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Bedingungen der Möglichkeit ewigen Friedens

Eine kritische Untersuchung der Friedensschrift Kants

Título: Bedingungen der Möglichkeit ewigen Friedens

Trabajo Escrito , 2010 , 19 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Christian Reimann (Autor)

Filosofía - Práctica (etica, estética, cultura, naturaleza, derecho, etc.)
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Die Menschheitsgeschichte ist durchzogen und begleitet von Kriegen. Ungeachtet der verschiedenen Kriegsarten, welche sich im Laufe der Jahrtausende ereignet haben, beinhalten Kriege typischerweise den Einsatz physischer Gewalt zur Regulierung inner- oder zwischenstaatlicher Konflikte zwecks Durchsetzung politischer Interessen.
Auf der anderen Seite hat es stets auch Zeiten des Friedens gegeben, d.h. Zeiten, in denen Konflikte idealerweise gewaltfrei durch Rechtsordnungen gelöst werden.
Doch wie wahrscheinlich ist es, einen dauerhaften Friedenszustand erreichen zu können? Sind die historischen kriegerischen Geschehnisse sowie aktuellen Kriege und Konflikte nicht Indizien dafür, dass der Krieg zu den natürlichen, egoistischen Neigungen des Menschen gehört und damit der Frieden immer bloß punktuell und temporär bleibt? Mit anderen Worten: Siegen letztlich nicht immer die animalischen Neigungen über die vernünftige Moral, so dass keine Hoffnung auf einen ewigen Frieden bleibt?
Innerhalb der Politischen Philosophie ist die Frage nach der Möglichkeit eines ewigen Friedens keine Neuheit. Insbesondere die Friedensschrift Immanuel Kants stellt in diesem Zusammenhang einen berühmten Beitrag zur Friedensthematik dar. In diesem Entwurf befasst sich Kant mit den Bedingungen der Möglichkeit ewigen Friedens, welche den Untersuchungsgegenstand der vorliegenden Arbeit bilden sollen. Aus diesem Grund ist es das Ziel, die folgende Fragestellung zu beantworten: Welche sind nach Kant die Bedingungen der Möglichkeit ewigen Friedens?
Zur Beantwortung dieser Frage orientiert sich die Arbeit an der folgenden Struktur: Zunächst werden die notwendigen Bedingungen der Möglichkeit ewigen Friedens erläutert, welche sich unterteilen in die notwendigen Vorbedingungen, die zwischen den Einzelstaaten erfüllt sein müssen, um eine notwendige Basis für die Umsetzung der notwendigen vernunftrechtlichen, apriorischen Voraussetzungen zu bilden, die im Anschluss daran erläutert werden.
Darauf aufbauend wird schließlich die hinreichende Bedingung bzw. die Garantie der Möglichkeit ewigen Friedens behandelt. Dies erfordert sowohl die Erörterung des Verhältnisses zwischen Natur und praktischer Vernunft als auch die damit in Zusammenhang stehende Unterscheidung zwischen dem moralischen Politiker und dem politischen Moralisten.
Im Anschluss daran erfolgt eine kritische Beurteilung des Kant’schen Ansatzes, welche einige Schwierigkeiten herausstellt und diskutiert.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 NOTWENDIGE VORAUSSETZUNGEN EWIGEN FRIEDENS

2.1. ZWISCHENSTAATLICHE VORBEDINGUNGEN

2.2. APRIORISCHE VORAUSSETZUNGEN – DIE IDEE DES RECHTS

3 DIE GARANTIE EWIGEN FRIEDENS

3.1 ZUM VERHÄLTNIS VON NATUR UND PRAKTISCHER VERNUNFT

3.2 MORALISCHER POLITIKER VS. POLITISCHER MORALIST

4 KRITISCHE BEURTEILUNG

5 SCHLUSSBETRACHTUNG

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedingungen der Möglichkeit eines ewigen Friedens basierend auf Immanuel Kants gleichnamiger Friedensschrift, um zu klären, welche Voraussetzungen nach Kant für einen dauerhaften internationalen Friedenszustand erfüllt sein müssen.

  • Analyse der notwendigen zwischenstaatlichen Vorbedingungen (Präliminarartikel).
  • Untersuchung der apriorischen Rechtsideen (Definitivartikel).
  • Erörterung des Zusammenspiels von Natur und praktischer Vernunft als Garantie für den Frieden.
  • Gegenüberstellung des moralischen Politikers und des politischen Moralisten.
  • Kritische Diskussion der Kant’schen Idee des Völkerbundes im Kontext der Souveränitätsfrage.

Auszug aus dem Buch

3.1 Zum Verhältnis von Natur und praktischer Vernunft

Direkt zu Beginn des Ersten Zusatzes legt Kant offen, dass „[d]as, was diese Gewähr (Garantie) leistet, […] nichts Geringeres [ist], als die große Künstlerin Natur […].“ Der Begriff Natur umfasst dabei „[…] die Natur als ganze, […] als jener umfassende dynamische Gesamtzusammenhang, der alles trägt, aus dem alles – auch das Lebendige – stammt und zu dem alles – auch die menschliche Kultur – gehört.“ Sie wird verstanden als ein teleologisches, zweckmäßiges System, welche „[…] in einer praktischen Relation zum Menschen [steht].“ Dies wird deutlich, wenn Kant zunächst die Vorleistung bzw. den Zustand erläutert, „[…] den die Natur für die auf ihrem großen Schauplatz handelnde[n] Personen veranstaltet hat, der ihre Friedenssicherung zuletzt notwendig macht […].“ Mit anderen Worten: Kants Darstellung der „[…] Naturgeschichte führt […], so als sei dies ihre ureigenste Absicht, an die politische Geschichte des Menschen heran.“ Die Vorleistung bzw. die provisorische Veranstaltung der Natur besteht darin: daß sie 1) für die Menschen in allen Erdgegenden gesorgt hat, daselbst leben zu können; – 2) sie durch Krieg allerwärts hin, selbst in die unwirtbarste Gegenden getrieben hat, um sie zu bevölkern; – 3) durch eben denselben sie in mehr oder weniger gesetzliche Verhältnisse zu treten genötigt hat.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die historische und philosophische Problematik von Krieg und Frieden ein und definiert das Ziel der Arbeit, die Bedingungen für einen ewigen Frieden nach Kant zu untersuchen.

2 NOTWENDIGE VORAUSSETZUNGEN EWIGEN FRIEDENS: Dieses Kapitel erläutert die zwischenstaatlichen Verbotsgesetze und die apriorischen Rechtsideen als notwendige Basis für einen Friedenszustand.

3 DIE GARANTIE EWIGEN FRIEDENS: Hier wird untersucht, wie die Natur und die menschliche Vernunft gemeinsam als Garantie für die Verwirklichung des Friedens fungieren.

4 KRITISCHE BEURTEILUNG: Dieser Teil kritisiert Kants Völkerbund-Konzept und diskutiert die Alternative eines minimalen Weltstaates unter Berücksichtigung der Souveränität.

5 SCHLUSSBETRACHTUNG: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und bekräftigt die Bedeutung der moralischen Politik für das Erreichen des Friedens.

Schlüsselwörter

Ewiger Frieden, Immanuel Kant, Friedensschrift, Völkerrecht, Weltbürgerrecht, Republikanische Verfassung, Völkerbund, Natur, Praktische Vernunft, Moralische Politik, Souveränität, Kriegsabwesenheit, Rechtsordnung, Kategorischer Imperativ, Politik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert Kants Friedensschrift, um zu verstehen, welche Bedingungen nach seiner Theorie erfüllt sein müssen, damit ein dauerhafter und globaler Frieden möglich ist.

Welche Themenfelder stehen dabei im Mittelpunkt?

Die zentralen Felder sind die zwischenstaatlichen Vorbedingungen, die Idee des Rechts, die Rolle der Natur als Garant für den Frieden sowie die politische Ethik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, wie nach Kant die Bedingungen der Möglichkeit ewigen Friedens definiert und durch den Menschen realisiert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Textanalyse und Interpretation von Kants "Zum ewigen Frieden" sowie der Einbeziehung relevanter Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der notwendigen Voraussetzungen, der Garantie des Friedens durch Natur und Vernunft sowie eine kritische Beurteilung des Modells.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselbegriffe sind vor allem der ewige Frieden, die republikanische Verfassung, der Völkerbund und das Verhältnis von moralischer zu politischer Vernunft.

Warum unterscheidet Kant zwischen dem moralischen Politiker und dem politischen Moralisten?

Diese Unterscheidung verdeutlicht, dass nur derjenige Politiker, der sich an moralischen Prinzipien orientiert und nicht nur machtpolitische Interessen verfolgt, den dauerhaften Frieden fördern kann.

Was ist das zentrale Problem, das der Autor im vierten Kapitel identifiziert?

Der Autor kritisiert, dass Kants Modell des Völkerbundes an der Souveränitätsfrage scheitern könnte und übersieht dabei, dass ein minimaler Weltstaat eine plausiblere Lösung für die Friedenssicherung darstellen könnte.

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Detalles

Título
Bedingungen der Möglichkeit ewigen Friedens
Subtítulo
Eine kritische Untersuchung der Friedensschrift Kants
Universidad
RWTH Aachen University
Curso
Einführung in die Politische Philosophie
Calificación
1,3
Autor
Christian Reimann (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
19
No. de catálogo
V157998
ISBN (Ebook)
9783640715169
ISBN (Libro)
9783640715442
Idioma
Alemán
Etiqueta
Zum ewigen Frieden Kants Friedensschrift Praktische Vernunft Präliminarartikel Definitivartikel Vernunftethik Immanuel Kant Kategorischer Imperativ Idee des Rechts Naturzustand Völkerbund Universalmonarchie Weltrepublik republikanische Verfassung Weltbürgerrecht Völkerrecht
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Christian Reimann (Autor), 2010, Bedingungen der Möglichkeit ewigen Friedens, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/157998
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