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Führt Arbeitslosigkeit tendenziell zu mehr IV-Fällen und wird die Invalidenversicherung missbraucht?

Title: Führt Arbeitslosigkeit tendenziell zu mehr IV-Fällen und wird die Invalidenversicherung missbraucht?

Research Paper (undergraduate) , 2003 , 27 Pages , Grade: noch nicht benotet

Autor:in: Alexandra Hugi (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

Unsere Sozialwerke sind in Bedrängnis, materiell und mehr noch ideell. Die Zunahme
der Rentenbezüger und die zähe Rezession führten nicht nur zu Mehrausgaben,
sondern reduzierten auch die Einnahmen.
Defizite in Rezessionszeiten sind für die AHV1 und IV2 sowie für die ALV3 nichts Neues.
Schon nach der Rezession von 1974/1975 machte die AHV, die IV und die ALV
Defizite. Nach einer 4-jährigen Defizitperiode befindet sich die AHV seit dem Jahr
2000 wieder in den schwarzen Zahlen. Diese Veränderung ist vor allem auf das erstmals
erhobene Mehrwertsteuerprozent zugunsten der AHV und den steigenden
Löhnen zurückzuführen. Im Jahre 2001 betrug der Fehlbetrag der IV Fr. 1´007 Millionen.
Die ALV schreibt ebenfalls seit vier Jahren wieder schwarze Zahlen was dazu
führte, dass es im Jahr 2001 erstmals seit 1991 wieder zu einem positiven Kapitalstand
kam (Fr. 3´437 Millionen). 4
Wie aus den Daten ersichtlich ist, kann man davon ausgehen, dass die IV in den
letzten Jahren als Auffangbecken für Langzeitarbeitslose herhalten musste.
Der Wettbewerbsdruck wirkt sich nicht nur auf die Firmen stärker aus, sondern auch
auf die Arbeitnehmer. Dies, da mit der Globalisierung der Kostendruck auf die Firmen
stärker angestiegen ist, und diese ihn über Rationalisierung und Entlassungen
an ihre Mitarbeiter weitergeben.

1 Alters- und Hinterlassenenversicherung.
2 Invalidenversicherung.
3 Arbeitslosenversicherung.
4 Vgl. Bundesamt für Sozialversicherung: Schweizerische Sozialversicherungsstatistik 2002. Bern
2002, 99.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Ziel der Studienarbeit

1.2 Sprachliche Gleichstellung

2. Die Geschichte der Sozialversicherung

2.1 Was versteht man unter Soziale Sicherung?

2.2 Was versteht man unter Sozialversicherung?

2.3 Was versteht man unter Sozialhilfe?

2.4 Zusammenfassung

3. Versicherte Personen bei der IV

3.1 Obligatorische Versicherte

3.2 Freiwillige Versicherte

4. Die Leistungen der IV

4.1 Der Invaliditätsbegriff gemäss Art. 4-5 IVG

4.2 Eingliederungsmassnahmen

4.3 Geldleistungen

4.3.1 Renten

4.3.2 Invaliditätsgrad

4.4 IV-Finanzierung

5. Führt Arbeitslosigkeit zu Invalidität?

6. Wird die Invalidenversicherung zum Sanierungsfall?

7. Möglichkeiten zur Kostensenkung

8. Wird die Invalidenversicherung missbraucht?

9. Massnahmen der IV gegen einen allfälligen Missbrauch

10. Die soziale Schweiz im Allgemeinen Umbruch

11. Zusammenfassung

12. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und Themenbereiche

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen zunehmender Arbeitslosigkeit und der steigenden Zahl der Rentenbezüger in der Invalidenversicherung (IV) in der Schweiz. Dabei wird analysiert, ob die Invalidenversicherung als Auffangbecken für Langzeitarbeitslose fungiert, ob Versicherungsmissbrauch vorliegt und welche Massnahmen die IV ergreift, um diesen Tendenzen entgegenzuwirken.

  • Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und Invaliditätsrenten
  • Analyse potenzieller Missbrauchsszenarien der IV
  • Wirksamkeit und Umfang von Massnahmen gegen Versicherungsmissbrauch
  • Finanzielle Situation und Konsolidierung der IV im Kontext sozialpolitischer Herausforderungen

Auszug aus dem Buch

Führt Arbeitslosigkeit zu Invalidität?

In Zeiten der Rezession stellt sich für die Schweiz die Frage, wie eine immer grösserwerdende Anzahl von Personen welche vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen wird sich sowohl sozial wie auch beruflich integrieren lässt. In der Arbeitslosenversicherung wurde zum einen die maximale Bezugsdauer von Arbeitslosen-Taggelder erhöht, zum anderen wird mit speziellen Massnahmen wie zum Beispiel Umschulungs- oder Weiterbildungsangeboten versucht, die Arbeitslosen für den Arbeitsmarkt zu qualifizieren. Gleichzeitig nahm die Anzahl der von der Arbeitslosenversicherung ausgesteuerten Personen deutlich zu.

In Zeiten der Rezession steigen auch die Leistungen der Invalidenversicherung deutlich an. Diese Entwicklung lässt Rückschlüsse zu, dass die mehr oder weniger parallel laufende Entwicklung der Arbeitslosigkeit und der IV-Bezügerzahlen in einer gewissen Beziehung zueinander steht.

Über die Hintergründe dieser Entwicklung ist noch wenig bekannt. Auf der einen Seite scheint es nicht so zu sein, dass die Invalidenversicherung ein Auffangbecken für ausgesteuerte Arbeitslose ist. Es besteht jedoch die Vermutung, dass die rasante Veränderung des Arbeitsmarktes trotz allem Einfluss auf die Zahl der Rentenbezüger hat.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die finanzielle Bedrängnis der Schweizer Sozialwerke ein und definiert das Ziel der Arbeit, den Einfluss der Arbeitslosigkeit auf die IV-Rentenbezüger sowie das Thema Versicherungsmissbrauch zu untersuchen.

2. Die Geschichte der Sozialversicherung: Dieses Kapitel skizziert die historische Entstehung der Sozialversicherung in der Schweiz und erläutert die Grundbegriffe soziale Sicherung, Sozialversicherung und Sozialhilfe.

3. Versicherte Personen bei der IV: Hier werden die Kategorien der obligatorisch sowie freiwillig versicherten Personen bei der Invalidenversicherung detailliert aufgeführt.

4. Die Leistungen der IV: Das Kapitel erläutert den rechtlichen Invaliditätsbegriff, die verschiedenen Eingliederungsmassnahmen, die Geldleistungen sowie die Finanzierungsstruktur der IV.

5. Führt Arbeitslosigkeit zu Invalidität?: Eine Untersuchung der Korrelation zwischen wirtschaftlicher Rezession, Arbeitslosigkeit und der Zunahme von IV-Leistungsbezügen, insbesondere unter Berücksichtigung von Langzeitarbeitslosigkeit.

6. Wird die Invalidenversicherung zum Sanierungsfall?: Analyse der finanziellen Defizite der IV und der Gründe für den starken Anstieg der Rentenbezüger in den vergangenen Jahren.

7. Möglichkeiten zur Kostensenkung: Dieses Kapitel erörtert Ansätze zur finanziellen Konsolidierung, darunter die 4. IVG-Revision und spezifische Sparmassnahmen wie die Neubeschreibung des Invaliditätsgrades.

8. Wird die Invalidenversicherung missbraucht?: Eine kritische Betrachtung des Versicherungsmissbrauchs, seiner Definition und der historischen Hintergründe dieser Vorwürfe.

9. Massnahmen der IV gegen einen allfälligen Missbrauch: Vorstellung der durch die IV ergriffenen Massnahmen, um unberechtigte Rentenansprüche zu verhindern und die Effizienz der Fallabklärungen zu steigern.

10. Die soziale Schweiz im Allgemeinen Umbruch: Eine übergreifende Betrachtung der Finanzierungskrise der Schweizer Sozialwerke und der Notwendigkeit einer sozialpolitischen Standortbestimmung.

11. Zusammenfassung: Dieses abschliessende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen, insbesondere die Notwendigkeit von Gegenmassnahmen zur finanziellen Sicherung der IV.

12. Literaturverzeichnis: Eine Auflistung aller für die Arbeit herangezogenen Quellen und Dokumente.

Schlüsselwörter

Invalidenversicherung, Sozialversicherung, Arbeitslosigkeit, IV-Renten, Versicherungsmissbrauch, Rezession, Eingliederungsmassnahmen, 4. IVG-Revision, soziale Sicherung, Kostensenkung, Sozialpolitik, Invaliditätsgrad, Langzeitarbeitslosigkeit, Schweiz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Studienarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der finanziellen Situation der Invalidenversicherung in der Schweiz und untersucht den Zusammenhang zwischen der allgemeinen Wirtschaftslage, Arbeitslosigkeit und der zunehmenden Anzahl an IV-Rentenbezügern.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit behandelt die Geschichte der Sozialversicherung, die Leistungen der IV, die Gründe für das Kostenwachstum, die Missbrauchsthematik und die notwendigen sozialpolitischen Massnahmen zur Konsolidierung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist aufzuzeigen, ob die steigende Arbeitslosigkeit die Zunahme von IV-Rentenbezügern beeinflusst und ob tatsächlich ein systematischer Missbrauch der IV-Leistungen vorliegt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Aufgrund mangelnder bestehender wissenschaftlicher Literatur zum spezifischen Thema des IV-Missbrauchs stützt sich die Autorin primär auf eine Analyse statistischer Daten sowie auf fundierte eigene Überlegungen.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil im Fokus?

Im Hauptteil werden die Hintergründe der IV-Defizite, die Auswirkungen von Rezessionen auf die Gesundheit und Beschäftigung sowie die spezifischen Spar- und Kontrollmassnahmen der 4. IVG-Revision detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Invalidenversicherung, Sozialpolitik, Arbeitslosigkeit, Versicherungsmissbrauch und finanzielle Konsolidierung beschreiben.

Inwiefern beeinflusst Arbeitslosigkeit die Gesundheit der Betroffenen?

Die Arbeit führt aus, dass lang anhaltende Arbeitslosigkeit zu psychosomatischen und psychischen Krankheitsbildern führen kann, die wiederum eine Invalidisierung zur Folge haben können.

Wie definiert die Autorin "Versicherungsmissbrauch" im IV-Kontext?

Missbrauch liegt für die Autorin dann vor, wenn Leistungen aufgrund vorsätzlich falscher oder unvollständiger Angaben erschlichen werden, wobei sie jedoch betont, dass ein begründeter Verdacht oft schwer von blossen Vermutungen zu unterscheiden ist.

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Details

Title
Führt Arbeitslosigkeit tendenziell zu mehr IV-Fällen und wird die Invalidenversicherung missbraucht?
College
University of Applied Sciences Bern
Grade
noch nicht benotet
Author
Alexandra Hugi (Author)
Publication Year
2003
Pages
27
Catalog Number
V15210
ISBN (eBook)
9783638203982
Language
German
Tags
Führt Arbeitslosigkeit IV-Fällen Invalidenversicherung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexandra Hugi (Author), 2003, Führt Arbeitslosigkeit tendenziell zu mehr IV-Fällen und wird die Invalidenversicherung missbraucht?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/15210
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