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Rechtliche Bedingungen für den Denkmalschutz bei Kulturgütern unter Wasser

Título: Rechtliche Bedingungen für den Denkmalschutz bei Kulturgütern unter Wasser

Trabajo , 2010 , 18 Páginas , Calificación: 1,2

Autor:in: Christian E. Schulz (Autor)

Arte - Arquitectura / Historia de la arquitectura, conservación de monumentos
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Im Laufe der Menschheitsgeschichte hat sich nicht nur an Land, sondern gerade auch unter Wasser eine große Menge an Fundstellen und Einzelfunden angesammelt. Jede Seefahrernation hat im Laufe der Zeit Schiffe eingebüßt, die nun als Wracks auf dem Meeresgrund liegen. Gleichermaßen gab es immer wieder Verschiebungen der Küstenlinien, bei denen manchmal neues Land nutzbar wurde, häufig aber Regionen im Zuge von Katastrophen wie Sturmfluten oder Erdbeben verloren gingen, so daß viele Spuren menschlichen Wirkens im Meer versanken. All diese gerade genannten Hinterlassenschaften werden für gewöhnlich unter Berufung auf verschiedene Abkommen zum Schutz von Kulturgut einerseits, andererseits auf das Völkerrecht (Art. 149 und Art. 303 UN/SRÜ) mit Termini wie „kulturelles Erbe“ oder „Kulturgut“ zusammengefaßt. Nach Maßgabe der UNESCO-Konvention zum Schutz des kulturellen Erbes unter Wasser von 2001 lassen sich diese Begriffe definieren als „alle Spuren menschlicher Existenz von kulturellem, historischem oder archäologischem Charakter, die seit mindestens 100 Jahren,Definition schließt eine Auflistung an, in der im Einzelnen geklärt wird, welche Befund-und Fundarten gemeint sind.1 Ganz allgemein können dies Einzelfunde wie z. B. Steinwerkzeuge oder Knochen urzeitlicher Tiere und Menschenformen sein, wie sie in Nord-und Ostsee gelegentlich als „Beifang“ in Fischernetzen auftauchen.2 Daneben gibt es in Küstennähe, aber auch weiter in seewärts gelegenen, ehemals trockenen Regionen (z. B. Doggerland) versunkene Siedlungsreste.3 Der vom Umfang her größte Anteil entfällt dabei sicherlich auf Wracks von Schiffen, die seit Anbeginn der Seefahrt in Nord-und Ostsee untergegangen sind.4 Im Folgenden sollen zunächst die Gefahren vorgestellt werden, die für Kulturgüter unter Wasser bestehen. Anschließend wird es einen Überblick zu den Maßnahmen geben, die präventiv und im Ernstfall zum Schutz der Fundstellen ergriffen werden. Zum Schluß wird die rechtliche Situation in Bezug auf die verschiedenen Interessengruppen, Erhaltung und Sicherstellung bzw. Bergung submariner Kulturgüter umrissen. Aufgrund der Komplexität der Thematik, nicht allein deshalb, weil es keine weltweit anerkannte Gesetzgebung in dieser Angelegenheit gibt,konzentrieren wir uns hauptsächlich auf die Situation, wie sie sich in Nord-und Ostsee darstellt. Bei einigen Beispielen müssen wir zur Veranschaulichung von Sachverhalten diese Region kurzfristig verlassen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gefahren für Kulturgut unter Wasser

3. Maßnahmen zum Schutz von Kulturgütern

4. Rechtliche Fragestellungen

5. Zusammenfassung

6. Literatur

7. Abbildungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die rechtlichen Rahmenbedingungen und Schutzkonzepte für maritimes Kulturerbe, insbesondere im Bereich der Nord- und Ostsee, und beleuchtet die komplexen Herausforderungen zwischen Bewahrung, wirtschaftlicher Nutzung und rechtlicher Unklarheit.

  • Natürliche und anthropogene Gefahren für submarine Fundstätten.
  • Präventive und reaktive Schutzmaßnahmen für Kulturgüter unter Wasser.
  • Analyse der internationalen und nationalen Rechtslage (UNCLOS, UNESCO-Konvention).
  • Rolle verschiedener Akteure wie Schatztaucher, Behörden und Forschungsgesellschaften.
  • Herausforderungen der Zuständigkeit in deutschen Küstengewässern und der AWZ.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Im Laufe der Menschheitsgeschichte hat sich nicht nur an Land, sondern gerade auch unter Wasser eine große Menge an Fundstellen und Einzelfunden angesammelt. Jede Seefahrernation hat im Laufe der Zeit Schiffe eingebüßt, die nun als Wracks auf dem Meeresgrund liegen. Gleichermaßen gab es immer wieder Verschiebungen der Küstenlinien, bei denen manchmal neues Land nutzbar wurde, häufig aber Regionen im Zuge von Katastrophen wie Sturmfluten oder Erdbeben verloren gingen, so daß viele Spuren menschlichen Wirkens im Meer versanken. All diese gerade genannten Hinterlassenschaften werden für gewöhnlich unter Berufung auf verschiedene Abkommen zum Schutz von Kulturgut einerseits, andererseits auf das Völkerrecht (Art. 149 und Art. 303 UN/SRÜ) mit Termini wie „kulturelles Erbe“ oder „Kulturgut“ zusammengefaßt.

Nach Maßgabe der UNESCO-Konvention zum Schutz des kulturellen Erbes unter Wasser von 2001 lassen sich diese Begriffe definieren als „alle Spuren menschlicher Existenz von kulturellem, historischem oder archäologischem Charakter, die seit mindestens 100 Jahren, zeitweise oder durchgängig, zum Teil oder vollständig unter Wasser liegen“. An die Definition schließt eine Auflistung an, in der im Einzelnen geklärt wird, welche Befund und Fundarten gemeint sind. Ganz allgemein können dies Einzelfunde wie z. B. Steinwerkzeuge oder Knochen urzeitlicher Tiere und Menschenformen sein, wie sie in Nord-und Ostsee gelegentlich als „Beifang“ in Fischernetzen auftauchen. Daneben gibt es in Küstennähe, aber auch weiter in seewärts gelegenen, ehemals trockenen Regionen (z. B. Doggerland) versunkene Siedlungsreste. Der vom Umfang her größte Anteil entfällt dabei sicherlich auf Wracks von Schiffen, die seit Anbeginn der Seefahrt in Nord-und Ostsee untergegangen sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der archäologischen Fundstellen unter Wasser ein und definiert die zentralen Begriffe wie Kulturerbe und Kulturgut im Kontext der UNESCO-Konvention.

2. Gefahren für Kulturgut unter Wasser: Es werden die vielfältigen Bedrohungen analysiert, die von natürlichen Erosionsprozessen bis hin zu menschlichen Einflüssen wie Fischerei, Bauvorhaben und kommerzieller Schatzsuche reichen.

3. Maßnahmen zum Schutz von Kulturgütern: Dieses Kapitel beschreibt notwendige Schritte zur Inventarisierung und Rettung gefährdeter Fundstellen sowie die Bedeutung der Bewusstseinsbildung in der Öffentlichkeit.

4. Rechtliche Fragestellungen: Eine detaillierte Untersuchung der komplexen Rechtslage, insbesondere der Unterscheidung zwischen nationalen Hoheitsgewässern und der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ).

5. Zusammenfassung: Die Kernaussagen der Arbeit werden gebündelt und die Notwendigkeit einer klaren rechtlichen Regelung durch den Beitritt zur UNESCO-Konvention betont.

6. Literatur: Verzeichnis der in der Arbeit verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Fachpublikationen.

7. Abbildungen: Ein Verzeichnis der im Text referenzierten Abbildungen und ihrer Herkunftsnachweise.

Schlüsselwörter

Unterwasserarchäologie, Kulturerbe, Wracks, UNESCO-Konvention, Nordsee, Ostsee, Denkmalschutz, Seevölkerrecht, Schatztaucherei, Kulturgut, Prävention, archäologische Fundstellen, maritime Archäologie, UNCLOS, Fundinventar.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit dem Schutz von Kulturgütern unter Wasser und den rechtlichen sowie praktischen Herausforderungen, die mit der Bewahrung dieser maritimen Hinterlassenschaften verbunden sind.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Die Themenfelder umfassen die Definition von Kulturgütern, die Identifikation von Gefahren, Schutzkonzepte vor Ort und die komplexe rechtliche Lage in deutschen Gewässern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, einen Überblick über die Gefahrenlage für submarine Kulturgüter zu geben und die bestehenden rechtlichen Defizite in Deutschland im Vergleich zu internationalen Abkommen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Es handelt sich um eine literaturgestützte Analyse, die archäologische Forschungsergebnisse mit rechtlichen Rahmenbedingungen und Fallbeispielen aus der Region Nord- und Ostsee verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Gefahrenanalyse, eine Darstellung von Schutzmaßnahmen und eine detaillierte Erörterung der rechtlichen Fragestellungen unter Berücksichtigung des Seevölkerrechts.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Unterwasserarchäologie, Kulturerbe, UNESCO-Konvention, Denkmalschutz und Seevölkerrecht.

Warum ist eine Unterscheidung zwischen Territorialgewässern und der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) so wichtig?

Weil in diesen Zonen unterschiedliche nationale Gesetze und internationale Regelungen greifen, was die rechtliche Zuständigkeit und Durchsetzung von Schutzmaßnahmen maßgeblich beeinflusst.

Welche Rolle spielt die UNESCO-Konvention von 2001 für Deutschland?

Deutschland hat diese Konvention bisher nicht ratifiziert, was zu einem Mangel an einer spezifisch zuständigen nationalen Behörde für den Denkmalschutz in der Ausschließlichen Wirtschaftszone führt.

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Detalles

Título
Rechtliche Bedingungen für den Denkmalschutz bei Kulturgütern unter Wasser
Universidad
University of Münster  (Historisches Seminar, Abteilung für Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie)
Curso
Die Besiedlung der Nordseeküste seit dem Mesolitikum
Calificación
1,2
Autor
Christian E. Schulz (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
18
No. de catálogo
V156571
ISBN (Ebook)
9783640769285
Idioma
Alemán
Etiqueta
Völkerrecht kulturelles Erbe UNESCO-Konvention Unterwasserarchäologie Bundesamtes für Seeschiffahrt und Hydrographie Bergungsunternehmer Denkmalschutzgesetze Bergungsrecht Espoo-Konvention
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Christian E. Schulz (Autor), 2010, Rechtliche Bedingungen für den Denkmalschutz bei Kulturgütern unter Wasser, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/156571
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