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Führungsstil: Sind Männer und Frauen anders?

Title: Führungsstil: Sind Männer und Frauen anders?

Term Paper (Advanced seminar) , 2009 , 18 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Matthias Müller (Author)

Gender Studies
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Der Titel der Arbeit „Führungsstil: Sind Männer und Frauen anders?“ bedarf zunächst einer genaueren Erklärung. Kann die Frage, ob Frauen anders als Männer führen bejaht werden, impliziert das einen anderen Führungsstil von Frauen. Ihre Art der zielbezogenen Einflussnahme müsste also eine andere sein als die bei männlichen Führungspersonen. Die sich daraus ergebenden unterschiedlichen Verhaltensweisen in bestimmten Managementsituationen wären ein messbarer Beweis für einen anderen Führungsstil. Außerdem müsste ein überwiegender Teil der weiblichen Führungspersonen diese Abweichung betreffen. Außerdem stellt sich die Frage, ob die in der Literatur vielfach aufgelisteten Eigenschaften einer Führungsperson bei männlichen und weiblichen Führungskräften tatsächlich unterschiedlich sind oder ob sie bei den verschiedenen Geschlechtern nur unterschiedlich stark ausgeprägt sind.

Diese Arbeit befasst sich mit den oben genannten Fragen, gibt Aufschluss über die Realität in Form einer objektiven Betrachtung des Managementverhaltens beider Geschlechter anhand mehrerer aktuellen Studien. Darüber hinaus wird als erstes die grundlegende Frage geklärt was überhaupt Führung ausmacht und was es für Führungsstile gibt.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Führung – Was ist das?

3. Führungsstile

4. Gibt es einen geschlechtsspezifischen Führungsstil?

4.1. Die Gleichheitstheorie

4.2. Die Differenztheorie

4.3. Das Androgyniekonzept

4.4. Die Dekonstruktion

5. Führungsstil in Deutschland – Eine Bestandsaufnahme

6. Frauen in der Minderheit – Wege zu einer Chancengleichheit?

7. Resümee

8. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die wissenschaftliche Fragestellung, ob ein geschlechtsspezifischer Führungsstil existiert und ob Frauen anders führen als Männer. Dabei wird der Fokus auf eine objektive Analyse des Managementverhaltens beider Geschlechter gelegt, um Stereotype zu hinterfragen und die Realität in Führungspositionen zu beleuchten.

  • Grundlagen von Führung und verschiedene Führungsstile
  • Gegenüberstellung von Gleichheits- und Differenztheorien
  • Rolle von Androgynie und Dekonstruktion bei der Zuschreibung von Führungseigenschaften
  • Analyse des deutschen Führungsstils anhand aktueller Studien
  • Untersuchung von Barrieren für Frauen in Spitzenpositionen

Auszug aus dem Buch

4.2. Die Differenztheorie

Die Differenztheorie geht davon aus, Männer und Frauen seien grundlegend unterschiedlich. Es gibt weibliche Stärken, die die männlichen Führungskräfte nicht erwerben können und auch nicht besitzen, da sie derart geschlechtsspezifisch sind. Deswegen, so heißt es, sind weibliche Führungskräfte für die Wirtschaft unverzichtbar [vgl. Neuberger (2002, S. 783)]. Wenn dies zutreffen würde, dann müsste der Großteil der weiblichen Führungskräfte die in einer gleichen betrieblichen Situation steckten wie die männlichen Führungskräfte einen anderen Führungsstil aufweisen. Selbsteinschätzungen von Frauen und Männern belegen diese Annahme nur an der Oberfläche, bei genauerer Betrachtung kann diese Annahme nicht aufrecht erhalten werden. In der Studie „Führen in der Krise – Führung in der Krise?“, bei der 267 Führungskräfte teilgenommen hatten und von der Akademie für Führungskräfte der Wirtschaft GmbH 2003 veröffentlicht wurde, verdeutlicht das Selbstbild von Führungskräften. Die Grundgesamtheit, 71 % männliche Führungskräfte und 28 % weibliche Führungskräfte, entspricht in etwa der Verteilung von Männern und Frauen in Führungspositionen in Deutschland [vgl. Die Akademie (2003, S. 25)]. Auf die Frage ob Frauen prinzipiell anders führen als Männer, stimmten 75,9 % der Befragten zu. Interessanterweise nehmen 88,9 % der befragten Frauen einen Unterschied wahr zu ihrem Führungsstil und nur 70,6 % der männlichen Führungskräfte nehmen einen Unterschied zum weiblichen Führungsstil war [vgl. Die Akademie (2003, S. 14)]. Dieses Ergebnis allein würde die Differenztheorie voll bestätigen und die Stereotypbildung von Führungskräften unterstreichen. Aber werden weitere Umfrageergebnisse der Studie eingehender betrachtet, wird deutlich, dass über die wichtigsten Kompetenzen einer Führungskraft in Krisenzeiten bei beiden Geschlechtern nahezu Einigkeit herrscht. In der folgenden Abbildung die auf der nächsten Seite zu sehen ist, sind die Ergebnisse der Studie zur Frage: „Welche Kompetenzen sind in Krisenzeiten für eine Führungskraft besonders wichtig?“ dargestellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Debatte um geschlechtsspezifische Führungsstile und Präsentation der zentralen Fragestellung der Arbeit.

2. Führung – Was ist das?: Definition und theoretische Herleitung des Führungsbegriffs als soziales Phänomen.

3. Führungsstile: Übersicht und tabellarische Beschreibung der wichtigsten Führungsstile wie Laisser-faire, Autoritär oder Kooperativ.

4. Gibt es einen geschlechtsspezifischen Führungsstil?: Theoretische Analyse anhand von Gleichheitstheorie, Differenztheorie, Androgyniekonzept und Dekonstruktion.

5. Führungsstil in Deutschland – Eine Bestandsaufnahme: Analyse der deutschen Führungskultur mit Fokus auf aufgabenorientiertes Verhalten und zukünftige Anforderungen.

6. Frauen in der Minderheit – Wege zu einer Chancengleichheit?: Untersuchung der Unterrepräsentanz von Frauen in deutschen Führungspositionen und der zugrunde liegenden Ursachen.

7. Resümee: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Bereich Führung.

8. Literaturverzeichnis: Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Studien.

Schlüsselwörter

Führungsstil, Geschlechterforschung, Managementverhalten, Gleichheitstheorie, Differenztheorie, Androgynie, Dekonstruktion, Führungskräfte, Chancengleichheit, Karrierehindernisse, Soft Skills, Frauenquote, Unternehmensführung, Aufsichtsrat, Personalpolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob es wissenschaftlich belegbare Unterschiede im Führungsverhalten von Männern und Frauen gibt und hinterfragt gängige Geschlechterstereotype im Management.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder umfassen die Definition von Führung, die Analyse verschiedener Führungsstile, die theoretische Debatte über Geschlechterunterschiede sowie die aktuelle Situation von Frauen in deutschen Führungspositionen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu klären, ob die Annahme eines „weiblichen“ oder „männlichen“ Führungsstils haltbar ist oder ob Führung primär von individuellen Persönlichkeitsmerkmalen abhängt.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die verschiedene empirische Studien, Metaanalysen und theoretische Ansätze der Sozialökonomie und Geschlechterforschung auswertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert theoretische Ansätze (Gleichheit, Differenz, Androgynie, Dekonstruktion) und verknüpft diese mit einer Bestandsaufnahme der deutschen Führungskultur sowie der Analyse der Frauenunterrepräsentanz in Unternehmen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind insbesondere Führungsstil, Chancengleichheit, Geschlechterstereotype, Managementverhalten, Soft Skills und Diskriminierung.

Warum gibt es laut Arbeit so wenige Frauen in Führungspositionen?

Als Hauptursachen werden Vorurteile, diskriminierende Praktiken männlicher Entscheider sowie das Phänomen der „homosozialen Reproduktion“ identifiziert.

Welche Rolle spielen „Soft Skills“ für die zukünftige Führung?

Studien deuten darauf hin, dass Eigenschaften wie Teamfähigkeit, Einfühlungsvermögen und Fairness – oft als „weiblich“ codiert – für Führungskräfte der Zukunft essenziell sind.

Welche Bedeutung hat das „Androgyniekonzept“ in dieser Untersuchung?

Das Konzept überwindet künstliche Geschlechtergegensätze, indem es feststellt, dass erfolgreiche Führungskräfte über sowohl männlich als auch weiblich definierte Eigenschaften verfügen können.

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Details

Title
Führungsstil: Sind Männer und Frauen anders?
College
University of Hohenheim  (Lehrstuhl für Haushalts- und Konsumökonomik sowie Genderökonomik)
Course
Referat im Rahmen des Seminars „Sozialökonomischer Hauptseminar“
Grade
1,3
Author
Matthias Müller (Author)
Publication Year
2009
Pages
18
Catalog Number
V156914
ISBN (eBook)
9783640703418
ISBN (Book)
9783640703982
Language
German
Tags
Führungsstil Gleichheitstheorie Differenztheorie 4.3. Das Androgyniekonzept Die Dekonstruktion
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Matthias Müller (Author), 2009, Führungsstil: Sind Männer und Frauen anders?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/156914
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