In der folgenden Arbeit werden einige Theorien und Gedanken Wilhelm von Humboldts dargestellt.
Der erste Teil der Arbeit widmet sich einer kurzen Biographie Wilhelm von Humboldts und den in der Lehrveranstaltung referierten und diskutierten Themen. Diese sollen in einzelnen Punkten kurz erklärt und einige ausgewählte Aspekte Humboldts Ausführungen erläutert werden.
Der zweite Teil meiner Arbeit befasst sich näher mit dem von mir ausgewählten Schwerpunkt, den Themen der Sprachphilosophie und den Sprachansichten Humboldts. Diese werden hier näher erklärt und in den wesentlichen Aspekten veranschaulicht.
Die Arbeit insgesamt kann aber nur einen Einblick in die Gedanken Wilhelm von Humboldts darstellen, da seine umfassenden Theorien hier nur als Ausschnitt präsentiert werden können.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Biographie und Themenüberblick
1.1 Wilhelm von Humboldt
1.2 Bildung und Beziehung
1.3 Das Menschenbild
1.4 Bildung, Staat und Gesellschaft
1.5 Bildung - Ästhetik – Kunst
1.6 Bildungstheorie
1.7 Bildung und Individuum
1.8 Bildungsreform und Aktualität
1.9 Schloss Tegel
2. Bildung und Sprache bei Wilhelm von Humboldt
2.1 Über den Nationalcharakter der Sprachen
2.2 Sprachphilosophie
2.3 Sprache (Grammatik) und Denken
2.2.1 Grammatik des möglichen Denkens
2.2.2 Grammatik der wirklichen Rede - Verbum und Pronomen
2.3 Sprache (Lexikon) und Welt
2.3.1 Die Individualität des Wortes
2.3.2 Die Nicht-Identität der Bedeutung
2.4 Sprachliche Weltansichten
2.5 Das Problem des Verstehens
3. Literatur
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit gibt einen Einblick in das Denken Wilhelm von Humboldts, wobei der Schwerpunkt auf seiner Sprachphilosophie und seinem Verständnis der Sprache als Medium der Weltgestaltung liegt, um dessen Aktualität zu beleuchten.
- Biographische Eckpunkte und Humboldts Menschenbild
- Zusammenhang zwischen Bildung, Staat und individueller Freiheit
- Humboldts Sprachphilosophie und die Kritik am rein zweckorientierten Sprachverständnis
- Die Bedeutung von Sprache für das Denken und die Erschließung der Welt
- Aktualität humboldtscher Bildungsgedanken im modernen Hochschulkontext
Auszug aus dem Buch
2.3.1 Die Individualität des Wortes
Es stellt sich die Frage: was bedeutet ein Wort? Nach Humboldt steht das Wort zwischen dem Bild und dem Zeichen. Es hat Teil an beiden. Auch hier ist ein Verweis auf Platon sinnvoll. Durch das Wort und in ihm sind Gegenstand und Wort verschieden. Normalerweise aber werden die Momente des Wortes in Zeichen und Bild nur äußerlich getrennt, denn entscheidend ist die Vorstellung, die es hervorruft. Neben dem objektiven Teil, welcher sich auf einen Gegenstand bezieht, haben Wörter einen subjektiven Teil, der in der Auffassung liegt. Daran knüpft Humboldt an.
Nach dieser Einführung in subjektiver Auffassung und dem objektiven Gegenstand erinnert Humboldt aber an die Gedankenlosigkeit der Vorstellung, diese Trennung liege in der Sprache selbst und nicht in der Reflexion. Nach Humboldt beruht diese Trennung nur auf der Abstraktion, dass das Wort keine andere Stätte haben kann als das Denken. Das Wort gibt dem Begriff Gestaltung und sinnliche Geltung. Dies ist das Wesen des Wortes aber zugleich das des Begriffs. „Denn ein Laut, der keinen Begriff bedeutet, ist kein Wort; und die Vorstellung, die nicht durch ein Wort bestimmt wird, kein Begriff“ (Borsche 1990, S. 153). Humboldt meint, was der Mensch denken kann, kann er auch aussprechen. Die sprachlose Vorstellung eines Gegenstandes, vermag er auch nicht zu denken. Aber was der Mensch weder zu sagen noch zu denken vermag, kann kein deutlicher Gegenstand für ihn sein.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Arbeit bietet einen Einstieg in die Theorien Humboldts, unterteilt in einen biographischen Überblick und einen sprachphilosophischen Schwerpunkt.
1. Biographie und Themenüberblick: Dieses Kapitel skizziert Humboldts Lebensweg, sein Menschenbild und seine Vorstellungen zur Bildungsreform.
2. Bildung und Sprache bei Wilhelm von Humboldt: Hier wird Humboldts tiefgreifende Sprachphilosophie dargestellt, die Sprache als Medium der Welterkenntnis und des Denkens begreift.
3. Literatur: Verzeichnis der in der Seminararbeit verwendeten Quellen.
Schlüsselwörter
Wilhelm von Humboldt, Bildungstheorie, Sprachphilosophie, Weltansichten, Individualität, Sprache, Denken, Bildung, Menschenbild, Grammatik, Lexikon, Sprachstudium, Welterschließung, Bildungsreform, Identität
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit den Bildungstheorien Wilhelm von Humboldts und untersucht insbesondere den Zusammenhang zwischen Sprache, Bildung und individuellem Denken.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen umfassen die Biographie Humboldts, sein Menschenbild, seine Bildungstheorie, seine Sprachphilosophie sowie die historische und moderne Relevanz seiner Reformideen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, einen Einblick in Humboldts umfassendes Denken zu geben und aufzuzeigen, wie seine Sprachauffassung und Bildungsideale bis heute wirken.
Welche wissenschaftliche Methodik wird in der Arbeit verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bedeutender wissenschaftlicher Werke über Humboldts Leben, seine Korrespondenz und seine sprachphilosophischen Schriften.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine biographische Einführung und eine tiefergehende Untersuchung der humboldtschen Sprachphilosophie, einschließlich der Grammatik und des Weltansichten-Konzepts.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Bildungstheorie, Sprachphilosophie, Weltansichten und Individualität geprägt.
Inwiefern beeinflusst das „Verbum“ bei Humboldt die Sprachbetrachtung?
Für Humboldt ist das Verbum nicht nur eine Wortart, sondern die „Synthesis des Seins mit dem Begriff“, welche den Wirklichkeitsbezug der Sprache herstellt.
Was meint Humboldt mit der „Nicht-Identität der Bedeutung“?
Er beschreibt damit, dass die Bedeutung eines Wortes individuell und durch das jeweilige Sprachgefüge sowie die persönliche Erfahrung des Subjekts modifiziert wird, wodurch eine exakte Synonymie unmöglich wird.
- Arbeit zitieren
- Ina Reimann (Autor:in), 2008, Die Bildungstheorie Wilhelm von Humboldts und ihre Aktualität , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/157790