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Objektbeziehungstheorie, Affekt, Aggression und schwere Persönlichkeitsstörung

Título: Objektbeziehungstheorie, Affekt, Aggression und schwere Persönlichkeitsstörung

Ensayo , 2010 , 19 Páginas

Autor:in: Dipl.-Psych. Lars Tischler (Autor)

Pedagogía - Psicología de la personalidad
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In dieser Arbeit werde ich versuchen herauszuarbeiten, wie Justiz und Psychoanalyse sich zueinander verhalten. Um die Schwierigkeiten einer Zusammenarbeit dieser beiden Disziplinen darzustellen, wird es nötig sein, kurz in die grundlegenden Konzepte der Psychoanalyse nach Freud einzuführen. Am Beispiel der antisozialen Tendenz nach Winnicott werde ich dann Grundlagen für die Entstehung antisozialen bzw. kriminellen Verhaltens anführen. Kern dieser Arbeit wird es sein, den Zusammenhang zwischen unbewusster Motivation und der daraus resultierenden bewussten strafbaren Handlung aufzuzeigen. Welche Möglichkeiten oder Verpflichtungen ergeben sich daraus für eine gerechtere Jurisdiktion?

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Das Objekt

1.1 Internalisierung

1.2. Das Ich, das Selbst und die Repräsentanzen

1.3 Introjektion, Identifikation und Inkorporation

1.4 Eros und Todestrieb

2. Die Objektbeziehungstheorie

2.1 Repräsentanzenbildung jenseits des Ödipuskomplexes

2.2 Affekt und Emotion

2.2.1 Affekt und Trieb

2.2.2 Affekt und Objekt

3. Die Psychopathologie des Hasses

3.1 Die Wut

3.2 Der Hass

4. Zur Behandlung schwerer Persönlichkeitsstörungen

4.1 Schwere Persönlichkeitsstörungen und klassisches Strukturmodell

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, eine grundlegende Einführung in die Objektbeziehungstheorie zu geben, wobei insbesondere die neueren Erkenntnisse von Otto F. Kernberg vor dem Hintergrund der klassischen Freudschen Trieb- und Strukturtheorie beleuchtet werden. Der Schwerpunkt liegt auf der Untersuchung der Rolle von Affekten, insbesondere Wut und Hass, bei der Organisation schwerer Persönlichkeitsstörungen.

  • Grundlagen der Objektbeziehungstheorie und Internalisierungsprozesse
  • Differenzierung von Ich, Selbst und Objektrepräsentanzen
  • Die Funktion von Affekten als Bausteine und Signale der Triebe
  • Die Psychopathologie des Hasses bei Persönlichkeitsstörungen
  • Integration neuer theoretischer Ansätze in das klassische Strukturmodell

Auszug aus dem Buch

3.2 Der Hass

Im Gegensatz zu den Aspekten der Intensität und der kognitiven Anteile der Affekte Ärger und Wut ist der Hass in Intensität und kognitiven Aspekten stabil. Diese Stabilität und Permanenz des Hasses schlägt sich mittels Rationalisierungen in echter Charakterverzerrung bzw. Veränderungen in der Ich- und Über-Ich-Struktur nieder. Dabei ist Hass nicht gleichbedeutend mit pathologischer Entwicklung. In akuten Bedrohungssituationen ist es durchaus sinnvoll, die Wut zum Hass zu steigern, um eine solche Situation zu einem guten Ende zu führen. Doch handelt es sich um einen persistierenden Charakterzug, kann immer von einer Pathologisierung von Aggression ausgegangen werden.

Ziel des Hasses ist die Zerstörung eines unbewussten Objekts und seiner bewussten Entsprechungen. In seiner schlimmsten Form verlangt der Hass die massive Entwertung oder Tötung von Menschen oder die symbolische „Zerstörung aller Objekte – also aller potenziellen Beziehungen [!] zu bedeutsamen anderen“ (Kernberg, O. F. 2000, S. 38). Entsprechend ist Selbsttötung das letzte Mittel, das Objekt zu zerstören, wenn sich das Selbst mit dem Objekt identifiziert.

„Der Affekt des Hasses, ein komplexer zentraler Aspekt des Todestriebes, schließt in seinen primitivsten Formen den Wunsch ein, nicht nur das Objekt, sondern selbst noch das Bewusstsein der Beziehung zu dem gehassten Objekt zu zerstören, ja, in einem tieferen Sinne, das Selbst als das Organ der Wahrnehmung des Hasses zu zerstören“ (Kernberg, O. F. 2002 S.24).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Arbeit führt in den transformativen Prozess der modernen Psychoanalyse ein und legt dar, wie Objektbeziehungstheorie und Affektmodelle die klassische Triebtheorie weiterentwickeln.

1. Das Objekt: Dieses Kapitel erläutert grundlegende psychoanalytische Begriffe wie Internalisierung, Ich, Selbst sowie die verschiedenen Arten von Repräsentanzen.

2. Die Objektbeziehungstheorie: Hier wird Kernbergs theoretischer Ansatz dargestellt, der versucht, verschiedene psychoanalytische Strömungen zu vereinen und Affekte als integrale Bestandteile der Triebe zu definieren.

3. Die Psychopathologie des Hasses: Das Kapitel untersucht die Rolle von Wut und Hass als zentrale, komplexe Affekte in der Organisation schwerer Persönlichkeitsstörungen.

4. Zur Behandlung schwerer Persönlichkeitsstörungen: Es wird erörtert, warum das klassische Strukturmodell für schwere Störungen oft nicht ausreicht und welche neuen Ansätze für die therapeutische Praxis relevant sind.

5. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Rekapitulation der dargestellten Objektbeziehungstheorie und betont die Bedeutung von Kernbergs Arbeit als integrative Weiterentwicklung der klassischen Psychoanalyse.

Schlüsselwörter

Objektbeziehungstheorie, Psychoanalyse, Otto F. Kernberg, Affekt, Triebtheorie, Wut, Hass, Persönlichkeitsstörung, Internalisierung, Objektrepräsentanz, Strukturmodell, Aggression, Übertragung, Ich-Psychologie, Todestrieb

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine Einführung in die Objektbeziehungstheorie, wobei der Fokus auf der Bedeutung von Affekten und ihrer Verknüpfung mit Trieben sowie der klinischen Anwendung bei Persönlichkeitsstörungen liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind die Entwicklung der Objektbeziehungstheorie nach Otto F. Kernberg, die Dynamik von Affekten wie Wut und Hass sowie die psychoanalytische Behandlung schwerer Persönlichkeitsstörungen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, dem Leser die Grundzüge der Objektbeziehungstheorie näherzubringen und aufzuzeigen, wie diese moderne Perspektive das Verständnis für psychische Strukturen und deren Pathologie erweitert.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine theoretische Ausarbeitung, die durch Literaturanalyse und die systematische Gegenüberstellung von klassischen Freudschen Modellen und modernen Objektbeziehungstheorien methodisch geleitet wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Grundlagen des Objekts, die Bedeutung von Affekten als Bindeglieder zwischen Trieben und Instinkten sowie die spezifische Psychopathologie des Hasses und die Behandlungsmöglichkeiten schwerer Persönlichkeitsstörungen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Objektbeziehungstheorie, Internalisierung, Affekt, Repräsentanzen, Aggression und Strukturmodell charakterisiert.

Warum ist das klassische Strukturmodell nach Freud bei schweren Persönlichkeitsstörungen oft unzureichend?

Da schwere Persönlichkeitsstörungen häufig vor der Integration der Ich-Struktur entstehen, lassen sich die zugrundeliegenden dissoziierten, primitiven Objektbeziehungen nicht adäquat mit dem klassischen Drei-Instanzen-Modell erfassen.

Welche Rolle spielt der Hass im Kontext der beschriebenen Psychopathologie?

Der Hass wird als persistierender, komplexer Affekt beschrieben, der aus der Wut erwächst und bei schweren Persönlichkeitsstörungen zu einer zentralen und beherrschenden Kraft wird, die sich gegen Objekte und das Selbst richten kann.

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Detalles

Título
Objektbeziehungstheorie, Affekt, Aggression und schwere Persönlichkeitsstörung
Autor
Dipl.-Psych. Lars Tischler (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
19
No. de catálogo
V156450
ISBN (Ebook)
9783640706495
ISBN (Libro)
9783640706648
Idioma
Alemán
Etiqueta
Wut; Hass; Aggression; Psychoanalyse; Objektbeziehungstheorie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Dipl.-Psych. Lars Tischler (Autor), 2010, Objektbeziehungstheorie, Affekt, Aggression und schwere Persönlichkeitsstörung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/156450
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