Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Rhétorique / Phonétique / Orthophonie

Das Briefing als rhetorisches Kommunikationsverfahren im Prozess des Redenschreibens

Titre: Das Briefing als rhetorisches Kommunikationsverfahren im Prozess des Redenschreibens

Dossier / Travail de Séminaire , 2009 , 19 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Lena Maier (Auteur)

Rhétorique / Phonétique / Orthophonie
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Neben der Fülle an Ratgeberliteratur sind wissenschaftliche Untersuchungen und Publikationen zum Thema Briefing bisher selten. Deshalb wird das Briefing, als Teil des Prozess Redenschreiben, in dieser Arbeit in das System der Rhetorik eingebettet, um einen Zugang zum Thema zu ermöglichen, der fern der Ratgeberliteratur systemtheoretisch agiert.

Unter diesem Aspekt soll gezeigt werden, dass das Briefing als Kommunikationsverfahren zu verstehen ist. Ergo als ein Prozess, der nach der Sender-Botschaft-Empfänger-Struktur funktioniert. Mit diesem Verständnis konnte ein Modell entwickelt werden, das die Akteure des Verfahrens – Redner, Redenschreiber und Adressaten – hinsichtlich ihrer Konstitution und Relation abstrahiert. Zuvor wird dafür mit der Begriffsdefinition und einem Überblick über das Verständnis des Terminus die Basis geschaffen. Systematisch ist das Briefing in die Produktionsstadien der Rede einzugliedern, wie gezeigt werden soll, in der Position der intellectio.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitend

2. Rhetorisches Setting des Kommunikationsverfahren Briefing

2.1. Strategischer Ansatz

3. Hinführend

3.1. Rede als Textgattung

3.2. Charakteristik des Redenschreibers

4. Wortherkunft/Definition

4.1. Varianten

5. Bestandteile des Kommunikationsverfahrens Briefing

5.1. Briefing als intellectio

5.2. Zu klärende Aspekte des Briefings

5.3. Modell für das Kommunikationsverfahren Briefing

5.4. Verhältnis und Disposition der Akteure

5.4.1. Auftraggeber/Primärorator

5.4.2. Publikum/Adressaten

5.4.3. Redenschreiber/Sekundärorator

6. Abschließend

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, das Briefing aus der primär praxisorientierten Ratgeberliteratur zu lösen und es als wissenschaftlich fundiertes, rhetorisches Kommunikationsverfahren innerhalb des Prozesses des Redenschreibens zu systematisieren.

  • Einbettung des Briefings in die rhetorische Produktionsphase der intellectio.
  • Entwicklung eines abstrakten Modells für das Kommunikationsverfahren Briefing.
  • Analyse der Akteure (Primärorator, Sekundärorator, Adressaten) hinsichtlich ihrer Disposition und Relation.
  • Untersuchung des Briefings als strategisches Instrument zur Zielerreichung (oratorisches Telos).
  • Rhetoriktheoretische Fundierung der Kooperation zwischen Redner und Redenschreiber.

Auszug aus dem Buch

3.2. Charakteristik des Redenschreibers

Der Redenschreiber, oftmals auch als Ghostwriter begriffen, lässt sich definieren als „jemand, der Texte im Auftrag eines anderen verfasst, fremdorientiert arbeitet und dabei anonym bleibt oder zumindest seinen Anteil am Werk verschweigt“17. Sein Werk ist an einen Auftraggeber gebunden, unter dessen Namen es publiziert wird. Der Beruf hat seine Ursprünge im Metier des griechischen Logographen, der auch auf professionelle Art und Weise Reden verfasste.18

Die konkrete Aufgabe des Redenschreibers ist die Umsetzung der vom Redner gewünschten Inhalte und Gedanken in einen überzeugenden Redetext. Da die Rede ein zielgerichtetes Vortragen ist, fällt dem Redenschreiber zugleich die Rolle eines Strategen und Taktikers zu: Er nimmt beratende Funktion ein und fungiert somit als sprachkompetenter Assistent des Orators.19 Somit wirkt er als beruflicher Rollenhandelnder und ist ebenfalls als Dienstleistungsanbieter zu verstehen. Sein Arbeitsprozess läuft ähnlich anderer Produktion ab, wie beispielsweise in einer Agentur – statt Kampagnen oder Ähnlichem, die designt werden, ist die Rede das Produkt.20

Der Prozess ist folgendermaßen grob zu umreißen: Der Textproduktion geht das Briefing voraus, in diesem wird der Redenschreiber über die sprachlich umzusetzenden Inhalte informiert. Daran anschließend wird, in Abhängigkeit von den Rahmenbedingungen, eine Strategie zur Realisierung des kommunikativen Telos entwickelt. Laut Mitschele/Baber schließt sich daran die Delegation der Textproduktion und die in diesem Zusammenhang anfallenden taktischen Überlegungen durch den Redner an.21 Nun kann der Sekundärorator anhand der Produktionsstadien zielfokussiert die Rede erarbeiten. Den konkreten Persuasionsversuch durch die Performanz des entstandenen Textes nimmt der tatsächliche Orator selbst vor.22 Für den Ablauf des Verfahrens gilt selbstverständlich, dass dieser situations- und auftraggeberabhängig unterschiedlich ausfallen kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitend: Die Einleitung stellt den Mangel an wissenschaftlicher Literatur zum Thema Briefing fest und verortet das Verfahren im Prozess des Redenschreibens.

2. Rhetorisches Setting des Kommunikationsverfahren Briefing: Dieses Kapitel definiert den Redenschreiber als strategischen Kommunikator, der in einem distanzierten Setting für einen Primärorator tätig wird.

2.1. Strategischer Ansatz: Hier wird der Prozess als vorausschauend-reflektierendes Planen beschrieben, das auf einem antizipatorischen rhetorisch-strategischen Kalkül basiert.

3. Hinführend: Dieser Abschnitt dient der konzeptionellen Vorbereitung und definiert die Rede als zielgerichtetes, rhetorisches Kommunikationsereignis.

3.1. Rede als Textgattung: Die Rede wird als mündlicher, anlassbezogener Prosatext definiert, dessen Ziel die Veränderung der Einstellung oder des Handelns des Gegenübers ist.

3.2. Charakteristik des Redenschreibers: Der Redenschreiber wird als professioneller Dienstleister und Ghostwriter analysiert, dessen Aufgabe die Transformation fremder Gedanken in einen überzeugenden Redetext ist.

4. Wortherkunft/Definition: Es wird die etymologische und fachsprachliche Herkunft des Begriffs Briefing beleuchtet, insbesondere aus dem Militär- und Werbejargon.

4.1. Varianten: Dieses Kapitel differenziert zwischen verschiedenen Ablaufphasen (Initia-, Re-, Abschlussbriefing) sowie zwischen internen und externen Dienstleistern.

5. Bestandteile des Kommunikationsverfahrens Briefing: Der Hauptteil setzt das Briefing mit der rhetorischen Produktionsphase der intellectio gleich und erarbeitet die wesentlichen Bestandteile.

5.1. Briefing als intellectio: Hier wird begründet, warum das Briefing als notwendige Vor-Operation der Redegestaltung zu betrachten ist.

5.2. Zu klärende Aspekte des Briefings: Das Kapitel erläutert die notwendigen Informationen und Analysen, die für eine erfolgreiche Briefing-Phase unerlässlich sind.

5.3. Modell für das Kommunikationsverfahren Briefing: Es wird ein grafisches Modell vorgestellt, das die Interaktion zwischen Auftraggeber, Redenschreiber und Publikum abstrahiert.

5.4. Verhältnis und Disposition der Akteure: Hier findet eine detaillierte psychologische und funktionale Untersuchung der am Prozess beteiligten Personen statt.

5.4.1. Auftraggeber/Primärorator: Dieser Abschnitt behandelt die Rolle des Redners, dessen Bedürfnis nach Entlastung und die Notwendigkeit der Authentizität.

5.4.2. Publikum/Adressaten: Das Publikum wird hinsichtlich seiner psychischen Disposition und als Zielinstanz für die Persuasion analysiert.

5.4.3. Redenschreiber/Sekundärorator: Abschließend werden die Anforderungen und Kompetenzen des Redenschreibers in Bezug auf seine Aufgabe der Antizipation und Textkonstruktion beschrieben.

6. Abschließend: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die erfolgreiche Integration des Briefings in die wissenschaftliche Rhetoriktheorie.

Schlüsselwörter

Briefing, Redenschreiben, Rhetorik, Intellectio, Kommunikationsverfahren, Sekundärorator, Primärorator, Persuasion, Redeziel, Strategisches Kalkül, Textproduktion, Rhetorische Operation, Aptum, Kommunikation,Ghostwriting

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Briefing als ein zentrales, jedoch wissenschaftlich bisher kaum erschlossenes Element im Prozess des professionellen Redenschreibens.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten zählen die rhetorische Einordnung des Briefings, die Charakterisierung der beteiligten Akteure sowie die strategische Planung rhetorischer Kommunikation.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, das Briefing rhetoriktheoretisch zu fundieren und als systematischen Bestandteil der Produktionsphase einer Rede zu etablieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt einen systemtheoretischen Zugang, integriert Begriffsdefinitionen aus verschiedenen Fachbereichen und entwickelt ein eigenes Modell für das Kommunikationsverfahren.

Welche Inhalte bilden den Kern des Hauptteils?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Gleichsetzung des Briefings mit der intellectio, die Modellierung der Akteursbeziehungen und die Analyse der psychischen Dispositionen von Redner und Schreiber.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Wesentliche Begriffe sind Briefing, Redenschreiben, rhetorisches Kalkül, intellectio, Persuasion und die Unterscheidung zwischen Primär- und Sekundärorator.

Wie unterscheidet sich das interne vom externen Briefing?

Internes Briefing profitiert von bekanntem Fachwissen und Unternehmensrahmenbedingungen, während externes Briefing durch eine weniger "betriebsblind" Sichtweise und höhere Flexibilität punkten kann.

Warum spielt die intellectio für den Redenschreiber eine so wichtige Rolle?

Die intellectio stellt die notwendige Prä-Operation dar, in der der Redner die Rahmenbedingungen analysiert, um eine fundierte Basis für die weiteren Produktionsstadien der Rede zu schaffen.

Fin de l'extrait de 19 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Das Briefing als rhetorisches Kommunikationsverfahren im Prozess des Redenschreibens
Université
University of Tubingen  (Seminar für Allgemeine Rhetorik)
Cours
Hauptseminar Redenschreiben
Note
1,3
Auteur
Lena Maier (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
19
N° de catalogue
V153400
ISBN (ebook)
9783668198548
Langue
allemand
mots-clé
Rhetorik Briefing Kommunikation Adressat Orator Redenschreiben Redenschreiber Produktionsstadien Strategie Kommunikationswissenschaft Prozess
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Lena Maier (Auteur), 2009, Das Briefing als rhetorisches Kommunikationsverfahren im Prozess des Redenschreibens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/153400
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  19  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint