Kopf gehen.

Die Bedeutung dieses Ereignisses für den Verlauf der friedlichen Revolution kann nur schwer überschätzt werden, der Mauerfall „bedeutete den vollständigen Verlust der Kontrolle über die Grenze“2. Umso erstaunlicher ist die Tatsache, dass innerhalb der herrschenden Führungsriege der SED ganz andere Erwartungen bestanden hatten. Günther Schabowski, der in der Pressekonferenz am Abend des 9. November die Öffnung der Grenzen angekündigt hatte, meint: „Daß mit der Maueröffnung das Ende der Republik seinen Anfang genommen hatte, ahnten wir nicht. Im Gegenteil, wir hatten einen Stabilisierungsprozess erwartet, der sich ja zunächst auch einstellte.“3 Einige der Oppositionsgruppen, die sich während vieler Jahre gegen das SED-Regime gestellt hatten, reagierten geschockt auf den Mauerfall.4 Die Oppositionsgruppen kannten die Bedürfnisse der DDR-Bürger weit besser als die SED. Und einige von ihnen ahnten, dass ihre Träume von einem demokratischen Sozialismus, einem „dritten Weg“, damit marginalisiert wurden. Heute sind wahrscheinlich mehr Bürger als damals derselben Meinung wie Stefan Wolle: „Es begannen der D-Mark-Rummel, der Ausverkauf des Ostens und die große Abwicklung, welche die Demokratiebewegung gleich erfaßte“5.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die emotionale und politische Bedeutung des 9. November 1989 ein und skizziert das Scheitern der SED bei der Einschätzung der historischen Tragweite der Ereignisse.

2 Die schwindende Macht der SED: Das Kapitel erläutert den Verlust der Machtgrundlagen der SED, insbesondere durch den Wegfall militärischer Garantien des Warschauer Paktes und die ökonomische Abhängigkeit von der Sowjetunion.

3 Ausreisebewegung: Dieses Kapitel thematisiert den Massenexodus über Ungarn und die Tschechoslowakei sowie den wachsenden Druck der Bevölkerung, der die SED-Führung in eine Zwickmühle brachte.

4 Der Offenbarungseid der DDR-Wirtschaft: Die ökonomische Lage der DDR wird hier als wesentlicher Faktor für das politische Scheitern analysiert, da notwendige Reformen durch die desolaten Finanzen blockiert waren.

5 Die Öffnung der Grenzen: Hier werden die internen Entscheidungsprozesse innerhalb des Politbüros und die chaotischen Vorbereitungen zur Reiseregelung beschrieben, die schließlich zum Mauerfall führten.

6 „Wer hat uns das bloß eingebrockt?“: Dieses Kapitel reflektiert die Unfähigkeit der SED, die Dynamik der Ereignisse zu steuern, und schließt mit einem Fazit über die Bedeutungslosigkeit der SED-Führung gegenüber dem Willen der Bevölkerung.

Schlüsselwörter

SED, DDR, friedliche Revolution, Mauerfall, Politbüro, Ausreisebewegung, Egon Krenz, Günther Schabowski, Grenzöffnung, DDR-Wirtschaft, Ost-West-Beziehungen, Reiseregelung, Massenexodus, Sozialismus, DDR-Geschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den Zusammenbruch der politischen Kontrolle des SED-Regimes in der DDR im Jahr 1989 und die Ereignisse, die direkt zum Mauerfall führten.

Welche zentralen Themenfelder werden beleuchtet?

Die zentralen Themen sind der Machtverlust der SED, die wirtschaftliche Krise der DDR, die massive Ausreisebewegung und die interne Entscheidungsschwäche des Politbüros.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist aufzuzeigen, dass die Grenzöffnung kein bewusster Souveränitätsakt der SED war, sondern ein erzwungenes Resultat aus Machtverlust, politischer Isolation und Bevölkerungsdruck.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es handelt sich um eine historische Rekonstruktion, basierend auf einer Analyse von Quellenmaterial, Protokollen des Politbüros, Berichten von Zeitzeugen und bestehender Fachliteratur zur Zeitgeschichte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert den politischen Zerfall, die diplomatischen Verwicklungen mit Ungarn und der Tschechoslowakei sowie den administrativen chaotischen Weg hin zur Pressekonferenz vom 9. November.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie SED-Machtverlust, friedliche Revolution, Ausreisebewegung, Politbüro und Mauerfall definieren.

Warum war die SED-Führung so schlecht auf die Ereignisse am 9. November vorbereitet?

Die Führung war in alten Denkmustern verhaftet, unterschätzte die Dynamik der Bevölkerung und hatte zudem durch mangelnde Kommunikation innerhalb des Politbüros keine einheitliche Linie zur Reiseregelung gefunden.

Welche Rolle spielte die DDR-Wirtschaft bei dem Zusammenbruch?

Die wirtschaftliche Misere verhinderte notwendige politische Reformen und erzeugte einen hohen sozialen Druck, der wiederum das Vertrauen in die SED vollends untergrub.

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Résumé des informations

Titre
„Wie wir’s machen, machen wir’s verkehrt!“ Die SED und das Volk, das nicht bleiben wollte
Université
Dresden Technical University  (Institut für Geschichte)
Cours
Die friedliche Revolution 1989/90 in Deutschland
Note
1,0
Auteur
Emanuel Goscinski (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
23
N° de catalogue
V151215
ISBN (ebook)
9783640627547
ISBN (Livre)
9783640627752
Langue
allemand
mots-clé
Revolution 1989 Wende DDR Niedergang der SED Mauerfall Ausreisebewegung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Emanuel Goscinski (Auteur), 2008, „Wie wir’s machen, machen wir’s verkehrt!“ Die SED und das Volk, das nicht bleiben wollte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/151215
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Extrait de  23  pages
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