„Meine wichtigste Erfahrung als Manager ist die Erkenntnis, dass die Mitarbeiter das wertvollste Gut eines Unternehmens sind und damit auch das wichtigste Erfolgskapital. Es sind nie Computer, Roboter, technische Einrichtungen, die zu einem Ziel führen, sondern immer Menschen, die Konzepte zustande bringen.“
Umso wichtiger werden Mitarbeiter für Unternehmen vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und dem damit verbundenen Kampf um die Talente, dem sogenannten „War for Talents“. Eine aktuelle Studie der McKinsey & Company besagt, dass im Jahre 2020 bis zu zwei Millionen Arbeitskräfte fehlen werden. Gerade deshalb sollte der Fokus der Unternehmen darauf liegen, qualifizierte Mitarbeiter für sich zu finden sowie diese an sich zu binden.
Der Begriff Employer Branding, übersetzt Arbeitgebermarke, hat diese Themen aufgegriffen und in eine gesamtstrategische Lösung eingebunden.
Ziel der Seminararbeit ist es, aufgrund der wenigen Literatur über das Thema Employer Branding, mehr Klarheit über den Begriff zu schaffen, Missverständnisse auszuräumen sowie einen Überblick über die Grundlagen, Ziele und Zielgruppen sowie ausgewählte Instrumente zu geben. Insbesondere soll die Seminararbeit Managern und Führungskräften die Wichtigkeit des Employer Brandings näher bringen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Zielsetzung
1.3. Vorgehensweise
2. Grundlagen
2.1. Definition und Abgrenzung Brand
2.2. Definition und Abgrenzung Employer Branding
3. Ziele
3.1. nicht ökonomische Ziele
3.2. ökonomische Ziele
4. Zielgruppen
4.1. externe Zielgruppen
4.2. interne Zielgruppen
5. Ausgewählte Instrumente
5.1. Arbeitsmarktkommunikation
5.2. Mitarbeiterführung
6. Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, angesichts einer begrenzten Literaturlage ein fundiertes Verständnis für den Begriff Employer Branding zu schaffen, gängige Missverständnisse zu klären und Managern sowie Führungskräften die praktische Bedeutung der Arbeitgebermarkenbildung für den Unternehmenserfolg zu vermitteln.
- Grundlagen und Definitionen von Marke und Employer Branding
- Zielsetzung des Employer Brandings (ökonomische und nicht ökonomische Ziele)
- Segmentierung und Ansprache interner und externer Zielgruppen
- Instrumente der Arbeitsmarktkommunikation und E-Recruiting
- Die Rolle der Mitarbeiterführung bei der internen Verankerung der Arbeitgebermarke
Auszug aus dem Buch
2.2. Definition und Abgrenzung Employer Branding
Employer Branding ist die Vermittlung eines transparenten Unternehmensbildes als attraktiver Arbeitgeber, vor allem aber die positive Differenzierung von Wettbewerb und Karrieremöglichkeiten.11
Employer Brand, wie schon zuvor erwähnt, bedeutet übersetzt Arbeitgebermarke. Der Begriff wurde erstmals Mitte der neunziger Jahre durch Ambler und Barrow definiert als „the package of functional, economic and psychological benefits provided by employment, and identified with the employing company“.12
Der Zusatz „-ing“ des Wortes Branding meint lediglich den Prozess, der notwendig ist, um eine Arbeitgebermarke aufzubauen. Dazu zählen die Planung, Umsetzung und Kontrolle,13 welche Aufgaben des Personalmanagements in zwingender enger Zusammenarbeit mit dem Management sowie der Marketingabteilung sind.14 Employer Branding bildet eine Schnittstelle zwischen den Bereichen der strategischen Markenführung auf der einen Seite und Human Resource Management auf der anderen Seite.
Employer Branding ist eine Ausprägung des Corporate Brandings (Unternehmensmarke). Während Corporate Branding die Zielgruppen wie Kunden, Lieferanten, Behörden und Medien sowie Investoren am Kapitalmarkt abdeckt, ist Employer Branding eher auf Mitarbeiter und das Management sowie die zukünftigen potenziellen Mitarbeiter gerichtet.15
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel motiviert das Thema vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des „War for Talents“ und beschreibt die Zielsetzung sowie das methodische Vorgehen der Seminararbeit.
2. Grundlagen: Hier werden die theoretischen Begrifflichkeiten von „Brand“ (Marke) sowie „Employer Branding“ definiert, in den Kontext der strategischen Markenführung eingeordnet und von verwandten Konzepten abgegrenzt.
3. Ziele: Das Kapitel differenziert zwischen nicht ökonomischen Zielen wie Attraktivität und Glaubwürdigkeit sowie ökonomischen Zielen, die langfristig zur Steigerung des Unternehmenserfolgs führen.
4. Zielgruppen: Es wird zwischen externen Zielgruppen (potenzielle Arbeitnehmer, Bewerber) und internen Zielgruppen (derzeit beschäftigte Mitarbeiter) unterschieden und deren spezifische Bedeutung für den Branding-Prozess analysiert.
5. Ausgewählte Instrumente: Dieses Kapitel stellt konkrete Maßnahmen wie Arbeitsmarktkommunikation, E-Recruiting und Mitarbeiterführung vor, um die Arbeitgebermarke sowohl nach außen als auch nach innen erlebbar zu machen.
6. Ausblick: Der Ausblick resümiert die Notwendigkeit von Employer Branding in einer globalisierten Welt und identifiziert zukünftigen Forschungsbedarf bezüglich der wissenschaftlichen Fundierung und Controlling-Instrumente.
Schlüsselwörter
Employer Branding, Arbeitgebermarke, War for Talents, Personalmarketing, Personalbindung, Personalbeschaffung, Mitarbeiterführung, Corporate Branding, Arbeitsmarktkommunikation, E-Recruiting, Unternehmensimage, Unternehmenskultur, Zielgruppen, Markenführung, Mitarbeiterzufriedenheit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die strategische Entwicklung und Positionierung eines Unternehmens als attraktiver Arbeitgeber, um qualifiziertes Personal zu gewinnen und langfristig zu binden.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Arbeitgebermarken, die Ableitung ökonomischer und nicht ökonomischer Ziele, die Segmentierung von Zielgruppen sowie die Anwendung spezifischer Instrumente aus Personalmarketing und Führung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, Klarheit über den Begriff Employer Branding zu schaffen, Missverständnisse auszuräumen und Managern die Bedeutung dieses Konzepts für den Unternehmenserfolg aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die bestehende Ansätze und Definitionen zusammenführt, um einen Überblick über Grundlagen, Ziele und Instrumente zu geben.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen erläutert, Ziele definiert, verschiedene Zielgruppen analysiert sowie praktische Instrumente der Arbeitsmarktkommunikation und Mitarbeiterführung vorgestellt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Employer Branding, Arbeitgebermarke, Personalbindung, War for Talents und Mitarbeiterführung beschreiben.
Wie unterscheidet sich Employer Branding vom klassischen Marketing?
Während klassisches Marketing Kunden als Zielgruppe adressiert, richtet sich Employer Branding gezielt an potenzielle und aktuelle Mitarbeiter, um das Image als Arbeitgeber zu stärken.
Warum spielt die Mitarbeiterführung eine Rolle für das Employer Branding?
Mitarbeiterführung ist ein zentraler Bestandteil des internen Employer Brandings, da eine glaubwürdige Arbeitgebermarke durch das tägliche Verhalten und die Werte der Führungskräfte im Unternehmen verankert werden muss.
- Quote paper
- Kerstin Schaaf (Author), 2010, Qualifizierte Mitarbeiter an das Unternehmen binden mit dem "Employer Branding", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/155249