Die Beispiele zeigen welche Potenziale Netzwerke und im speziellen Bildungsnetzwerke haben. Nicht nur regional und national ist es für Unternehmen und Bildungseinrichtungen, aber auch für den/die kleinen/e Mann oder Frau wichtig sich in Netzwerke zu integrieren, vor allem durch die Globalisierung international präsent und im Besonderen aktuell zu sein. Herr Prof. Dr. Phil. Dehnbostel beschreibt die Zukunft der Lernorte wie folgt:
„Die Zukunft des Lernens in der Berufsbildung ist ein Lernen in vernetzten Lernorten, in denen virtuelle Lernorte zudem eine maßgebliche Rolle spielen werden.“
Netzwerke als Lernorte sind somit aus dem Sprachgebrauch, der Bildungslandschaft, Wirtschaft und allen anderen Wissenschaften nicht mehr wegzudenken. Die Reserven liegen insbesondere in der vielfältigen Gestaltung und Kombination der Netzwerke. Desweiteren sorgt die voranschreitende Technisierung dafür, dass jeder Mensch unabhängig von seinem Momentanen Standort. netzwerkfähig sein soll. Das heißt, Internetzugang weltweit, Telekommunikationstechnik mit Videokonferenzen, um nur zwei Potenziale zu nennen. (Dehnbostel, 2009)
Die Arbeit soll einen groben Überblick über die Systematik von Bildungsnetzwerken vermitteln. Im Einzelnen werden zwei Beispiele, ANUBA und die DGFP e.V. näher beschrieben, um die Aktualität und Dynamik von Netzwerken und im Falle dieser Arbeit, Bildungsnetzwerke zu erklären. Der Leser soll mit ihrer Hilfe, Interesse und Neugierde geweckt werden, um die Thematik eventuell weiter zu vertiefen.
„Als Fazit bleibt zu ziehen, dass Netzwerke als moderne Lernortsysteme in der beruflichen Bildung nicht einseitig auf organisatorische und strukturelle Gesichtspunkte zu beziehen sind, sondern mindestens ebenso stark auf didaktisch-methodische, curriculare und bildungstheoretische Zielsetzungen.“ (Dehnbostel, 2002)
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Die Systematik von Bildungsnetzwerken
1.2. Definition des Bildungsnetzwerkbegriffs
1.3. Eigenschaften von Berufsbildungsnetzwerken
1.4. Regionales Bildungsnetzwerk: Schule
2. ANUBA
2.1. ANUBA – das Modell und Kompetenzzentren
3. Deutsche Gesellschaft für Personalführung (DGFP e.V.)
3.1. Das Netzwerk der DGFP e.V.
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Systematik, Potenziale und Herausforderungen von Bildungsnetzwerken in der beruflichen Bildung. Ziel ist es, auf Basis theoretischer Grundlagen den Aufbau und die Funktionsweise solcher Netzwerke anhand praktischer Beispiele zu erläutern und deren Bedeutung für die moderne Wissensgesellschaft aufzuzeigen.
- Theoretische Fundierung des Begriffs Bildungsnetzwerk
- Charakteristika und strukturelle Merkmale von Netzwerken
- Analyse des Modellversuchs ANUBA
- Netzwerkarbeit der Deutschen Gesellschaft für Personalführung (DGFP e.V.)
- Bedeutung der Vernetzung für die berufliche Qualifizierung
Auszug aus dem Buch
1.3. Eigenschaften von Berufsbildungsnetzwerken
Wie in Kapitel 1.1. erwähnt, zeichnen sich Netzwerke, und in unserem Fall Berufsbildungsnetzwerke, nicht nur durch nicht monetäre und hierarchische Verhältnisse aus.
Sie umfassen weit mehr, da Netzwerke über einzelne Kooperationsaktivitäten hinaus relativ kontinuierliche Kopplungen der beteiligten Akteure sind. Kommunikation steht dabei im Vordergrund und wird durch folgende Merkmale ergänzt.
• Dezentrale Strukturen
• Informelle Prozesse
• Vielfalt der Netzknoten
• Symmetrische Beziehungen
• Verteilte Ressourcen
Doch wann sprechen wir von einen Netzwerk? Eine eindeutige Zuordnung zu einem Netzwerk erfolgt, wenn eine Interaktion zwischen den Akteuren, Personen, Gruppen und Organisationen kontinuierlich verläuft. Bei einer Kooperation ist die Zusammenarbeit temporär begrenzt und grenzt sich so von Netzwerken ab. Im Mittelpunkt stehen beim Netzwerk die engen sozialen Interaktionen zwischen den Knoten, unabhängig ob face-to-face Kommunikation oder virtuell vermittelte Informationen. (Faulstich, 2002)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Bildungsnetzwerke ein, unterstreicht den gesellschaftlichen Stellenwert von Bildung und legt die Zielsetzung sowie den Aufbau der Arbeit dar.
1.1. Die Systematik von Bildungsnetzwerken: Der Abschnitt beleuchtet den theoretischen Einstieg in die Systematik von Bildungsnetzwerken als moderne Kooperations- und Lernortsysteme.
1.2. Definition des Bildungsnetzwerkbegriffs: Hier wird der Begriff Bildungsnetzwerk durch eine begriffliche Zerlegung und Analyse der Einzelkomponenten "Bildung" und "Netzwerk" definiert.
1.3. Eigenschaften von Berufsbildungsnetzwerken: Dieses Kapitel arbeitet die zentralen Merkmale wie dezentrale Strukturen und kontinuierliche Interaktionen heraus, die Berufsbildungsnetzwerke definieren.
1.4. Regionales Bildungsnetzwerk: Schule: Der Fokus liegt hier auf der Rolle der Schule als zentralem Knotenpunkt in regionalen Netzwerken und den Bedingungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.
2. ANUBA: Eine Einführung in den Modellversuch ANUBA zur Entwicklung und Erprobung von Ausbildungsmodulen in IT- und Medienberufen.
2.1. ANUBA – das Modell und Kompetenzzentren: Vertiefende Betrachtung des Modells und der Bedeutung von Kompetenzzentren innerhalb der beruflichen Bildung.
3. Deutsche Gesellschaft für Personalführung (DGFP e.V.): Porträt der DGFP e.V. als Fach- und Serviceorganisation und Akteur in der Vernetzung von Personalverantwortlichen.
3.1. Das Netzwerk der DGFP e.V.: Analyse der internen und externen Netzwerkstrukturen der DGFP e.V. unter Einbeziehung regionaler Standorte.
4. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Potenziale von Bildungsnetzwerken und Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der vernetzten Lernorte.
Schlüsselwörter
Bildungsnetzwerk, Berufsbildung, Netzwerkmanagement, Lernortkooperation, ANUBA, DGFP e.V., Personalführung, Wissensaustausch, Kompetenzentwicklung, Qualifizierung, Dezentralisierung, Kooperation, regionales Bildungsnetzwerk, informelles Lernen, Kompetenzzentren.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Systematik, den strukturellen Eigenschaften und der praktischen Bedeutung von Bildungsnetzwerken innerhalb der beruflichen Bildung.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Im Zentrum stehen die theoretische Definition von Bildungsnetzwerken, deren spezifische Merkmale sowie die Anwendung in der Praxis durch konkrete Beispiele.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, dem Leser ein grundlegendes Verständnis für die Funktionsweise und das Potenzial von Bildungsnetzwerken zu vermitteln, um Interesse für die vertiefte Auseinandersetzung mit der Thematik zu wecken.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Untersuchung von zwei praktischen Fallbeispielen, um die theoretischen Aspekte zu veranschaulichen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die Netzwerkbildung sowie die detaillierte Vorstellung der beiden Praxisbeispiele ANUBA und der DGFP e.V.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Bildungsnetzwerk, Berufsbildung, Netzwerkmanagement, Qualifizierung und Lernortkooperation geprägt.
Welche Rolle spielt die Schule innerhalb eines Bildungsnetzwerks?
Die Schule fungiert als zentraler Knotenpunkt, der soziale Organisation mit pädagogischen Zielsetzungen verbindet und eine relative Autonomie innerhalb des Netzwerks wahrt.
Was stellt das "Young Professional Network" dar?
Es ist ein internes Netzwerk der DGFP e.V., das Studierenden und jungen Berufstätigen den Austausch und den fachlichen Kompetenzaufbau im Bereich der Personalführung ermöglicht.
Welche Risiken werden für Netzwerke identifiziert?
Zu den Störfaktoren zählen Unbeweglichkeit in Strukturen, Schwierigkeiten bei der Abstimmung vieler Teilnehmer, Konflikte zwischen den Akteuren sowie Planungsunsicherheiten.
Warum ist das Vertrauensverhältnis im ANUBA-Modell so entscheidend?
Das Vertrauen zwischen den beteiligten Berufsschulen und Partnern gilt als die wichtigste Komponente, um eine effiziente Zusammenarbeit zu gewährleisten und die negativen Auswirkungen von Konkurrenzdruck zu verhindern.
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- Björn Thiele (Author), 2009, Die Systematik von Berufsbildungsnetzwerken, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/155869