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Instagram-Inhalte zu AD(H)S bei Frauen

Auswirkungen auf das Zugehörigkeitsgefühl, das Wohlbefinden und die Selbststigmatisierung Betroffener

Title: Instagram-Inhalte zu AD(H)S bei Frauen

Bachelor Thesis , 2022 , 88 Pages

Autor:in: Alina Rückerl (Author)

Communications - Miscellaneous
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Aktuelle Studien zeigen, dass Frauen ebenso häufig von AD(H)S betroffen sein können wie Männer. Gleichzeitig sind Mädchen deutlich klinisch unterdiagnostiziert und die Symptome von Frauen werden häufig erst im Erwachsenenalter richtig eingeordnet. Entsprechend ist es wichtig, dass betroffene Frauen Gleichgesinnte finden, um sich austauschen, informieren und vernetzen zu können. Social Media Plattformen wie Instagram bieten die Möglichkeit, die eigenen Herausforderungen mit AD(H)S darzulegen, von Erfahrungen Dritter zu profitieren und über die Vernetzung mit anderen Betroffenen und das hierdurch entstehende Gruppengefühl das eigene Wohlbefinden zu verbessern. Gerade während der Covid-19-Pandemie waren einerseits konventionelle Möglichkeiten zur Abhilfe wie Psychotherapien für Betroffene mangels Verfügbarkeit beschränkt, gleichzeitig boten die auf vielen Smartphones installierten Social Media-Plattformen einen niedrigschwelligen Zugang zu informellen Hilfsangeboten. Bestimmte Accounts wie "@kirmesimkopf" widmen sich ausschließlich dem Thema AD(H)S bei Frauen, erklären Symptome oder geben Tipps für den Alltag und versuchen dadurch, die Stigmatisierung von Betroffenen zu verringern. Obwohl die Konzepte der sozialen Unterstützung auch online Eingang in die Forschungsarbeiten zur Gesundheitskommunikation gefunden haben, liegen keine Studien zu Inhalten für Frauen mit AD(H)S vor. Deshalb soll vorliegend untersucht werden, ob und wie solche Accounts zur Gemeinschaftsbildung und zur sozialen Unterstützung für von AD(H)S betroffene Frauen beitragen und ob sich dies positiv auf deren Empfinden von Selbst-Stigmatisierung sowie ihr allgemeines Wohlbefinden auswirkt. Aufgrund der geschlechtlichen Unterschiede in den Ausprägungen und der Diagnostizierung von ADHS werden insbesondere Angebote, die sich speziell an Frauen richten, betrachtet.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Hintergrund

2.1 AD(H)S bei Frauen - fehlende Diagnose und Berücksichtigung von Geschlechterunterschieden

2.2 AD(H)S bei Frauen - Symptome und Folgen

2.3. Health Content & Social Support auf Instagram

2.3.1. Health Content

2.3.2 Social Support bei AD(H)S auf Instagram

2.3.2.1 Nutzungsintention und -interaktion

2.3.2.2 Health Content zu AD(H)S bei Frauen auf Instagram

2.3.2.3 Theorien zu Online-Social Support und Support

2.3.3 Einfluss von Health Content auf Selbststigma, Gruppenzugehörigkeit und Wohlbefinden

2.3.3.1 Einfluss auf das Wohlbefinden und Gruppenzugehörigkeit

2.3.3.2 Einfluss auf Selbststigma

2.4 Forschungsfragen

3. Methodische Umsetzung

3.1 Forschungsdesign

3.2. Datenanalyse

4. Ergebnisse

4.1. Arten der rezipierten Instagram-Inhalte (FF1)

4.2 Interaktion mit den Inhalten (FF2)

4.3 Auswirkungen auf das (a) Gruppenzugehörigkeitsgefühl, (b) Selbst-Stigma und (c) Wohlbefinden betroffener Frauen (FF3)

5. Diskussion der Ergebnisse und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, ob und wie Instagram-Accounts, die sich speziell an Frauen mit AD(H)S richten, zur Gemeinschaftsbildung und sozialen Unterstützung beitragen und welchen Einfluss diese Inhalte auf das Selbst-Stigma sowie das allgemeine Wohlbefinden der Betroffenen haben.

  • AD(H)S bei Frauen: Symptomatik, Diagnose und geschlechtsspezifische Unterschiede
  • Die Rolle von Instagram als Quelle für informellen Social Support
  • Methoden der qualitativen Forschung mittels leitfadengestützter Einzelinterviews
  • Auswirkungen von digitalem Health Content auf Selbststigmatisierung
  • Strategien zur Förderung der psychischen Gesundheit und des Gruppenzugehörigkeitsgefühls

Auszug aus dem Buch

2.2 AD(H)S bei Frauen - Symptome und Folgen

Frauen werden aus den genannten Gründen häufig erst nach dem 30. Lebensjahr mit AD(H)S diagnostiziert. Dem gehen oftmals Fehldiagnosen wie Depressionen, Angststörungen, Essstörungen oder andere psychische Erkrankungen voran. Die Komorbidität von AD(H)S mit den oben genannten Krankheiten erschwert die Diagnose zusätzlich (Mayer et al., 2021).

Selbst nach einer Diagnose wird bei einer anschließenden Behandlung oftmals nicht auf Geschlechterunterschiede eingegangen. Dabei deuten Studien darauf hin, dass Frauen möglicherweise andere Behandlungsformen benötigen als Männer (Kok et al., 2020), etwa wegen eines anderen Hormonhaushalts (Littmann et al., 2021). Es zeigt sich, dass häufig verwendete Medikamente wie Ritalin zyklusabhängig anders wirken, weil weibliche Hormone die Aufnahme der Wirkstoffe, sowie die Symptome beeinflussen (Cubbin, 2021).

Dabei können die fehlende Berücksichtigung von Geschlechterunterschieden und die fehlende Diagnose und korrekte Behandlung von AD(H)S bei Frauen zu einer starken Beeinträchtigung von deren Lebensqualität bis hin ins Erwachsenenalter führen. AD(H)S ist eine neurologische Entwicklungsstörung (American Psychiatric Association, 2013), die sich in vielen Lebensbereichen auswirkt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Unterdiagnostizierung von Frauen mit AD(H)S und zeigt auf, welche Bedeutung soziale Medien für Betroffene haben können.

2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel fasst den aktuellen Forschungsstand zu AD(H)S, Online-Social-Support und dessen Auswirkungen auf das Wohlbefinden zusammen.

3. Methodische Umsetzung: Hier wird das gewählte qualitative Forschungsdesign erläutert, das auf leitfadengestützten Einzelinterviews basiert.

4. Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die Erkenntnisse zur Art der rezipierten Instagram-Inhalte, den Interaktionsweisen der Nutzerinnen und den Auswirkungen auf ihre psychische Gesundheit.

5. Diskussion der Ergebnisse und Fazit: Die Studie schließt mit einer kritischen Reflexion der Ergebnisse über Chancen und Risiken der digitalen Gemeinschaftsbildung.

Schlüsselwörter

AD(H)S, Frauen, Instagram, Health Content, Soziale Unterstützung, Selbststigma, Wohlbefinden, Gruppenzugehörigkeit, Psychische Gesundheit, Qualitative Forschung, Online-Support, Stigmatisierung, Neurodiversität, Mediennutzung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie Frauen mit AD(H)S soziale Medien, insbesondere Instagram, nutzen, um sich zu informieren, Unterstützung zu finden und mit der eigenen Diagnose umzugehen.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Studie?

Im Mittelpunkt stehen die AD(H)S-Symptomatik bei Frauen, die Rolle von Online-Communities für den sozialen Zusammenhalt sowie der Einfluss von Inhalten auf das Selbstbild und das Wohlbefinden der Betroffenen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, welche Inhalte betroffene Frauen rezipieren, wie sie mit diesen interagieren und inwiefern sich dies positiv oder negativ auf ihre psychische Verfassung auswirkt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin wählt ein qualitatives Forschungsdesign und führt leitfadengestützte Einzelinterviews mit betroffenen Frauen durch, die nachfolgend mittels inhaltlich-strukturierender Inhaltsanalyse ausgewertet werden.

Was enthält der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil umfasst eine Literaturrecherche zu theoretischen Grundlagen, die Erläuterung des methodischen Vorgehens sowie eine detaillierte Analyse der Interviewergebnisse unter Berücksichtigung von Nutzungsmotiven und Auswirkungen.

Welche Keywords stechen besonders hervor?

Neben AD(H)S und Instagram prägen Begriffe wie Selbststigma, Gruppenzugehörigkeit und Online-Support die thematische Ausrichtung.

Welche Rolle spielt das Alter der befragten Frauen bei der Diagnose?

Die Arbeit stellt fest, dass viele der teilnehmenden Frauen erst im Erwachsenenalter diagnostiziert wurden, was die Relevanz von Online-Informationsquellen für diese Altersgruppe unterstreicht.

Gibt es auch negative Aspekte der Instagram-Nutzung bei AD(H)S?

Ja, die Arbeit thematisiert unter anderem das Risiko der internetsüchtigen Nutzung, potenziell verstärkende Symptome durch Algorithmen sowie die Belastung durch negative oder stigmatisierende Kommentare.

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Details

Title
Instagram-Inhalte zu AD(H)S bei Frauen
Subtitle
Auswirkungen auf das Zugehörigkeitsgefühl, das Wohlbefinden und die Selbststigmatisierung Betroffener
College
LMU Munich  (Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung)
Author
Alina Rückerl (Author)
Publication Year
2022
Pages
88
Catalog Number
V1513435
ISBN (PDF)
9783389082188
ISBN (Book)
9783389082195
Language
German
Tags
instagram-inhalte frauen auswirkungen zugehörigkeitsgefühl wohlbefinden selbststigmatisierung betroffener
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alina Rückerl (Author), 2022, Instagram-Inhalte zu AD(H)S bei Frauen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1513435
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