Diese Studienarbeit entstand im Tutorium zur allgemeinen Betriebswirtschaftslehre im Rahmen des Studiums EMTA an der FH Salzburg. Ziel der Arbeit ist neben dem Inhalt auch die Beschäftigung mit der Thematik wissenschaftlichen Arbeitens.
Gemeinsam mit den Werken unserer Klassenkollegen bildet diese Arbeit eine interessante Sammlung von Studienarbeiten zu betriebswirtschaftlichen Randthemen, die dem innovativen und modernen Ansatz einer Fachhochschule sehr gut gerecht werden, und die auch für die Studenten überaus spannend sind.
Inhaltlich behandeln die folgenden Seiten den großen Themenbereich des interkulturellen Managements. Neben der Darstellung wichtiger theoretischer Ansätze haben wir uns auch dem konkreten Umgang mit Interkulturalität in der Tourismuswirtschaft gewidmet.
Als besonders interessant haben wir den modernen interkulturellen Ansatz des Diversity Managements empfunden, und haben uns im Praxisbezug auf diesen konzentriert.
Neben den angegebenen Quellen haben wir versucht, auch unsere eigenen Erfahrungen und Beobachtungen in diese Arbeit mit einfließen zu lassen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Was ist Kultur?
2.1 Was ist Unternehmenskultur?
2.2 Kulturtypen
2.3 Kulturschock
3 Interkulturelle Kompetenz
3.1 Faktoren für den interkulturellen Erfolg
3.2 Kultureller Relativismus
4 Interkulturelle Kommunikation
4.1 Der Kommunikationsprozesses
4.2 Komponenten interkultureller Kommunikation
4.3 Low- & High Context Kommunikation
5 Internationales Personalmanagement
5.1 Internationale Personalmanagementstrategien
5.2 Interkulturelle Anforderungsprofile
5.3 Schlüsselqualifikationen im Detail
5.4 Interkulturelle Mitarbeiterführung
5.5 Führungsstile im internationalen Kontext
5.6 Interkulturelle Verhandlungsführung
6 Diversity Management
6.1 Zentrale Punkte des Diversity Management
6.2 Diversity Management in der Praxis
7 Konfliktlösung & -prävention durch Interkulturelles Management
7.1 Konflikte auf Unternehmensbasis
7.2 Konflikte in interkulturellen Teams
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Relevanz des interkulturellen Managements und des modernen Diversity Managements in einem globalisierten Wirtschaftsumfeld, mit besonderem Fokus auf die Tourismusbranche und die Herausforderungen bei Fusionen und der Mitarbeiterführung.
- Grundlagen des Kulturbegriffs und bekannte Kulturtheorien.
- Interkulturelle Kommunikation und deren erfolgreiche Gestaltung.
- Anforderungen an internationales Personalmanagement und Führung.
- Anwendung und Vorteile von Diversity Management in der Unternehmenspraxis.
- Strategien zur Konfliktlösung und -prävention in internationalen Kontexten.
Auszug aus dem Buch
Low- & High Context Kommunikation
In der Kommunikationsform verschiedener Kulturen kann man ganz grundsätzlich zwischen Low-Context und High-Context Kommunikation unterscheiden. Der Amerikaner Hall zeigte auf, dass individualistische Kulturen explizite (eindeutige) Aussagen machen (=Low-Context Kommunikation). In kollektivistischen Kulturen, in denen harmonische Beziehungen einen hohen Stellenwert haben, ist hingegen High-Context Kommunikation vorherrschend, in der nicht ohne Umschweifungen direkt das gesagt wird, was man denkt oder fühlt. Die Aussagen sind hier oft zweideutig.
Wenn beispielsweise ein Schweizer, ein Engländer und ein Japaner im selben Restaurant eine Speise bestehend Salat, Kartoffeln und Fleisch konsumieren wobei das Fleisch zu lange angebraten wurde, so könnten sich auf Basis der jeweiligen Kommunikationskulturen folgende Unterschiede in der Reaktion ergeben:
Der Schweizer würde vermutlich das Fleisch kritisieren, über den Rest kein Wort verlieren. Der Engländer würde das Fleisch kritisieren, abschwächend aber gleichzeitig den Salat und die Kartoffeln loben. Der Japaner würde (nicht von sich selbst aus sondern nur auf eine Frage des Personals hin) Salat und Kartoffeln loben, über das Fleisch aber kein Wort verlieren. Im japanischen Dialog wäre ganz klar, dass mit dem Fleisch etwas nicht in Ordnung und der Kunde darüber unzufrieden war.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit von interkulturellem Management aufgrund von Globalisierung und EU-Osterweiterung, insbesondere in der Tourismusbranche.
2 Was ist Kultur?: Dieses Kapitel definiert Kultur als System von Werten und Normen und stellt verschiedene theoretische Modelle zur Klassifizierung vor.
3 Interkulturelle Kompetenz: Hier werden die Fähigkeiten und Lernprozesse beschrieben, die notwendig sind, um interkulturelle Begegnungen erfolgreich zu gestalten.
4 Interkulturelle Kommunikation: Das Kapitel analysiert den Kommunikationsprozess und die Bedeutung von Low- und High-Context-Kommunikation für das gegenseitige Verständnis.
5 Internationales Personalmanagement: Es werden Strategien und Anforderungen für Personalmanagement und Führung in internationalen Unternehmen dargelegt.
6 Diversity Management: Dieses Kapitel erläutert den Diversity-Ansatz als umfassenderes Managementkonzept und zeigt Praxisbeispiele, etwa bei der Lufthansa AG.
7 Konfliktlösung & -prävention durch Interkulturelles Management: Hier werden Ursachen für Konflikte bei grenzüberschreitender Tätigkeit analysiert und Methoden zu deren Lösung vorgestellt.
Schlüsselwörter
Interkulturelles Management, Diversity Management, Kulturtheorien, Unternehmenskultur, Interkulturelle Kommunikation, Low-Context, High-Context, Globalisierung, Internationales Personalmanagement, Führungskorridor, Konfliktlösung, Tourismuswirtschaft, Lufthansa AG, interkulturelle Kompetenz, Kulturschock.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Bedeutung des interkulturellen Managements in Zeiten fortschreitender Globalisierung, insbesondere für die Unternehmensführung und die Tourismusbranche.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zentrale Themen sind die Grundlagen von Kultur, interkulturelle Kommunikation, internationales Personalmanagement, der Diversity-Ansatz und der Umgang mit Konflikten in interkulturellen Teams.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, theoretische Ansätze zur Interkulturalität mit der praktischen Anwendung im Management zu verknüpfen und die Relevanz des Diversity Managements hervorzuheben.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Autoren nutzen eine Kombination aus Literaturanalyse theoretischer Konzepte sowie die Darstellung von Praxisbeispielen, insbesondere durch die Fallstudie der Lufthansa AG.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen wie Kulturmodelle (Hofstede, Hall etc.), Methoden der Kommunikation, Führungsaspekte im internationalen Kontext und konkrete Konzepte des Diversity Managements.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Interkulturelles Management, Diversity Management, interkulturelle Kompetenz, Unternehmenskultur und globale Geschäftsbeziehungen.
Was macht das Diversity Management für Unternehmen so attraktiv?
Es ermöglicht die Nutzung der Vielfalt von Mitarbeitern als Erfolgsfaktor, fördert Innovation und Kreativität und wird als modernerer Ansatz im Vergleich zum traditionellen interkulturellen Management gesehen.
Wie unterscheidet sich die High-Context von der Low-Context Kommunikation?
In Low-Context Kulturen ist Kommunikation explizit und direkt, während in High-Context Kulturen Botschaften oft indirekt und durch den Kontext sowie soziale Harmonie geprägt sind.
- Citar trabajo
- Stefan Reindl (Autor), Stephanie Staudinger (Autor), 2006, Interkulturelles Management und Diversity Management, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/156684