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Leseförderung für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund in der Sekundarstufe I

Title: Leseförderung für Schülerinnen und Schüler mit    Migrationshintergrund in der Sekundarstufe I

Project Report , 2009 , 27 Pages , Grade: 2,5

Autor:in: Marc Bläse (Author)

Didactics - German Studies
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Heutzutage sind Schulklassen mit einem hohen Anteil von Schülerinnen und Schülern die nicht auf muttersprachliche Deutschkenntnisse zurückgreifen können keine Seltenheit mehr. „In Deutschland leben fast 1.050.000 Kinder und Jugendliche ohne deutsche Staatsangehörigkeit “, ließ das Statistische Bundesamt im Jahr 2005 verlauten. Eine hohe Anzahl Aussiedler bzw. Migrantenkinder mit deutscher Nationalität sind hierbei noch nicht erfasst. Der Faktor ethnische Herkunft ist von zentraler Bedeutung, im Jahr 2000 kamen 27% der 15-jährigen in der BRD aus Familien mit Migrationshintergrund. Diese Gruppe verfügte über eine signifikant schlechtere Lesekompetenz als ihre Altersgenossen .
Doch was bedeutet dies für die Lehrenden, welche in der Schule ja bemüht sein sollten jedem Kind in seiner Individualität gerecht zu werden? Wie erleben Kinder aus Ländern wie der Türkei, Griechenland, Vietnam, Portugal, Marokko, aus dem Libanon oder aus den ehemaligen GuS-Staaten den Schulunterricht in Deutschland?

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Beschreibung der Fördergruppe

1.2 Förderunterricht in Projektform

1.3 Einordnung der Unterrichtseinheit in den Förderunterricht

2 Bezug zum Fächerverbund (Sprache)

2.1 Hinführung zum Begriff Leseförderung

2.2 Leseförderung der Zielgruppe

2.3 Text- und Materialauswahl

2.4 Bedeutung des Förderunterrichts für DaZ-Schüler und mögliche Schwierigkeiten

2.5 Wirkungen der Mehrsprachigkeit

3 Didaktische Begründung für das Projekt

3.1 Bezug zum Bildungsplan

3.2 Lernziele

3.3 Bedeutung des Themas Leseförderung für die Zielgruppe

4 Methodische Herangehensweise

4.1 Begrüßung / Einstieg

4.2 Erarbeitungsphase I

4.3 Erarbeitungsphase II (Der Textknacker) /Sicherung II

4.4 Abschluss

5 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Das Hauptziel der Arbeit ist die Konzeption eines zielgruppengerechten Förderunterrichts zur Verbesserung der Lesekompetenz bei Schülern mit Migrationshintergrund in der Sekundarstufe I, um ihnen eine erfolgreiche Teilnahme am regulären Unterricht zu ermöglichen.

  • Analyse der spezifischen Lernvoraussetzungen von DaZ-Schülern (Deutsch als Zweitsprache).
  • Einsatz handlungsorientierter Methoden wie des "Textknackers" zur strategischen Textaneignung.
  • Bedeutung der Leseförderung als fächerübergreifende Schlüsselqualifikation für den Bildungserfolg.
  • Integration von Sprachbewusstsein und interkulturellen Aspekten in den Unterricht.
  • Rolle der Lehrkraft als Ansprechpartner und Sprachvorbild in einer vertrauensvollen Lernumgebung.

Auszug aus dem Buch

2.5 Wirkungen der Mehrsprachigkeit

Da das Fach Englisch, ebenso wie das Fach Deutsch, eine Sprachwissenschaft ist, die in der Schule erlernt wird, stellt sich an dieser Stelle die Frage, welche Wirkung das Erlernen einer weiteren Fremdsprache auf die Zweitsprache Deutsch hat. Ein Jugendlicher, der als Seiteneinsteiger das neunte Schuljahr besucht und in seinem Herkunftsland kein Englisch gelernt hat wird hier einer enormen Doppelbelastung ausgesetzt. Er muss nun sowohl in Deutsch als auch in Englisch einen Anschluss finden. Die Mehrfachbelastung setzt sicherlich ein hohes Maß an Motivation voraus, um hier den Anschluss nicht zu verpassen.

Da in den meisten Elternhäusern die jeweilige Landessprache gesprochen wird, sind die Jugendlichen gefordert sich zwischen der Familiensprache, Deutsch als Landessprache und der schulischen Fremdsprache zu bewegen. Dies fordert ein hohes Maß an Flexibilität und Sprachbewusstsein („language awareness“). Diese Mehrsprachigkeit kann den Jugendlichen mit Migrationshintergrund mit Sicherheit Schwierigkeiten bereiten, sie birgt jedoch auch ein enormes Potential, gerade in unserer globalisierten Welt, in der das Beherrschen mehrerer Fremdsprachen von zunehmender Bedeutung ist. Als wichtig erachte ich, dass die einzelnen Sprachen sicher beherrscht werden und nicht miteinander vermischt werden, da dies ein hohes Fehlerpotential für die jeweilige Sprache mit sich bringt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beschreibt die fiktive Fördergruppe einer 9. Hauptschulklasse und erläutert die Relevanz der gezielten Sprach- und Leseförderung für Schüler mit Migrationshintergrund.

2 Bezug zum Fächerverbund (Sprache): Erörtert theoretische Grundlagen der Lesesozialisation und die spezifischen Anforderungen an die Textauswahl sowie die Herausforderungen der Mehrsprachigkeit.

3 Didaktische Begründung für das Projekt: Verknüpft das Vorhaben mit dem Bildungsplan, definiert Lernziele und unterstreicht die Notwendigkeit von Förderunterricht für den allgemeinen Schulerfolg.

4 Methodische Herangehensweise: Stellt das konkrete Unterrichtskonzept vor, inklusive des "Stummen Impulses", der Fabel-Arbeit zur Pronomen-Erkennung und der "Textknacker"-Methode.

5 Fazit: Reflektiert die zentrale Rolle der Lehrperson und betont die Notwendigkeit von Empathie und Vertrauensaufbau zur Ermöglichung einer angstfreien Kommunikation.

Schlüsselwörter

Leseförderung, Migrationshintergrund, DaZ, Förderunterricht, Textaneignung, Lesekompetenz, Textknacker, Hauptschule, Sprachbewusstsein, Mehrsprachigkeit, Interkulturelles Lernen, Textproduktion, Bildungschancen, Lesesozialisation, Sprachförderung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption und didaktischen Begründung eines Förderunterrichts für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund in der 9. Klasse der Hauptschule mit dem Schwerpunkt Leseförderung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Prozess der Lesesozialisation, die Bewältigung von Sprachbarrieren, die methodische Textaneignung und die Bedeutung der Lehrperson als Sprachvorbild.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, Strategien zur Textaneignung zu vermitteln, damit die Schüler ihre Lesefähigkeit verbessern und den Anforderungen im regulären Unterricht besser gerecht werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt einen handlungsorientierten und produktionsorientierten Ansatz, der theoretische Konzepte (wie den "Textknacker") mit praktischen Unterrichtssequenzen verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden der Bezug zum Bildungsplan, die Auswahl geeigneter Materialien, die Bedeutung der Mehrsprachigkeit und die konkrete methodische Umsetzung in verschiedenen Unterrichtsphasen detailliert dargelegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Leseförderung, DaZ (Deutsch als Zweitsprache), Textaneignung, interkulturelles Lernen und Sprachbewusstsein.

Warum wird speziell die Methode "Textknacker" eingesetzt?

Diese Methode dient als strukturierte Hilfe, um Jugendlichen den Zugang zu Sachtexten durch die Verknüpfung von Vorwissen mit dem Textinhalt zu erleichtern.

Warum ist das Thema Pronomen ein Schwerpunkt in der ersten Erarbeitungsphase?

Die Arbeit identifiziert Pronomen als zentrales Mittel der Textverknüpfung, dessen Verständnis für DaZ-Schüler oft eine Hürde darstellt und durch gezielte Markierung im Text visualisiert werden soll.

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Details

Title
Leseförderung für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund in der Sekundarstufe I
College
University of Education in Schwäbisch Gmünd
Grade
2,5
Author
Marc Bläse (Author)
Publication Year
2009
Pages
27
Catalog Number
V153812
ISBN (eBook)
9783640668083
ISBN (Book)
9783640667918
Language
German
Tags
Leseförderung Schülerinnen Schüler Migrationshintergrund Sekundarstufe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marc Bläse (Author), 2009, Leseförderung für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund in der Sekundarstufe I, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/153812
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