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Should law enforcement be privatized?

Ist eine private Durchsetzung des Rechts sinnvoll?

Título: Should law enforcement be privatized?

Trabajo , 2008 , 16 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Marco Salm (Autor)

Economía - Economía ambiental
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Unser derzeitiges Recht wird sowohl auf privater als auch auf öffentlicher Ebene durchgesetzt. Dieses System hat sich im Verlauf der Zeit stark gewandelt. Während im Mittelalter überwiegend öffentlich Recht durchgesetzt wurde - durch Kaiser, Könige, Gutsherren - wird die Durchsetzung des Rechts heutzutage auch durch private Elemente geprägt - Rechtsanwälte, Privatdetektive sowie Sicherheitsfirmen. Darüber hinaus ist ein Wandel im Umfang gesetzlicher Bestimmungen zu verzeichnen. Das Auftreten neuer Umweltrisiken, die dynamische technische und wirtschaftliche Entwicklung, ein verändertes Umweltbewusstsein und andere Faktoren haben dazu geführt, dass der Umfang des Umweltrechts in den letzten 30 Jahren stetig angewachsen ist. In dem Maße in dem die Verordnungen im Umweltrecht zugenommen haben, steigen die Anreize diese zu brechen und die Notwendigkeit, die Einhaltung dieser Verordnungen zu kontrollieren. Die bisher verfügbare ökonomische Analyse der Befolgung eines Gesetzes steht im Kontext der Ökonomie der Kriminalität („Economics of Crime“). Die Ökonomie der Kriminalität hat zum Ziel, das Kalkül eines rationellen Straftäters zu analysieren um im Folgenden eine optimale Abwehrstrategie zu identifizieren. Hierfür stehen dem Staat zwei Kontrollmechanismen, die Höhe der Aufdeckungswahrscheinlichkeit und die Höhe der Bestrafung zur Verfügung. Da gerade bei Umweltdelikten oftmals keine direkte Opfer- Täter- Beziehung existiert, wird eine Durchsetzung des Rechts erschwert. Auch öffentlich bereitgestellte Ressourcen zur Kontrolle der Umweltvorschriften, die einer Knappheitsrestriktion unterliegen, bzw. mit alternativen Verwendungen des Leistungsstaates konkurrieren, erschwert eine optimale öffentliche Rechtsdurchsetzung. Es stellt sich die Frage, ob eine vermehrt private Kontrolle sich positiv auf die öffentliche Durchsetzung auswirkt. Können private Inputs von Bürgern, in die öffentliche Durchsetzung von Recht, die Kontrolleffizienz steigern? Welche Mechanismen sind denkbar, um private Beiträge zur Durchsetzung des Rechts zu ermöglichen? Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen bedarf es zunächst einer Herleitung und Betrachtung der sozialen Verlustfunktion, die für eine ökonomische Analyse privater Rechtsdurchsetzung notwendig ist. [...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DIE ÖKONOMIE DER KRIMINALITÄT

2.1 ALLGEMEINES MODELL NACH BECKER (1968)

3. PRIVATE DURCHSETZUNG DES RECHTS

3.1. OPTIMALE ÖFFENTLICHE VERSUS PRIVATE RECHTSDURCHSETZUNG NACH LANDES- POSNER (1975)

3.2. EFFIZIENTE GESTALTUNG PRIVATER RECHTSDURCHSETZUNG NACH FRIEDMAN (1984)

3.3. KRITISCHE BEWERTUNG

4. BEISPIELE PRIVATE RECHTDURCHSETZUNG NACH BECKER- STIGLER (1974)

4.1. BESTRAFUNG VON DIENSTVERGEHEN

4.2. BELOHNUNG FÜR DURCHSETZUNG VON RECHT

4.3. KRITISCHE BEWERTUNG

5. REINE PRIVATE RECHTSDURCHSETZUNG

6. ZUSAMMENFASSUNG/AUSBLICK

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht auf Basis ökonomischer Modelle, unter welchen Bedingungen eine teilweise Privatisierung der Rechtsdurchsetzung sinnvoll ist und ob private Akteure die Effizienz staatlicher Kontrollsysteme steigern können. Der Fokus liegt dabei auf der ökonomischen Analyse von Anreizstrukturen für Straftäter sowie für private Durchsetzungsinstanzen.

  • Grundlagen der Ökonomie der Kriminalität nach Gary Becker
  • Vergleich zwischen öffentlicher und privater Rechtsdurchsetzung (Landes & Posner)
  • Effiziente Gestaltung privater Mechanismen nach David Friedman
  • Praktische Anwendungsbeispiele: Bekämpfung von Dienstvergehen und Belohnungssysteme
  • Grenzen und Gefahren einer rein privaten Rechtsdurchsetzung

Auszug aus dem Buch

3.1. Optimale öffentliche versus private Rechtsdurchsetzung nach Landes- Posner (1975)

Landes und Posner (1975) greifen in ihrer Arbeit die Ansätze von Becker (1968) auf und legen dar, warum die private im Gegensatz zur optimal öffentlichen Durchsetzung des Rechts inferior ist. Ausgeschlossen von dieser Annahme werden nach Landes und Posner jedoch Straftaten, deren Aufdeckung mit sehr geringen Kosten verbunden sind: bei einem Vertragsbruch beispielsweise kennt das Opfer den Täter, so dass die Aufdeckungskosten einer Straftat sehr gering sind. Um die Argumentationsschritte hin zur Ineffizienz nachvollziehen zu können, werden im Folgenden die zu Grunde liegenden Annahmen der economics of crime nach Landes und Posner erläutert:

Ein „Art“ Krimineller, keine Wiederholungstäter.

O: Gesamtzahl an Straftaten; mit ∂O/∂f <0, ∂O/∂p <0.

R: Ressourcen zur Aufdeckung von Straftaten; zu einem Preis r.

A: Produktionsfunktion; mit A = A (R,O), unterliegt konstanten Skalenerträgen.

p: Aufdeckungswahrscheinlichkeit, mit p = A / O

f: Strafhöhe (monetär gemessen); entspricht der Entschädigungszahlung des verurteilten Täters an das Opfer.

Die Aufdeckungswahrscheinlichkeit ist positiv korreliert mit der Geldstrafe f, d.h. p= p(f).

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Darstellung der historischen Entwicklung von der öffentlichen zur zunehmend privaten Rechtsdurchsetzung und Formulierung der Forschungsfrage zur Effizienz privater Kontrollbeiträge.

2. DIE ÖKONOMIE DER KRIMINALITÄT: Einführung in das ökonomische Standardmodell nach Becker, bei dem Täter ihren Erwartungsnutzen unter Berücksichtigung von Aufdeckungswahrscheinlichkeit und Strafhöhe maximieren.

3. PRIVATE DURCHSETZUNG DES RECHTS: Theoretische Gegenüberstellung von privater und öffentlicher Durchsetzung sowie Analyse effizienterer Gestaltungsansätze durch Eigentumsrechte und marktwirtschaftliche Anreize.

4. BEISPIELE PRIVATE RECHTDURCHSETZUNG NACH BECKER- STIGLER (1974): Analyse konkreter Mechanismen wie Gehaltserhöhungen zur Prävention von Dienstvergehen und Belohnungssysteme für die erfolgreiche Überführung von Straftätern.

5. REINE PRIVATE RECHTSDURCHSETZUNG: Kritische Auseinandersetzung mit der vollständigen Ersetzung staatlicher Organe durch private Sicherheitsdienste und den damit verbundenen systemischen Risiken.

6. ZUSAMMENFASSUNG/AUSBLICK: Fazit über die ökonomische Rationalität punktueller Privatisierung und Verweis auf den Forschungsbedarf hinsichtlich der Interaktion zwischen privaten und öffentlichen Initiativen.

Schlüsselwörter

Rechtsdurchsetzung, Ökonomie der Kriminalität, Strafhöhe, Aufdeckungswahrscheinlichkeit, Private Enforcement, Landes und Posner, Gary Becker, David Friedman, Dienstvergehen, Effizienz, Bestechung, Eigentumsrechte, Soziale Verlustfunktion, Marktregelung, Strafverfolgung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die ökonomischen Vor- und Nachteile einer Privatisierung der Rechtsdurchsetzung im Vergleich zum staatlichen Gewaltmonopol.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der ökonomischen Theorie der Kriminalität, der Effizienz privater Enforcement-Modelle und der praktischen Anwendung von Anreizsystemen bei Dienstvergehen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob private Initiativen die Effizienz der staatlichen Rechtsdurchsetzung durch gezielte Kontrollmechanismen oder Marktanreize steigern können.

Welche wissenschaftlichen Modelle werden verwendet?

Es werden insbesondere die theoretischen Ansätze von Becker (1968), Landes & Posner (1975), Becker & Stigler (1974) sowie Friedman (1984) analysiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Analysen zur Optimalität von Strafen sowie in die Untersuchung konkreter Beispiele für private Durchsetzung, wie Belohnungen und firmeninterne Kontrollsysteme.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind die soziale Verlustfunktion, das Overenforcement-Theorem, die Nullgewinnbedingung der Enforcement-Industrie sowie die Substitutivität oder Additivität privater Beiträge.

Warum ist eine rein private Rechtsdurchsetzung laut Autor problematisch?

Der Autor argumentiert, dass eine vollständige Privatisierung das staatliche Gewaltmonopol untergraben würde, was die legislative und judikative Basis gefährdet und die Bereitstellung öffentlicher Güter wie Sicherheit unmöglich machen könnte.

Wie bewertet der Autor den Vorschlag der Pensionskasse zur Prävention von Dienstvergehen?

Der Autor sieht darin eine präventive Maßnahme, warnt jedoch vor dem Moral-Hazard-Problem der Veruntreuung durch den Arbeitgeber, weshalb eine neutrale Verwaltung der Gelder notwendig wäre.

Final del extracto de 16 páginas  - subir

Detalles

Título
Should law enforcement be privatized?
Subtítulo
Ist eine private Durchsetzung des Rechts sinnvoll?
Universidad
University of Heidelberg  (Max-Weber-Institut)
Curso
Umweltökonomik
Calificación
2,0
Autor
Marco Salm (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
16
No. de catálogo
V152577
ISBN (Ebook)
9783640644612
ISBN (Libro)
9783640644698
Idioma
Alemán
Etiqueta
should durchsetzung rechts
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Marco Salm (Autor), 2008, Should law enforcement be privatized?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/152577
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