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Der neurobiologische Blick auf das Lernen

Titre: Der neurobiologische Blick auf das Lernen

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2009 , 16 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Tim Wersig (Auteur)

Travail Social
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Résumé Extrait Résumé des informations

Für die vorliegende Hausarbeit habe ich das Thema: „Der neurobiologische Blick auf das Lernen“ gewählt. Folgt man den unzähligen Fernsehbeiträgen und Diskussionsgrundlagen, dann stellt sich schnell heraus, dass im Allgemeinen Bildung als aller erstes durch konsequentes Lernen an Bildungsorten (wie z.B. Schule, Hochschule, Volkshochschule, Jugend- und Kindertagesstätten) erfahren wird. Aus diesem Grund stellen sich mir folgende Fragen:
„Was heißt Lernen?“
„Wie funktioniert das Lernen?“
„Was beeinflusst das Lernen?“
In der vorliegenden Arbeit werde ich diese Fragestellungen unter besonderer Berück-sichtigung der Theorien und Ausführungen von Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer untersuchen. Sein Buch „Lernen. Gehirnforschung und die Schule des Lebens.“, erschien 2002 im Spektrum Akademischer Verlag, bildet die Grundlage meiner Hausarbeit. Spitzer hielt zahlreiche Fachvorträge im Kontext des Themas und zählt zu den bedeutendsten Wissenschaftler auf diesem Gebiet.
Wichtig erscheint mir den Begriff „Lernen“ und das schulische Lernen aus dem Blick der modernen neurobiologischen Erkenntnisse zu betrachten und somit eine Möglichkeit aufzuzeigen, wie „gutes“ Lernen gelingen kann.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffserklärung

3. Lernprozess

4. Einflussfaktoren

4.1 Aufmerksamkeit

4.2 Angst

4.3 Motivation

4.4 Emotionen

4.5 Der Raum als „dritter Pädagoge“

5. Lernen am Bildungsort Schule

6. Lernen im Licht moderner neurobiologischer Gedächtnisforschung

7. Zusammenfassung/Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, den Lernbegriff aus einer modernen neurobiologischen Perspektive zu beleuchten, um Wege für erfolgreiches und nachhaltiges Lernen in Bildungseinrichtungen aufzuzeigen. Dabei wird insbesondere untersucht, wie grundlegende Lernprozesse im Gehirn funktionieren und welche externen sowie internen Faktoren diesen Prozess beeinflussen.

  • Neurobiologische Grundlagen des Lernprozesses und die Bedeutung des Hippocampus.
  • Die Rolle von Einflussfaktoren wie Aufmerksamkeit, Angst, Motivation und Emotionen.
  • Die Gestaltung von Lernumgebungen und die Bedeutung des Raumes.
  • Herausforderungen des Lernens am Bildungsort Schule und die Bedeutung der Lehrperson.
  • Synthese neurobiologischer Erkenntnisse für moderne Lehr- und Lernmethoden.

Auszug aus dem Buch

3. Lernprozess

Für die Voraussetzungen „guten“ Lernens ist es ausschlaggebend den Prozess des Lernens zu verstehen. Vorweg ein Beispiel: Viele Menschen wissen noch fast genau, was sie am 11.September 2001 erlebt haben. Sie wissen jedoch meist nicht, was sie z.B. am 09.September 2001 getan haben. Einprägsame Ereignisse, wie diese, weisen zwei wichtige Qualitäten auf: Neuigkeit und Bedeutsamkeit. Wichtige Neuigkeiten hören oder fühlen wir einmal und schon haben wir sie uns gemerkt (z.B. auch: erster Kuss, Hochzeitstag etc.). Für die Ausbildung dieser und anderer grundlegender Fähigkeiten benötigt der Mensch eines seiner wichtigsten Organe: das Gehirn. „Unser Gehirn macht aus flüchtigen Eindrücken bleibende veränderte Verbindungen zwischen Nervenzellen. Aus Erlebnissen der Seele werden Spuren im Gehirn.“ Das Gehirn wiegt etwa 1,4 kg (2% des Körpergewichts), verbraucht aber 20 Prozent der Energie des gesamten Körpers (in knappen Zeiten ein ungeheurer Luxus). Eine Milliarde Neuronen und eine unvorstellbar größere Anzahl von Verknüpfungen dieser Zellen machen den Menschen zum flexibelsten Lebewesen der Erde und sein Gehirn zum komplexesten Stück Materie im Universum: er, der Mensch, kann lernen wie kein anderes Wesen.

Tief im Innern des Gehirns, an der Innenseite des Schläfenlappens der Großhirnrinde, liegt der Hippocampus. Soll ein neuer Sachverhalt gelernt werden, muss er zunächst vom Hippocampus aufgenommen werden. Werden Fertigkeiten oder allgemeine Regeln durch Übung angeeignet, ist der Hippocampus ohne Bedeutung. Er ist wichtig für das Lernen von neuen und bedeutsamen Ereignissen, und ist auf Neuigkeiten spezialisiert. Der Hippocampus wird aus diesem Grund als Neuigkeitsdetektor (novely detector) bezeichnet. Das Gehirn verarbeitet ungeheure Mengen an Informationen, die über insgesamt 4 Millionen Nervenfasern ein- oder ausgehen (das heißt, es setzt Input in der Größe von ca. 100 MB/s in Output der Größenordnung von ca. 50 MB/s um – siehe auch Vergleich mit heutigen Up- and Downstream- Raten bei der Verbindung zum Internet).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der persönlichen Motivation zur Themenwahl und Formulierung der leitenden Forschungsfragen bezüglich Definition, Funktion und Beeinflussung des Lernens.

2. Begriffserklärung: Erläuterung des Lernbegriffs aus pädagogischer und neurobiologischer Sicht unter Einbeziehung des individuellen Lernprozesses.

3. Lernprozess: Beschreibung der biologischen Voraussetzungen im Gehirn, insbesondere die Rolle des Hippocampus und die Bedeutung von Neuigkeit und Bedeutsamkeit.

4. Einflussfaktoren: Analyse der Wirkung von Aufmerksamkeit, Angst, Motivation und Emotionen sowie der räumlichen Gestaltung auf den Lernerfolg.

5. Lernen am Bildungsort Schule: Kritische Betrachtung des schulischen Lernens, der Rolle der Lehrperson und der Bedeutung kontinuierlicher Wiederholung.

6. Lernen im Licht moderner neurobiologischer Gedächtnisforschung: Ableitung konkreter Folgerungen für Lehr- und Lernprozesse basierend auf der Erkenntnis, dass Wissen konstruiert werden muss.

7. Zusammenfassung/Fazit: Reflexion über die neurobiologischen Erkenntnisse und deren Bedeutung für die Verantwortung von Bildungseinrichtungen und die Gestaltung individueller Lernwege.

Schlüsselwörter

Neurobiologie, Lernen, Gehirnforschung, Hippocampus, Gedächtnisforschung, Motivation, Aufmerksamkeit, Emotionen, Lernprozess, Neuroplastizität, Bildung, Schule, Konstruktivismus, Lehr-Lern-Prozesse, Gedächtnis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das menschliche Lernen aus der Sicht der Neurobiologie und setzt diese Erkenntnisse in Bezug zur pädagogischen Praxis und dem schulischen Alltag.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die neurobiologischen Grundlagen des Lernens, die Bedeutung von Motivation und Emotionen sowie die optimale Gestaltung von Lehr- und Lernbedingungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, den Lernbegriff durch neurobiologische Erkenntnisse zu definieren und aufzuzeigen, wie „gutes“ Lernen in Bildungseinrichtungen gelingen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse, insbesondere unter Berücksichtigung der Theorien und Publikationen von Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die neurobiologische Funktionsweise des Gehirns, relevante Einflussfaktoren auf das Lernen, die schulische Situation sowie praktische Folgerungen für den Unterricht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind unter anderem Neurobiologie, Lernprozess, Hippocampus, Motivation, Emotionen und Gedächtnisforschung.

Warum wird der Hippocampus als „Neuigkeitsdetektor“ bezeichnet?

Der Hippocampus spezialisiert sich auf das Lernen neuer und bedeutsamer Ereignisse und ist für die Aufnahme neuer Sachverhalte in das Gehirn zuständig.

Welche Rolle spielt der Schlaf beim Lernen?

Der Schlaf dient der „off-line“ Nachverarbeitung, in der Informationen konsolidiert, verdichtet und vom Hippocampus in den Langzeitspeicher (Großhirnrinde) übertragen werden.

Warum ist Angst für das Lernen eher kontraproduktiv?

Angst blockiert das lockere Assoziieren, das für komplexes Problemlösen notwendig ist, und reduziert den Lernprozess häufig auf die Ausführung einfacher Routinen.

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Résumé des informations

Titre
Der neurobiologische Blick auf das Lernen
Université
Catholic University for Applied Sciences Berlin
Note
1,3
Auteur
Tim Wersig (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
16
N° de catalogue
V156050
ISBN (ebook)
9783640689569
ISBN (Livre)
9783640689392
Langue
allemand
mots-clé
Lernen Neurobiologie Spitzer Blick
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Tim Wersig (Auteur), 2009, Der neurobiologische Blick auf das Lernen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/156050
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Extrait de  16  pages
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