Was tun wir, wenn wir den Kindern und Deutschlernende die kleine Wörter der, die, das oder ein oder eine vorstellen? Wir können natürlich von der bestimmten und unbestimmten Artikel erzählen aber wie weit können die Kindern und die Deutschlernende sich darunter vorstellen?
Wir können einmal vor der Klasse ein Glas auf dem Tisch stellen und weisen mit einer Geste darauf hin: Dort steht ein Glas. Ist das Glas unbestimmt, das wir konkret vor uns sehen? Und ist e deutlicher bestimmt, wenn wir sagen: Dort steht das Glas? Wenn man etwas logisch denkt, würde man sagen: ich sehe doch das Glas und wie kann das Glas ein unbestimmtes Artikel sein?
Harald Weinrich spricht von einem anaphorischen ('rückwirkenden) bzw. einem kataphorischen ('vorausverweisenden') Artikel. Der anaphorische (bestimmte) Artikel ist eine Anweisung des Sprechers an den Hörer, für das mit dem Artikel....verbundene Nomen
Inhaltsverzeichnis
0. Vorwort
1. Artikel
1.1 Der Artikel in den anderen Sprachen
1.2 Bestimmter Artikel
1.3 Unbestimmter Artikel
1.4 Nullartikel
2. Gebrauch des Artikels
2.1 Kanzlei- und Gerichtssprache sowie Journalisten – und Kritikerjargon
2.2 Verwandtschaftsnamen
2.3. Personnamen
2.4. Ländernamen
2.5. Wortpaare
2.6 Präpositionen
3. Nichtgebraucht des Artikels
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, einen fundierten Überblick über das System der Artikel im Deutschen zu geben, um Deutschlernenden und Lehrenden das Verständnis für die Verwendung von bestimmten, unbestimmten und Nullartikeln zu erleichtern.
- Systematik der drei Artikelformen: Bestimmter Artikel, unbestimmter Artikel und Nullartikel.
- Funktionsweise und Bedeutung des Artikelgebrauchs in verschiedenen sprachlichen Kontexten.
- Besonderheiten bei Eigennamen, Personennamen und geografischen Bezeichnungen.
- Einfluss von Präpositionen und stilistischen Jargons auf die Artikelsetzung.
- Vergleich der Artikelstrukturen zwischen dem Deutschen und anderen ausgewählten Sprachen.
Auszug aus dem Buch
1. Artikel
Was tun wir, wenn wir den Kindern und Deutschlernende die kleine Wörter der, die, das oder ein oder eine vorstellen? Wir können natürlich von der bestimmten und unbestimmten Artikel erzählen aber wie weit können die Kindern und die Deutschlernende sich darunter vorstellen?
Wir können einmal vor der Klasse ein Glas auf dem Tisch stellen und weisen mit einer Geste darauf hin: Dort steht ein Glas. Ist das Glas unbestimmt, das wir konkret vor uns sehen? Und ist e deutlicher bestimmt, wenn wir sagen: Dort steht das Glas? Wenn man etwas logisch denkt, würde man sagen: ich sehe doch das Glas und wie kann das Glas ein unbestimmtes Artikel sein?
Harald Weinrich spricht von einem anaphorischen ('rückwirkenden) bzw. einem kataphorischen ('vorausverweisenden') Artikel. Der anaphorische (bestimmte) Artikel ist eine Anweisung des Sprechers an den Hörer, für das mit dem Artikel....verbundene Nomen rückläufig zum Textverlauf geeignete Determinanten in den Vorinformation zu suchen. Von einem kataphorischen (unbestimmten) Artikel erhält der Hörer die Gegenanweisung. Er soll nun nach geeigneten Determinanten für das betreffende Normen nicht in der Vorinformation suchen, sondern diese von der ihm noch unbekannten Nachinformation erwarten (Weinreich, 1993, S. 410)
Zusammenfassung der Kapitel
0. Vorwort: Einleitende Worte zur Struktur der Arbeit, die die drei Artikelformen sowie deren Gebrauch und Nichtgebrauch thematisiert.
1. Artikel: Theoretische Einführung in die Funktion und Bedeutung des bestimmten sowie unbestimmten Artikels unter Einbezug linguistischer Perspektiven.
1.1 Der Artikel in den anderen Sprachen: Überblick über die Variabilität der Artikelsysteme in germanischen, romanischen und weiteren Sprachfamilien.
1.2 Bestimmter Artikel: Erläuterung der identifizierenden Funktion des bestimmten Artikels bei Objekten und Eigennamen.
1.3 Unbestimmter Artikel: Analyse der verallgemeinernden Funktion des unbestimmten Artikels sowie dessen Verwendung in spezifischen Konstruktionen.
1.4 Nullartikel: Definition des Nullartikels als Ersatzform in Fällen, in denen keine nähere Bestimmung des Nomens vorliegt.
2. Gebrauch des Artikels: Untersuchung der verschiedenen Anwendungsbereiche, in denen der Artikelgebrauch speziellen Konventionen unterliegt.
2.1 Kanzlei- und Gerichtssprache sowie Journalisten – und Kritikerjargon: Darstellung der Abweichungen vom allgemeinen Sprachgebrauch in fachsprachlichen Kontexten.
2.2 Verwandtschaftsnamen: Erklärung, warum bei familiären Bezeichnungen der Artikel häufig entfällt.
2.3. Personnamen: Aufzeigen der Regel, dass Personennamen meist ohne Artikel gebraucht werden, sofern kein Titel vorangestellt ist.
2.4. Ländernamen: Zusammenfassung der Handhabung des Artikelgebrauchs bei politischen Bezeichnungen.
2.5. Wortpaare: Analyse der Artikellosigkeit bei formelhaften Verbindungen durch Präpositionen.
2.6 Präpositionen: Erläuterung des Nichtgebrauchs bei allgemeinen Präpositionalfügungen.
3. Nichtgebraucht des Artikels: Abschließende Zusammenfassung der Bedingungen, unter denen im Deutschen grundsätzlich auf den Artikel verzichtet wird.
Schlüsselwörter
Deutsche Grammatik, bestimmter Artikel, unbestimmter Artikel, Nullartikel, Artikelgebrauch, anaphorisch, kataphorisch, Personennamen, Ländernamen, Präpositionen, Nominalphrase, Wortpaare, Sprachvergleich, Linguistik, Deutsch als Fremdsprache.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Systematik und die spezifischen Regeln des Gebrauchs von Artikeln (bestimmt, unbestimmt und Nullartikel) in der deutschen Sprache.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die theoretischen Definitionen der Artikel, deren Anwendung in unterschiedlichen sozialen und stilistischen Kontexten sowie die Bedingungen für ihren Nichtgebrauch.
Was ist das primäre Ziel dieser Arbeit?
Das Ziel ist es, Lehrenden und Lernenden eine Orientierungshilfe an die Hand zu geben, um die Komplexität der deutschen Artikelsetzung besser zu durchdringen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, wobei renommierte sprachwissenschaftliche Standardwerke zur deutschen Grammatik herangezogen und erläutert werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Beschreibung der Artikelformen, deren Gebrauch in Fachjargons oder bei Eigennamen sowie eine systematische Darstellung des Nullartikels.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Deutsche Grammatik, Artikelgebrauch, anaphorische Verweise und Nullartikel geprägt.
Wie unterscheidet sich der anaphorische vom kataphorischen Artikel nach Weinreich?
Der anaphorische (bestimmte) Artikel verweist auf Vorinformationen im Text, während der kataphorische (unbestimmte) Artikel auf noch kommende Informationen vorausweist.
Warum wird in der Kanzlei- oder Gerichtssprache oft auf den Artikel verzichtet?
In diesen Fachsprachen wird der Artikel bei bestimmten Rollenbezeichnungen wie „Zeuge“ oder „Kläger“ oft weggelassen, was eine bewusste Abweichung vom allgemeinen Sprachgebrauch darstellt.
Wann tritt der Nullartikel im Plural auf?
Der Nullartikel tritt im Plural immer dann auf, wenn der unbestimmte Artikel im Singular verwendet werden würde, da es für den unbestimmten Artikel keinen Plural gibt.
Wie beeinflussen nähere Bestimmungen den Artikelgebrauch?
Sobald ein Nomen durch ein Adjektiv, ein Genitivattribut oder einen Relativsatz näher bestimmt wird, ist in der Regel ein Artikel erforderlich, auch wenn es ohne diese Bestimmung ein Nullartikel wäre.
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- Dr. phil. M.A Mehmet Metin (Autor), 2010, Die Schwierigkeiten des Artikels in der deutschen Grammatik , Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/156669