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Die Online-Durchsuchung

Die aktuelle Debatte um die Online-Durchsuchung und Stellungsnahme zur Notwendigkeit bzw. Legitimation staatlicher Internetregulierung

Titre: Die Online-Durchsuchung

Dossier / Travail , 2010 , 10 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Abel Hoffmann (Auteur)

Médias / Communication - Médias et Politique, Communication politique
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Résumé Extrait Résumé des informations

Da das einzige Buch zum Thema Online-Durchsuchung in der Uni-Bibliothek verliehen ist und trotz Vormerkung nicht mehr rechtzeitig zur Verfügung stand, musste ich meine Re-cherche auf das Internet beschränken. Der komplizierteste Part der Hausarbeit bestand darin, die relevanten Informationen aus der großen Masse an Halbwahrheiten und Spekulationen ohne technisches Hintergrundwissen herauszufiltern. Geholfen haben mir dabei der Blog von Burkhard Schröder, Autor des o.g. Buches und die aktuellen, fachlich fundierten Artikel des Heise-Verlags. Das Problem beim Ganzen ist, dass die ersten Google-Ergebnisseiten gefüllt sind mit den Artikeln der großen Nachrichtenseiten (Spiegel Online, Heise, Focus, SZ, TAZ) aus den Jahren 2006-2007, in denen die gesetzliche Lage ungeklärt, die Faktenlage eher dürftig, die Spekulationen über die Möglichkeiten eines Bundestrojaners dafür aber um so blühender waren.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Die Historie der Online-Durchsuchung

2. Technische Möglichkeiten einer Online-Durchsuchung

Unterscheidung zwischen Quellen-TKÜ und Online-Durchsuchung

Der Bundestrojaner

Infiltrierung des Rechners

3. Die Problematik der Online-Durchsuchung

4. Stellungsnahme zur Online-Durchsuchung

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit analysiert die Debatte um die staatliche Online-Durchsuchung, untersucht die technischen Umsetzungsmöglichkeiten durch Spähsoftware und bewertet die Legitimität sowie die ethischen und rechtlichen Implikationen staatlicher Internetregulierung im Hinblick auf den Schutz der Privatsphäre.

  • Historische Entwicklung der rechtlichen Rahmenbedingungen für Online-Durchsuchungen.
  • Technische Abgrenzung zwischen Quellen-TKÜ und Online-Durchsuchung.
  • Analysemethoden für die Infiltrierung von Zielsystemen (z.B. E-Mail, Sicherheitslücken).
  • Kritische Reflexion der Problematik hinsichtlich Datenmanipulation und ethischer Risiken.
  • Bewertung der staatlichen Legitimation zur Überwachung im digitalen Raum.

Auszug aus dem Buch

Die Infiltrierung des Rechners

Gerade die Möglichkeit, einen gut gesicherten Rechner zu infiltrieren, wird von Fachkreisen stark angezweifelt. Im Folgenden zähle ich mehrere Möglichkeiten und ihre jeweiligen Probleme auf:

Per eMail: die am häufigsten diskutierte Variante ist das Zuschicken des Programms als Anhang an eine eMail. Die Problematik besteht darin, den Benutzer zum Ausführen dieses eMail-Anhangs zu bewegen. Dafür könnte z.B. die Adresse des eMail-Absenders gefälscht werden (technisch einfach) oder die eMail von einer offiziellen Behörde kommen. Gerade Terroristen oder Kriminelle, die mit ziemlicher Sicherheit äußerst vorsichtig agieren, würden aber sehr wahrscheinlich keine verdächtigen Anhänge öffnen. Selbst das BSI warnt davor, unerwartete Anhänge zu öffnen.

Ausnutzung bestehender Sicherheitslücken: In eMail-Programmen, Browser, Multimedia-Playern oder anderen Programmen, die Zugriff auf das Internet haben, werden immer wieder Sicherheitslücken entdeckt, die dann in den meisten Fällen nach einiger Zeit durch Updates der Hersteller wieder geschlossen werden. Dafür würde es z.B. schon reichen, den Nutzer des Zielrechners auf eine manipulierte Internet-Seite zu locken (PassBy-Infizierung). Um diese Sicherheitslücken auszunutzen, müsste dem Angreifer zum einen bekannt sein, welche Programme benutzt werden und zum anderen müsste er die offenen Sicherheitslücken der einzelnen Programme kennen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Historie der Online-Durchsuchung: Dieses Kapitel rekonstruiert den zeitlichen Ablauf der Ereignisse rund um die Online-Durchsuchung in Deutschland, von den Anfängen 2005 bis zu den Urteilen des Bundesverfassungsgerichts 2008.

2. Technische Möglichkeiten einer Online-Durchsuchung: Hier werden die technischen Methoden erläutert, wie ein Rechner infiltriert werden kann, und es erfolgt eine Differenzierung zur Quellen-TKÜ.

3. Die Problematik der Online-Durchsuchung: In diesem Teil werden kritische Bedenken erörtert, darunter Datenmanipulation, ethische Bedenken und wirtschaftliche Schäden durch den Einsatz staatlicher Spähsoftware.

4. Stellungsnahme zur Online-Durchsuchung: Der Autor bezieht Position zur Unantastbarkeit der Privatsphäre im digitalen Zeitalter und kritisiert die staatlichen Versuche, den Schutz informationstechnischer Systeme zu untergraben.

Schlüsselwörter

Online-Durchsuchung, Bundestrojaner, Quellen-TKÜ, Privatsphäre, Grundgesetz, Internetregulierung, Sicherheit, Datenschutz, Infiltrierung, Bundesverfassungsgericht, Datenmanipulation, staatliche Überwachung, Informationstechnik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Kontroverse um die staatliche Online-Durchsuchung als Mittel der Strafverfolgung und Gefahrenabwehr.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder sind die historische Entwicklung, die technischen Verfahren der Computer-Infiltrierung sowie die rechtlichen und ethischen Grenzen staatlicher Überwachungsmaßnahmen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es, die Debatte zur Online-Durchsuchung zu erläutern und kritisch zu hinterfragen, welche Regulierungsaktivitäten im Internet als legitim oder notwendig erachtet werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?

Es handelt sich um eine deskriptive und analytische Aufarbeitung der Ereignisse und Debatten, gestützt auf Literatur- und Internetrecherchen sowie auf aktuelle Urteile des Bundesverfassungsgerichts.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Chronologie, eine detaillierte Betrachtung der technischen Infiltrierungswege und eine kritische Auseinandersetzung mit der Problematik des Einsatzes solcher Spähsoftware.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Online-Durchsuchung, Bundestrojaner, Privatsphäre, Grundgesetz und staatliche Überwachung.

Welche Rolle spielt die Unterscheidung zwischen Quellen-TKÜ und Online-Durchsuchung?

Die Arbeit hebt hervor, dass die Regierung zwischen beiden Instrumenten unterscheidet, da die Quellen-TKÜ auf Kommunikationsüberwachung abzielt, während die Online-Durchsuchung die gesamte Festplatte des Zielsystems einbezieht.

Warum bezweifelt der Autor die Effektivität von Backdoors?

Der Autor argumentiert, dass Hintertüren ein Sicherheitsrisiko darstellen, da sie nicht nur von Behörden, sondern auch von Kriminellen ausgenutzt werden könnten und das Vertrauen in die Software-Industrie massiv schädigen.

Wie bewertet der Autor den Schutz der digitalen Privatsphäre?

Er fordert, dass das Grundrecht auf Unverletzlichkeit der Wohnung auch für digitale Daten gelten muss, da moderne Rechner und Mobiltelefone einen hohen Stellenwert in der Privatsphäre des Einzelnen einnehmen.

Welche Alternative schlägt der Autor zur Online-Durchsuchung vor?

Er verweist auf passivere Methoden wie TEMPEST, die optische oder elektromagnetische Signale erfassen, da diese technologisch aufwändiger sind und das Risiko einer automatisierten Massenüberwachung verringern.

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Résumé des informations

Titre
Die Online-Durchsuchung
Sous-titre
Die aktuelle Debatte um die Online-Durchsuchung und Stellungsnahme zur Notwendigkeit bzw. Legitimation staatlicher Internetregulierung
Université
University of Siegen
Cours
Internetöffentlichkeiten
Note
1,0
Auteur
Abel Hoffmann (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
10
N° de catalogue
V153195
ISBN (ebook)
9783640652341
ISBN (Livre)
9783640652259
Langue
allemand
mots-clé
Online-Durchsuchung Debatte Online-Durchsuchung Stellungsnahme Notwendigkeit Legitimation Internetregulierung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Abel Hoffmann (Auteur), 2010, Die Online-Durchsuchung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/153195
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