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Was ist guter Frontalunterricht?

Titre: Was ist guter Frontalunterricht?

Mémoire d'Examen Intermédiaire , 2007 , 27 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Franziska Dedow (Auteur)

Pédagogie - Pédagogie pour écoles
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Besonders durch die PISA-Studien und das nur durchschnittliche Abschneiden der deutschen Schüler wurde die Diskussion über die effektivsten Unterrichtsmethoden wieder aufgenommen. Es gibt eine große Methodenvielfalt um den Unterricht gut und abwechslungsreich zu gestalten, angefangen von selbstorganisierten Lernformen sowie strukturierten offenen Unterricht oder dem Laisser-faire-Unterricht bis hin zu traditionellen Unterrichtsformen. Jedoch wird der traditionelle Frontalunterricht oft als nicht mehr zeitgemäß gegenüber den modernen Unterrichtsmethoden, wie zum Beispiel dem Gruppenunterricht angesehen. Es gibt zahlreiche kreative und produktive Unterrichtspraktiken, um Informationen und Wissen an die Schülerinnen und Schüler zu vermitteln, als den Frontalunterricht. Der Begriff des Frontalunterrichtes wird häufig negiert von Lehrkräften, obwohl der frontale Unterricht die häufigst angewandte Methode im Unterricht ist. Ewald Terhart erklärt die Diskussion und Kontroverse über den Frontalunterricht sehr passend: „Gleichwohl dominiert auch heute noch immer der Frontalunterricht- obwohl er zu denjenigen Unterrichtsmethoden gehört, die von theoretischer Seite auch weiterhin am heftigsten bekämpft wird!“
Viele Pädagogen sind sich einig, dass es nicht immer ausreichend ist, nur eine Lernform anzuwenden. Aus diesem Grund beschäftigt sich die Arbeit nicht nur mit der Methode des Frontalunterrichtes, sondern wirft auch einen Blick auf andere Unterrichtsmethoden.
Damit verständlich wird, was im Allgemeinen unter gutem Unterricht zu verstehen ist, werden als erstes die zehn Merkmale guten Unterrichts basierend auf Hilbert Meyer vorgestellt. Die Frage, was wir eigentlich unter Frontalunterricht verstehen, wird geklärt. Des Weiteren ist es notwendig, die didaktischen Funktionen des Frontalunterrichtes vorzustellen. Hierbei dienen die sieben Grundfunktionen von Herbert Gudjons als Grundlage. Weiterhin wird aufgezeigt, dass der traditionelle Frontalunterricht nicht nur Nachteile hat, sondern durchaus auch Vorteile besitzt. Der so genannte integrierte Frontalunterricht wird in Kapitel 5 vorgestellt.
All diese Kapitel sollen abschließend die Frage „Was ist guter Frontalunterricht?“ beantworten. Anhand einer selbst entwickelten Unterrichtssequenz wird beispielhaft gezeigt, wie die Lehrkraft den Frontalunterricht günstig nutzen kann und was beachtet werden muss, um guten Frontalunterricht durchzuführen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was sind Merkmale guten Unterrichts?

3. Was ist Frontalunterricht?

4. Sieben didaktische Grundfunktionen des Frontalunterrichts

5. Vor- und Nachteile des traditionellen Frontalunterrichts

6. Ein neue Form: der integrierte Frontalunterricht

7. Was ist guter Frontalunterricht?

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die kritische Debatte um den Frontalunterricht im Kontext moderner pädagogischer Anforderungen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie der Frontalunterricht durch didaktische Einbettung in offene Unterrichtsformen als "integrierter Frontalunterricht" sinnvoll und effektiv zur Wissensvermittlung genutzt werden kann.

  • Merkmale guten Unterrichts nach Hilbert Meyer
  • Historische Entwicklung und Definition des Frontalunterrichts
  • Didaktische Grundfunktionen nach Herbert Gudjons
  • Gegenüberstellung von Vor- und Nachteilen traditioneller Methoden
  • Konzeption des integrierten Frontalunterrichts

Auszug aus dem Buch

3. Was ist Frontalunterricht?

Laut Karl Heinz Flechsig ist Frontalunterricht „in europäischen wie außereuropäischen Schulen aller Art die am weitesten verbreitete Unterrichtsform“12. In einer Studie von 1977, die untersucht hat, welche Unterrichtsformen am meisten verwendet werden, führt der Frontalunterricht mit 77 % gegenüber dem Gruppenunterricht (8%), der Klassenkooperation (3%), der Partnerarbeit (3%) und der Einzelarbeit (10%).13 Aber was bezeichnet der Begriff Frontalunterricht eigentlich, wann wurde er erfunden und in den Schulen regelmäßig praktiziert?

Die Quellen besagen, dass der Frontalunterricht die älteste Form des Unterrichtens sei und die Spuren bis in die Antike zurückreichten.14 Hilbert Meyer dagegen vermutet, dass es diese Sozialform schon seit ca. 4000 Jahren gäbe. Als Grund für seine Vermutung nennt er Schularbeiten auf Tontäfelchen, die bei Ausgrabungen im Zweistromland gefunden worden sind.15 Herbert Gudjons wiederum markiert die Geburtsstunde des Frontalunterrichtes erst im 17. Jahrhundert. Johann Amos Comenius, der als erster bedeutender Pädagoge betitelt werden kann, beschäftigte sich mit den Methoden, mit denen man eine große Menge von Schülerinnen und Schülern am geeignetesten unterrichten kann.

„Der Lehrer soll zu niemanden besonders hingehen und nicht dulden, dass einer besonders zu ihm komme, sondern auf dem Katheder bleibe (wo er von allen gesehen und gehört werden kann) und wie die Sonne seine Strahlen überall verbreiten. Aber alle sollen ihm Auge, Ohr und alle Aufmerksamkeit zuwenden und alles übernehmen, was er vorträgt, vormacht oder vorschreibt. So trifft man nicht nur zwei, sondern viele Fliegen mit einem Schlag.“16

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Kontroverse um den Frontalunterricht in Deutschland, motiviert durch PISA-Ergebnisse und den Bedarf an Methodenvielfalt.

2. Was sind Merkmale guten Unterrichts?: Dieses Kapitel stellt die zehn Merkmale guten Unterrichts nach Hilbert Meyer vor, die als theoretische Basis für die Bewertung effektiver Lehrmethoden dienen.

3. Was ist Frontalunterricht?: Hier wird die historische Einordnung und der Begriff des Frontalunterrichts analysiert, wobei verschiedene pädagogische Definitionen diskutiert werden.

4. Sieben didaktische Grundfunktionen des Frontalunterrichts: Es werden die sieben von Herbert Gudjons formulierten Grundfunktionen dargelegt, die einen qualitativen Rahmen für den frontalen Unterricht setzen.

5. Vor- und Nachteile des traditionellen Frontalunterrichts: Das Kapitel bietet eine kritische Abwägung der Stärken (Effizienz, Kontrolle) und Schwächen (Passivität, mangelnde Individualisierung) des traditionellen Modells.

6. Ein neue Form: der integrierte Frontalunterricht: Einführung des Konzepts des integrierten Frontalunterrichts, bei dem instruktive Phasen durch offene Unterrichtsformen ergänzt werden.

7. Was ist guter Frontalunterricht?: Anhand eines Praxisbeispiels zum Thema "Werbung" wird illustriert, wie Lehrkräfte den Frontalunterricht in eine Unterrichtssequenz einbetten können.

8. Fazit: Die Arbeit schließt mit dem Resümee, dass Frontalunterricht in seiner integrierten Form unverzichtbar ist, sofern er didaktisch sinnvoll geplant wird.

Schlüsselwörter

Frontalunterricht, Guter Unterricht, Didaktik, Hilbert Meyer, Herbert Gudjons, Integrierter Frontalunterricht, Unterrichtsmethoden, Sozialformen, Lehrervortrag, Unterrichtsplanung, Pädagogik, Lernprozesse, Methodenvielfalt, Schulpflicht, Kompetenzförderung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der aktuellen Rolle des Frontalunterrichts im Schulalltag und untersucht, wie dieser trotz der Kritik durch moderne pädagogische Ansätze sinnvoll und "gut" gestaltet werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder sind die Merkmale guten Unterrichts, die didaktischen Grundfunktionen, der historische Kontext des Frontalunterrichts sowie der Übergang zum integrierten Modell.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Frage zu beantworten, was "guter Frontalunterricht" ausmacht und wie dieser durch eine geschickte Integration in offene Lernphasen zur effektiven Wissensvermittlung beiträgt.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse führender Pädagogen wie Hilbert Meyer und Herbert Gudjons sowie auf die methodische Konstruktion einer Beispiel-Unterrichtssequenz.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst eine theoretische Begriffsbestimmung, eine detaillierte Analyse der Vor- und Nachteile der Sozialform sowie die praktische Erläuterung des integrierten Frontalunterrichts.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Frontalunterricht, Didaktik, Methodenvielfalt, integrierter Frontalunterricht und die Ansätze von Meyer und Gudjons.

Warum wird der integrierte Frontalunterricht als notwendig erachtet?

Er wird als notwendig erachtet, da er die Effizienz des Lehrervortrags mit den Vorteilen selbstständiger Schülerarbeit (wie Partner- oder Gruppenarbeit) kombiniert und somit ein umfassenderes methodisches Arrangement ermöglicht.

Wie spielt das Beispiel "Werbung" eine Rolle für die Argumentation?

Das Beispiel verdeutlicht, dass theoretische Grundlagen durch gezielten Lehrervortrag vermittelt werden können, während die Anwendung des Wissens in anschließenden offenen Phasen erfolgt, was die Theorie der Integration praktisch untermauert.

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Résumé des informations

Titre
Was ist guter Frontalunterricht?
Université
University of Potsdam
Note
2,0
Auteur
Franziska Dedow (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
27
N° de catalogue
V157452
ISBN (ebook)
9783640698677
ISBN (Livre)
9783640698820
Langue
allemand
mots-clé
Frontalunterricht Hilbert Meyer Unterrichtsmethoden Unterrichtssequenz Merkmale guten Unterrichts Methodenvielfalt Methoden frontaler Unterricht Lernform
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Franziska Dedow (Auteur), 2007, Was ist guter Frontalunterricht?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/157452
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Extrait de  27  pages
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