Die vorliegende Arbeit soll das Referatsthema „Diskursanalytische Fortbildungskonzepte“, welches sich auf die Veröffentlichung von MICHAEL BECKER-MROTZEK und GISELA BRÜNNER bezieht, vertiefen.
Im Seminar wurde zunächst die Theorie des „Diskursanalytischen Fortbildungskonzeptes“ von BECKER-MROTZEK/BRÜNNER vorgestellt. Da das behandelte Konzept auf die Professionalisierung der kommunikativen Praxis in beruflich-institutionellen Zusammenhängen abzielt, kam die Überlegung auf, wie dieses vorliegende Konzept auf die Thematik „Hochschulische Sprechstundengespräche“ zu beziehen sei. Im Anschluss an diese Überlegungen wurde im Seminar in Gruppenarbeit ein Fortbildungskonzept für Studierende entwickelt, welches sich auf das Verhalten und Kommunizieren in hochschulischen Sprechstundengesprächen bezieht.
Im Folgenden werde ich auf die generelle Zielsetzung von diskursanalytischen Fortbildungen, die die kommunikative Praxis thematisieren, eingehen. Es folgt anschließend eine tabellarische Darstellung des von der Gruppe im Seminar vorgestellten studentischen Fortbildungskonzeptes. Mein Schwerpunkt liegt in dem folgenden Konzeptabschnitt „Transkriptarbeit“. Dabei werde ich in Auszügen ein Transkript zu einem hochschulischen Sprechstundengespräch exemplarisch analysieren und mit in das Fortbildungskonzept für Studierende aufnehmen. Die Rubrik „Transkriptarbeit“ wird von mir somit detailliert bearbeitet und durch eine exemplarische Analyse, die so auch durch die Fortbildungsteilnehmer/innen erarbeitet werden könnte, ergänzt.
Das anschließende Kapitel „Verhaltensstrategien zur Vermeidung kommunikativer Probleme“ fasst wesentliche Punkte zusammen, die vor und insbesondere während hochschulischer Sprechstunden beachtet werden sollten, um die Kommunikation zwischen den Lehrenden und Studieren zu erleichtern und Missverständnissen vorzubeugen.
Die Arbeit wird letztlich mit einem Fazit und einem Ausblick abgeschlossen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Idee und Zielsetzungen der Fortbildungskonzepte
3 Arbeit am Transkript als Fortbildungsmaßnahme
3.1 Transkriptanalyse
3.2 Verhaltensstrategien zur Vermeidung kommunikativer Probleme
4 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, wie diskursanalytische Fortbildungskonzepte, die ursprünglich für berufliche Zusammenhänge entwickelt wurden, auf hochschulische Sprechstundengespräche übertragen werden können, um die kommunikative Praxis zwischen Studierenden und Lehrenden zu verbessern.
- Diskursanalytische Fortbildungsmethodik für Studierende
- Analyse realer Sprechstunden-Transkripte zur Identifikation von Problemstellen
- Entwicklung von Verhaltensstrategien für Studierende zur Kommunikation auf Augenhöhe
- Förderung der Selbstreflexion bezüglich eigener sprachlich-kommunikativer Kompetenzen
- Integration von Kommunikations-Trainings in den universitären Alltag
Auszug aus dem Buch
3.1 Transkriptanalyse
Transkripte lassen sich in eine Kontakt- oder Startphase, die Phase der Anliegensformulierung, der Anliegensklärung, der Anliegensbearbeitung, die Phase der Ratifizierung der Absprache und in die Schlussphase unterteilen. Es kommt vor, dass es bei einigen transkribierten Gesprächen nicht sofort deutlich wird, an welchen Stellen sich die einzelnen Phasen voneinander abgrenzen lassen.
Die Startphase und die Phase der Anliegensformulierung sind für den weiteren Verlauf sehr wichtig, da darin der Kontakt zu der lehrenden Person aufgenommen wird, ein erster Eindruck vom Gegenüber und der Gesamtsituation entsteht und erste Informationen ausgetauscht werden.
In dieser kurzen Phase (001 – 011, siehe unten) kommt es zu einer knappen Begrüßung der beiden Personen:
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Zielsetzung ein, diskursanalytische Fortbildungskonzepte auf die studentische Praxis in Sprechstunden zu übertragen.
2 Idee und Zielsetzungen der Fortbildungskonzepte: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Professionalisierung kommunikativer Fertigkeiten erläutert und auf die spezifischen Bedürfnisse Studierender in Sprechstunden angepasst.
3 Arbeit am Transkript als Fortbildungsmaßnahme: Dieses Kapitel erläutert den Nutzen der Transkriptanalyse zur Schärfung des Problembewusstseins bei kommunikativen Hürden im Hochschulkontext.
3.1 Transkriptanalyse: Anhand eines konkreten Transkriptbeispiels werden typische Problemstellen in Sprechstundengesprächen methodisch analysiert.
3.2 Verhaltensstrategien zur Vermeidung kommunikativer Probleme: Es werden konkrete Handlungsempfehlungen für Studierende entwickelt, um den Gesprächsverlauf aktiv und zielführend mitzugestalten.
4 Fazit und Ausblick: Das Kapitel reflektiert die Anwendbarkeit diskursanalytischer Ansätze an Hochschulen und plädiert für die Implementierung solcher Trainings in den universitären Wahlpflichtbereich.
Schlüsselwörter
Diskursanalyse, Fortbildungskonzept, Sprechstundengespräch, Kommunikationsstrategien, Transkriptanalyse, Hochschullehre, Studierende, Professionalisierung, Gesprächsführung, Kommunikationsprobleme, Diskursfähigkeit, Selbstreflexion, Beratungsgespräche
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Anwendung von diskursanalytischen Fortbildungskonzepten für Studierende, um die Kommunikation in hochschulischen Sprechstunden zu professionalisieren.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Fokus stehen die Identifikation kommunikativer Hürden, die Analyse von Gesprächstranskripten und die Vermittlung von Verhaltensstrategien für Studierende.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, durch eine wissenschaftlich fundierte Diskursanalyse aufzuzeigen, wie Sprechstundengespräche erfolgreicher geführt werden können, um Missverständnisse zwischen Studierenden und Lehrenden zu minimieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein diskursanalytischer Ansatz gewählt, der durch die Auswertung authentischer Transkriptbeispiele aus der hochschulischen Praxis ergänzt wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Verortung der Fortbildungskonzepte, die methodische Analyse eines exemplarischen Sprechstundengesprächs und die Ableitung praktischer Verhaltensstrategien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Diskursanalyse, Sprechstundengespräch, Kommunikationsstrategien, Transkriptarbeit und studentische Professionalisierung.
Warum ist eine Vorbereitung auf Sprechstunden für Studierende laut Autorin so wichtig?
Eine gute Vorbereitung hilft, Anliegen klar zu formulieren, Unsicherheiten abzubauen und den Gesprächsverlauf aktiv mitzugestalten, statt nur reaktiv zu agieren.
Welche Rolle spielt der Lehrende in der beschriebenen Kommunikationssituation?
Der Lehrende trägt eine große Verantwortung, da er durch das Gewähren oder Verwehren von Gesprächsspielraum maßgeblich über das Gelingen oder Scheitern des Austauschs entscheidet.
- Quote paper
- Katharina von Lehmden (Author), 2008, Diskursanalytische Fortbildungskonzepte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/155874