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Schreiben in Deutsch als Erst- und als Zweitsprache in der Schule

Title: Schreiben in Deutsch als Erst- und als Zweitsprache in der Schule

Term Paper , 2009 , 18 Pages

Autor:in: Steffen Schulze (Author)

Didactics - German Studies
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Das Thema Schreiben in der Erst- und Zweitsprache stellt einen wesentlichen Teilaspekt des Deutschunterrichts dar. Diesem Aspekt wurde bis jetzt jedoch in einer Sprach-heterogenen Schüler-Klientel an den meisten Schulen zu wenig Beachtung geschenkt (vgl. Grießhaber. 2008: 228). Während eines Schulpraktikums in einem Deutsch B-Kurs, mit vielen Schülern nicht deutscher Herkunftssprache (ndH), fragte ich mich, wie der Deutschregelunterricht auch diesen Schülern gerecht werden könnte? Besonders im Bereich des Schreibens traten in der Klasse eklatante Mängel auf, die sich von den DaE-Schülern (Deutsch als Erstsprache) zum Teil erheblich unterschieden. Die Ausbildung einer Schreibkompetenz spielt für den Erfolg der Schüler in ihrer Schul- und späteren Berufslaufbahn, sowie zur Bewältigung ihrer Gegenwart und Zukunft eine weitreichende Schlüsselrolle (vgl. Grießhaber 2008:226).
1. Welche Bedeutung kann dieser Schlüsselkompetenz zugemessen werden im Kontext sprachheterogener Schulklassen?
2. Welche typischen Schreibschwierigkeiten treten bei Schülern auf, die Deutsch als Zweitsprache erwerben und lernen?
3. Auf welche Weise können Schüler mit Deutsch als Zweitsprache in dem Schreibprozess systematisch und effizient im Deutschregelunterricht gefördert werden?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung in die Hausarbeit

2 Bedeutung der geschriebenen Sprache im Kontext sprach-

heterogener Schulklassen

3 Besonderheiten und typische Schreibschwierigkeiten

bei DaZ- Schülern

3.1 Grammatische Differenzen

3.2 Differenzen in der Textproduktion

4 Fördermaßnahmen und intelligente Hilfsstrategien für DaZ-Schreiber

4.1 Förderung der sprachlichen Mittel

4.2 Schreibprozessorientierte Förderung

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die spezifischen Herausforderungen von Schülern mit Deutsch als Zweitsprache (DaZ) beim Schriftspracherwerb im Deutschregelunterricht und leitet daraus notwendige Förderstrategien ab, um diese Schülergruppe bei der Entwicklung einer konzeptionell-schriftlichen Kompetenz zu unterstützen.

  • Schreibkompetenz in sprachheterogenen Schulklassen
  • Grammatische Erwerbssequenzen bei DaZ-Lernenden
  • Problemfelder bei der Textproduktion im DaZ-Kontext
  • Didaktische Ansätze zur Förderung der sprachlichen Mittel
  • Schreibprozessorientierte Strategien (z.B. Clustering, Konferenzmethode)

Auszug aus dem Buch

3.2 Differenzen in der Textproduktion

Weitere Besonderheiten oder Schreibschwierigkeiten zeigen sich bei der Textproduktion. Hierbei muss unterschieden werden, ob der DaZ-Lerner in der L1 schon alphabetisiert wurde, Literacy-Erfahrungen gemacht, Schreibstrategien und Textsortenwissen kennengelernt hat oder nicht, wie es bei DaZ-Schülern in der Grundschule der Fall ist. Quereinsteiger in der Sekundarstufe verfügen meistens schon über Planungs- und Argumentationsmuster, sofern sie in der L1 alphabetisiert worden sind und Literacy-Erfahrungen gesammelt haben. Gerade bei diesen Schülern sollte die kulturelle Vielfalt berücksichtigt werden, da Argumentationsmuster und Textsorten kulturgebunden sind, können sie interkulturell von einander abweichen (vgl. Grießhaber 2008:235 u. vgl. Huneke/ Steining 2000: 113). Diese Kulturgebundenheit sollte auch bei den Interpretationen von klassischer oder typisch deutscher Literatur berücksichtigt werden, die für manch einen DaZ-Schüler, mit einem anderen kulturellen Hintergrund nicht unbedingt nachvollziehbar erscheint oder aus einer anderen Perspektive bewertet wird (vgl. I.H-Becker 2006:122f.).

Andere Schreibschwierigkeiten werden deutlich, wenn man das modifizierte Modell von Grießhaber betrachtet, das für den DaZ-Schreiber verschiedene Problemstellen beim Schreibprozess offenlegt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung in die Hausarbeit: Der Autor erläutert die Relevanz der Schreibkompetenz in sprachheterogenen Klassen und formuliert auf Basis praktischer Beobachtungen drei zentrale Untersuchungsfragen.

2 Bedeutung der geschriebenen Sprache im Kontext sprach- heterogener Schulklassen: Es wird die Problematik der bisherigen, auf DaE-Schüler ausgerichteten Deutschdidaktik vor dem Hintergrund steigender Migrationszahlen in der Schule diskutiert.

3 Besonderheiten und typische Schreibschwierigkeiten bei DaZ- Schülern: Das Kapitel analysiert sprachliche Hürden, insbesondere grammatische Erwerbssequenzen und die Lernersprache, sowie Herausforderungen bei der Textproduktion.

4 Fördermaßnahmen und intelligente Hilfsstrategien für DaZ-Schreiber: Es werden konkrete Übungsformate zur Förderung sprachlicher Mittel sowie prozessorientierte Methoden zur Unterstützung des Schreibprozesses vorgestellt.

5 Fazit: Die Arbeit resümiert die Notwendigkeit interkultureller Ansätze und einer gezielten Förderung von DaZ-Schülern, um deren Bildungschancen zu verbessern.

Schlüsselwörter

Schreibkompetenz, Deutsch als Zweitsprache, DaZ, Sprachheterogenität, Textproduktion, Grammatische Erwerbssequenzen, Schreibdidaktik, Förderdiagnostik, Lernersprache, Binnendifferenzierung, Sprachliche Mittel, Schreibprozess, Interkulturalität, CALP-Kompetenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Schreiben in der Erst- und Zweitsprache innerhalb des deutschen Regelunterrichts, mit einem besonderen Fokus auf die Herausforderungen von Schülern mit nicht deutscher Herkunftssprache.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Bedeutung konzeptionell-schriftlicher Kompetenz, die Analyse von Schreibschwierigkeiten bei DaZ-Lernenden und die Implementierung effektiver Fördermaßnahmen.

Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit untersucht, wie Schreibkompetenz im Kontext sprachheterogener Klassen zu bewerten ist, welche spezifischen Schreibschwierigkeiten DaZ-Schüler aufweisen und wie diese systematisch im Unterricht gefördert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit fachdidaktischer Literatur und die Anwendung von Schreibmodellen, um daraus didaktische Handlungsempfehlungen abzuleiten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert grammatische Differenzen und Probleme der Textproduktion sowie die Anwendung von Analyse- und Synthese-Übungen und prozessorientierten Methoden wie Clustering und der Konferenzmethode.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Schreibkompetenz, Deutsch als Zweitsprache (DaZ), Sprachheterogenität, Textproduktion, Lernersprache und verschiedene schreibdidaktische Förderstrategien.

Was bedeutet CALP im Kontext der Arbeit?

CALP (Cognitive Academic Language Proficiency) bezeichnet die konzeptionell-schriftliche Sprachkompetenz, die für den Erfolg in der schulischen Fachsprache entscheidend ist.

Warum spielt die Textkohäsion für DaZ-Lerner eine so große Rolle?

Die Arbeit betont, dass DaZ-Lerner durch die gezielte Arbeit an Konnektoren und anderen textkonstituierenden Elementen lernen, zusammenhängendere und qualitativ hochwertigere Texte zu verfassen.

Was ist das Ziel der "Fragelawine" oder "Konferenzmethode"?

Diese Methoden dienen der Überarbeitung von Texten, indem der Schreiber durch Feedback von Mitschülern die Wirkung seines Textes auf den Leser erproben und konstruktive Kritik direkt in den Schreibprozess integrieren kann.

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Details

Title
Schreiben in Deutsch als Erst- und als Zweitsprache in der Schule
College
University of Hildesheim
Author
Steffen Schulze (Author)
Publication Year
2009
Pages
18
Catalog Number
V152284
ISBN (eBook)
9783640639656
ISBN (Book)
9783640639717
Language
German
Tags
DaZ Deutsch als Zweitdsprache Schreiben in der Zweitsprache Schreibstrategien Deutsch als Fremdsprache
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Steffen Schulze (Author), 2009, Schreiben in Deutsch als Erst- und als Zweitsprache in der Schule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/152284
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