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Der intentionale Einsatz von Köderprodukten im Marketing und die Messung von Präferenzen bei Existenz von „Ködereffekten“

Eine empirische Studie unter besonderer Berücksichtigung der Conjoint-Analyse

Titre: Der intentionale Einsatz von Köderprodukten im Marketing und die Messung von Präferenzen bei Existenz von „Ködereffekten“

Mémoire (de fin d'études) , 2008 , 142 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Dipl.-Soz. Christian Frey (Auteur)

Gestion d'entreprise - marketing en ligne et marketing hors ligne
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Résumé Extrait Résumé des informations

Ein Köder stellt eine Wahlmöglichkeit dar, die von einer anderen Option hinsichtlich bestimmter Eigenschaften eindeutig oder relativ dominiert wird. Im Marketing können derartige als Köder konzipierte Produkte im Markt platziert werden, um einen ökonomischen Erfolg gegenüber der Konkurrenz zu erzielen. Das Konzept des Ködereffektes ist jedoch auch unter methodischen Gesichtspunkten zu betrachten, da die Messung von Präferenzen dem Effekt von Ködern unterliegen kann und die mittels solcher Methoden erzielten Ergebnisse in Folge mit Vorsicht zu interpretieren sind, da Verzerrungen resultieren. Dies erscheint problematisch, da diese Ergebnisse von Unternehmen als Grundlage dienen, um am Nutzen der Nachfrager ausgerichtete Marketing-Maßnahmen zu ergreifen.

Ein derartiges Instrumentarium stellt die Conjoint-Analyse dar, ein Standardverfahren zur Analyse von Nachfrager-Präferenzen in der Marketingforschung. Deren Anwendung ist allerdings an eine ganze Reihe von Prämissen gebunden. So stellt insbesondere die Präferenzunabhängigkeit, d. h., dass einzelne Produktmerkmale unabhängig von den anderen Beschreibungsmerkmalen und Alternativen einen Nutzen stiften, eine besonders „kritische“ Grundvoraussetzung der im Rahmen der Conjoint-Analyse oftmals als linear-additiv unterstellten Nutzenmodelle dar. So zeigt sich etwa in realen Entscheidungssituationen, dass Probanden einzelne Alternativen abhängig vom Entscheidungskontext beurteilen. Insbesondere dann, wenn im Entscheidungs-Set dominierte Alternativen, sog. Köder, enthalten sind, ist mit einer Prämissenverletzung zu rechnen.

Gegenstand der Arbeit ist es, die Existenz von Ködereffekten im Rahmen der Conjoint-Analyse aufzuzeigen und unterschiedliche Resultate auf diese zurückzuführen. Die Herangehensweise gliedert sich in zwei Bereiche. Im theoretischen Teil soll zunächst eine ausführliche Grundlage zum Verständnis des Ködereffektes geschaffen und gezeigt werden, wie Köder Präferenzen beeinflussen. Die anschließende Diskussion nimmt auf die in der Literatur als zentral zu bezeichnenden Ansätze zur Erklärung von Präferenzänderungen Bezug. Im empirischen Teil wird gezeigt, inwieweit die manipulierte Anordnung von Produktkarten eines reduzierten Conjoint-Designs Ködereffekte hervorrufen kann, woraus Implikationen für die Marktforschungspraxis abgeleitet werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Der Effekt von Ködern – Intendierte und nicht intendierte Effekte

2 Der Einsatz von Ködern zur Beeinflussung von Präferenzen

2.1 Der Ködereffekt und mögliche Köderpositionen

2.1.1 Dominierte Köder

2.1.2 Nicht-dominierte Köder

2.2 Ursachen von Präferenzänderungen durch Köder

2.2.1 Value-Shift-Modelle

2.2.2 Weight-Change-Modelle

2.2.3 Emergent-Value-Modelle

2.3 Anforderungen zur Erzielung starker Ködereffekte

2.3.1 Moderatoren des Ködereffektes

2.3.2 Optimale Positionierung von Ködern

3 Der Einsatz von Ködern in der Marketing-Praxis

3.1 Verwendetes Material und Betrachtungszeitraum

3.2 Empirische Hinweise auf Köder

4 Nicht intendierte Effekte von Ködern bei der Conjoint-Analyse

4.1 Die Conjoint-Analyse als Instrument der Präferenzmessung

4.2 Das Problem von Ködern bei der Conjoint-Analyse

4.3 Empirische Studie – Design und Untersuchungsgesamtheit

4.3.1 Gemeinsamkeiten in der Gestaltung der Fragebögen

4.3.2 Unterschiede zwischen den Fragebögen

4.3.3 Auswertung der Ergebnisse

5 Schlussfolgerungen und Ausblick

5.1 Implikationen für das Marketing

5.2 Implikationen der Conjoint-Analysen

5.3 Empfehlungen für die künftige Forschung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den intentionalen Einsatz von Köderprodukten im Marketing zur gezielten Beeinflussung von Konsumentenpräferenzen sowie deren nicht intendierte Effekte bei der Präferenzmessung mittels Conjoint-Analyse. Ziel ist es, durch eine theoretische Fundierung und eine empirische Studie aufzuzeigen, wie Köder den Entscheidungskontext verzerren und so die Validität von Conjoint-Analysen beeinträchtigen können.

  • Wirkungsweise und Typologie von Ködereffekten
  • Erklärungsansätze für präferenzverändernde Kontextfaktoren
  • Analyse der Marketing-Praxis hinsichtlich des Ködereinsatzes
  • Einfluss von Ködern auf die methodische Reliabilität der Conjoint-Analyse
  • Empirischer Nachweis von Verzerrungen durch Köder in unterschiedlichen Studiendesigns

Auszug aus dem Buch

1 Der Effekt von Ködern – Intendierte und nicht intendierte Effekte

Oftmals finden Konsumenten sich in Situationen wieder, in welchen sie eine Wahl zwischen verschiedenen Produktalternativen zu treffen haben. Für welche Alternative sich ein Konsument schließlich entscheidet wird dabei nicht nur von den Eigenschaften der wählbaren Optionen beeinflusst, sondern auch von anderen Faktoren wie dem Kontext. Dieser bezieht sich im Zusammenhang von Wahlentscheidungen auf: „[…] changes in the choice process or its outcome as a function of the particular brands that are included in the choice set.“

Es wird eine Situation beschrieben, in welcher Konsumenten ein bestimmtes Produkt in Anwesenheit einer Menge von präsentierten Alternativen beurteilen. Ausgehend vom Modell eines rationalen Konsumenten postuliert die moderne Wirtschaftstheorie ein vor allem an seiner Nutzenmaximierung interessierten Menschen, welcher die Devise „taking-the-best-action“ seinen Entscheidungen zugrunde legt. Dies führt zu der logischen Schlussfolgerung, dass die Präferenzstruktur zwischen verschiedenen gegebenen Alternativen unabhängig vom Kontext sein sollte, in welchem diese präsentiert werden.

Auf der Behauptung einer von dem Kontext unabhängigen Präferenz basieren auch viele Modelle, welche die von einer Person getroffene Wahl – von beispielsweise Produkten – aus unterschiedlichen Alternativen zum Gegenstand haben. Dabei ist es insbesondere die Annahme der Regularität, welche solchen Modellen inhärent ist. Im Rahmen dieser als „principle of regularity“ bezeichneten Prämisse wird davon ausgegangen, dass sich die Wahrscheinlichkeit, eine bestimmte Alternative zu wählen, nicht dadurch erhöhen lässt, indem eine weitere Alternative hinzukommt. Begründet wird dies mit einer aus der normativen Entscheidungstheorie formulierten Annahme der Unabhängigkeit der Präferenzen von irrelevanten Alternativen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Der Effekt von Ködern – Intendierte und nicht intendierte Effekte: Einführung in die Thematik der Kontextabhängigkeit von Entscheidungen und die theoretische Grundlage des Ködereffekts.

2 Der Einsatz von Ködern zur Beeinflussung von Präferenzen: Detaillierte Darstellung verschiedener Köderarten, deren Positionierungsstrategien und Erklärungsmodelle für Präferenzänderungen.

3 Der Einsatz von Ködern in der Marketing-Praxis: Analyse der tatsächlichen Verwendung von Ködern in Prospektwerbungen verschiedener Branchen.

4 Nicht intendierte Effekte von Ködern bei der Conjoint-Analyse: Untersuchung der methodischen Auswirkungen von Ködern auf die Ergebnisse von Conjoint-Analysen und Vorstellung der empirischen Studie.

5 Schlussfolgerungen und Ausblick: Ableitung von Marketing-Implikationen sowie kritische Würdigung der Conjoint-Analyse als Messinstrument.

Schlüsselwörter

Ködereffekt, Conjoint-Analyse, Präferenzmessung, Konsumentenentscheidung, Dominanzstruktur, Kontextabhängigkeit, Marketing-Strategie, Nutzenmaximierung, Verlustaversion, Range-Frequency-Theorie, Produktkategorien, Kaufentscheidung, Empirische Studie, Wahlmodelle, Marktanteil

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit untersucht, wie sogenannte "Köderprodukte" den Entscheidungskontext von Konsumenten verändern und dadurch deren Präferenzen beeinflussen können, sowohl gezielt im Marketing als auch unbeabsichtigt in Marktforschungsstudien.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit behandelt die Typologie von Ködern (z.B. dominierte vs. nicht-dominierte Köder), psychologische Erklärungsmodelle für deren Wirkung und die methodischen Herausforderungen bei der Anwendung der Conjoint-Analyse.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist der Nachweis, dass die Existenz von Köderalternativen die Ergebnisse der Conjoint-Analyse verzerrt und somit die daraus abgeleiteten Marketingentscheidungen beeinflussen kann.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor führt eine empirische Studie mit 162 Studenten durch, wobei ein Kontroll- und Experimentalgruppendesign angewendet wird, um die Auswirkungen unterschiedlicher Anordnungen von Produktkarten zu testen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen des Ködereffekts erarbeitet, dann der Einsatz in der Praxis (Prospektwerbung) analysiert und schließlich die spezifischen Probleme bei der Conjoint-Analyse experimentell untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Ködereffekt, Conjoint-Analyse, Präferenzmessung, Kontextabhängigkeit und Nutzenmaximierung.

Welche Rolle spielt die "Rechtfertigungsthese" bei Ködereffekten?

Die Rechtfertigungsthese besagt, dass Konsumenten eher zu einer Wahl neigen, die sie vor anderen begründen können; die Anwesenheit eines Köders kann dabei helfen, eine bestimmte Alternative als rationalen Kompromiss zu rechtfertigen.

Wie unterscheiden sich die im Experiment verwendeten Fragebogengruppen?

Die Gruppen unterschieden sich durch die Anordnung der Produktkarten (mit vs. ohne Ködersituation) sowie durch die Methode der Präferenzabfrage (Rangverteilung vs. Präferenzwertmethode).

Was empfiehlt der Autor für zukünftige Forschungsarbeiten?

Der Autor empfiehlt unter anderem die Einbeziehung von Phantomködern als unkompliziertes Verfahren zum Nachweis von Ködereffekten, ohne das Prinzip der Orthogonalität zu verletzen.

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Résumé des informations

Titre
Der intentionale Einsatz von Köderprodukten im Marketing und die Messung von Präferenzen bei Existenz von „Ködereffekten“
Sous-titre
Eine empirische Studie unter besonderer Berücksichtigung der Conjoint-Analyse
Université
University of Trier  (Professur für Marketing, Innovation und Electronic-Business)
Note
1,3
Auteur
Dipl.-Soz. Christian Frey (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
142
N° de catalogue
V152761
ISBN (ebook)
9783640650880
ISBN (Livre)
9783640651139
Langue
allemand
mots-clé
Marketing Decoy-Effect Präferenzen Präferenzmodelle Decoy Wahlmodelle Kontext Präferenzmessung Nutzenmessung Marktforschung Köderprodukt Köder Ködereffekt Conjoint-Analyse
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Dipl.-Soz. Christian Frey (Auteur), 2008, Der intentionale Einsatz von Köderprodukten im Marketing und die Messung von Präferenzen bei Existenz von „Ködereffekten“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/152761
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Extrait de  142  pages
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