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Mediation in der Hauptschule

Eine empirische Studie zu geschlechtsspezifischen Effekten

Titre: Mediation in der Hauptschule

Epreuve d'examen , 2010 , 65 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Sarah Tieben (Auteur)

Pédagogie - Sociologie pédagogique
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Résumé Extrait Résumé des informations

Bedrohungen, Prügeleien, Beschimpfungen, Auseinandersetzungen oder das gegenseitige Quälen auf dem Schulhof. Es lässt sich nicht vermeiden, dass Kinder und vor allem Schüler Erfahrungen mit Konflikten machen. Dabei ist es vollkommen unbedeutend, wo diese Konflikte wahrgenommen werden, ob vor der Schule, auf dem Schulhof oder auf dem Rückweg von der Schule. Konflikte gehören zu dem Alltag von Schülern beziehungsweise ihrem Schulalltag. Da vielen Schülern eine gewaltfreie Bearbeitung von Konflikten nicht bekannt ist und es in der Schule kaum Möglichkeiten gibt, einen Streit auszutragen, kommt es zu zahl-reichen Konfrontationen, die oft Auswirkungen auf den Unterricht haben und den Lehrern keine andere Wahl lassen, erzieherische Maßnahmen dem ursprünglichen Unterricht vorzuziehen. Lehrkräfte sind der Meinung, „Interventionen sind ständig gefordert, Fortschritte aber schwer zu erkennen“ (Walker 2001, S. 11) und sehen demnach die Unerlässlichkeit, mit den Schülern gemeinsam nach Lösungen ihrer Konflikte zu suchen oder diese auszutragen, finden aber auf Grund des stressigen Schulalltags nicht den hierfür erforderlichen Freiraum. (Vgl. Walker 2001, S. 10) In der Schule treffen viele heterogene Gruppen wie beispielsweise soziale Schichten aufeinander, wodurch jeder einzelne Schüler in seinem Wesen beeinflusst wird. Hierbei darf nicht außer Acht gelassen werden, dass Schüler zu einem Schulbesuch gezwungen sind und daher eine Zwangsmitgliedschaft ausüben und eventuell unfreiwillig mit den Schulkameraden kommunizieren.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 GRUNDASPEKTE ZUR KONFLIKTTHEMATIK

2.1 Konflikte

2.1.1 Konflikt – Was ist das?

2.2 Geschlechtsspezifische Unterschiede bei Konflikten

2.3 Konfliktanalyse

2.3.1 Begründungen und Funktionen von Konflikten in der Schule

2.3.2 Konfliktsymptome

2.3.3 Die Sach- und Beziehungsebene von Konflikten

2.3.3.1 Das Eisberg-Modell

2.4 Konfliktmanagement

2.4.1 Umgang mit Konflikten

2.4.1.1 Geschlechtsspezifische Merkmale eines Konflikts

2.4.2 Konflikteskalation

2.4.2.1 Die neun Stufen der Konflikteskalation

2.4.2.1.1 Methoden der Konfliktbehandlung bei den Eskalationsstufen nach Glasl

3 KONFLIKTLÖSUNGEN

3.1 Konstruktive und destruktive Konfliktaustragung

3.1.1 Konstruktive Konfliktaustragung

3.1.2 Destruktive Konfliktaustragung

3.2 Mediation

3.2.1 Die Historie der Mediation

3.2.2 Annäherung an den Terminus Mediation

3.2.3 Merkmale und Kennzeichen einer Mediation

3.2.4 Das Konzept der konstruktiven Konfliktkultur

3.2.5 Mediation zur Schaffung einer konstruktiven Konfliktkultur

3.2.6 Ziele der Schulmediation

3.2.7 Der Ablauf einer Mediation als Konzept in der Schulpraxis

3.2.8 Die Rolle, Aufgaben und Haltung der Mediatoren

3.2.9 Die Lehrkraft als Mediator

4 DURCHFÜHRUNG EINER EMPIRISCHEN STUDIE: INTERVIEWS MIT LEHRKRÄFTEN ALS MEDIATOREN

4.1 Die Auswertung der durchgeführten Interviews

4.2 Diskussion und Ideen der empirischen Analyse

5 FAZIT UND GESAMTREFLEXION

Zielsetzung und Forschungsfragen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial von Mediation als Methode zur Konfliktlösung an Hauptschulen unter besonderer Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Effekte. Das Hauptziel ist es, auf Basis einer theoretischen Fundierung und einer empirischen Erhebung bei Lehrkräften zu analysieren, wie Mediation in der schulischen Praxis wahrgenommen wird und inwiefern sie geeignet ist, das Schulklima zu verbessern und Konfliktkompetenzen bei Schülern zu fördern.

  • Grundlagen der Konflikttheorie und Analyseansätze
  • Geschlechtsspezifische Unterschiede in der Konfliktaustragung
  • Methoden und Ziele der Schulmediation
  • Die Rolle der Lehrkraft als Mediator im Schulalltag
  • Empirische Untersuchung mittels Experteninterviews mit Lehrkräften

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Begründungen und Funktionen von Konflikten in der Schule

Konflikte sind nicht immer bemerkbar, egal, wo sie stattfinden. So kommen Konflikte in verbaler, psychischer Art vor, jedoch wird auch Gewalt angewendet, so dass der Konflikt in „physischer Gestalt“ (Walker 2001, S. 9) vorkommt. Schmerzlich sind alle Arten von Gewalt, ob körperlich oder seelisch, ob Rangelei oder Ausgrenzung aus einem Kollektiv. Trotzdem bringen Konflikte nach der angemessenen Behandlung oder Diskussion Vorteile mit sich, die speziell in der Schule eine Chance bieten, eine angenehme Lernatmosphäre zu erreichen.

So äußerte Albert Einstein einst den Satz „Ein Abend, an dem sich alle Anwesenden völlig einig sind, ist ein verlorener Abend.“ Positive Gedankengänge zu dem Begriff Konflikt könnten also „Veränderung, Weiterentwicklung, Innovation, Meinungsvielfalt, Diskussion, Kompromiss, Schlichtung, Hoffnung, Konsens, Chance, neue Lösungen“ (Sander /Sander 1997, S. 17) sein. Trotz dieser affirmativen Vorstellungen von einem Konflikt, wird der Terminus primär mit negativen Assoziationen in Verbindung gebracht, wie „Ärger, Aufregung, Spannung, Stress Aggression, Kampf, Angriff, Streit.“ (Sander/Sander 1997, S. 17) Durch diese Ideen kommen zwar Möglichkeiten auf, die einen Konflikt auslösen, konkrete Begründungen stecken aber nicht in ihnen.

Walker nennt in seinem Buch Mediation in der Schule - Konflikte lösen in der Sekundarstufe I verschiedene Verhaltensweisen von Schülern, die zu einem Konflikt führen können, denn sowohl durch Medien als auch persönlich erleben Jugendliche Gewalt, wodurch sie lernen, dass der Stärkere sich durchsetzt. (Vgl. Walker 1995, S. 9) So werden in diesem Zusammenhang vor allem verbale Angriffe wie Beleidigungen als Hauptursache für einen Streit angesehen, zum Beispiel auf Grund des Äußeren oder der Familie. (Vgl. Walker 2001, S. 9) Ebenso werden Unwahrheiten über Mitschüler verbreitet, die diese psychisch beeinflussen, wie auch der „Übergriff an persönlichen Sachen“ (Walker 2001, S. 10) oder Provokationen, Hänseleien wie Pumuckl bei einem rothaarigen Kind.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Dieses Kapitel führt in die Problematik von Konflikten im Schulalltag ein und motiviert die Notwendigkeit von Meditationsverfahren zur Förderung einer konstruktiven Konfliktkultur.

2 GRUNDASPEKTE ZUR KONFLIKTTHEMATIK: Hier werden theoretische Grundlagen zu Konfliktarten, Symptomen und dem Konfliktmanagement, insbesondere unter Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Aspekte, dargelegt.

3 KONFLIKTLÖSUNGEN: Dieses Kapitel erläutert Strategien der Konfliktbearbeitung und fokussiert dabei umfassend auf das Konzept, die Ziele und den Ablauf der Mediation an Schulen.

4 DURCHFÜHRUNG EINER EMPIRISCHEN STUDIE: INTERVIEWS MIT LEHRKRÄFTEN ALS MEDIATOREN: In diesem Teil werden die durchgeführten Experteninterviews an Haupt- und Förderschulen ausgewertet und diskutiert.

5 FAZIT UND GESAMTREFLEXION: Das letzte Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der theoretischen Arbeit und der empirischen Studie zusammen und reflektiert die Rolle der Lehrkraft als Mediator.

Schlüsselwörter

Mediation, Konfliktlösung, Schule, Hauptschule, Schulklima, Konfliktkompetenz, Lehrkraft, Schüler, Geschlechtsspezifische Unterschiede, Gewaltprävention, Konflikteskalation, Sozialisation, Gesprächsführung, Peer-Mediation, Konfliktkultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung von Mediation als Methode zur gewaltfreien Konfliktlösung in der Schule, wobei der Schwerpunkt auf der Untersuchung geschlechtsspezifischer Effekte bei Schülern liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Definition und Analyse von Konflikten, Möglichkeiten des Konfliktmanagements, die theoretischen Grundlagen der Mediation sowie die Rolle von Lehrkräften als Mediatoren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Mediation zur Verbesserung der Lernatmosphäre beitragen kann und welche spezifischen Konfliktmuster und Lösungsstrategien bei Jungen und Mädchen an Hauptschulen vorliegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit kombiniert eine theoretische Literaturanalyse mit einer empirischen Studie, die auf Leitfadeninterviews mit zehn Lehrkräften an einer Hauptschule und einer Förderschule basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen des Konfliktmanagements und der Mediation vertieft und anschließend die Ergebnisse der durchgeführten Interviews ausgewertet und kritisch diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Mediation, Konfliktlösung, Konfliktkompetenz, Schulklima und Geschlechtsspezifik.

Worin liegt der Unterschied zwischen der Konfliktbearbeitung von Jungen und Mädchen laut der Studie?

Die Interviews deuten darauf hin, dass Mädchen häufiger verdeckte, verbale oder relationale Konflikte führen, während bei Jungen häufiger physische Gewalt oder Machtdemonstrationen als Konfliktursachen wahrgenommen werden.

Welche Herausforderungen sehen Lehrkräfte bei der Durchführung von Mediation?

Lehrkräfte berichten vor allem von Zeitmangel und organisatorischen Schwierigkeiten im Schulalltag, bemängeln teils fehlende Ausbildung und die Herausforderung, zwischen der pädagogischen Lehrerrolle und der neutralen Mediatorenrolle zu differenzieren.

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Résumé des informations

Titre
Mediation in der Hauptschule
Sous-titre
Eine empirische Studie zu geschlechtsspezifischen Effekten
Université
University of Wuppertal
Note
2,0
Auteur
Sarah Tieben (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
65
N° de catalogue
V156301
ISBN (ebook)
9783640703050
ISBN (Livre)
9783640704217
Langue
allemand
mots-clé
Erziehungswissenschaft Pädagogik Geschlecht Unterschied Jungen Mädchen Hauptschule Mediation Konflikt Lösung Konfliktlösung Streitschlichtung Konfliktmanagement Konfliktanalyse Examensarbeit konstruktiv destruktiv empirisch Interview
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sarah Tieben (Auteur), 2010, Mediation in der Hauptschule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/156301
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Extrait de  65  pages
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