Eine sich immer schneller verändernde Gesellschaft verlangt von dem Beschäftigen im Beruf eine flexible und umgehende Anpassung an die gestiegenen Anforderungen. Um auf diese Anforderungen optimal vorbereitet zu sein, bie-ten sich moderne Instruktionsdesign-Modelle, im Besonderen das Four-Component Instructional Design Modell (4CID-Modell), an. Das 4CID-Modell wurde von Van Merriënboer speziell für ein Training von komplexen kognitiven Fähigkeiten entwickelt. (vgl. Bastiaens, Deimann, Schrader & Orth, 2008, S. 91) Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit „Bildungswissenschaftlern im Bereich der Forschung“ und zeigt den Entwurf eines Blueprint für das Erlernen komplexer Fertigkeiten.
Da es sich bei dem Bildungswissenschaftler in der Forschung um ein sehr umfangreiches Thema handelt, soll hier nur der Arbeitsbereich eines Forschers in der Empirischen Sozialforschung beschrieben werden. Zunächst wird im zweiten Kapitel das 4CID-Modell in seinen Grundlagen vorgestellt. Im dritten Kapitel folgt die Entwicklung eines Blueprint mit den Arbeitsschritten Kompetenzanalyse, Bildung von vereinfachten Annahmen und Aufgabenklassen und dem Entwurf von Lernaufgaben, Unterstützende Informationen und Just-in-time Informationen. Im vierten Kapitel werden eine theoretische Einordnung des 4CID-Modells dargestellt, lerntheoretische Überlegungen und das situierte Lernen veranschaulicht, didaktische Szenarien erklärt und unterstützende Medien beschrieben. Eine Zusammenfassung und das Fazit bilden den Schluss dieser Arbeit.
Der Text in dieser Hausarbeit ist in männlicher Form verfasst. Dies dient allein der besseren Lesbarkeit und entspricht keiner Wertung.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Grundlagen des 4CID-Modells am Beispiel eines Bildungswissenschaftlers im Bereich der Forschung
3 Praktische Anwendung des 4CID-Modells
3.1 Analyse der Kompetenz
3.2 Vereinfachte Annahmen und Aufgabenklassen
3.3 Lernaufgaben
3.4 Unterstützende Informationen
3.5 Just-in-time Informationen
4 Theoretischer Teil
4.1 Lerntheoretische Überlegungen und Aspekte des situierten Lernens in Bezug auf das 4CID-Modell
4.2 Einbeziehung des 4CID-Modells in didaktische Szenarien
4.3 Unterstützende Medien
5 Zusammenfassung und Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit hat das Ziel, am konkreten Beispiel der Tätigkeit eines Bildungswissenschaftlers in der empirischen Sozialforschung ein "Blueprint" für das Training komplexer kognitiver Fertigkeiten zu entwerfen. Dabei wird untersucht, wie die Komponenten des 4CID-Modells methodisch zur Gestaltung effektiver Lernumgebungen eingesetzt werden können.
- Grundlagen und Entwurfskomponenten des 4CID-Modells
- Durchführung einer Kompetenz- und Skill-Hierarchie-Analyse
- Strukturierung von Aufgabenklassen nach Komplexitätsgrad
- Methodik zur Einbindung didaktischer Szenarien und Medien
- Lerntheoretische Fundierung (Behaviorismus, Kognitivismus, Konstruktivismus)
Auszug aus dem Buch
3.4 Unterstützende Informationen
„Unterstützende Informationen beschreiben, wie ein Bereich organisiert ist und wie Lernaufgaben in diesem Arbeitsgebiet effektiv gelöst werden können.“ (Bastiaens, et al., 2008, S. 91) Sie stellen eine Verbindung zwischen bereits vorhandenem und neu zu erlernendem Wissen dar und dienen der Bewältigung von nicht–wiederkehrenden Fertigkeiten. Der Aufbau kognitiver Schemata wird damit unterstützt. Diese Informationen können z.B. aus Texten, Büchern und Videos bestehen und stehen vor Beginn und während des gesamten Lernprozesses dem Lernenden zur Verfügung. Für die Vermittlung der Informationen gibt es verschiedene theoretische Modelle. Die Unterstützenden Informationen beziehen sich immer auf eine bestimmte Aufgabenklasse, die Informationen werden in der nächsten Klasse als gelernt vorausgesetzt.
Als Standartmethode für das 4CID Modell wird die induktivdarlegende Methode empfohlen. Dabei wird dem Lernenden in der ersten Aufgabenklasse zunächst ein Fallbespiel und Modellvorbild dargeboten, das die mentalen Modelle der kognitiven Strategien veranschaulicht. Darauf folgt eine Erklärung der zuvor präsentierten Inhalte. (vgl. Bastiaens et al, 2008, S. 101)
Bei der Entwicklung des Blueprint für den Bildungswissenschaftler in der Forschung kann dies bedeuten, dass dem Lernenden eine schon durchgeführte Forschung mit den dafür benutzten Untersuchungsmaterialien vorgelegt wird, ein Experte erklärt ihm anschließend die Funktionsweise der einzelnen Erhebungsinstrumente am Beispiel dieser Forschung und warum welche Methoden ausgewählt wurden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz moderner Instruktionsdesign-Modelle ein und definiert das Forschungsinteresse an der Anwendung des 4CID-Modells für Bildungswissenschaftler.
2 Grundlagen des 4CID-Modells am Beispiel eines Bildungswissenschaftlers im Bereich der Forschung: In diesem Kapitel wird das von Van Merriënboer entwickelte 4CID-Modell theoretisch fundiert und auf den spezifischen Arbeitsbereich der empirischen Sozialforschung bezogen.
3 Praktische Anwendung des 4CID-Modells: Hier erfolgt der konkrete Blueprint-Entwurf, unterteilt in die Analyse von Kompetenzen, die Bildung von Aufgabenklassen sowie die Gestaltung von Lernaufgaben und Informationskomponenten.
4 Theoretischer Teil: Dieser Abschnitt ordnet das Modell in verschiedene Lerntheorien ein und beleuchtet Aspekte des situierten Lernens sowie den Einsatz didaktischer Szenarien und Medien.
5 Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit resümiert die Vorteile des 4CID-Modells für den Wissenserwerb und betont dessen Zukunftsfähigkeit durch die aktive Einbindung der Lernenden.
Schlüsselwörter
4CID-Modell, Instruktionsdesign, Bildungswissenschaft, Empirische Sozialforschung, Kompetenzanalyse, Lernaufgaben, Scaffolding, Skill-Hierarchie, Kognitivismus, Konstruktivismus, Situiertes Lernen, Didaktische Szenarien, E-Learning, Blueprint, Wissenstransfer
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung des 4CID-Modells nach Van Merriënboer, um ein Trainingskonzept für die komplexen Fertigkeiten von Bildungswissenschaftlern im Bereich der Forschung zu entwickeln.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum stehen die Strukturierung von Lernumgebungen, die Einteilung von Aufgabenkomplexitäten sowie die lerntheoretische Fundierung moderner Instruktionsdesigns.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist der Entwurf eines "Blueprints", der zeigt, wie komplexe kognitive Fähigkeiten in der Forschung systematisch erlernt und trainiert werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine deskriptive und analytische Vorgehensweise gewählt, die auf der Analyse von Fachliteratur und der praktischen Anwendung des 4CID-Modells basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die praktische Anwendung (Analyse, Aufgabenklassen, Lernmaterial) und die theoretische Einordnung in Lerntheorien sowie den Einsatz didaktischer Medien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Das 4CID-Modell, Instruktionsdesign, Kompetenzanalyse, situiertes Lernen und Blueprint-Entwurf sind die prägenden Begriffe.
Wie werden die Aufgabenklassen im Modell unterschieden?
Die Aufgabenklassen werden nach ihrem Komplexitätsgrad strukturiert, wobei die erste Klasse mit einfacheren Anforderungen beginnt und der Schwierigkeitsgrad stetig bis zur letzten Klasse ansteigt.
Warum ist das "Scaffolding" für den Lernprozess wichtig?
Das Scaffolding bietet zu Beginn eines Lernprozesses viel Unterstützung, die sukzessive abgebaut wird, um den Lernenden nicht zu überfordern und die Eigenständigkeit zu fördern.
- Citar trabajo
- Inga Piltz (Autor), 2010, Das 4CID-Modell am Beispiel "BildungswissenschaftlerIn im Bereich der Forschung", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/157775