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Soziale Gerechtigkeit an Universitäten?

Soziale und geschlechtsspezifische Ungleichheit an österreichischen Universitäten

Title: Soziale Gerechtigkeit an Universitäten?

Seminar Paper , 2006 , 11 Pages , Grade: 2

Autor:in: Katharina Bergmaier (Author)

Sociology - Work, Education, Organisation
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Gerechtigkeit an Universitäten? –Soziale und geschlechtsspezifische Ungleichheit an österreichischen Universitäten

Inhaltsverzeichnis:
1.) Fragestellung/ Zielsetzung
2.) Argumentation
2.1.) Schichtspezifische Selektion
2.2.) Gründe für soziale Reproduktion
2.3.) Geschlecht
2.4) Sozial offener Hochschulzugang als anachronistisches Konzept
3.) Reflexion
4.) Literatur

1.) Fragestellung/ Zielsetzung

In den 70ern rückte die starke soziale Selektivität des österreichischen Bildungssystems in den Fokus gesellschaftspolitischer Diskussionen. In der Folge wurde versucht, durch sozialpolitische Maßnahmen (Einführung von Studienbeihilfe, ect…) den Anteil der Studierenden aus bildungsfernen Schichten (ArbeiterInnen- und BäuerInnenkinder) zu erhöhen. Seitdem, so die politisch dominierende Darstellung, herrsche Chancengleichheit im Bildungssystem und ein offener, sozial durchlässiger Hochschulzugang sei gegeben. Jeder, der sich anstrenge, könne sozial aufsteigen. Ich werde in meiner Arbeit diesem herrschenden Mythos von der sozialen Durchlässigkeit des Bildungssystems widerlegen und die Mechanismen und Kriterien der insbesondere informellen Selektion bis zur Hochschule und an ebendieser darstellen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.) Fragestellung/ Zielsetzung

2.) Argumentation

2.1.) Schichtspezifische Selektion

2.2.) Gründe für soziale Reproduktion

2.3.) Geschlecht

2.4) Sozial offener Hochschulzugang als anachronistisches Konzept

3.) Reflexion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Mechanismen der sozialen und geschlechtsspezifischen Ungleichheit im österreichischen Hochschulsystem und hinterfragt den Mythos einer herrschenden sozialen Durchlässigkeit durch die Analyse informeller Selektionskriterien.

  • Soziale Selektivität des österreichischen Bildungssystems
  • Einfluss des Habitus auf den Bildungserfolg
  • Geschlechtsspezifische Barrieren in der akademischen Laufbahn
  • Auswirkungen neoliberaler Umstrukturierungen auf den Hochschulzugang
  • Bedeutung der sozialen Herkunft für den Studienerfolg

Auszug aus dem Buch

2.1.) Schichtspezifische Selektion

Die soziale Reproduktion ist im Bildungssystem unvermindert gegeben. So ist der wichtigste Einflussfaktor auf das spätere Bildungsniveau und den späteren Bildungserfolg der Kinder der Bildungsstatus der Eltern. Je höher dieser, desto höher sind auch das Bildungsniveau und Schulerfolg der Kinder. Weitere relevante Faktoren für Selektion im Bildungssystem sind: „soziale Herkunft (also Einkommen und Beruf der Eltern), regionale Herkunft (es besteht ein Bildungsgefälle zwischen städtischen Zentren und ländlicher Peripherie), Geschlecht“ und Schulwahl. (vgl. Vater, Stefan: Bildungsinstitutionen als soziales Sieb. Selektionseffekte im österreichischen Bildungssystem. In: Kuba, Sylvia (Hrsg.)(2007): Im Klub der Auserwählten. Soziale Selektion an der Universität, Löcker; Wien, S. 15)

Die Unterrepräsentation von Kindern aus bildungsfernen Schichten will ich mit folgenden Statistiken verdeutlichen: Drei Viertel der Kinder aus gehobener sozialen Verhältnissen besuchen eine Hochschule, während nur 11% der Kinder aus den unteren Schichten studieren; obwohl der Anteil dieser Kinder an der Gesamtgesellschaft fast drei Mal so hoch ist wie jener der Kinder aus sozial gehobenen Verhältnissen. (vgl. Institut für Höhere Studien (2006): Soziale Aspekte des Hochschulzugangs und Durchlässigkeit des Bildungssystems; Wien, S. 79)

Zusammenfassung der Kapitel

1.) Fragestellung/ Zielsetzung: Das Kapitel erläutert den Mythos der sozialen Durchlässigkeit des österreichischen Bildungssystems und setzt sich das Ziel, Mechanismen informeller Selektion aufzudecken.

2.) Argumentation: Dieser Hauptteil analysiert, wie soziale Herkunft und Geschlecht den Bildungserfolg prägen und wie das Bildungssystem als soziales Sieb fungiert.

2.1.) Schichtspezifische Selektion: Es wird dargelegt, dass der Bildungsstatus der Eltern den Erfolg der Kinder massiv beeinflusst und Kinder aus bildungsfernen Schichten strukturell benachteiligt sind.

2.2.) Gründe für soziale Reproduktion: Dieses Kapitel nutzt den Ansatz von Pierre Bourdieu, um zu erklären, wie bürgerlicher Habitus und Sprache im Bildungssystem Kinder aus unteren Schichten ausgrenzen.

2.3.) Geschlecht: Die Untersuchung zeigt auf, dass Frauen trotz Bildungsexpansion an gläserne Decken stoßen und der akademische Betrieb androzentrisch geprägt ist.

2.4) Sozial offener Hochschulzugang als anachronistisches Konzept: Hier wird kritisiert, dass neoliberale Tendenzen und die Kommerzialisierung von Bildung den Zugang für benachteiligte Gruppen weiter erschweren.

3.) Reflexion: Der Autor schlägt konkrete Maßnahmen wie die Gesamtschule und Frauenquoten vor, um soziale Gerechtigkeit an Universitäten zu fördern.

Schlüsselwörter

Soziale Gerechtigkeit, Bildungssystem, Selektion, Bildungsferne Schichten, Habitus, Pierre Bourdieu, Geschlechtsspezifische Ungleichheit, Studienabbruch, Akademische Karriere, Soziale Reproduktion, Hochschulzugang, Bildungsbarrieren, Österreichische Universitäten, Frauenquote, Chancengleichheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, ob Chancengleichheit an österreichischen Universitäten tatsächlich existiert, und widerlegt den Mythos einer offenen sozialen Durchlässigkeit.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentral sind die soziale Selektivität des Schulsystems, die Bedeutung der Herkunft und des Habitus sowie die geschlechtsspezifischen Hürden im akademischen Kontext.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die Mechanismen und Kriterien der informellen Selektion bis hin zur Universität darzustellen und aufzuzeigen, wie diese zur Reproduktion sozialer Klassen führen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit soziologischen Konzepten, insbesondere der Habitus-Theorie von Pierre Bourdieu, ergänzt durch aktuelle statistische Daten.

Welche Inhalte stehen im Fokus des Hauptteils?

Der Hauptteil beleuchtet die schichtspezifische Selektion, die Gründe für soziale Reproduktion, die Benachteiligung von Frauen und den Wandel des Hochschulzugangs hin zu einem neoliberalen Modell.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit am besten?

Wesentliche Begriffe sind Soziale Gerechtigkeit, Bildungsferne Schichten, Habitus, Soziale Reproduktion und Geschlechtsspezifische Barrieren.

Welche Rolle spielt der Habitus laut Bourdieu im Bildungssystem?

Der Habitus, als verinnerlichtes System von Denk- und Handlungsschemata des Bürgertums, fungiert als Filter: Kinder, deren Habitus nicht mit dem der akademischen Welt korrespondiert, werden als weniger begabt oder unpassend eingestuft.

Warum wird die Forderung nach einer Frauenquote in der Arbeit als essenziell erachtet?

Da trotz der Bildungsexpansion Frauen in höheren akademischen Positionen massiv unterrepräsentiert sind, hält der Autor institutionelle Eingriffe für unumgänglich, um informelle männliche Netzwerke zu durchbrechen.

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Details

Title
Soziale Gerechtigkeit an Universitäten?
Subtitle
Soziale und geschlechtsspezifische Ungleichheit an österreichischen Universitäten
College
University of Linz
Grade
2
Author
Katharina Bergmaier (Author)
Publication Year
2006
Pages
11
Catalog Number
V153098
ISBN (eBook)
9783640651450
ISBN (Book)
9783640651580
Language
German
Tags
Bildungssoziologie Soziologie soziale Selektion soziale Ungleichheit Österreich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katharina Bergmaier (Author), 2006, Soziale Gerechtigkeit an Universitäten?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/153098
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