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Aufgaben und Möglichkeiten der Erziehungsberatung bei Schulverweigerung

Ein Einblick in eine aktuelle Thematik

Título: Aufgaben und Möglichkeiten der Erziehungsberatung bei Schulverweigerung

Redacción Científica , 2010 , 12 Páginas

Autor:in: Bakk.phil. MA Jürgen Bauer (Autor)

Pedagogía - Escuelas pedagógicas
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Das Thema Schulverweigerung war wohl noch nie so brisant wie zurzeit. Viele Studien zeigen die Ursachen und Folgen von frühzeitigem Schulabbruch. Voraus geht oftmals das Vermeiden des Schulbesuchs. Wenn Kinder und Jugendliche nicht mehr in die Schule gehen, kann das vielfältige Ursachen haben. Das Schuleschwänzen von einst bedeutete, dass sich SchülerInnen eine Auszeit vom Schulalltag genommen haben und ein paar Stunden oder einen Tag dem Unterricht fern geblieben sind. Nicht selten wurde mit Hilfe guter Ausreden oder gar gefälschten Unterschriften auf den Entschuldigungen das Fehlverhalten gar nicht offenkundig. Bei der Schulverweigerung geht es nicht um einzelne geschwänzte Stunden oder Tage. Der Schulbesuch wird aus verschiedenen Gründen über längere Phasen vermieden. Trotz eng-maschiger Betreuung von Schule, SchülerberaterInnen, BeratungslehrerInnen, SchulpsychologInnen, ÄrztInnen und SozialarbeiterInnen gelingt es nicht immer, SchulverweigerInnen wieder in das System Schule rückzuführen und das davon be-troffene System Familie entsprechend zu stärken und unterstützen. Die Erziehungsberatung bietet zwar ein gut strukturiertes Handwerkszeug und somit Unterstützung, kann aber ein System nur dann positiv verändern, wenn es dieses auch zulässt. Das vorliegende Paper soll einen Einblick in das Thema Schulverweigerung und in die Möglichkeiten der Erziehungsberatung geben und besitzt nicht den Anspruch der Vollständigkeit oder gar ein Patentrezept gegen die Schulverweigerung zu sein.

Es werden die Unterschiede von passiver und aktiver Schulvermeidung erläutert und auf die Formen der aktiven Schulverweigerung (Schulschwänzen, Schulangst, Schulphobie) näher eingegangen. Im Anschluss daran finden sich Thesen, welche Aufgaben und Möglichkeiten die Erziehungsberatung haben kann, Schulverweigerung entgegenzuwirken, ohne als Rezept verstanden werden zu wollen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Aktive und passive Schulverweigerung

2.1 Passive Schulverweigerung

2.2 Aktive Schulverweigerung

2.2.1 Schulschwänzen

2.2.1 Schulangst

2.2.3 Schulphobie

3 Thesen

3.1 These 1: Gezielte Beratung und entsprechende Maßnahmen können Schulangst minimieren.

3.2 These 2: Elterntraining ermöglicht Verhaltensänderungen, die sich positiv auf die Schulverweigerung auswirken.

3.3 These 3: Verhaltensmodifikation fördert den Schulbesuch.

3.4 These: 4: Schulische Erfolge wirken schulvermeidendem Handeln entgegen.

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, einen fundierten Einblick in das Phänomen der Schulverweigerung zu geben und die verschiedenen Aufgaben sowie Interventionsmöglichkeiten der Erziehungsberatung aufzuzeigen, um betroffenen Kindern, Jugendlichen und ihren Familien wirksam zu begegnen.

  • Differenzierung zwischen aktiver und passiver Schulverweigerung
  • Analyse von Ursachen wie Schulschwänzen, Schulangst und Schulphobie
  • Systemische Beratungsansätze unter Einbeziehung des familiären Umfelds
  • Methoden der Verhaltensmodifikation zur Förderung des Schulbesuchs
  • Bedeutung von schulischen Erfolgen für die Prävention von Schulabsentismus

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Schulschwänzen

Diese Form der Schulverweigerung ist nicht neu. Die Gründe dafür sind vielfältig, wenngleich sie sich in den letzten Jahren mit Sicherheit gewandelt haben. Galt es früher, im elterlichen Betrieb mitzuhelfen oder mit diversen Tätigkeiten zum Gesamteinkommen der Familie etwas beizusteuern, sind heute die Gründe meist in der Verweigerung der Anstrengungsbereitschaft zu suchen (vgl. Oelsner, 2007, S. 99).

Schule macht den Schulschwänzern in der Regel nicht Angst. Sie empfinden sie als lästig und langweilig. Schule hat nur wenig Prestige, das Freizeitangebot verspricht mehr Spannung und Lustgewinn. Aus der Sicht der Jugendpsychiatrie gilt Schulschwänzen als Störung des Sozialverhaltens. Die Kinder und Jugendlichen verhalten sich aufsässig, ungehorsam, trotzig und oppositionell. Regeln werden negiert, was nicht selten zu Konflikten innerhalb der Familien führt, sobald diese vom Fernbleiben erfahren (vgl. Oelsner, 2007, S. 99).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung ordnet die Schulverweigerung als zunehmendes Problem westlicher Industrieländer ein und verdeutlicht die Notwendigkeit, das komplexe Phänomen zu untersuchen.

2 Aktive und passive Schulverweigerung: Das Kapitel differenziert zwischen passiven Formen der Schulaversion und aktiven Formen des Schulschwänzens sowie angstbasierten Vermeidungsstrategien wie Schulangst und Schulphobie.

3 Thesen: Hier werden vier zentrale Thesen aufgestellt, die Beratungsmaßnahmen, Elterntrainings, verhaltenstherapeutische Methoden und die Förderung schulischer Erfolge als Interventionsmöglichkeiten beleuchten.

4 Fazit: Das Fazit unterstreicht, dass Schulverweigerung ein gesellschaftliches Problem darstellt, welches zwingend den Einbezug des Systems Familie sowie einen multidisziplinären Ansatz in der Beratung erfordert.

Schlüsselwörter

Schulverweigerung, Erziehungsberatung, Schulschwänzen, Schulangst, Schulphobie, Verhaltensmodifikation, Elterntraining, Systemische Beratung, Schulabsentismus, Leistungsdiagnostik, Schulalltag, Intervention, Sozialverhalten, Pädagogische Psychologie, Bildungsauftrag

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Aufgaben und Möglichkeiten der Erziehungsberatung im Kontext von Schulverweigerung und bietet einen Einblick in aktuelle theoretische und praktische Ansätze zur Bewältigung dieses Phänomens.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Im Fokus stehen die Unterscheidung verschiedener Formen der Schulverweigerung (aktiv vs. passiv), die systemische Perspektive sowie verschiedene Interventionsmöglichkeiten wie Elterntraining und Verhaltensmodifikation.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Komplexität der Schulverweigerung zu schaffen und aufzuzeigen, wie Erziehungsberatung durch gezielte Maßnahmen zur Rückführung in das System Schule beitragen kann.

Welche wissenschaftlichen Ansätze oder Methoden werden verwendet?

Der Autor nutzt vor allem einen systemischen Ansatz sowie lerntheoretische Grundlagen, um Symptome und Ursachen von Schulverweigerung zu analysieren und entsprechende Interventionskonzepte wie das S-O-R-C Modell oder Mediatorenkonzepte vorzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Phänomene und die Erörterung von vier Thesen, die von der Beratung über Elterntrainings und Verhaltensmodifikation bis hin zur Wichtigkeit schulischer Erfolgserlebnisse reichen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schulverweigerung, Erziehungsberatung, Schulangst, Schulschwänzen, Systemische Beratung, Verhaltensmodifikation und Elterntraining sind die zentralen Schlagworte dieser Publikation.

Wie unterscheidet sich die Schulphobie vom klassischen Schulschwänzen?

Während beim Schulschwänzen häufig eine Störung des Sozialverhaltens vorliegt, steht bei der Schulphobie die Trennungsangst von den Eltern oder der vertrauten Umgebung im Vordergrund, wobei die Kinder oft keine Leistungsdefizite aufweisen.

Warum ist der systemische Ansatz für die Erziehungsberatung so relevant?

Der systemische Ansatz ist entscheidend, da Schulverweigerung nie als isoliertes Problem eines Kindes betrachtet werden kann, sondern als Resultat komplexer Wechselwirkungen zwischen dem Kind, dem System Familie und dem System Schule verstanden werden muss.

Welche Rolle spielt das Mediatorenkonzept im Elterntraining?

Das Mediatorenkonzept verändert das Beziehungsgefüge, indem eine neutrale Person als Vermittler zwischen dem Experten (Berater) und dem Zielkind eingesetzt wird, um die Kommunikation und Problemlösung nachhaltig zu verbessern.

Welche Bedeutung haben schulische Erfolge für betroffene Kinder?

Schulische Erfolge sind essenziell, um einen Teufelskreis aus Versagen und Vermeidung zu durchbrechen; sie erfordern oft eine gezielte fachliche Unterstützung und eine angemessene Leistungsdiagnostik.

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Detalles

Título
Aufgaben und Möglichkeiten der Erziehungsberatung bei Schulverweigerung
Subtítulo
Ein Einblick in eine aktuelle Thematik
Universidad
Pädagogische Hochschule Salzburg
Autor
Bakk.phil. MA Jürgen Bauer (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
12
No. de catálogo
V151903
ISBN (Ebook)
9783640657186
ISBN (Libro)
9783640658299
Idioma
Alemán
Etiqueta
Erziehungsberatung Schulverweigerung Schulschwänzen Schulangst Schulphobie Verhaltensmodifikation Elterntraining
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Bakk.phil. MA Jürgen Bauer (Autor), 2010, Aufgaben und Möglichkeiten der Erziehungsberatung bei Schulverweigerung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/151903
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