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Castingshows. Eine medienpsychologische Analyse der Zuschauerrezeption am Beispiel "Deutschland sucht den Superstar"

Title: Castingshows. Eine medienpsychologische Analyse der Zuschauerrezeption am Beispiel "Deutschland sucht den Superstar"

Seminar Paper , 2009 , 14 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Josephine Königshausen (Author)

Psychology - Media Psychology
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In der vorliegenden Arbeit wird versucht, die Frage zu klären, warum Zuschauer Castingshows rezipieren. Es wird sich dabei auf das Format „Deutschland sucht den Superstar“ beschränkt. Zur Beantwortung der Fragestellung wird eine Studie des Medien Instituts Ludwigshafen herangezogen, die sich mit den Gründen befasst, aus denen Menschen Fernsehshows schauen und wie sie diese wahrnehmen. Des weiteren geht es um die Erklärung der Medienrezeption durch die Mood-Management-Theorie von Dolf Zillmann. Sowohl die Studie, als auch die theoretischen Grundlagen des Mood-Managements werden anschließend durch eine eigenständig erarbeitete Umfrage belegt bzw. ergänzt. Die vorangestellten Theorien werden dadurch verstärkt und führen zu einer Erklärung der Mediennutzung von Castingshows.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Zusammenfassung

1. Einleitung

2. Vorstellung einer Studie zum Thema ‚Fernsehshows’

3. Mood-Management-Theorie nach Dolf Zillmann

4. Untersuchung zum Thema Castingshows

4.1 Stichprobenbeschreibung

4.2 Forschungsleitende Fragen und die daraus resultierenden Hypothesen

4.3 Auswertung

5. Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht medienpsychologische Aspekte der Zuschauerrezeption am Beispiel des TV-Formats „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS), um zu klären, warum Zuschauer dieses Format konsumieren und welche Rolle dabei Stimmungsregulation und Identifikation spielen.

  • Medienpsychologische Analyse der Rezeption von Castingshows
  • Anwendung der Mood-Management-Theorie nach Dolf Zillmann
  • Identifikation der Zuschauer mit den Kandidaten
  • Vergleich zwischen Sympathieträgern und polarisierenden „schrägen Vögeln“
  • Einfluss von Inszenierungsstrategien auf die Programmbindung

Auszug aus dem Buch

3. Mood- Management- Theorie nach Dolf Zillmann

Die Mood-Management-Theorie von Zillmann geht davon aus, dass Menschen Medien nutzen, um ihre Stimmung („mood“) zu regulieren („manage“). Dabei will der Rezipient immer ein bestimmtes Erregungsniveau erreichen, das individuell differiert. Vor allem Unterhaltungsangebote dienen zur Stimmungsregulation. Der Mensch ist laut Zillmann (1988) immer danach bestrebt, seine schlechte Stimmung zu minimieren und die gute Stimmung zu maximieren. Er schaltet demnach oft unbewusst oder spontan gerade solche Sendeformate an, die ihn vom Alltag ablenken. Wenn der gewünschte Effekt durch das ausgewählte Programm erreicht wurde, wird der Rezipient dieses Sendeformat später erneut auswählen.

In der nachfolgenden Untersuchung im Kapitel 4 lässt sich eine deutliche Tendenz ableiten, die die Stimmungsmaximierung nach dem Schauen von „DSDS“ erkennbar macht. Unterhaltungsformate rufen bestimmte Emotionen hervor, die eine positive Stimmung erzeugen (z.B.: Ablenkung, Spaß oder Bewunderung).

Ob ein Medieninhalt die Person erregt, hängt davon ab, ob sie sich mit dem Inhalt, sowie den Darstellern identifizieren kann. Bei Castingshows werden Menschen wie du und ich gezeigt, die diesen Prozess der Identifikation hervorrufen. Die Reizqualitäten von Medienangeboten liegen weiterhin in der Komplexität, der Neuartigkeit, dem Überraschungswert und der Mehrdeutigkeit von Inhalten. „DSDS“ hat einen Reality Faktor, der die Sendung interessant macht. Der Zuschauer weiß nicht, was als nächstes passiert und es wird mit Extremen gespielt. Durch die kurzen Auftritte zu Beginn der Castings wird immer wieder eine neue Spannung erzeugt. Hierbei sind die ständigen Wechsel von Publikumslieblingen und talentfreien, vermeintlichen Sängern hilfreich, um die Erwartungshaltung des Rezipienten immer wieder neu zu formen.

Zusammenfassung der Kapitel

Zusammenfassung: Die Arbeit klärt die Motive für die Rezeption von Castingshows unter Einbeziehung einer Fremdstudie und der Mood-Management-Theorie.

1. Einleitung: Es wird die Allgegenwärtigkeit von Castingshows wie DSDS thematisiert und das Ziel der medienpsychologischen Untersuchung definiert.

2. Vorstellung einer Studie zum Thema ‚Fernsehshows’: Die Ergebnisse einer qualitativen Befragung von 1995 werden auf heutige Castingshows übertragen, um Motive wie Entspannung und Personengebundenheit zu beleuchten.

3. Mood-Management-Theorie nach Dolf Zillmann: Diese Theorie erklärt, wie Medien zur gezielten Stimmungsregulation und Erregungssteuerung eingesetzt werden.

4. Untersuchung zum Thema Castingshows: In einer eigenen Umfrage wird untersucht, wie unterschiedliche Probanden auf verschiedene Kategorien von Kandidaten reagieren und wie dies die Stimmung beeinflusst.

5. Diskussion: Die Ergebnisse werden zusammengeführt und die Bedeutung von Identifikation, Inszenierung und dem Bedürfnis nach Unterhaltung/Ablenkung abschließend erörtert.

Schlüsselwörter

Castingshows, Medienpsychologie, Zuschauerrezeption, DSDS, Mood-Management-Theorie, Dolf Zillmann, Identifikation, Stimmungsregulation, Fernsehshows, Unterhaltung, Programmbindung, Medienkonsum, Polarisierung, Zuschauerforschung, Medienwirkung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit analysiert die psychologischen Hintergründe der Medienrezeption von Castingshows am Beispiel des Formats „Deutschland sucht den Superstar“.

Welche theoretische Basis wird verwendet?

Das Hauptmodell der Untersuchung ist die Mood-Management-Theorie nach Dolf Zillmann, die das Ziel der Stimmungsmaximierung durch Mediennutzung erklärt.

Was ist das zentrale Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu klären, warum Zuschauer Castingshows schauen und welche Faktoren, wie beispielsweise die Identifikation mit Kandidaten, dabei eine Rolle spielen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Neben der theoretischen Einbettung durch Literaturrecherche führt die Autorin eine eigene empirische Umfrage mit 20 Probanden durch, die verschiedene Videoclips bewerten.

Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?

Der Hauptteil befasst sich mit der Analyse der Zuschauerreaktionen auf verschiedene Arten von Kandidaten – sogenannten Sympathieträgern und „schrägen Vögeln“ – sowie deren Einfluss auf die Stimmung der Zuschauer.

Welche Kernbegriffe charakterisieren die Untersuchung?

Zentrale Begriffe sind Medienpsychologie, Stimmungsregulation, Identifikation und Programmbindung.

Wie wirkt sich die Präsenz von sogenannten „schrägen Vögeln“ auf den Zuschauer aus?

Die Analyse zeigt, dass diese polarisierenden Charaktere oft eine stärkere Wirkung auf die Stimmungsmaximierung haben als reine Sympathieträger, da sie Belustigung und ein hohes Maß an Aufmerksamkeit auslösen.

Welche Rolle spielt die Identifikation für den Erfolg des Formats?

Die Identifikation ist ein entscheidender Faktor, da Zuschauer sich in den Kandidaten wiedererkennen und eine parasoziale Beziehung aufbauen, die an die Sendung bindet.

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Details

Title
Castingshows. Eine medienpsychologische Analyse der Zuschauerrezeption am Beispiel "Deutschland sucht den Superstar"
College
Braunschweig Academy of fine arts
Course
Medienpsychologie
Grade
1,3
Author
Josephine Königshausen (Author)
Publication Year
2009
Pages
14
Catalog Number
V153169
ISBN (eBook)
9783640652419
ISBN (Book)
9783640652372
Language
German
Tags
Castingshows Eine Analyse Zuschauerrezeption Beispiel Deutschland Superstar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Josephine Königshausen (Author), 2009, Castingshows. Eine medienpsychologische Analyse der Zuschauerrezeption am Beispiel "Deutschland sucht den Superstar", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/153169
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