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Soziale Prozesse im Sport und ihre pädagogischen Chancen, speziell in der Mannschaftssportart Fußball

Title: Soziale Prozesse im Sport und ihre pädagogischen Chancen, speziell in der Mannschaftssportart Fußball

Term Paper (Advanced seminar) , 2009 , 29 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Stephan Glöckner (Author)

Didactics - Sport, Sport Pedagogy
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Summary Excerpt Details

Ziel dieser Arbeit ist es, eine Struktur der Interaktionsformen (Kooperation, Kommunikation, Konkurrenz, Helfen, Schädigen) im Sport zu schaffen sowie die sozialen Prozesse in Mannschaftssportarten genauer zu untersuchen und ihren pädagogischen Wert herauszuheben. Als Grundlage der Arbeit dient eine umfassende Literaturrecherche auf den folgenden Seiten. Unterstützt werden die Ausführungen durch eine empirische Untersuchung aus dem Bereich des Fußballsports, in der der Prozess des Schädigens genauer analysiert wird und die Ergebnisse wiederum mit der relevanten Literatur verglichen werden. Die Zusammenfassung am Ende der Arbeit gibt einen kompakten Überblick zu den wichtigsten Inhalten und Aussagen dieses Themas. Die Arbeit wurde am Institut für Sportwissenschaften im Rahmen des Seminars "Sportpädagogik" für das Lehramtsstudium Sport und Bewegung von Prof. Kornexl mit der Note 1 (sehr gut) bewertet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Problemstellung: Soziale Prozesse im Fußballsport

2. Soziale Prozesse im Fußballsport

3. Die Vier Interaktionsformen

3.1. Konkurrenz

3.1.1. Pädagogische Chancen der Konkurrenz

3.2. Kooperation

3.2.1. Pädagogische Chancen der Kooperation

3.3. Kommunikation

3.3.1. Modelle der Kommunikation

3.3.2. Pädagogische Chancen der Kommunikation

3.4. Helfen/ Schädigen

3.4.1. Pädagogische Chancen des Helfens/ Schädigens

4. Empirische Untersuchung- Soziale Prozesse im Fußballsport

4.1. Untersuchungsmethodik

4.2. Stichprobe

4.3. Auswerteverfahren

4.4. Darstellung der Ergebnisse und Interpretation

4.4.1. Zusammenhänge

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Struktur sozialer Interaktionsformen im Sport – insbesondere im Fußballsport – und analysiert deren pädagogischen Wert sowie die Auswirkungen auf das Verhalten von Nachwuchsspielern. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, welche Maßnahmen Trainer ergreifen, um schädigenden Prozessen während Meisterschaftsspielen entgegenzuwirken.

  • Strukturierung der sozialen Interaktionsformen: Konkurrenz, Kooperation, Kommunikation und Helfen/Schädigen.
  • Empirische Analyse der Auswirkungen von Schiedsrichterkritik durch Trainer auf das Spieler-Verhalten.
  • Untersuchung der Foulbereitschaft von Nachwuchsspielern in Abhängigkeit von Alter und Spielsituation.
  • Identifikation und Bewertung von pädagogischen Handlungsstrategien für Trainer bei Aggressionen und Fehlverhalten.
  • Reflexion der Vorbildrolle des Trainers im Kontext einer fairen Sportentwicklung.

Auszug aus dem Buch

3.1. Konkurrenz

Das Leistungs- und Konkurrenzprinzip ist in unseren Köpfen und in der Gesellschaft stark verankert. Im Sport und speziell im Fußballsport ist die Konkurrenz ein unabdingbarer Bestandteil der Mannschaft und des Teams. Zuerst muss man sich in der eigenen Mannschaft durchsetzen (Konkurrenzverhalten innerhalb eines Teams) um spielen zu dürfen, und dann versucht man den Gegner zu bezwingen (Konkurrenzverhalten gegen ein anderes Team).

Konkurrenz lebt davon, dass man Leistungen miteinander vergleicht und den Gegner übertrifft.

Ab etwa einem Alter von drei Jahren beginnen Kinder Unterlegenheit/Überlegenheit oder den Besitzstand von Spielzeugen zu erfassen. Dieses Konkurrenzdenken setzt sich im Laufe des Lebens fort und speziell im Kindes- und Jugendalter spielt es eine große Rolle(vgl. Abresch 1984, Kornexl 2008).

Martens (in: Weinberg/Gould, 2003) unterteilt in die objektive und subjektive Konkurrenz. Eine Vielzahl von objektiven Einflüssen wie zum Beispiel die Einstellungen, die Erfahrungen, die Motive und die Fähigkeiten beeinflussen das Konkurrenzverhalten eines Sportlers.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung sozialer Ressourcen im Fußball dar und erläutert das Ziel der Arbeit, die Interaktionsformen und ihren pädagogischen Wert zu untersuchen.

2. Soziale Prozesse im Fußballsport: Dieses Kapitel definiert soziale Prozesse als zwischenmenschliche Interaktionen und führt gruppendynamische Merkmale im Kontext des Fußballsports ein.

3. Die Vier Interaktionsformen: Hier werden die vier zentralen Interaktionsformen – Konkurrenz, Kooperation, Kommunikation und Helfen/Schädigen – detailliert theoretisch beleuchtet und hinsichtlich ihrer pädagogischen Chancen bewertet.

4. Empirische Untersuchung- Soziale Prozesse im Fußballsport: Dieser Teil beschreibt die Methodik, Stichprobe und Auswertung einer Expertenbefragung unter zwölf Nachwuchstrainern zu schädigenden Prozessen im Wettkampf.

5. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und fordert ein Umdenken bei Trainern und Betreuern zur Förderung psychosozialer Kompetenzen.

Schlüsselwörter

Fußballsport, Soziale Prozesse, Interaktionsformen, Konkurrenz, Kooperation, Kommunikation, Helfen, Schädigen, Trainer-Vorbildrolle, Jugendfußball, Pädagogische Chancen, Gruppendynamik, Meisterschaftsspiel, Foulbereitschaft, Sportpädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Seminararbeit behandelt die Bedeutung sozialer Prozesse im Fußballsport und deren Potenzial, die Persönlichkeitsentwicklung junger Sportler positiv zu beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Untersuchung konzentriert sich auf die vier Interaktionsformen Konkurrenz, Kooperation, Kommunikation sowie Helfen und Schädigen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, eine Struktur der Interaktionsformen im Sport zu schaffen und insbesondere zu erforschen, welche pädagogischen Maßnahmen Trainer gegen schädigende Prozesse im Jugendfußball einsetzen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für den empirischen Teil verwendet?

Der Autor führte halbstandardisierte Experteninterviews mit zwölf Nachwuchsfußballtrainern durch, die mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung der Interaktionsformen sowie eine empirische Untersuchung, die das Verhalten von Spielern und Trainern in Meisterschaftsspielen analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind soziale Prozesse, Fußballsport, Trainer-Vorbildrolle, pädagogische Chancen und Gruppendynamik.

Warum wird der Bereich des Fußballsports zur Untersuchung gewählt?

Aufgrund der hohen Anzahl an aktiven Spielern weltweit und der hohen gesellschaftlichen Relevanz bietet Fußball ein ideales Umfeld, um soziale Prozesse und deren pädagogischen Einfluss zu untersuchen.

Welches Fazit zieht der Autor bezüglich der Rolle des Schiedsrichters?

Der Autor betont, dass der Schiedsrichter als Respektsperson absolut zu achten ist und die Kritik am Schiedsrichter durch Trainer eine negative Vorbildfunktion ausübt, die das Verhalten der Spieler verschlechtert.

Wie korrelieren Trainer-Kritik und das Verhalten der Spieler?

Die Untersuchung zeigt, dass vermehrtes kritisches Verhalten des Trainers gegenüber dem Schiedsrichter statistisch mit einer höheren Bereitschaft der Spieler zu aggressivem Verhalten und Fouls einhergeht.

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Details

Title
Soziale Prozesse im Sport und ihre pädagogischen Chancen, speziell in der Mannschaftssportart Fußball
College
University of Innsbruck  (Institut für Sportwissenschaften)
Course
Seminar "Sportpädagogik"
Grade
1,0
Author
Stephan Glöckner (Author)
Publication Year
2009
Pages
29
Catalog Number
V154225
ISBN (eBook)
9783640666560
ISBN (Book)
9783640666447
Language
German
Tags
Kommunikation Kooperation Konkurrenz Helfen Schädigen Fußball Mannschaftssportarten soziale Prozesse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stephan Glöckner (Author), 2009, Soziale Prozesse im Sport und ihre pädagogischen Chancen, speziell in der Mannschaftssportart Fußball, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/154225
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