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Neue Wege der Mediation

Title: Neue Wege der Mediation

Bachelor Thesis , 2009 , 75 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Nina Pohlmann (Author)

Law - Civil / Private, Trade, Anti Trust Law, Business Law
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Summary Excerpt Details

Konflikte betreffen unterschiedlichste Bereiche und Personen, sie sind Teil unseres Alltags. Sobald Konflikte die Sachebene verlassen, eskalieren sie häufig und landen vor den ordentlichen Gerichten. Dort führen sie nicht selten zu hohen Kosten, viel verlorener Zeit und zu unbefriedigenden Ergebnissen.
Es gibt in der heutigen Zeit eine Menge Alternativen zu einem ordentlichen Gerichtsverfahren. Unter anderem bietet die Mediation eine gute Lösung im Bereich der alternativen Streitbeilegung.
Doch wie können Konflikte so sachlich wie möglich beigelegt werden?
Im Zuge dieser Ausarbeitung möchte ich mich mit dem Thema auseinandersetzen, welche Wege beschritten werden können, zerstrittene Parteien in der Mediation von der Beziehungsebene wieder dazu zu bringen, ihre Konflikte auf der Sachebene zu verhandeln. Als Werkzeug hierfür untersuche ich das Programm T@keLaw und die T@keLaw-Vote Funktion. Mit meiner Ausarbeitung stelle ich dar, wie ein Mediationsverfahren mit diesen Instrumenten der juristischen Praxis aussehen kann und welche Ergebnisse damit erreicht werden können.
Im ersten Teil meiner Arbeit stelle ich den Weg der Mediation als alternative Konfliktlösung dar, wie sie heute bekannt ist und durchgeführt wird. Der zweite Teil meiner Ausarbeitung soll eine neue Möglichkeit vorstellen, wie ein Mediationsverfahren im Zusammenhang mit den juristischen Instrumenten T@keLaw und T@keLaw-Vote aussehen könnte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Einleitung

2.1 Einführung in die Thematik

2.2 Zielsetzung

3. Mediation als alternative Konfliktlösung

3.1 Ein kleiner Einblick in die Geschichte der Mediation

3.2 Handlungsalternativen

3.2.1 Das Gerichtsverfahren

3.2.2 Das Schiedsverfahren

3.2.3 Die Schlichtung

3.2.4 Gemeinsame Konfliktlösung

3.3 Vergleich von Gerichtsverfahren und Mediation

3.4 Zum Begriff der Mediation

4. Die Konflikttheorie

4.1 Definition von Konflikten

4.2 Konfliktdiagnose

4.2.1 Konflikttypen

4.2.2 Modelle der Konfliktdiagnose

4.3 Subjektive Wahrnehmung von Konflikten

4.4 Konfliktdynamik

4.4.1 Stufen und Wendepunkte

5. Verhandlungen

5.1 Intuitives Verhandeln

5.2 Verhandlungsmanagement

5.2.1 Bewertung von Wahlmöglichkeiten anhand von Interessen

5.2.2 Subjektive Wahrnehmung von Optionen und Alternativen

5.3 Das Harvard – Konzept

5.4 Verhandlung und Mediation

6. Das Mediationsverfahren

6.1 Phasen der Mediation

6.1.1 Auftragsklärung

6.1.2 Liste der Themen

6.1.3 Positionen und Interessen

6.1.4 Heureka

6.1.5 Abschlussvereinbarungen

6.1.6 Die Evaluation

6.2 Der Mediator

6.2.1 Anforderungsprofil

6.2.2 Aufgaben

6.2.3 Die Typologie der Persönlichkeit eines Mediators

7. Techniken der Mediation

7.1 Kommunikation

7.1.1 Sprachmuster

7.1.2 Grundlagen der zwischenmenschlichen Kommunikation

7.1.3 Verbale Kommunikation

7.1.4 Nonverbale Kommunikation

7.2 Moderationstechnik

7.3 Kreativitätstechnik

7.4 Tools

8. Recht und Mediation

8.1 Recht der Mediation

8.2 Recht in der Mediation

8.3 Die Mediationsvereinbarung

8.4 Der Mediatorvertrag

8.5 Die Abschlussvereinbarung

9. T@keLaw als juristisches Instrument

9.1 T@keLaw und T@keLaw-Vote

9.2 Aufbau einer T@keLaw Struktur

9.2.1 Die UND – Struktur

9.2.2 Die ODER – Struktur

9.2.3 Negationen

9.3 T@keLaw-Vote

10. Die Theorie von Robert Alexy zur juristischen Argumentation als rationaler Diskurs

10.1. Das Deduktionsmodell

10.2. Das Dezisionsmodell

10.3. Der hermeneutische Modell

10.4. Das Kohärenzmodell

11. Probleme des Rechtssystems und Nutzen von T@keLaw und T@keLaw-Vote für juristische Arbeit

12. Neue Wege der Mediation

12.1 T@keLaw, T@keLaw-Vote und Mediation

12.2 Die Arbeit im Mediationsverfahren mit T@keLaw und T@keLaw-Vote

12.3 Mögliches Verfahren an einem rechtlichen Beispiel

12.4 Mögliches Verfahren an einem nicht rechtlichen Beispiel

13. Vor- und Nachteile sowie Grenzen im Mediationsverfahren mit T@keLaw und T@keLaw-Vote

13.1 Vorteile

13.2 Nachteile

13.3 Grenzen

14. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, aufzuzeigen, wie das Mediationsverfahren als alternative Konfliktlösungsmethode durch den Einsatz moderner juristischer Instrumente wie T@keLaw und T@keLaw-Vote effizienter gestaltet werden kann, um Parteien von einer belastenden Beziehungsebene zurück zu einer sachorientierten Verhandlungsführung zu führen.

  • Grundlagen und Geschichte der Mediation als alternative Streitbeilegung.
  • Konflikttheoretische Analyse und Diagnosemethoden zur Vorbereitung auf Mediationen.
  • Untersuchung von Verhandlungstechniken und dem Harvard-Konzept im Kontext der Mediation.
  • Technische und praktische Anwendung von T@keLaw und T@keLaw-Vote zur Visualisierung juristischer Strukturen und Argumentationen.
  • Beurteilung der Vor- und Nachteile sowie Grenzen des Einsatzes dieser digitalen Instrumente in Mediationsverfahren.

Auszug aus dem Buch

12.3 Mögliches Verfahren an einem rechtlichen Beispiel

Als Beispiel soll hier folgender Sachverhalt dienen: Andreas Achilles (A) und Benjamin Bizeps (B) sind beide begeisterte Sportler und Mitglied im Fitnessclub Charisma (C). Dort trainiert auch die hübsche Dina Durstig (D), Lebensgefährtin von Andreas Achilles. A ist sehr stolz auf seine Freundin D und hat beim Training auch immer ein Auge auf sie. Ihm entgeht nicht, dass B öfters einen Blick zu D wirft und er sie auch irgendwann anspricht. Zunächst genießt er, dass seine Freundin so gut bei anderen Männern ankommt. Als sich B beim Sport aber immer öfter an D wendet, ihr häufig zuzwinkert und ihr sogar seine Telefonnummer zusteckt, ändert sich die Stimmung von A allmählich.

D berichtet A zu Hause, dass B sie gefragt habe, was sie eigentlich an A fände und B doch viel besser zu ihr passen würde. Auch von seinen Sportkollegen erfährt A, dass B sich sehr abfällig über ihn äußert und sogar erzählen würde, dass A seine Freundin D betrüge. Als A und B eines Tages wieder beim Training aufeinander treffen, platzt A der Kragen und er konfrontiert B. Er teilt ihm unmissverständlich mit, er solle die Finger von D lassen und aufhören, hinter seinem Rücken schlecht zu reden und Lügen über ihn zu verbreiten. Sollte B allerdings weiter so handeln, erklärt ihm A, dass er mit Konsequenzen rechnen müsse.

B, der sich über das Verhalten des A ärgert, versucht diesen zu provozieren. Dass A darauf nicht weiter eingeht, ärgert B noch mehr. B entschließt sich, im Fitnessclub zu kündigen und eine Anzeige bei Polizist P zu erstatten. B trägt bei P vor, er fühle sich bedroht, da A ihm Schläge angedroht hätte. Das ist nun auch sein Grund für die Kündigung im Fitnessclub. Die Polizei nimmt seine Aussage auf und fährt zu A, um ihn mit diesem Vorwurf zu konfrontieren. A wiederum erzählt seine Seite der Geschichte. Er erwähnt, dass B seine Freundin D immer wieder „anbaggere“ und Lügen über ihn verbreite. Er erzählt auch, dass er zu B gesagt habe, B müsse mit Konsequenzen rechnen, wenn er dies nicht unterlasse. P hat nun beide Aussagen aufgenommen und möchte den Fall bearbeiten. Da B von angedrohten Schlägen gesprochen hat, A allerdings nur von Konsequenzen, ist es für P fraglich, ob hier überhaupt der Tatbestand einer Bedrohung vorliegt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Danksagung an Betreuer und Unterstützer, die das Entstehen der Arbeit ermöglicht haben.

2. Einleitung: Darstellung der Problematik eskalierender Konflikte und Zielsetzung der Untersuchung, Mediation durch neue Instrumente zu unterstützen.

3. Mediation als alternative Konfliktlösung: Überblick über die historische Entwicklung der Mediation und Gegenüberstellung zu anderen Verfahren wie Gerichts- oder Schiedsverfahren.

4. Die Konflikttheorie: Erläuterung der Definition von Konflikten, Möglichkeiten der Konfliktdiagnose und der Dynamik eskalierender Prozesse.

5. Verhandlungen: Analyse intuitiver Verhandlungsmethoden im Vergleich zu strukturiertem Verhandlungsmanagement und dem Harvard-Konzept.

6. Das Mediationsverfahren: Detaillierte Beschreibung der fünf Phasen der Mediation sowie Anforderungen an den Mediator.

7. Techniken der Mediation: Vorstellung spezifischer Kommunikations-, Moderations- und Kreativitätstechniken zur Prozesssteuerung.

8. Recht und Mediation: Einordnung der Mediation in das Rechtssystem und Erläuterung vertragsrechtlicher Aspekte der Mediationsvereinbarung.

9. T@keLaw als juristisches Instrument: Einführung in das grafische System T@keLaw zur Visualisierung von Logik und Argumentationsstrukturen.

10. Die Theorie von Robert Alexy zur juristischen Argumentation als rationaler Diskurs: Theoretische Auseinandersetzung mit verschiedenen Modellen der juristischen Argumentation.

11. Probleme des Rechtssystems und Nutzen von T@keLaw und T@keLaw-Vote für juristische Arbeit: Aufzeigen der Vorteile digitaler Standardisierung bei der Bearbeitung komplexer juristischer Sachverhalte.

12. Neue Wege der Mediation: Praktische Darstellung, wie T@keLaw und T@keLaw-Vote Mediationsprozesse durch Sachlichkeit und Transparenz unterstützen können.

13. Vor- und Nachteile sowie Grenzen im Mediationsverfahren mit T@keLaw und T@keLaw-Vote: Kritische Analyse des technischen Verfahrens unter Berücksichtigung von Anonymität und zwischenmenschlichem Kontakt.

14. Zusammenfassung: Abschlussbetrachtung und Fazit über die Effektivität des Einsatzes digitaler Werkzeuge zur Vorarbeit in der Mediation.

Schlüsselwörter

Mediation, Konfliktlösung, Verhandlungsmanagement, T@keLaw, Rechtsinformatik, Konflikttheorie, Harvard-Konzept, juristische Argumentation, Robert Alexy, Sachverhaltsklärung, digitale Mediation, alternative Streitbeilegung, Kommunikationsmanagement, Interessenforschung, Mediationsverfahren.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie das klassische Mediationsverfahren bei der Beilegung von Konflikten durch den Einsatz moderner informationstechnologischer Instrumente, speziell der Software T@keLaw und deren Vote-Funktion, unterstützt und sachlicher gestaltet werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Mediatoren-Praxis, Konflikttheorie, verschiedene Verhandlungsmodelle, die rechtlichen Rahmenbedingungen von Mediation sowie die rechtsinformatische Visualisierung von Argumentationsstrukturen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie zerstrittene Parteien durch die Arbeit mit digitalen Tools von einer emotionalen Beziehungsebene zurück zu einer sachlichen Problemanalyse und Konfliktlösung geführt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine Kombination aus einer theoretischen Aufarbeitung der Mediations- und Verhandlungslehre (u.a. nach Robert Alexy) und der praktischen Anwendung rechtsinformatischer Modelle (T@keLaw) durchgeführt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen Grundlagen (Konflikttheorie, Verhandlung, Recht), die Beschreibung des Mediationsverfahrens und die spezifische Vorstellung der T@keLaw-Software inklusive praktischer Fallbeispiele.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Mediation, Konfliktlösung, T@keLaw, juristische Argumentation, Sachorientierung und alternative Streitbeilegung.

Wie genau unterstützt T@keLaw den Prozess der Mediation?

T@keLaw erlaubt es den Konfliktparteien, ihre Sicht des Sachverhalts unabhängig voneinander in eine strukturierte Baumstruktur zu überführen, wodurch der Mediator vorab ein klares Bild der streitigen und unstreitigen Punkte erhält.

Warum reicht der Einsatz von T@keLaw allein nicht aus?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass ein Mediator trotz technischer Unterstützung unverzichtbar bleibt, da die unmittelbare persönliche Auseinandersetzung und die empathische Moderation bei zwischenmenschlichen Konflikten durch Computerprogramme nicht ersetzt werden können.

Excerpt out of 75 pages  - scroll top

Details

Title
Neue Wege der Mediation
College
University of Technology, Business and Design Wismar
Grade
1,3
Author
Nina Pohlmann (Author)
Publication Year
2009
Pages
75
Catalog Number
V153563
ISBN (eBook)
9783640658671
ISBN (Book)
9783640658817
Language
German
Tags
Neue Wege Mediation Konflikte Streitbeilegung Thema Mediation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nina Pohlmann (Author), 2009, Neue Wege der Mediation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/153563
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