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Das Ottawa‐Abkommen zur Ächtung von Antipersonenminen als internationales Regime

Titre: Das Ottawa‐Abkommen zur Ächtung von Antipersonenminen als internationales Regime

Dossier / Travail , 2010 , 19 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Johannes Wander (Auteur)

Politique - Théorie politique et Histoire des idées politiques
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Landminen unterscheiden nicht zwischen Freund und Feind, Zivilisten und Soldaten, Kindern und Erwachsenen. Eine Erkenntnis, die heute nicht nur von der Bundesregierung, der Bundeswehr und zahlreichen Non‐Governmental Organisations geteilt wird, sondern bereits vor 13 Jahren Anlass für die Schaffung einer internationalen Kooperation war.
Das „Übereinkommen vom 18. September 1997 über das Verbot des Einsatzes, der Lagerung, der Herstellung und der Weitergabe von Antipersonenminen und über deren Vernichtung“, kurz auch „Ottawa‐Konvention“ genannt, gilt als ein Musterbeispiel für internationale Kooperation in der Abrüstungsfrage. Das theoretische Konstrukt zur Zusammenarbeit auf transnationaler Ebene in Form von internationalen Regimen soll zentrales Thema dieser Hausarbeit sein. Konkret sollen die Eigenschaften von internationalen Regimen am Beispiel der besagten Abrüstungskooperation aufgezeigt und erläutert werden.
Die Fragestellung, der diese Hausarbeit gerecht werden soll, lautet: Ist das Ottawa‐Abkommen ein internationales Regime und wenn ja, kann man es den spezifischeren Definitionen eines problemstrukturellen Regimeansatzes zugeordnet werden?
Um diese Frage zu beantworten, wird zunächst die Regimetheorie erläutert, ideengeschichtlich verortet, ihre unterschiedlichen Ansätze erklärt und anschließend der spezielle problemstrukturell geprägte Ansatz der Tübinger Forschungsgruppe4 beleuchtet. Es folgt ein kurzer Überblick zum Ottawa‐Abkommen zur Ächtung von Landminen, genauer Antipersonenminen, kurz APM, auf dessen Grundlage abschließend die Einordnung des Abkommens als ein internationales Regime steht.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Regime in den internationalen Beziehungen

2.1 Regime aus ideengeschichtlicher Perspektive

2.2 Ansätze in der Regimetheorie

2.3 Regime im Sinne der Tübinger Forschungsgruppe

3. Ottawa-Konventionen zur Ächtung von Landminen

3.1 Entstehung und Geschichte

3.2 Ratifizierung und Implementierung

4. Ottawa-Konvention als internationales Regime

4.1 Prinzipien, Normen, Regeln und Verfahren

4.2 Problemstrukturelle Merkmale von Regimen

4.3 Einordnung des Ottawa-Regimes

5. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit das Ottawa-Abkommen zur Ächtung von Antipersonenminen als internationales Regime im politikwissenschaftlichen Sinne verstanden werden kann und ob es sich spezifisch dem problemstrukturellen Regimeansatz der Tübinger Forschungsgruppe zuordnen lässt.

  • Grundlagen der Regimetheorie in den internationalen Beziehungen
  • Differenzierung verschiedener Erklärungsansätze der Regimeanalyse
  • Historische Entstehung und Implementierung der Ottawa-Konvention
  • Anwendung des problemstrukturellen Ansatzes auf das Ottawa-Abkommen
  • Typologisierung des Ottawa-Regimes anhand wissenschaftlicher Kriterien

Auszug aus dem Buch

2. Regime in den internationalen Beziehungen

In Anlehnung an die Interdependenztheorie von Keohane und Nye, die die zunehmende Komplexität internationaler Beziehungen und gegenseitige Abhängigkeit von Staaten betont, entstand die Regimetheorie. Diese beschäftigt sich mit der Frage nach Kooperation in den internationalen Beziehungen, ihrem Zustandekommen, dem Wachstum und Wandel von Regimen.

Der Begriff „internationale Regime“ wurde in der Politikwissenschaft auf Grundlage eines Symposiums, welches 1980 in Los Angeles stattfand, wie folgt definiert: „Regimes can be defined as sets of implicit or explicit principles, norms, rules, and decision-making procedures around which actors’ expectations converge in a given area of international relations.”

Die Definition stellt, wenngleich sie umstritten ist, eine Grundlage für das Verständnis von internationalen Regimen dar. Im Lexikon der Politikwissenschaft von Dieter Nohlen werden internationale Regime in offensichtlicher Anlehnung an besagtes Symposium wie folgt definiert: „Internationale Regime sind institutionalisierte Formen der Kooperation zwischen Staaten und anderen internationalen Akteuren, die aus Prinzipien, Normen, Regeln, Entscheidungsverfahren sowie Programmaktivitäten bestehen und das Verhalten internationaler Akteure in einem Problemfeld dauerhaft steuern.“

Als Schnittmenge beider Definitionen werden an dieser Stelle die Begriffe „Prinzipien“, „Normen“, „Regeln“ und „Entscheidungsverfahren“ festgehalten, welche es zu präzisieren und voneinander abzugrenzen gilt. So heißt es vertiefend: „Prinzipien umfassen empirische, kausale und normative Grundsätze. Normen sind Verhaltensstandards, die sich in Rechten und Pflichten ausdrücken. Regeln sind spezifische Verhaltensvorschriften und -verbote. Entscheidungsverfahren sind die maßgeblichen Praktiken beim Treffen und bei der Implementation kollektiver Entscheidungen.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik von Antipersonenminen ein und definiert die Forschungsfrage, ob das Ottawa-Abkommen ein internationales Regime darstellt.

2. Regime in den internationalen Beziehungen: Das Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Regimetheorie sowie verschiedene wissenschaftliche Ansätze und stellt den problemstrukturellen Ansatz der Tübinger Forschungsgruppe vor.

3. Ottawa-Konventionen zur Ächtung von Landminen: Hier werden die historische Entstehung, die Rolle von NGOs und der Prozess der Ratifizierung sowie die Implementierung des Abkommens skizziert.

4. Ottawa-Konvention als internationales Regime: In diesem Teil wird das Abkommen anhand der erarbeiteten Kriterien analysiert und als spezifisches, informales und konfliktbeendigendes Regime eingeordnet.

5. Fazit: Das Fazit bestätigt, dass das Ottawa-Abkommen alle Kriterien eines internationalen Regimes erfüllt und unterstreicht die Wirksamkeit zivilgesellschaftlicher Akteure.

Schlüsselwörter

Ottawa-Konvention, Antipersonenminen, Regimetheorie, Internationale Beziehungen, Internationale Regime, problemstruktureller Ansatz, Tübinger Forschungsgruppe, Abrüstung, Rüstungskontrolle, Kooperation, Völkerrecht, Landminen, ICBL, Außenpolitik, Normen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht das Ottawa-Abkommen zur Ächtung von Antipersonenminen und analysiert, ob dieses Regelwerk als ein „internationales Regime“ im politikwissenschaftlichen Sinne klassifiziert werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Regimetheorie, der Definition internationaler Kooperation und der praktischen Anwendung dieser Theorien auf das spezifische Beispiel der weltweiten Landminen-Ächtung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, ob das Ottawa-Abkommen als internationales Regime gilt und ob es sich insbesondere in den problemstrukturellen Ansatz der Tübinger Forschungsgruppe einordnen lässt.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor nutzt die Methode der Regimeanalyse, indem er definitorische Kriterien (Prinzipien, Normen, Regeln) auf den Vertragstext anwendet und das Abkommen anschließend mithilfe verschiedener Regimetypologien klassifiziert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Regimetheorie, die historische Darstellung des Ottawa-Prozesses und die konkrete empirische Überprüfung des Abkommens auf die Merkmale eines Regimes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Zentrale Begriffe sind internationale Regime, Abrüstung, Antipersonenminen, Regimetheorie, zivilgesellschaftlicher Einfluss und problemstrukturelle Regimeanalyse.

Welche Rolle spielen NGOs bei der Entstehung des Ottawa-Abkommens?

Laut der Arbeit waren NGOs, insbesondere die ICBL, maßgebliche Akteure, die durch ihre Kampagnen den politischen Druck auf Staaten erhöhten und somit den Prozess entscheidend katalysierten.

Warum wird das Ottawa-Abkommen als „control-oriented“ bezeichnet?

Es wird als solches bezeichnet, da es auf eine gegenseitige Kontrolle und Überwachung der Abrüstung sowie die Einhaltung gemeinsamer Standards unter den Unterzeichnerstaaten abzielt.

Besitzt das Ottawa-Regime eine eigene Akteurfähigkeit?

Nein, der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Gemeinschaft der Unterzeichner keine eigene Rechtspersönlichkeit oder soziale Identität als Akteur besitzt, sondern lediglich die Gruppe der Vertragspartner darstellt.

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Résumé des informations

Titre
Das Ottawa‐Abkommen zur Ächtung von Antipersonenminen als internationales Regime
Université
http://www.uni-jena.de/  (Institut für Politikwissenschaft)
Cours
Internationale Ideengeschichte
Note
1,0
Auteur
Johannes Wander (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
19
N° de catalogue
V156024
ISBN (ebook)
9783640689538
ISBN (Livre)
9783640689361
Langue
allemand
mots-clé
Regime Internationale Regime Ideengeschichte Ottawa-Abkommen Landminen Landminenfrage Ächtung Anti-Personen-Minen Antipersonenminen
Sécurité des produits
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Citation du texte
Johannes Wander (Auteur), 2010, Das Ottawa‐Abkommen zur Ächtung von Antipersonenminen als internationales Regime, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/156024
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