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Der Mythos von Gut und Böse als Bestandteil der nationalstaatlichen Identität der Vereinigten Staaten von Amerika und seine Instrumentalisierung zur Feindbildkonstruktion

Title: Der Mythos von Gut und Böse als Bestandteil der nationalstaatlichen Identität der Vereinigten Staaten von Amerika und seine Instrumentalisierung zur Feindbildkonstruktion

Term Paper , 2003 , 27 Pages , Grade: Leistungsnachweis

Autor:in: Reinhold Stumpf (Author)

Politics - Region: USA
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Der „Mythos von der Nation“ ist in den meisten Staaten verbreitet und Bestandteil der politischen Identität. In der vorliegenden Arbeit wird über die vielfältige Verwendung von Mythen in der Politik hinausgehend eine spezielle mythologische Beschaffenheit von politischer Identität in den Vereinigten Staaten von Amerika am Beispiel des Mythos von Gut und Böse gezeigt und erklärt. Ebenso werden deren Konsequenzen diskutiert. Politikwissenschaftlich interessant sind dabei die Fragen, welche Funktion Mythen in der Politik der Vereinigten Staaten von Amerika haben und wie diese in der politischen Identität verankert sind, wie das Gut-Böse-Schema zur Feindbildkonstruktion instrumentalisiert wird und dabei in der politischen wie gesellschaftlichen Identität der USA eine „We against Them“-Mentalität fördert. Die zentrale These, die im Verlauf der Arbeit argumentativ gestützt werden soll, lautet: Die nationalstaatliche Identität der USA ist stark mythologisch geprägt und hat eine simplifizierende Gut-Böse-Unterscheidung in Alltag und Politik etabliert, die eine Instrumentalisierung zur Feindbildkonstruktion fördert und sich rationalem Denken und Handeln in der Politik versperrt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die mythologische Prägung der nationalstaatlichen Identität der USA

2.1 Mythen in der Politik

2.2 Die mythologische Identität der USA

2.3 Eine texanische Identität?

3 Der Gut-und-Böse-Mythos und seine politische Instrumentalisierung zur Feindbildkonstruktion in den USA

3.1 Der Mythos von Gut und Böse als Grundlage der Feindbildkonstruktion

3.2 Die Herausbildung einer „We against Them“ – Mentalität in den USA

3.3 Die „Achse des Bösen“ als neues Feindbild der USA

3.4 Die mythologische Identität der Alltagskultur in den USA

4 Rationale vs. Irrationale Politik

5 Anhang: Literaturverzeichnis und Quellenangaben

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die mythologische Dimension politischer Identität in den Vereinigten Staaten von Amerika, mit besonderem Fokus auf den „Mythos von Gut und Böse“. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie dieses dualistische Schema zur Feindbildkonstruktion instrumentalisiert wird, um rationale Diskurse zu unterdrücken und eine „We against Them“-Mentalität zu festigen.

  • Die Rolle und Funktion von Mythen in der politischen Kulturforschung.
  • Der Einfluss protestantischer Fundamentalisten und texanischer Kulturgeschichte auf die aktuelle US-Politik.
  • Die psychologische und soziale Mechanik der Feindbildkonstruktion durch Komplexitätsreduktion.
  • Die Analyse der rhetorischen Strategien der Bush-Administration im Kontext der „Achse des Bösen“.
  • Die Wechselwirkung zwischen politischer Ideologie und populärer Alltagskultur, insbesondere am Beispiel Hollywoods.

Auszug aus dem Buch

3.1 Der Mythos von Gut und Böse als Grundlage der Feindbildkonstruktion

Vom Mythos gelangen wir über mindestens zwei Wege zum Feindbild. Erstens ist der Mythos Nährboden von Vorurteilen, von denen Feindbilder eine besondere Form darstellen. Zweitens werden Vorurteile über den Mythos hinter einer politischen Ideologie zu Feindbildern instrumentalisiert. In beiden Fällen wird das Vorurteil erst über den Mythos zu einer Konstruktion vom Feind. Auch Brand sieht im Mythos vor allem einen Kampfmythos. Der Kampf stellt sich dabei als Konflikt zwischen Gut und Böse dar. Dass andere als Böse bezeichnet werden, setzt jedoch voraus, dass sich die beurteilende Seite als Gut betrachtet. Dafür ist vor allem die komplexitätsreduzierende Funktion des Mythos verantwortlich. Der Mythos zielt auf eine simple Erklärung der Welt, die nicht mehr bewiesen und begründet werden muss. Er reduziert beispielsweise politische Problemstellungen auf die dichotome Frage von „Entweder Oder“. Solche unterkomplexen Theorien folgen durchweg einem schlichten Schema, das als politikwissenschaftlicher „Manichäismus“ bezeichnet werden kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Mythen in der Politik und Darlegung der These zur mythologischen Prägung der US-Identität.

2 Die mythologische Prägung der nationalstaatlichen Identität der USA: Analyse der theoretischen Bedeutung von Mythen sowie der spezifischen kulturellen und religiösen Identitätsfaktoren in den USA.

3 Der Gut-und-Böse-Mythos und seine politische Instrumentalisierung zur Feindbildkonstruktion in den USA: Untersuchung der praktischen Anwendung des Gut-Böse-Schemas zur Feindbildkonstruktion und deren Auswirkungen auf die Politik sowie die Alltagskultur.

4 Rationale vs. Irrationale Politik: Kritische Diskussion des Spannungsfeldes zwischen mythologisch motivierter Politik und den Erfordernissen rationalen, diskursiven Handelns.

5 Anhang: Literaturverzeichnis und Quellenangaben: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärquellen.

Schlüsselwörter

USA, Politische Identität, Mythos, Gut und Böse, Feindbild, Instrumentalisierung, Nationalismus, Zivilreligion, Komplexitätsreduktion, Fundamentalismus, Achse des Bösen, George W. Bush, Hollywood, Politische Kommunikation, Manichäismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die mythologische Fundierung der nationalstaatlichen Identität der USA und deren Auswirkungen auf die politische Handlungsweise, insbesondere hinsichtlich der Konstruktion von Feindbildern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Untersuchung deckt die Bereiche Politische Kulturforschung, religiöser Fundamentalismus, Ideologiekritik, internationale Politik und Medieneinflüsse durch die Populärkultur ab.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu belegen, dass die USA eine stark mythologisch geprägte Identität besitzen, die durch ein simplifizierendes Gut-Böse-Schema rationale Politik erschwert und zur Feindbildbildung neigt.

Welche wissenschaftliche Methode findet Anwendung?

Die Arbeit nutzt eine politikwissenschaftliche Analyse, die Theorien zur Entstehung von Mythen und Feindbildern mit historischen Analysen und Diskursen über aktuelle politische Rhetorik verbindet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die mythologische Herleitung der US-Identität, die detaillierte Analyse der Instrumentalisierung des Gut-Böse-Mythos in der Außenpolitik und die Betrachtung der Rolle der Alltagskultur als Verstärker dieser Prozesse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind USA, Politische Identität, Mythos, Feindbildkonstruktion, Fundamentalismus, Manichäismus und Komplexitätsreduktion.

Welche Bedeutung hat das Beispiel Texas in der Arbeit?

Texas wird als Brutstätte eines spezifischen konservativ-protestantischen Fundamentalismus identifiziert, der durch die Präsidentschaft George W. Bushs maßgeblichen Einfluss auf das politische Selbstverständnis und die Rhetorik des Weißen Hauses gewann.

Wie beeinflusst die Filmindustrie laut Autor die politische Identität?

Der Autor argumentiert, dass Hollywood-Filme durch die Inszenierung des Kampfes zwischen Gut und Böse als „Heldenreise“ Alltagsvorstellungen prägen, die wiederum die Akzeptanz für eine dichotomische politische Rhetorik in der Gesellschaft erhöhen.

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Details

Title
Der Mythos von Gut und Böse als Bestandteil der nationalstaatlichen Identität der Vereinigten Staaten von Amerika und seine Instrumentalisierung zur Feindbildkonstruktion
College
University of Hagen  (Institut für Politikwissenschaft)
Grade
Leistungsnachweis
Author
Reinhold Stumpf (Author)
Publication Year
2003
Pages
27
Catalog Number
V15179
ISBN (eBook)
9783638203722
ISBN (Book)
9783640857579
Language
German
Tags
Mythos Böse Bestandteil Identität Vereinigten Staaten Amerika Instrumentalisierung Feindbildkonstruktion
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Reinhold Stumpf (Author), 2003, Der Mythos von Gut und Böse als Bestandteil der nationalstaatlichen Identität der Vereinigten Staaten von Amerika und seine Instrumentalisierung zur Feindbildkonstruktion, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/15179
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