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Die Transformation und konstitutionelle Eingrenzung der englischen Monarchie (1689-1701)

Das Revolution Settlement unter Wilhelm III. von Oranien

Titre: Die Transformation und konstitutionelle Eingrenzung der englischen Monarchie (1689-1701)

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2010 , 16 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Alexander Rode (Auteur)

Histoire de l'Europe - Moyen Âge, Temps modernes
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Die Geschichte des englischen 17. Jahrhunderts im europäischen Kontext erweist sich als außerordentlich ereignisreich, wobei verfassungsgeschichtlich besonders die letzten Jahrzehnte hervorzuheben sind. Die konstitutionelle Eingrenzung und Transformation der englischen Monarchie gewinnt besonders in der Phase zwischen 1689 und 1701 an Kontur. Die Abkehr von der Vorstellung eines von Gottes Gnaden eingesetzten Monarchen, die Negation des Absolutismus und schließlich die Etablierung einer konstitutionellen Monarchie findet-wesentlich früher als im kontinentalen Europa-in der Emanzipation des englischen Parlaments ihren Ausdruck. In den hier betrachteten Jahren vollzog sich der Wandel von einer, wenigstens den Ansprüchen nach, absolutistischen Monarchie zu einem, auf verfassungsmäßig festgesetzten Grundsätzen beruhenden, Königtum. Das Wesen des Königtum von Gottes Gnaden selbst, verlor bereits unter Karl I. und später mit Jakob II. an Sakralität, verblasst aber unter der Regentschaft Wilhelms und später Annas, was sich nicht zuletzt auch am Schwinden des Glaubens an die königliche Heilskraft zeigt. Zwischen 1689 und 1701 wurde die Suprematie der englischen Monarchie beendet.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. Wilhelm III. von Oranien (1650 – 1702) und Maria II. (1662 – 1694)

II. Jakob II. (1633 – 1701)

III. Wilhelm III. und Maria II. in England

1. Die Krönung Wilhelms und Marias

IV. Revolution Settlement

1. Act of Tolerance

2. Declaration/ Bill of Rights

3. Mutiny act und Triennial act

V. Wilhelms Macht

VI. Financial Settlement

VII. Act of Settlement

Resümee und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegende Transformation und konstitutionelle Eingrenzung der englischen Monarchie in der Phase zwischen 1689 und 1701. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Fokus, wie es dem Parlament durch das Revolution Settlement und die damit einhergehende parlamentarische Souveränität gelang, die Macht des Monarchen dauerhaft zu begrenzen und England zu einer konstitutionellen Monarchie zu formen.

  • Die politische Rolle und Motivation von Wilhelm III. von Oranien
  • Die Auswirkungen der Glorious Revolution auf die englische Verfassungsordnung
  • Die Bedeutung der Declaration of Rights bzw. Bill of Rights als zentrales Dokument
  • Die Machtverschiebung durch das Financial Settlement und die parlamentarische Kontrolle
  • Die langfristige Sicherung der Thronfolge durch den Act of Settlement

Auszug aus dem Buch

III.1. Die Krönung Wilhelms und Marias

Schon bei der Krönung Marias und Wilhelms am 11. April 1689 in Westminster Abbey wurde der Wandel der Verhältnisse offensichtlich. Zwar war das Krönungszeremoniell bewusst an die Krönung Jakobs II. angelegt, doch kam es dennoch zu einigen Neuerungen, die erahnen ließen, wie sehr sich die Kräfteverhältnisse in England verschoben hatten oder noch verschieben würden.

Obwohl Wilhelm der Sohn Maria Stuarts war und sich somit auf seine Verwandtschaft mit Karl I. berufen konnte, besaß er im Grunde kaum eine dynastische Legitimation. Lediglich Maria konnte sich als Tochter Jakobs als legitim auszeichnen und so war es wenig verwunderlich, dass eine, bis dahin unbekannte, Doppelkrönung vollzogen wurde. Ganz im Sinne Wilhelms - denn nur so gelang es ihm, sich als partizipierender und rechtmäßiger König zu präsentieren - zeigte sich das Königspaar als gleichberechtigte Monarchen, was nicht zuletzt in der doppelten Anfertigung der Staatsinsignien seinen Ausdruck fand. Anhand der Krönung wird die Transformation der englischen Monarchie sinnfällig: mit Maria wurden all jene Stimmen - unter ihnen auch die Tories - gehört, die das dynastische Prinzip zu bewahren suchten, und durch Wilhelm, dem quasi erwählten Monarchen, deutete man die Idee der Volkssouveränität an. Das dynastische Prinzip und der Willen des Parlaments verbanden sich und prägten fortan das Königtum.

Noch gravierender war aber der neuartige Krönungseid, den sowohl Wilhelm als auch Maria leisteten. War es bisher üblich, dass der angehende Souverän schwor, die von ihm erlassenen Gesetze zu achten, so wurde nun gelobt to govern the people of this kingdom of England [...] according to the statutes in parliament agreed on, and the laws and customs of the same. Die Formulierung impliziert zum einen, dass das Gesetz vor dem Willen des Monarchen steht, andererseits stellt sie aber auch die Abkehr von der Idee dar, dass der König die Gesetze mache. Das bedeutet nichts anderes, als dass auch der König dem Gesetz unterworfen war und die Manifestation des Neben- und Miteinander von Parlament und König.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Einführung legt den verfassungsgeschichtlichen Rahmen der Transformation der englischen Monarchie zwischen 1689 und 1701 dar und skizziert das Ziel der Untersuchung.

I. Wilhelm III. von Oranien (1650 – 1702) und Maria II. (1662 – 1694): Das Kapitel behandelt den politischen Hintergrund Wilhelms als Gegner Ludwigs XIV. und die strategische Bedeutung seiner Ehe mit Maria für die englische Thronfolge.

II. Jakob II. (1633 – 1701): Hier wird die Politik Jakobs II. analysiert, die durch prokatholische und absolutistische Tendenzen zur Entfremdung von seinen Untertanen führte.

III. Wilhelm III. und Maria II. in England: Dieses Kapitel beschreibt die Umstände der Intervention Wilhelms, seinen Einzug in London und den parlamentarischen Prozess zur Etablierung der neuen Monarchie.

III.1. Die Krönung Wilhelms und Marias: Der Fokus liegt auf den Neuerungen des Zeremoniells und des Krönungseides, die den Wandel hin zur konstitutionellen Bindung der Krone symbolisieren.

IV. Revolution Settlement: Es werden die zentralen rechtlichen Weichenstellungen wie der Toleranzakt und die Bill of Rights erläutert, die das Fundament der neuen politischen Ordnung bildeten.

IV.1. Act of Tolerance: Die Ausführungen behandeln die gewährte Religionsfreiheit für Nonkonformisten und den beginnenden religiösen Pluralismus.

IV.2. Declaration/ Bill of Rights: Dieses Kapitel analysiert das zentrale Dokument der Revolutionszeit und dessen Wirkung auf die königliche Prärogative.

IV.3. Mutiny act und Triennial act: Zusammenfassend werden hier die Maßnahmen zur parlamentarischen Kontrolle über das Heer und die Regelung der Parlamentsdauer dargestellt.

V. Wilhelms Macht: Das Kapitel beleuchtet die verbleibenden königlichen Spielräume und die subtile Einflussnahme des Monarchen auf das Parlament.

VI. Financial Settlement: Hier wird dargelegt, wie das Parlament durch Steuerbewilligung und Budgetkontrolle die finanzielle Unabhängigkeit der Krone unterband.

VII. Act of Settlement: Das Kapitel schließt mit der rechtlichen Neuregelung der Thronfolge, die die Stuarts dauerhaft ausschloss.

Resümee und Ausblick: Diese Zusammenfassung bewertet die langfristige Entwicklung Englands zur konstitutionellen Erbmonarchie und das Ende absolutistischer Ambitionen.

Schlüsselwörter

Glorious Revolution, konstitutionelle Monarchie, Parlamentarismus, Bill of Rights, Wilhelm III., Jakob II., Volkssouveränität, Act of Settlement, Toleranzakte, Financial Settlement, englische Monarchie, Stuarts, Gewaltenteilung, Thronfolge, Absolute Herrschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Übergang der englischen Regierungsform vom Ende des 17. Jahrhunderts hin zu einer konstitutionellen Monarchie durch die politische Transformation unter Wilhelm III.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Mittelpunkt stehen die Machtkämpfe zwischen Krone und Parlament, die Rolle der Religion in der Politik sowie die rechtlichen und finanziellen Instrumente, mit denen das Parlament seine Souveränität festigte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt danach, wie durch das Revolution Settlement und die Gesetzgebung nach 1689 die Macht des Monarchen zugunsten des Parlaments begrenzt und eine neue verfassungsrechtliche Ordnung etabliert wurde.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf einer umfassenden Auswertung zeitgenössischer Quellen, Verfassungsdokumente und wissenschaftlicher Sekundärliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die politische Ausgangslage, die Krönung, die zentralen Gesetzeswerke des Revolution Settlements (Toleranzakt, Bill of Rights), die finanzpolitische Domestizierung der Krone und die letztliche Sicherung der Thronfolge.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Glorious Revolution, konstitutionelle Monarchie, Parlamentarismus, Bill of Rights, Act of Settlement und Volkssouveränität.

Warum war der neue Krönungseid von 1689 so bedeutsam?

Der Eid war neuartig, da der Monarch erstmals schwörte, nach den im Parlament vereinbarten Gesetzen zu regieren, was den König dem Gesetz unterordnete und die parlamentarische Mitwirkung festigte.

Welche Rolle spielte die Finanzpolitik für die Macht des Parlaments?

Durch die Budgethoheit des Parlaments und die jährliche Bewilligung von Mitteln wurde der König zur Kooperation gezwungen, was die finanzielle Unabhängigkeit der Krone gegenüber dem Parlament faktisch beendete.

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Résumé des informations

Titre
Die Transformation und konstitutionelle Eingrenzung der englischen Monarchie (1689-1701)
Sous-titre
Das Revolution Settlement unter Wilhelm III. von Oranien
Université
University of Leipzig
Note
1,0
Auteur
Alexander Rode (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
16
N° de catalogue
V152140
ISBN (ebook)
9783640638284
ISBN (Livre)
9783640638314
Langue
allemand
mots-clé
Glorious Revolution Revolution Settlement 1689 Englische Revolution Wilhelm III. von Oranien Stuart Declaration of Rights Bill of Rights Act of Settlement Parlament Konstitutionelle Monarchie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Alexander Rode (Auteur), 2010, Die Transformation und konstitutionelle Eingrenzung der englischen Monarchie (1689-1701), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/152140
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Extrait de  16  pages
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