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Die Außen- und Deutschlandpolitik der Bundesrepublik Deutschland 1966 - 1969

Title: Die Außen- und Deutschlandpolitik der Bundesrepublik Deutschland 1966 - 1969

Seminar Paper , 2006 , 15 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Alexis Demos (Author)

History of Europe - Newer History, European Unification
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Bewegt durch die Ereignisse der 1960er Jahre, fand in der Politik der BRD nach dem Mauerbau der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) eine Abkehr vom Mythos Adenauer statt, die den Weg zu einer Öffnung gen Osten ebnete und die „Neue Ostpolitik“ gebar. Es soll herausgearbeitet werden, ob die „Neue Ostpolitik“ seitens der BRD nur im Rahmen der bipolaren, von den Vereinigten Staaten von Amerika (USA) und der Sowjetunion (UdSSR) aufoktroyierten Entspannungspolitik verlief, oder ob sie vielmehr Mittel zum Zweck, ergo eine bewusste Strategie war, die einen endogenen Schock des gesamten sozialistischen Ostblocks hervorrufen sollte.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Externe oder exogene Politik?

2.1 Amerikanischer Globalismus vs. sowjetischem Imperialismus

2.2 Die Musik der Weltpolitik

3. Die Außenpolitik der BRD – Protektorat vs. Selbstbestimmung

3.1 Die „Neue Ostpolitik“

3.2 Die Deutschlandpolitik – „Modus Vivendi“ vs. „friedlicher Koexistenz“

4. Resümee

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Außen- und Deutschlandpolitik der Bundesrepublik Deutschland zwischen 1966 und 1969 unter der Großen Koalition, mit dem Ziel zu klären, ob die „Neue Ostpolitik“ lediglich ein Resultat der bipolaren Entspannungspolitik der Weltmächte war oder eine eigenständige, bewusste Strategie zur Transformation des sozialistischen Ostblocks darstellte.

  • Historischer Kontext der 1960er Jahre und der Wandel bundesdeutscher Politikauffassungen
  • Analyse der machtpolitischen Rollen der USA und der UdSSR als Rahmenbedingung
  • Der Transformationsprozess der Hallstein-Doktrin und diplomatische Öffnungsschritte
  • Spannungsfeld zwischen Westintegration und ostpolitischer Emanzipation
  • Vergleich der deutschlandpolitischen Konzepte: „Modus Vivendi“ versus „friedliche Koexistenz“

Auszug aus dem Buch

3.1 Die „Neue Ostpolitik“

Die „Neue Ostpolitik“ hatte sich zum Ziel gesetzt, die ökonomische, technologische und finanzielle Stärke der BRD mit innenpolitischen Liberalisierungstendenzen der Staaten des Ostblocks in Einklang zu bringen. Einigkeit in der Umsetzung dieser Inhalte bestand unter den Koalitionspartnern der Christlich Demokratischen Union Deutschlands (CDU) und SPD jedoch keineswegs. Während der Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger am bundesdeutschen Rechtsstandpunkt bezüglich des Alleinvertretungsanspruchs, ergo an der Hallstein-Doktrin festhalten wollte, hielt sein Außenminister Willy Brandt diese Doktrin im Kern für antiquiert. Es brach diesbezüglich ein regelrechter Prinzipienstreit aus, wobei sich zeigen sollte, dass die CDU der Tradition verpflichtet und dem Mythos Adenauer verfallen war, wohingegen die SPD, allen voran Willy Brandt und Egon Bahr, auf einen raschen ostpolitischen Wandel drangen und die Hallstein-Doktrin ad acta legen wollten; nicht zu unterschätzen auch die Rolle der FDP, die nach ihrer Metamorphose Gefallen an dem Gedankenspiel der SPD gefunden hatte. War die Modifizierung der Hallstein-Doktrin also nur noch eine Frage der Zeit?

Bekundete Rumänien im Rahmen eines gesamteuropäischen Entspannungsprozesses 1955 unter Bundeskanzler Konrad Adenauer noch vergeblich Interesse an diplomatischen Beziehungen, so verhielt sich die Große Koalition schon wesentlich konstruktiver. Rumänien wollte – verbunden mit einer innen- und kulturpolitischen Liberalisierungstendenz – die wirtschaftliche und politische Abhängigkeit im Rahmen des Rates für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW) und des Warschauer Paktes durch Technologieimporte aus dem Westen reduzieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert den zeitgeschichtlichen Rahmen der 60er Jahre und definiert die Forschungsfrage nach der Eigenständigkeit der deutschen Außenpolitik im Kontext der globalen Bipolarität.

2. Externe oder exogene Politik?: Dieses Kapitel untersucht die weltpolitische Konstellation durch die USA und die UdSSR und hinterfragt den Spielraum der BRD innerhalb dieser globalen Machtstrukturen.

2.1 Amerikanischer Globalismus vs. sowjetischem Imperialismus: Es werden die gegensätzlichen Herrschaftslogiken der beiden Supermächte analysiert und deren direkter Einfluss auf die sicherheitspolitische Lage der BRD erläutert.

2.2 Die Musik der Weltpolitik: Hier wird der Einfluss von globalen Krisenherden, wie dem Vietnam-Krieg und dem sowjetischen Eingreifen in der Tschechoslowakei, auf die diplomatischer Handlungsfähigkeit der BRD analysiert.

3. Die Außenpolitik der BRD – Protektorat vs. Selbstbestimmung: Das Kapitel befasst sich mit dem innen- und außenpolitischen Spannungsfeld der Großen Koalition und dem Ringen um eine Neuausrichtung der deutschen Interessen.

3.1 Die „Neue Ostpolitik“: Inhalt ist der Prinzipienstreit um die Hallstein-Doktrin und die diplomatische Wende, eingeleitet durch die Aufnahme der Beziehungen zu Rumänien.

3.2 Die Deutschlandpolitik – „Modus Vivendi“ vs. „friedlicher Koexistenz“: Die Analyse konzentriert sich auf die unterschiedlichen konzeptionellen Ansätze der Unionsparteien und der SPD zur Gestaltung des Verhältnisses zwischen der BRD und der DDR.

4. Resümee: Die Schlussbetrachtung würdigt die Bedeutung der Großen Koalition als Vorbereitung auf die sozial-liberale Ära und bilanziert den Wandel der deutschen Außenpolitik.

Schlüsselwörter

Große Koalition, Neue Ostpolitik, Außenpolitik der BRD, Hallstein-Doktrin, Entspannungspolitik, Kalter Krieg, Deutschlandpolitik, Bipolarität, DDR, Willy Brandt, Kurt Georg Kiesinger, Westintegration, Friedliche Koexistenz, Transformationsstrategie, Souveränität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Außen- und Deutschlandpolitik der Bundesrepublik Deutschland zwischen 1966 und 1969, einer Phase, in der die Große Koalition die Weichen für eine neue politische Orientierung stellte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentral sind der Wandel der deutschen Ostpolitik, die Rolle der BRD im globalen Spannungsfeld zwischen den USA und der UdSSR sowie die interne Transformation politischer Konzepte innerhalb der Großen Koalition.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor mit dieser Analyse?

Ziel ist es zu klären, inwieweit die damalige „Neue Ostpolitik“ eine bewusste, eigenständige Strategie zur Gestaltung deutscher Interessen war oder lediglich eine Reaktion auf äußere Zwänge der bipolaren Weltordnung.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde angewendet?

Die Arbeit folgt einem deduktiven Ansatz, indem sie die deutsche Politik nicht isoliert betrachtet, sondern konsequent in den Kontext der globalen Gegebenheiten und des Verhaltens der Weltmächte stellt.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der kontrastierenden Machtpolitik der USA und UdSSR, der schrittweisen Abkehr von der Hallstein-Doktrin und den unterschiedlichen deutschlandpolitischen Vorstellungen innerhalb der Regierung Kiesinger/Brandt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wesentliche Begriffe sind Entspannungspolitik, Hallstein-Doktrin, Große Koalition, Neue Ostpolitik, Bipolarität und Souveränität.

Wie bewertet die Arbeit den Einfluss der sowjetischen Invasion der Tschechoslowakei 1968?

Die Arbeit sieht darin eine Zementierung des Status quo durch die Breschnew-Doktrin, die zwar die Entspannung kurzzeitig belastete, aber den grundsätzlichen Willen der Akteure zur Fortsetzung der Ostpolitik nicht aufhalten konnte.

Warum wird das "Kambodschieren" im Text erwähnt?

Es bezeichnet die inoffizielle Dispensation von der Hallstein-Doktrin durch die BRD, bei der diplomatische Beziehungen zur DDR nach deren Anerkennung durch Kambodscha eingefroren, aber nicht vollständig abgebrochen wurden.

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Details

Title
Die Außen- und Deutschlandpolitik der Bundesrepublik Deutschland 1966 - 1969
College
Dresden Technical University
Grade
1,3
Author
Alexis Demos (Author)
Publication Year
2006
Pages
15
Catalog Number
V152319
ISBN (eBook)
9783640640522
ISBN (Book)
9783640640294
Language
German
Tags
BRD DDR Außenpolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexis Demos (Author), 2006, Die Außen- und Deutschlandpolitik der Bundesrepublik Deutschland 1966 - 1969, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/152319
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