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Portfolioeinsatz am Berufskolleg

Theoretische Grundlagen und praktische Umsetzungsideen für den Unterricht in EHW

Title: Portfolioeinsatz am Berufskolleg

Examination Thesis , 2009 , 82 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Stephanie Hugenroth (Author)

Pedagogy - Job Education, Further Education
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Ständig neue Technologien und veränderte Anforderungen in einer immer schnelllebigeren Zeit erfordern von Menschen lebenslanges Lernen in allen Lebensbereichen. Zwar ist in der Arbeitswelt Fachwissen weiterhin von großer Bedeutung und überdurchschnittliche Noten begünstigen den Einstieg in das Berufsleben, doch sind diese beiden Faktoren nicht mehr allein ausschlaggebend für den beruflichen Erfolg. Heutige Arbeitgeber erwarten neben der Fachkompetenz von ihren Arbeitnehmern auch Handlungskompetenzen und Schlüsselqualifikationen. Arbeitnehmer müssen daher verstärkt Eigenschaften wie z.B. Eigeninitiative, Eigenständigkeit, Flexibilität, Entscheidungsstärke und Problemlösefähigkeit vorweisen.

Da Lernen zum größten Teil in der Schule stattfindet und Schüler vor allem am Berufskolleg auf das (Arbeits-)Leben vorbereitet werden, sind dort neue Unterrichtskonzepte und –methoden notwendig. Schüler übernehmen mehr Verantwortung für ihren Lernprozess und Berufskollegs bilden Schüler stärker zu eigenständigen Lernern aus. Schrittweise müssen Schüler die Fähigkeiten erwerben, Inhalte selbstständig zu erarbeiten, sich eigenständig Lernziele zu setzen, das eigene Lernen zu kontrollieren und realistisch einzuschätzen sowie das Lernergebnis zu beurteilen.

Ein noch relativ junges Konzept, das den Anforderungen dieser konstruktivistischen Auffassung des selbstgesteuerten Lernens und damit auch den veränderten Ansprüchen aus Gesellschaft und Arbeitswelt gerecht werden kann, ist das Portfolio. Wie kaum eine andere Methode oder Unterrichtskonzeption bietet die Arbeit mit Portfolios die Möglichkeit, diese hohen Erwartungen an Schüler und Berufskollegs zu erfüllen.

In dieser Arbeit steht zunächst die theoretische Darstellung des Portfolio-Konzeptes mit seinem fast unausschöpflichen Potential im Mittelpunkt. Neben grundlegenden Informationen zu Bedeutung, Klassifizierungen und Elementen der Portfolio-Arbeit werden auch Chancen und Grenzen kritisch diskutiert. Im zweiten Teil wird das zuvor theoretisch vorgestellte Konzept anhand eines praktischen Beispiels veranschaulicht. Dazu wird eine mögliche Unterrichtseinheit konstruiert, die im hauswirtschaftlichen Unterricht am Berufskolleg stattfinden kann. Besonders in diesem Teil der Arbeit soll deutlich werden, wie sich das Konzept für den handlungsorientierten Unterricht, wie es ihn z.B. im hauswirtschaftlichen Bereich gibt, eignet. Zudem wird auf die Kompatibilität des Portfolio-Konzeptes mit dem Lernfeldkonzept eingegangen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

3. EINLEITUNG

4. THEORETISCHE GRUNDLAGEN ZUR PORTFOLIO-ARBEIT IM HAUSWIRTSCHAFTLICHEN UNTERRICHT AM BERUFSKOLLEG

4.1. Herkunft und Bedeutung des Portfolio-Begriffes

4.1.1. Entstehungsgeschichte und Verbreitung

4.1.2. Portfolio-Definition

4.1.3. Klassifizierung der Portfolios

4.2. Elemente der Portfolio-Arbeit

4.2.1. Rahmenbedingungen für erfolgreiche Portfolio-Arbeit

4.2.2. Entstehungsprozess eines Portfolios

4.2.2.1. Context definition

4.2.2.2. Collection

4.2.2.3. Selection

4.2.2.4. Reflection

4.2.2.5. Projection

4.2.2.6. Presentation

4.2.3. Die Aufgaben und die Rolle des Lehrers

4.3. Die Einsatzgebiete des Portfolios

4.3.1. Das Portfolio als Lehr-/Lerninstrument

4.3.2. Das Portfolio als alternatives Beurteilungsinstrument

4.4. Einschätzung des Portfolio-Einsatzes

4.4.1. Grenzen und Gefahren der Portfolio-Arbeit

4.4.2. Chancen und Möglichkeiten der Portfolio-Arbeit

5. PRAKTISCHE UMSETZUNGSIDEEN FÜR DEN HAUSWIRTSCHAFTLICHEN UNTERRICHT AM BERUFSKOLLEG

5.1. Beispiel für die Durchführung einer Unterrichtseinheit mit dem Portfolio-Konzept im Lernfeld 12 „Produkte und Dienstleistungen vermarkten“

5.1.1. Vorüberlegungen und Planungen zur Durchführung der Portfolio-Arbeit

5.1.1.1. Fachliche Darstellung des Stundeninhalts

5.1.1.2. Darstellung der institutionellen Bedingungen

5.1.1.3. Reflexionen zur Lerngruppe

5.1.1.4. Didaktische Darstellung der Unterrichtsreihe

5.1.1.5. Darstellung der Unterrichtsmethoden

5.1.1.6. Darstellung der Unterrichtsziele

5.1.1.7. Kurze Übersicht über den Verlauf der Unterrichtsreihe

5.1.2. Einführung in die Portfolio-Arbeit: „Context definition“

5.1.3. Durchführung der Portfolio-Arbeit: „Collection, Selection, Reflection, Presentation“

5.1.4. Bewertung der Arbeit

6. RESÜMEE UND SCHLUSSBETRACHTUNG

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und die praktische Anwendbarkeit der Portfolio-Methode im hauswirtschaftlichen Unterricht an Berufskollegs, um selbstständiges Arbeiten und lebenslanges Lernen zu fördern. Dabei wird analysiert, wie sich dieses Konzept in den handlungsorientierten Unterricht integrieren lässt, um klassische Leistungsüberprüfungen sinnvoll zu ergänzen oder zu ersetzen.

  • Grundlagen des Portfolio-Konzepts und dessen Herkunft
  • Prozessschritte der Portfolio-Arbeit (von der Context definition bis zur Presentation)
  • Rolle des Lehrers als Lernberater und Begleiter
  • Herausforderungen, Grenzen und Chancen des Portfolio-Einsatzes
  • Praktisches Anwendungsbeispiel im Lernfeld 12 "Produkte und Dienstleistungen vermarkten"

Auszug aus dem Buch

4.2.2.4. Reflection

Die Phase der Reflektion (Reflection) ist der Kern des Portfolios und findet während des gesamten Portfolio-Prozesses statt. Diese Phase ist besonders wichtig, weil die Reflexion allen Beteiligten und Betrachtern Aufschluss über die Lernstrategien und -bedingungen des Lernenden gibt. Sie verhindert, dass das Portfolio zu einer bloßen Sammlung von Dokumenten wird.

Bei der Selbstreflexion muss sich der Lernende bewusst machen, was und wie er gelernt hat. Diese Befähigung dient als Basis für die Kompetenz, den Lernfortschritt richtig zu bewerten sowie das eigene Lernen selbstständig zu optimieren. Sind die persönlichen Barrieren für effektives Lernen bekannt, kann nach Lösungen gesucht und das eigene Lernen zielgerichtet gelenkt werden. Zu Beginn ist die Fähigkeit der Selbstreflexion bei vielen Lernenden schwach ausgeprägt, weil der Entstehungsprozess einer schulischen Leistung im konventionellen Unterricht nicht beachtet wird. Dort zählt lediglich das Endprodukt, welches die Lernenden abliefern. Bei der Portfolio-Arbeit ist darüber hinaus der Hinweis auf die Art und Weise des Lernens von großer Bedeutung.

Zusammenfassung der Kapitel

3. EINLEITUNG: Die Einleitung thematisiert die Kritik am traditionellen Bildungssystem und die Notwendigkeit moderner, handlungsorientierter Lernkonzepte wie dem Portfolio.

4. THEORETISCHE GRUNDLAGEN ZUR PORTFOLIO-ARBEIT IM HAUSWIRTSCHAFTLICHEN UNTERRICHT AM BERUFSKOLLEG: Dieses Kapitel erläutert die Herkunft, Definitionen, Elemente und Funktionen von Portfolios sowie deren Eignung als Lehr-Lern- und Beurteilungsinstrument.

5. PRAKTISCHE UMSETZUNGSIDEEN FÜR DEN HAUSWIRTSCHAFTLICHEN UNTERRICHT AM BERUFSKOLLEG: Hier wird ein konkretes, hypothetisches Beispiel für den Einsatz der Portfolio-Methode im Lernfeld 12 skizziert, inklusive methodischer Planung und Bewertung.

6. RESÜMEE UND SCHLUSSBETRACHTUNG: Das Resümee fasst die Eignung des Portfolio-Konzepts für das Berufskolleg zusammen und betont die Vereinbarkeit mit dem Lernfeldkonzept.

Schlüsselwörter

Portfolio-Arbeit, Berufskolleg, Hauswirtschaft, handlungsorientierter Unterricht, Selbststeuerung, Reflexion, Leistungsbeurteilung, Lernfeldkonzept, Lehr-Lern-Instrument, Kompetenzentwicklung, Eigenverantwortung, Portfolio-Prozess, Schulentwicklung, konstruktivistische Lerntheorie, Feedbackkultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Einführung und Anwendung der Portfolio-Methode als modernes Unterrichts- und Beurteilungskonzept im hauswirtschaftlichen Fachunterricht am Berufskolleg.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung des Portfolio-Begriffs, der Prozesscharakter der Arbeit, die veränderte Lehrerrolle sowie die praktische Einbettung in das Lernfeldkonzept.

Was ist das primäre Ziel der Examensarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch Portfolio-Arbeit die Handlungskompetenz der Lernenden gefördert und eine Alternative zur traditionellen, punktuellen Leistungsbewertung etabliert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Erarbeitung genutzt?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu aktuellen pädagogischen Diskursen sowie der konstruktiven Ausarbeitung eines Unterrichtsbeispiels für das Lernfeld 12.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in das Portfolio-Konzept sowie einen praktischen Teil, der die konkrete Unterrichtsplanung inklusive Rahmenbedingungen und Bewertungsschemata darstellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument am besten?

Portfolio-Arbeit, handlungsorientierter Unterricht, Selbststeuerung, Reflexion, Kompetenzentwicklung und berufliche Didaktik.

Warum wird die Portfolio-Arbeit speziell für das Lernfeld 12 gewählt?

Das Lernfeld 12 („Produkte und Dienstleistungen vermarkten“) ist hochkomplex und erfordert eigenständige Problemlösungsstrategien, was sich besonders gut für die prozessbegleitende Portfolio-Methode eignet.

Wie geht die Autorin mit dem Problem um, dass Schüler oft "Portfolio-Anfänger" sind?

Die Arbeit schlägt vor, die Schüler durch intensive Anleitung, Leitfragen und die Verwendung von Reflexionsbögen Schritt für Schritt an die Portfolio-Methodik heranzuführen.

Wie unterscheidet sich die Bewertung im Portfolio von klassischen Klausuren?

Die Portfolio-Bewertung ist ganzheitlich, prozessorientiert und transparent; sie bewertet nicht nur das Endergebnis, sondern auch Lernwege, Reflexionen und die individuelle Leistungsentwicklung.

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Details

Title
Portfolioeinsatz am Berufskolleg
Subtitle
Theoretische Grundlagen und praktische Umsetzungsideen für den Unterricht in EHW
College
University of Münster  (Institut für Berufliche Lehrerbildung)
Grade
1,3
Author
Stephanie Hugenroth (Author)
Publication Year
2009
Pages
82
Catalog Number
V155660
ISBN (eBook)
9783640687138
ISBN (Book)
9783640687060
Language
German
Tags
Portfolio Berufskolleg Portfolio-Einsatz Ernährungs- und Hauswirtschaftswissenschaften Berufspädagogik Berufliche Didaktik Portfolio-Konzept Erziehungswissenschaften Lehramt Berufsschule Oecotrophologie Ernährungswissenschaften Ökotrophologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stephanie Hugenroth (Author), 2009, Portfolioeinsatz am Berufskolleg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/155660
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