Diese Hausarbeit untersucht die kompetenzorientierte Gestaltung von Online-Unterricht in der generalistischen Pflegeausbildung. Ziel ist es, die Vermittlung von beruflichen Handlungskompetenzen durch digitale Lehrmethoden zu optimieren, insbesondere vor dem Hintergrund der neuen Pflegeberufereform und der steigenden Bedeutung des E-Learnings in der Pflegepädagogik. Unter Berücksichtigung von Konzepten wie der Mediendidaktik und des Gov-I-Verfahrens werden didaktische Strategien vorgestellt, die die Kompetenzentwicklung im virtuellen Raum fördern sollen. Die Arbeit liefert praxisnahe Impulse für eine effektive Nutzung digitaler Lernangebote in der Pflegeausbildung.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Hauptteil
1. Mediendidaktik & E-Learning
1.1 Definition Mediendidaktik
1.1.1 Einsatz von digitalen Medien in Lehr- & Lernkontexten
1.2 Definition E-Learning
1.2.1 Das virtuelle Seminar
2. Kompetenzen
2.1 Definition Kompetenz
2.1.1 Fertigkeiten & Wissen
2.1.2 Qualifizierung
2.1.3 Werte
2.2 Kompetenzentwicklung
2.2.1 Phase1: Wissensaufbau
2.2.2 Phase 2: Qualifikation
2.2.3 Phase 3: Wissenstransfer in die Praxis
2.2.4 Phase 4: Kompetenzentwicklung
2.3 Kompetenz in der generalistischen Pflegeausbildung
3. Kompetenzorientierte Gestaltung von Unterricht
3.1 Kompetenzorientierter Unterricht
3.1.1 Die drei Phasen der kompetenzorientierten Unterrichtsgestaltung
3.2 Kompetenzorientierter Unterrichts nach dem GovI-Verfahren
4. Kompetenzorientierter E-Learning-Unterricht
4.1 Lernaufgaben
4.2 Konstruktion von E-Learning Angeboten
Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, welche didaktischen Grundlagen E-Learning-Unterricht erfüllen muss, um in der generalistischen Pflegeausbildung einen effektiven Kompetenzerwerb bei den Auszubildenden zu fördern und zu ermöglichen.
- Grundlagen der Mediendidaktik und des E-Learnings
- Differenzierte Analyse des Kompetenzbegriffs und der Kompetenzentwicklung
- Übertragung der Anforderungen an kompetenzorientierten Unterricht auf digitale Lernszenarien
- Darstellung des Gov-I-Verfahrens zur kompetenzorientierten Unterrichtskonstruktion
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Die drei Phasen der kompetenzorientierten Unterrichtsgestaltung
Laut Schott & Ghanbari, ist ein Gütekriterium kompetenzorientierten Unterrichts die Maßnahmengüte (2012). Diese bewertet eine Maßnahme, bezüglich ihrer Güte, hinsichtlich zwei Aspekten. Zum einen hinsichtlich der „Relevanz des Ziels der Maßnahme“, also ob das angestrebte Ziel erstrebenswert und zu rechtfertigen ist (Schott & Ghanbari, 2012), zum anderen bezüglich der „Effizienz der Maßnahme“. Die Effizienz ist laut Schott & Ghanbari abhängig von der Effektivität und den Ressourcen. Ist ein Ziel (Output) einer Maßnahme gut zu erreichen, so ist die Maßnahme effektiv. Bezüglich der Ressourcen weist eine Maßnahme dann Maßnahmengüte auf, wenn das Ziel mit einem guten Kosten-Nutzen-Verhältnis und ohne schädliche Nebenwirkungen realisiert wird (Schott & Ghanbari, 2012). Um dieses Gütekriterium von kompetenzorientiertem Unterricht zu erreichen, weisen die Autoren auf die „Drei Phasen der kompetenzorientierten Unterrichtsgestaltung“ (Schott & Ghanbari, 2012, S.123) hin. Die Phasen werden unterschieden in:
1. Phase: Zielbestimmung
2. Phase: Analyse der Gestaltungsmöglichkeiten
3. Phase: Konstruktion einer Gestaltungslösung
Zusammenfassung der Kapitel
1. Mediendidaktik & E-Learning: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Begriffe der Mediendidaktik im Kontext von Lernprozessen und grenzt E-Learning als spezifische, digital gestützte Unterrichtsform ab.
2. Kompetenzen: Hier wird der Kompetenzbegriff theoretisch hergeleitet und die für den Lernfortschritt notwendigen Phasen von der Wissensbasis bis zur verinnerlichten Handlungsfähigkeit in der Pflege erläutert.
3. Kompetenzorientierte Gestaltung von Unterricht: Dieses Kapitel stellt Modelle und Vorgehensweisen vor, wie kompetenzorientierter Unterricht konstruiert wird, wobei das Gov-I-Verfahren als strukturgebender Rahmen für die Unterrichtsplanung dient.
4. Kompetenzorientierter E-Learning-Unterricht: Dieses Kapitel verknüpft die theoretischen Anforderungen an Lernaufgaben und deren Konstruktion direkt mit den Möglichkeiten und Herausforderungen virtueller Lernumgebungen in der Pflegeausbildung.
Schlüsselwörter
Kompetenzorientierung, E-Learning, Pflegeausbildung, Mediendidaktik, Kompetenzentwicklung, Gov-I-Verfahren, Lernaufgaben, Unterrichtsgestaltung, Zielvalidität, Bildungsreform, Pflegefachmann, Pflegefachfrau, digitale Medien, Selbststeuerung, Handlungsfähigkeit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Möglichkeiten und notwendigen Voraussetzungen, pflegerische Kompetenzen durch E-Learning-Angebote innerhalb der generalistischen Pflegeausbildung zu vermitteln.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind die Mediendidaktik, die theoretischen Ansätze der Kompetenzentwicklung sowie die methodische Gestaltung von kompetenzorientiertem Unterricht in digitalen Lernumgebungen.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die Arbeit stellt die Frage, welche Grundlagen E-Learning-Unterricht erfüllen muss, um den Erwerb der in der generalistischen Pflegeausbildung geforderten Kompetenzen zu ermöglichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt einen theoretischen Ansatz, der auf der Analyse pflegepädagogischer Fachliteratur und der Anwendung des Gov-I-Verfahrens (Goal-valid Instruction) zur Unterrichtsgestaltung basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsdefinitionen, die theoretische Fundierung von Kompetenzen und deren Entwicklung sowie die konkrete Anwendung gestaltungsorientierter Methoden auf E-Learning-Szenarien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe Kompetenzorientierung, E-Learning, generalistische Pflegeausbildung und Unterrichtskonstruktion charakterisieren.
Warum ist die "parallele Zielvalidität" für E-Learning so bedeutsam?
Sie stellt sicher, dass das, was im digitalen Unterricht vermittelt wird, exakt mit den angestrebten Lernzielen und den abschließenden Kompetenzüberprüfungen übereinstimmt, was für den Kompetenzerwerb essenziell ist.
Welche Rolle spielen "Lernaufgaben" in der Arbeit?
Lernaufgaben bilden das zentrale Element der Unterrichtsgestaltung, da sie dazu dienen, Fähigkeiten und Fertigkeiten in realitätsnahen Kontexten anzuwenden und somit über das reine Faktenwissen hinauszugehen.
Wie bewertet der Autor das Potenzial von E-Learning für die Pflege?
Der Autor sieht ein großes Potenzial, betont aber, dass reines E-Learning bei der Entwicklung komplexer Handlungskompetenz an Grenzen stößt, da hierfür oft reale, soziale Anwendungssituationen notwendig sind.
Was versteht man unter dem "Dresdener Ei"?
Das "Dresdener Ei" (Abbildung 3 im Text) ist eine grafische Darstellung des Gov-I-Verfahrens, die die drei Phasen der kompetenzorientierten Unterrichtsgestaltung in ihrem systematischen Zusammenhang visualisiert.
- Arbeit zitieren
- Sebastian Kwasek (Autor:in), 2021, Kompetenzorientierte Gestaltung von Online-Unterricht in der Pflegeausbildung. Grundlagen zum Erwerb von Kompetenzen im E-Learning Unterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1515286