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Verpflichtungen des GwG und der §§ 25 b – h KWG in Kreditinstituten

Überwachung durch die Interne Revision und die gesetzliche Abschlussprüfung

Titre: Verpflichtungen des GwG und der §§ 25 b – h KWG in Kreditinstituten

Mémoire (de fin d'études) , 2010 , 77 Pages , Note: 3,0

Autor:in: Danijel Lazar (Auteur)

Gestion d'entreprise - Révision, Audit
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Résumé Extrait Résumé des informations

Der Begriff „Geldwäsche“ soll einer Legende nach in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts in den USA entstanden sein und auf Al Capone zurückgehen, der illegale Gelder aus der Prohibition in Waschsalons investiert habe, um deren wahre Herkunft zu verschleiern9.
Diese umgangssprachliche Definition des Begriffs Geldwäsche, als Verschleiern und Vorbeischleusen von Geldern, ist allerdings nur bedingt mit der kriminologischen und gesetzlichen Definition deckungs-gleich10. In kriminologischer Hinsicht beschreibt Geldwäsche einen Vorgang, der dazu dient, Spuren von aus Straftaten stammenden Vermögensgegenständen zu verschleiern oder zu verwischen, um diese zu einem späteren Zeitpunkt wieder als scheinbar legales Vermögen im regulären Wirtschafts- und Finanzkreislauf einzubringen11.

Den juristischen Tatbestand der Geldwäsche definiert § 261 StGB und erfordert, im Gegensatz zur kriminologischen Definition, dass die illegal erlangten Vermögensgegenstände aus einer der in § 261 StGB genannten Vortaten stammen12.

Die Möglichkeiten, Geldwäsche zu betreiben, sind nahezu unerschöpflich; daher gibt es mehrere Modelle, die versuchen, Geldwäsche abzubilden13. Nachfolgend wird das beherrschende Drei-Phasen-Modell der US-Zollbehörde vorgestellt, welches auf den Erfahrungen aus der Bekämpfung des Drogenhandels beruht14.
In der ersten Phase, dem sog. Placement, werden die aus illegalen Handlungen erlangten Vermögenswerte durch Ausnutzung der Einzah-lungswege von Kreditinstituten und sonstigen Unternehmen, von Bar-geld zu Buchgeld transferiert.
In der zweiten Phase, dem sog. Layering, wird versucht, die ursprüngliche Herkunft der Gelder zu verschleiern, indem z.B. komplexe, länderübergreifende Finanztransaktionsketten, unter Einbeziehung von Offs-hore-Finanzplätzen15, durchgeführt werden16.
In der dritten Phase, der sog. Integration, erfolgt die Einschleusung der Vermögensgegenstände zurück in den legalen Finanzkreislauf17.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

11. Problemstellung der Arbeit

12. Ziel der Arbeit

13. Gang der Arbeit

2. Abgrenzung der Begrifflichkeiten, historische Entwicklung und grundlegende Definitionen

21. Ursprung und Begriff der Geldwäsche

22. Modell der Geldwäsche

23. Historische Entwicklung der Bekämpfung der Geldwäsche

231. Internationale Geldwäschebekämpfung

2311. Vereinte Nationen

2312. G7

2313. FATF

2314. Basler Ausschuss für Bankenaufsicht

2315. Europarat

2316. Europäische Gemeinschaft

23161. Erste EG-Geldwäscherichtlinie

23162. Zweite EG-Geldwäscherichtlinie

23163. Dritte EG-Geldwäscherichtlinie

232. Nationale Geldwäschebekämpfung

24. Die Umsetzung der gesetzlichen Pflichten in Kreditinstituten

241. Verpflichtung der Kreditinstitute

242. Organisatorische Pflichten

2421. Geldwäschebeauftragter

2422. Schulungsmaßnahmen

2423. Gefährdungsanalyse

24231. Bedeutung der Gefährdungsanalyse

24232. Ziel der Gefährdungsanalyse

24233. Anfertigung der Gefährdungsanalyse

242331. Umfang der Gefährdungsanalyse

242332. Bestandsaufnahme der institutsspezifischen Risikosituation

242333. Erfassung und Identifizierung der Risiken

242334. Bewertung und Kategorisierung der Risiken

243. Sicherungsmaßnahmen

2431. Monitoring

2432. Sorgfaltspflichten

24321. Allgemeines

24322. Allgemeine Sorgfaltspflichten

24323. Vereinfachte Sorgfaltspflichten

24324. Verstärkte Sorgfaltspflichten

244. Sonstige Pflichten

2441. Aufzeichnungs- und Aufbewahrungspflicht

2442. Verdachtsanzeigepflicht

3. Prüfung der Anti-Geldwäsche-Organisation durch die Interne Revision und die gesetzliche Abschlussprüfung

31. Allgemeines

311. Begriff der Internen Revision

312. Begriff der gesetzlichen Abschlussprüfung

32. Rechtliche Grundlagen der Prüfung

321. Interne Revision

322. Gesetzliche Abschlussprüfung

33. Aufgaben und Ziele der Prüfung

331. Interne Revision

332. Gesetzliche Abschlussprüfung

34. Prüfung der Anti-Geldwäsche-Organisation

341. Allgemeines

342. Prüfungsplanung

3421. Vorbereitende Maßnahmen und Prüfungshandlungen

34211. Geschäftstätigkeit und Kundenstruktur

34212. Prüfung der Gefährdungsanalyse

342121. Prüfungsziel

342122. Prüfungsansatz

342123. Prüfungsdurchführung

3422. Entwicklung einer Prüfungsstrategie und eines Prüfungsprogramms

343. Prüfungsdurchführung

3431. Prüffeld Geldwäschebeauftragter

3432. Prüffeld Interne Grundsätze, Richtlinien und Arbeitsanweisungen

3433. Prüffeld Mitarbeiterzuverlässigkeit und Mitarbeiterschulungen

3434. Prüffeld Interne Revision

3435. Prüffeld Monitoring

3436. Prüffeld Know Youur Customer Prinzip

3437. Prüffeld Sonstige Pflichten

344. Berichterstattung

4. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit widmet sich der Untersuchung der Überwachung von Geldwäschepräventionspflichten in Kreditinstituten durch die Interne Revision und die gesetzliche Abschlussprüfung. Das primäre Ziel ist es, den aktuellen Stand der regulatorischen Anforderungen darzustellen sowie die praktische Umsetzung und Prüfung dieser Maßnahmen im Kontext eines risikoorientierten Ansatzes zu beleuchten.

  • Rechtliche Grundlagen der Geldwäschebekämpfung (GwG, KWG).
  • Aufbau und Bedeutung einer institutsspezifischen Gefährdungsanalyse.
  • Sicherungsmaßnahmen: Monitoring und Sorgfaltspflichten (Know Your Customer).
  • Methodik der Prüfung durch Interne Revision und Abschlussprüfer.
  • Berichterstattung und Dokumentation der Prüfungsergebnisse.

Auszug aus dem Buch

22. Modell der Geldwäsche

Die Möglichkeiten, Geldwäsche zu betreiben, sind nahezu unerschöpflich; daher gibt es mehrere Modelle, die versuchen, Geldwäsche abzubilden. Nachfolgend wird das beherrschende Drei-Phasen-Modell der US-Zollbehörde vorgestellt, welches auf den Erfahrungen aus der Bekämpfung des Drogenhandels beruht.

In der ersten Phase, dem sog. Placement, werden die aus illegalen Handlungen erlangten Vermögenswerte durch Ausnutzung der Einzahlungswege von Kreditinstituten und sonstigen Unternehmen, von Bargeld zu Buchgeld transferiert.

In der zweiten Phase, dem sog. Layering, wird versucht, die ursprüngliche Herkunft der Gelder zu verschleiern, indem z.B. komplexe, länderübergreifende Finanztransaktionsketten, unter Einbeziehung von Offshore-Finanzplätzen, durchgeführt werden.

In der dritten Phase, der sog. Integration, erfolgt die Einschleusung der Vermögensgegenstände zurück in den legalen Finanzkreislauf. Dies geschieht z.B. durch den Erwerb von Geschäftsbeteiligungen oder Investitionen am Aktien- oder Immobilienmarkt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der Relevanz des Geldwäschemissbrauchs in Kreditinstituten sowie Zielsetzung und Aufbau der Arbeit.

2. Abgrenzung der Begrifflichkeiten, historische Entwicklung und grundlegende Definitionen: Erläuterung des Geldwäschebegriffs, der kriminologischen Modelle sowie der historischen Entwicklung nationaler und internationaler Gesetze und Pflichten.

3. Prüfung der Anti-Geldwäsche-Organisation durch die Interne Revision und die gesetzliche Abschlussprüfung: Detaillierte Analyse der Prüfungspflichten, der Prüfungsplanung sowie der spezifischen Prüffelder bei der Überwachung der Anti-Geldwäsche-Organisation.

4. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der risikoorientierten Anforderungen an Kreditinstitute und Prüfinstanzen sowie Ausblick auf notwendige Weiterentwicklungen.

Schlüsselwörter

Geldwäschegesetz, GwG, Kreditwesengesetz, KWG, Geldwäschebeauftragter, Gefährdungsanalyse, Interne Revision, Abschlussprüfung, Monitoring, Sorgfaltspflichten, Know Your Customer, Terrorismusfinanzierung, Risikomanagement, Risikoorientierter Ansatz, Prüfungsstrategie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die regulatorischen Anforderungen an Kreditinstitute zur Prävention von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung sowie deren Überwachung durch Interne Revision und Abschlussprüfung.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Schwerpunkte sind die gesetzlichen Pflichten wie die Gefährdungsanalyse, Sicherungsmaßnahmen durch Monitoring und die Einhaltung der Sorgfaltspflichten gegenüber Kunden.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den aktuellen Stand der Vorschriften und der daraus resultierenden Pflichten darzustellen und aufzuzeigen, wie diese im Rahmen der Jahresabschlussprüfung und durch die Interne Revision geprüft werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung gesetzlicher Normen, Verordnungen, aufsichtsrechtlicher Rundschreiben sowie der einschlägigen Fachliteratur und Prüfungsstandards.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl die organisatorischen Pflichten des Instituts (z. B. Bestellung eines Geldwäschebeauftragten) als auch der risikoorientierte Prüfungsansatz bei der Überprüfung dieser Strukturen durch den Jahresabschlussprüfer detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Geldwäschegesetz (GwG), Risikoorientierter Ansatz, Gefährdungsanalyse, Interne Revision, Abschlussprüfung und Sorgfaltspflichten.

Was unterscheidet das "Placement", "Layering" und "Integration"?

Dies sind die drei Phasen des Geldwäschemodells: "Placement" ist der Übergang von Bar- zu Buchgeld, "Layering" dient der Verschleierung der Herkunft durch komplexe Transaktionen und "Integration" beschreibt die Rückführung der Gelder in den legalen Kreislauf.

Warum ist die Gefährdungsanalyse so wichtig für den Prüfer?

Sie ist das Kernelement des risikoorientierten Ansatzes. Der Prüfer nutzt sie, um festzustellen, ob das Institut die spezifischen Risiken korrekt erkannt hat und ob die abgeleiteten Präventionsmaßnahmen darauf abgestimmt sind.

Welche Rolle spielt die Interne Revision in diesem Kontext?

Als direkt der Geschäftsleitung unterstellte Stabsstelle überwacht sie fortlaufend das Risikomanagementsystem und die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften durch die operativen Einheiten.

Wie ist die Berichterstattungspflicht geregelt?

Der Prüfer muss über Art, Umfang und Ergebnis der Prüfung schriftlich und klar berichten; für die Anti-Geldwäsche-Organisation ist dabei oft ein gesonderter Berichtsteil gemäß § 29 Abs. 2 KWG erforderlich.

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Résumé des informations

Titre
Verpflichtungen des GwG und der §§ 25 b – h KWG in Kreditinstituten
Sous-titre
Überwachung durch die Interne Revision und die gesetzliche Abschlussprüfung
Université
University of Siegen  (Lehrstuhl BWL II - Betriebswirtschaftliche Steuerlehre und Prüfungswesen des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsrecht Univ.-Prof. (em.) Dr. Norbert Krawitz)
Note
3,0
Auteur
Danijel Lazar (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
77
N° de catalogue
V151938
ISBN (ebook)
9783640638567
ISBN (Livre)
9783640639106
Langue
allemand
mots-clé
Geldwäsche Interne Revision Gesetzliche Abschlussprüfung Kreditinstitut Terrorismusfinanzierung Wirtschaftsprüfung Anti-Geldwäsche-Organisation
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Danijel Lazar (Auteur), 2010, Verpflichtungen des GwG und der §§ 25 b – h KWG in Kreditinstituten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/151938
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