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Produktivitätswirkungen von Modellen der materiellen Mitarbeiterbeteiligung

Eine Untersuchung ausgewählter empirischer Studien

Title: Produktivitätswirkungen von Modellen der materiellen Mitarbeiterbeteiligung

Term Paper , 2010 , 33 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Christoph Messner (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous
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Die Beteiligung von Mitarbeitern an ihrem Arbeit gebenden Unternehmen rückt regelmäßig ins Rampenlicht der Öffentlichkeit. Häufig sind es Akteure aus der Politik, die mit ihren Vorschlägen die Wirtschaftspolitik zu prägen versuchen. Dabei unterstellen sie der Mitarbeiterbeteiligung (MAB) eine Vielzahl von Problemlösungseigenschaften und betiteln sie förmlich als Allzweckwaffe für den Kampf gegen die Krise. Mit Stand 2007 praktizierten jedoch lediglich etwa 3.750 deutsche Unternehmen Modelle einer MAB. Dies betrifft rund 2,1 Mio. Beschäftigte, die ihrem Unternehmen somit schätzungsweise 13 Mrd. € zur Verfügung stellen. Im April 2009 wurde durch einen Beschluss der großen Koalition versucht, mithilfe von steuerlichen Anreizen, die Beteiligung von Mitarbeitern an ihrem Arbeit gebenden Unternehmen zu fördern. Diese Maßnahme war ein Flop. Die Zahlen sind nachwievor fast unverändert.

Es existieren zahlreiche nationale und internationale Studien zu den Produktivitätseffekten von Beteiligungsmodellen. Aber so unterschiedlich die Datenbasis, die methodischen Verfahren und die Bewertung der Ergebnisse der einzelnen Studien auch sind, so unterschiedlich sind auch deren Ergebnisse. Dabei sind die Autoren häufig davon überzeugt, dass „ihre“ Studie verlässliche Aussagen zu den Produktivitätswirkungen einer MAB liefern kann.

In dieser Hausarbeit werden auf Grundlage von ausgewählten empirischen Studien, die Auswirkungen von Modellen der materiellen Mitarbeiterbeteiligung (MMAB) auf die Produktivität eines Unternehmens untersucht. Ziel ist es, aus den Ergebnissen mehrerer nationaler und internationaler Studien, Schlussfolgerungen über mögliche Produktivitätseffekte ableiten zu können.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Hintergrund und Motivation

1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise

2. Begriffliche Grundlagen

2.1 Mitarbeiterbeteiligung

2.2 Bestimmung der Produktivität

3. Auswahl der empirischen Studien

4. Untersuchung ausgewählter Studien

4.1 Empirische Studien zur materiellen Mitarbeiterbeteiligung

4.1.1 Zur Bedeutung materieller Mitarbeiterbeteiligung in Baden-Württemberg – eine empirische Analyse mit dem IAB-Betriebspanel

4.1.2 Produktivitätswirkung von Mitarbeiterbeteiligung: Der Einfluss von unbeobachteter Heterogenität

4.2 Empirische Studien zur Gewinnbeteiligung

4.2.1 Die Auswirkungen von Gewinnbeteiligungen in den neuen Bundesländern

4.2.2 Hat die Einführung von Gewinnbeteiligungsmodellen kurzfristige positive Produktivitätswirkungen?

4.3 Ausländische Studien zur materiellen Mitarbeiterbeteiligung

4.3.1 The Productivity Effects of Stock Option Schemes: Evidence from Finnish Panel Data

4.3.2 Employee Ownership and Participation Effects on Firm Outcomes

5. Kritische Bewertung der Ergebnisse

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht auf Basis ausgewählter nationaler und internationaler empirischer Studien, ob und inwieweit Modelle der materiellen Mitarbeiterbeteiligung (MMAB) die Produktivität in Unternehmen tatsächlich messbar steigern. Im Fokus steht dabei die kritische Analyse der Datenbasis und der methodischen Ansätze verschiedener Studien, um zu prüfen, ob positive Effekte auf die Produktivität kausal auf die Beteiligungsmodelle zurückzuführen sind oder ob andere, oft unbeobachtete Faktoren eine entscheidende Rolle spielen.

  • Analyse der Produktivitätseffekte von Modellen der materiellen Mitarbeiterbeteiligung
  • Vergleich von Unternehmen mit und ohne materielle Mitarbeiterbeteiligung
  • Kritische Würdigung methodischer Ansätze in der empirischen Forschung
  • Untersuchung des Einflusses von unbeobachteter Heterogenität auf Studienergebnisse

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Zur Bedeutung materieller Mitarbeiterbeteiligung in Baden-Württemberg – eine empirische Analyse mit dem IAB-Betriebspanel

Die Studie vom Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) in Tübingen wurde von Strotmann durchgeführt und beruht auf Daten von zwei Wellen des IAB-Betriebspanels in Baden-Württemberg aus den Jahren 2000 und 2001. Die Daten basieren auf Befragungen von etwa 1.100 baden-württembergischen Unternehmen aller Betriebsgrößen, Rechtsformen und aus allen Branchen, so dass die Ergebnisse repräsentativ für die gesamte Wirtschaft in Baden-Württemberg sind. Strotmann unterscheidet in seiner Studie nicht zwischen Betrieben mit einer Kapital- oder Erfolgsbeteiligung, da sonst die Fallzahlen in Baden-Württemberg für einzelne Branchen und Betriebsgrößen nicht für statistische Hochrechnungen ausreichen würden. Darüber hinaus wird nicht unterschieden, ob die Modelle der MMAB allen oder nur einem selektiven Kreis der Beschäftigten angeboten werden.

Zunächst untersucht Strotmann, in welchen Unternehmen Modelle der MMAB praktiziert werden. Dazu analysiert er die Unternehmen in Bezug auf Betriebsgröße, Branche, Rechtsform, Existenz eines Betriebsrates, Eigentumsverhältnisse, Tarifbindung, Innovationspotential und IKT-Investitionstätigkeit. Hierbei prüft er jeweils den Anteil an Betrieben mit einer MMAB und stellt fest, dass die Verbreitung von MMAB mit steigender Unternehmensgröße zunimmt, häufiger im verarbeitenden Gewerbe sowie in AGs und GmbHs praktiziert wird und dass sich in innovativen Unternehmen deutlich häufiger Modelle der MMAB finden.

Die Auswirkungen der MMAB betrachtet Strotmann als Erwerbsproduktivität. Die Bezugsgröße für das Produktionsergebnis bildet entweder der Umsatz des Unternehmens oder aber die betriebliche Wertschöpfung, bei der die Kosten für Vorleistungen vom Umsatz abgezogen wurden. Die Angaben für den Umsatz sowie der Anzahl der Beschäftigten stammen aus den Jahren 1999 und 2000, da das IAB-Betriebspanel jeweils die Umsatzangaben des Vorjahres betrachtet. Dabei vergleicht Strotmann den Output zum einen mit der Gesamtzahl der Beschäftigten und zum anderen nur mit der Anzahl der Sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten. Des Weiteren weist er in seiner Untersuchung auf eine teilweise beträchtliche Anzahl von fehlenden Werten in Bezug auf den Umsatz hin. Da der Grund für die fehlenden Angaben nicht festgestellt werden kann (Zufall oder Absicht), sollte dies bei der Interpretation der Ergebnisse beachtet werden. Die Ergebnisse werden in Quantilen dargestellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die gesellschaftliche Relevanz der materiellen Mitarbeiterbeteiligung, steckt das Ziel der Untersuchung ab und definiert die zentralen Forschungsfragen.

2. Begriffliche Grundlagen: Dieses Kapitel liefert Definitionen zu den Formen der Mitarbeiterbeteiligung und erläutert den in der Arbeit verwendeten Produktivitätsbegriff.

3. Auswahl der empirischen Studien: Hier werden die methodischen Kriterien zur Selektion der herangezogenen empirischen Studien dargelegt, um eine hohe Aussagekraft der Ergebnisse sicherzustellen.

4. Untersuchung ausgewählter Studien: Dieses Hauptkapitel präsentiert und analysiert detailliert die ausgewählten nationalen und internationalen Studien hinsichtlich ihrer Datenbasis, Methodik und Ergebnisse.

5. Kritische Bewertung der Ergebnisse: Die Ergebnisse der untersuchten Studien werden in diesem Kapitel einer kritischen Gesamtbetrachtung unterzogen, wobei insbesondere strukturelle Unterschiede und kausale Zusammenhänge hinterfragt werden.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und stellt fest, dass kein allgemeiner empirischer Beweis für produktivitätssteigernde Effekte durch MMAB vorliegt, da oft strukturelle Faktoren die Ergebnisse beeinflussen.

Schlüsselwörter

Materielle Mitarbeiterbeteiligung, MMAB, Produktivität, IAB-Betriebspanel, Empirische Forschung, Gewinnbeteiligung, Aktienoptionen, ESOP, Unternehmenserfolg, Produktivitätseffekte, Selektionskorrektur, Mitarbeiterpartizipation, Unternehmensführung, Arbeitsleistung, Empirische Analyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob und inwieweit Modelle der materiellen Mitarbeiterbeteiligung (MMAB) die Produktivität von Unternehmen positiv beeinflussen können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf die materielle Mitarbeiterbeteiligung, verschiedene Gewinnbeteiligungsmodelle, Aktienoptionspläne und deren messbare Auswirkungen auf die betriebliche Produktivität.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, aus nationalen und internationalen empirischen Studien Schlussfolgerungen über mögliche Produktivitätseffekte der MMAB abzuleiten und zu klären, ob sich signifikante Unterschiede zwischen beteiligten und nicht beteiligten Unternehmen feststellen lassen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturanalyse, bei der ausgewählte empirische Primärstudien kritisch hinsichtlich ihrer Datenbasis, der methodischen Vorgehensweise und ihrer Ergebnisse untersucht und bewertet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifische deutsche und ausländische Studien, wie beispielsweise solche, die das IAB-Betriebspanel nutzen oder den Zusammenhang zwischen Aktienoptionen und Produktivität in finnischen bzw. US-amerikanischen Unternehmen untersuchen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Materielle Mitarbeiterbeteiligung, Produktivitätseffekte, IAB-Betriebspanel, Empirische Studien, Gewinnbeteiligung, Aktienoptionen und Selektionskorrektur.

Warum kommt Strotmann in seiner Studie von 2006 zu anderen Ergebnissen als in seiner Arbeit von 2002?

Strotmann nutzt in seiner späteren Studie ein Propensity-Score-Matching, um die Vergleichbarkeit der Unternehmen zu erhöhen, und stellt dabei keine kurzfristigen positiven Produktivitätseffekte mehr fest, was auf die methodische Verfeinerung zurückzuführen ist.

Was bedeutet der Begriff "unbeobachtete Heterogenität" in diesem Kontext?

Er beschreibt Merkmale wie Managementqualität oder Unternehmenskultur, die nicht direkt messbar sind, aber sowohl die Entscheidung für eine Mitarbeiterbeteiligung als auch die Produktivität beeinflussen können und somit die Ergebnisse verzerren können.

Welche Rolle spielt die Selektionskorrektur in der untersuchten Literatur?

Sie dient dazu, die positiven Ergebnisse, die oft in einfachen Vergleichen gefunden werden, zu bereinigen, um den tatsächlichen, isolierten Effekt der Mitarbeiterbeteiligung auf die Produktivität zu bestimmen.

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Details

Title
Produktivitätswirkungen von Modellen der materiellen Mitarbeiterbeteiligung
Subtitle
Eine Untersuchung ausgewählter empirischer Studien
College
Private University of Applied Sciences Goettingen
Grade
1,0
Author
Christoph Messner (Author)
Publication Year
2010
Pages
33
Catalog Number
V151881
ISBN (eBook)
9783640635344
ISBN (Book)
9783640635627
Language
German
Tags
Mitarbeiterbeteiligung Gewinnbeteiligung Erfolgsbeteiligung Kapitalbeteiligung Produktivität Produktivitätswirkungen Auswirkungen empirisch Untersuchung Bewertung Modelle Ausprägungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christoph Messner (Author), 2010, Produktivitätswirkungen von Modellen der materiellen Mitarbeiterbeteiligung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/151881
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