1. Was sind WebQuests?
Unter einem WebQuest versteht man wörtlich übersetzt „abenteuerliche Spurensuche im Internet“ oder auch „Schnitzeljagd im Internet“. Diese Methode wurde 1995 von Bernie Dodge, San Diego State University, entwickelt (vgl. Schreiber, 2001,1).
Es handelt sich um komplexe, computergestützte Lehr-Lern-Arrangements, die handlungs-orientiertes und autonomes Lernen fördern.
Hierbei erhalten Schüler nach einer Einführung in ein reales Problem eine Aufgaben-stellung, die sie mit Hilfe vorgegebener authentischer Informationsquellen bearbeiten
(vgl. Gerber, 2004, 1).
“A WebQuest is a scaffolded learning structure that uses links to essential resources on the World Wide Web and an authentic task to motivate students’ investigation of a central, open-ended question, development of individual expertise and participation in a final group process that attempts to transform newly acquired information into a more sophisticated understanding. The best WebQuests do this in a way that inspires students to see richer thematic relationships, facilitate a contribution to the real world of learning and reflect on their own metacognitive processes” (March, 2003).
2. Didaktischer Hintergrund
"WebQuests beziehen sich auf Überlegungen einer konstruktivistischen Lerntheorie. Diese geht davon aus, dass den Schüler/innen Wissen nicht einfach wie mit einem Trichter einge-gossen werden kann. Vielmehr müssen sie es selbst erwerben (…)“
(Moser, Theoretische Grundlagen für WebQuests, 2009).
WebQuests – ein didaktisch wertvolles Konzept:
Hierbei ist ein hohes Maß an Eigenständigkeit sowie selbstgesteuertes und kooperatives Lernen gefragt. Offene Lernformen wie Partner- und Gruppenarbeit, Projektarbeit oder Freiarbeit kommen zum Einsatz. Außerdem lernen die Schüler projektorientiert und setzen dabei das Internet, Multimedia sowie herkömmliche Medien ein. Durch gezielte Recherche und unter Verwendung von aktuellen, authentischen Informationen erarbeiten sie sich ein Unterrichtsthema selbständig. WebQuests bringen hohe Motivation und Freude am Lernen durch spielerische und moderne Lernformen mit sich (vgl. Moser, Lernen mit WebQuests, 2009).
Inhaltsverzeichnis
I. ÜBERBLICK
1. WAS SIND WEBQUESTS?
2. DIDAKTISCHER HINTERGRUND
2.1. LERNZIELE
2.2. VERMITTLUNG VON MEDIENKOMPETENZ
II: THEORETISCHER HINTERGRUND
1. AUFBAU VON WEBQUESTS
2. ARTEN VON WEBQUESTS
3. UMSETZUNG IM FREMDSPRACHENUNTERRICHT
III. PRAKTISCHE ANWENDUNG
1. BEISPIELHAFTE DARSTELLUNG
1.2. RESULTAT FÜR LEHRER/SCHULE
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das WebQuest-Modell als computergestützte Methode im modernen Unterricht und analysiert dessen Potenzial zur Förderung von eigenständigem sowie handlungsorientiertem Lernen. Der Fokus liegt dabei auf der praktischen Implementierung in den Fremdsprachenunterricht, um Medienkompetenz und motivationale Aspekte effektiv zu verknüpfen.
- Grundlagen und Definition der WebQuest-Methode
- Didaktischer Hintergrund und konstruktivistische Lerntheorie
- Strukturierter Aufbau und Prozessdesign von WebQuests
- Integration moderner Medien in den schulischen Fremdsprachenerwerb
- Praxisbeispiel: Anwendung in der 9. Jahrgangsstufe
Auszug aus dem Buch
1. Was sind WebQuests?
Unter einem WebQuest versteht man wörtlich übersetzt „abenteuerliche Spurensuche im Internet“ oder auch „Schnitzeljagd im Internet“. Diese Methode wurde 1995 von Bernie Dodge, San Diego State University, entwickelt (vgl. Schreiber, 2001,1). Es handelt sich um komplexe, computergestützte Lehr-Lern-Arrangements, die handlungsorientiertes und autonomes Lernen fördern. Hierbei erhalten Schüler nach einer Einführung in ein reales Problem eine Aufgaben-stellung, die sie mit Hilfe vorgegebener authentischer Informationsquellen bearbeiten (vgl. Gerber, 2004, 1).
“A WebQuest is a scaffolded learning structure that uses links to essential resources on the World Wide Web and an authentic task to motivate students’ investigation of a central, open-ended question, development of individual expertise and participation in a final group process that attempts to transform newly acquired information into a more sophisticated understanding. The best WebQuests do this in a way that inspires students to see richer thematic relationships, facilitate a contribution to the real world of learning and reflect on their own metacognitive processes” (March, 2003).
Zusammenfassung der Kapitel
I. ÜBERBLICK: Dieses Kapitel führt in die Definition und Entstehung von WebQuests ein und beleuchtet den didaktischen Hintergrund sowie die zentralen Lernziele und die Bedeutung der Medienkompetenz.
II: THEORETISCHER HINTERGRUND: Hier werden der systematische Aufbau und die verschiedenen Arten von WebQuests sowie deren spezifische Umsetzung im Fremdsprachenunterricht ausführlich dargelegt.
III. PRAKTISCHE ANWENDUNG: Dieses Kapitel veranschaulicht anhand eines konkreten Praxisbeispiels („A Family Trip to London“), wie WebQuests strukturell umgesetzt werden und welche Resultate sich für Lehrer und Schule ergeben.
Schlüsselwörter
WebQuest, Medienkompetenz, Task-based Learning, handlungsorientiertes Lernen, Fremdsprachenunterricht, autonomes Lernen, Internet im Unterricht, konstruktivistische Lerntheorie, digitale Lernumgebung, Unterrichtsplanung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Einsatz der WebQuest-Methode im modernen Unterricht und deren Möglichkeiten zur Förderung von eigenständigem und medienorientiertem Lernen.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die zentralen Felder umfassen die theoretischen Grundlagen der Konstruktivistischen Lerntheorie, den strukturierten Aufbau von WebQuests sowie die praktische Anwendung im Fach Englisch.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Hauptziel besteht darin, den Mehrwert von WebQuests für die Vermittlung von Medienkompetenz und die Steigerung der Lernmotivation im schulischen Kontext aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie einer anwendungsbezogenen Darstellung eines spezifischen WebQuest-Projekts.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Prozessschritte eines WebQuests und die Analyse der Umsetzungsmöglichkeiten innerhalb des Fremdsprachenunterrichts.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die wichtigsten Begriffe sind WebQuest, Medienkompetenz, Task-based Learning und handlungsorientiertes Lernen.
Wie ist ein WebQuest laut der Arbeit aufgebaut?
Ein WebQuest besteht aus sechs zentralen Elementen: Thema, Aufgabenstellungen, Ressourcen, Prozess, Evaluation und Präsentation.
Welche Rolle spielt die Lehrkraft bei einem WebQuest?
Die Lehrkraft tritt vom klassischen Dozenten hin zu einem Coach oder Berater zurück, der den Lernprozess begleitet und Hilfestellungen bietet.
Warum wird das Beispiel "A Family Trip to London" verwendet?
Es dient als konkrete Veranschaulichung, wie theoretische Anforderungen an Lernziele, Mediennutzung und Gruppenarbeit in der 9. Jahrgangsstufe praktisch umgesetzt werden können.
- Quote paper
- Simone Bär (Author), 2009, New media and task-based teaching / task-based learning: Web Quests, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/155863